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Karawane gegen Kinderkrebs – Von Göttingen nach Grohnde

Es gibt keine friedliche Nutzung der Atomenergie: Auch im Normalbetrieb produzieren die AKWs Krebserkrankungen. Inzwischen ist die hartnäckige Leugnung dieser Tatsache nicht mehr zu halten, die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien haben zu eindeutig die Zusammenhänge zwischen AKWs und Leukämie bei Kindern der Umgebung festgestellt. Deshalb gibt es eine Aktion gegen Grohnde im Normalbetrieb

Atomkraftgegner/innen aus Südniedersachsen und Westfalen wollen vom 21. bis 26. April 2012 mit einer ungewöhnlichen Aktion auf erhöhte Krebsraten bei Kindern im Umfeld von Atomkraftwerken aufmerksam machen. Mit einem rollbaren Kinder-Krankenbett bewegen sie sich zu Fuß, mit der Bahn und dem Schiff von Göttingen bis zum 85 Kilometer entfernten AKW Grohnde.
Atomkraftwerke geben auch im sogenannten Normalbetrieb Radioaktivität an die Umwelt ab. Während der jährlichen Brennelementewechsel wird besonders viel Strahlung emittiert. Ärzte raten Müttern mit Kleinkindern, die in der Nähe von AKWs wohnen, sich dann nicht in der Nähe der Reaktoren aufzuhalten. Die Studie "Kinderkrebs und Kernkraftwerke" (KiKK-Studie) beweist zweifelsfrei, dass Kinder, die in der Nähe von AKWs leben, eher an Krebs, insbesondere Leukämie, erkranken.
Ausgangspunkt dieser Karawane gegen Grohnde – stellvertretend für alle Atomkraftanlagen – ist der Hiroshimaplatz in Göttingen. Dort versammeln sich am Samstag, 21. April um 11.00 Uhr unter der Japanischen Kirsche am Fukushima-Gedenkstein Menschen und gehen die erste Etappe bis nach Lenglern. Dort findet die erste Informationsveranstaltung um 17.00 Uhr in der Parkanlage statt.
Unterwegs gibt es weitere Informations-Veranstaltungen und Aktionen wie Straßentheater. Die nächsten Stationen der Karawane sind Hardegsen, Uslar, Bad Karlshafen, Höxter, Holzminden, Bodenwerder und Hameln. Am 26. April, dem Jahrestag der Katastrophe in Tschernobyl, zieht die Karawane zum AKW Grohnde.

Flyer

Anti-Atom-Initiative Göttingen
Göttinger Arbeitskreis gegen Atomenergie

Der "Normal"betrieb – die unterschätzte Gefahr

Wenn von Gefahren durch Atomkraftwerke die Rede ist, denken die meisten Menschen an Störfälle, bei denen Radioaktivität freigesetzt wird, oder an die großen Reaktorunfälle wie Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima. Dass bereits der ganz alltägliche Normalbetrieb von Atomanlagen mit seinen "erlaubten Emissionen" eine Gefahr bedeutet, ist weniger bekannt.

Strahlung aus dem Atomkraftwerk? Sind die nicht ganz dicht? Nein, sind sie nicht. Jede Atomanlage gibt schon im sogenannten Normalbetrieb radioaktive Stoffe an Luft und Wasser ab – ganz legal. Ein Atomkraftwerk in Deutschland darf üblicherweise jedes Jahr zum Beispiel eine Billiarde (1015) Becquerel radioaktive Edelgase, 30 Milliarden (3·1010) Becquerel radioaktive Schwebstoffe und circa 10 Milliarden (1010) Becquerel radioaktives Jod-131 in die Luft blasen. Und das sind keine harmlosen Teilchen: Tritium (radioaktiver Wasserstoff) gelangt im Wasser in die Körperzellen und schädigt dort das Erbgut. Strontium-90 kann vom Körper nicht von Calcium unterschieden werden und wird von ihm aufgenommen – selbst geringe Mengen von Strontium-90 können daher bei Kindern Leukämie auslösen.

Ist die gesetzlich erlaubte Strahlung ungefährlich? Die Genehmigungsbehörden und die AKW-Betreiber versichern, dass die erlaubten radioaktiven Belastungen viel zu gering sind, um Menschen in der Umgebung zu schädigen. Trotzdem zeigten einzelne Untersuchungen bereits seit 1978 eine deutliche Erhöhung von Krebserkrankungen bei Kindern. Diese Studien wurden von den AKW-Betreibern immer wieder angezweifelt – unter anderem, weil die Zahl der untersuchten Fälle zu gering sei. Im Jahr 2007 wurde aber eine Studie zu "Kinderkrebs in der Nähe von Kernkraftwerken" (KiKK-Studie) veröffentlicht, die im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz durchgeführt wurde. Hier wurden alle registrierten Krebserkrankungen von Kindern im Umkreis von Atomkraftwerken – das waren fast 1.600 Fälle in 24 Jahren – in Beziehung zum Abstand der Kinder vom Atomkraftwerk untersucht. Das Ergebnis ist eindeutig: Je näher ein Kind an einem Atomkraftwerk wohnt, desto höher ist das Risiko, an Krebs zu erkranken. Die statistische Aussage der Studie ist: In den 24 Jahren von 1980 bis 2003 sind etwa 275 Kinder mehr, als im Durchschnitt zu erwarten, an Krebs erkrankt, weil sie in der Nähe von Atomkraftwerken wohnten. Andere Ursachen wie Tabakrauch, Pestizide oder andere Strahlungsquellen konnten durch die Studie ausgeschlossen werden. Wenn man annimmt, dass das Risiko für alle deutschen Standorte etwa gleich hoch ist, sind das ca. 18 bis 20 erkrankte Kinder in der Umgebung des Atomkraftwerkes Grohnde.

Wieso ist der Normalbetrieb doch nicht harmlos? Für die auffällige Häufung von Krebserkrankungen bei Kindern rings um Atomkraftwerke sind eine ganze Reihe von Erklärungen denkbar: .
__Kinder sind sehr viel empfi ndlicher gegen Radioaktivität als Erwachsene, weil sie noch wachsen und ihre Zellen sich häufi ger teilen. Außerdem sind die körpereigenen Reparaturmechanismen noch nicht so aktiv wie bei Erwachsenen. .
__Die biologischen Effekte der in den Körper aufgenommenen radioaktiven Substanzen werden vermutlich stark unterschätzt. .
__Die Betreiber geben nur gemittelte Strahlenwerte bekannt. Zu bestimmten Zeiten, wie zum Beispiel während des Brennelementewechsels, ist die Belastung aber deutlich höher, denn dann wird der Reaktor geöffnet und viele Gase entweichen über die Lüftungsanlage. Solche Radioaktivitätsspitzen sind dann deutlich höher als die "natürliche" Radioaktivität.

Wieso wird die Radioaktivität im Normal betrieb zugelassen? Die Antwort auf diese Frage ist so einfach wie erschreckend: Die Betreiber der Atomanlagen wollen ihre Gewinne nicht durch weitere Schutzmaßnahmen schmälern und sind der Meinung, dass die Anwohner die austretende Radioaktivität als Teil eines "Restrisikos" ertragen müssen. Anders gesagt: Mit wirksameren Filtern am AKW Grohnde wäre ein Gewinn von 100 Millionen Euro im Jahr 2010 nicht möglich gewesen und auch nicht die Gewinne zwischen 30 und 40 Millionen Euro in den Vorjahren.

Radioaktivität aus AKWs – was ist daran besonders gefährlich? Alle Lebewesen sind ständig natürlichen Strahlen ausgesetzt – die Schädlichkeit ist allerdings gering, wenn die Strahlen von außen einwirken, weil viele Strahlen bereits durch die Kleidung oder die obersten Hautschichten abgeschirmt werden. Anders ist das bei radioaktiven Teilchen, wie sie von AKWs in die Luft geblasen werden, weil sie in den Körper aufgenommen werden können und dort viel direkter wirken. Allen Strahlenarten ist gemeinsam, dass sie biologisches Gewebe schädigen, weil sie z. B. die komplizierten Erbinformationen in den Zellen zerstören können. Das tückische an radioaktiven Atomen ist, dass sie chemisch nahezu identisch zu den entsprechenden stabilen Atomen sind, daher werden sie von den körpereigenen Abwehrmechanismen nicht erkannt und können auch nicht wieder aus dem Körper entfernt werden. (Daher auch der Spruch, dass man Radioaktivität nicht riechen und schmecken kann.) So kann z. B. in einem Wassermolekül ein Wasserstoff- Atom durch ein radioaktives Tritium-Atom ersetzt sein. Das Wasser wird ganz normal in eine menschliche Zelle eingebaut. Erst wenn das Tritium-Atom zerfällt, wird der Unterschied deutlich, weil hierbei Strahlungsenergie frei wird, die irgendwo in den umliegenden Zellen Zerstörungen anrichten kann. Wird ein Gewebe immer wieder mit Strahlen "beschossen", funktionieren irgendwann die biologischen Reparaturmechanismen der Körperzellen nicht mehr: Die Zellen werden geschädigt und sterben ab wie z. B. bei Verbrennungen, oder es wird die Erbinformation der Zelle geschädigt und sie wird zu einer Krebszelle, die sich unkontrolliert vermehrt.

Erhöhtes Krebsrisiko auch anderswo…
Neue Studien auch in anderen Ländern erhärten den Verdacht, dass in der Nähe von Atomanlagen ein erhöhtes Krebsrisiko besteht.

Frankreich: Die Leukämie-Rate bei Kindern unter 15 Jahren lag zwischen 2002 und 2009 fast doppelt so hoch wie der Landesschnitt. Betroffen waren Kinder im Umkreis von fünf Kilometern um Atomanlagen, heißt es in einer kürzlich von der Fachzeitschrift "International Journal of Cancer" veröffentlichten Studie.
Großbritannien und Schweiz: Im August 2011 wurde eine Untersuchung veröffentlicht, in die Daten aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz einfl ossen. Im Ergebnis ist die Wahrscheinlichkeit einer Leukämie- Erkrankung im Nahbereich eines AKW um 44 Prozent erhöht.
AKW Brokdorf: Wie vor einigen Wochen bekannt wurde, sind in den Jahren 1998 bis 2007 die Menschen in Wewelsfl eth – Erwachsene wie Kinder – um fast 50 Prozent häufi ger an Krebs erkrankt als im schleswig-holsteinischen Durchschnitt. Dies ergab die Auswertung des Krebsregisters. Atomkraftgegner forderten weitere Untersuchungen dieses Zusammenhangs. Und sie fordern natürlich die einzige Maßnahme, die zuverlässig vor den Gesundheitsgefahren des "Normalbetriebs" schützt: die sofortige Stilllegung des Atomreaktors.

Leukämie: In der Elbmarsch geht die Angst um In der Elbmarsch südöstlich von Hamburg geht die Angst um. Seit mehr als 20 Jahren häufen sich hier Fälle einer lebensbedrohlichen Krankheit. 19 Kinder, Jugendliche und junge Leute, die in einem Fünf-Kilometer-Umkreis um das Atomkraftwerk Krümmel wohnen, bekamen Leukämie – das ist die höchste Zahl weltweit und viermal so viel, wie statistisch zu erwarten wäre. Mehrere der jungen Patienten starben. Während die Landesregierungen in Kiel und Hannover angeblich keine Erklärung für die vielen Blutkrebs-Erkrankungen haben, sehen Umweltschützer Zusammenhänge mit dem AKW und dem daneben liegenden Forschungszentrum GKSS. Auf dem Industriegelände Krümmel wurde früher Nitroglyzerin und Dynamit produziert. 1956 erwarb die Gesellschaft zur Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schifffahrt (GKSS) das Gelände und die Bunker, um dort Atomforschung zu betreiben. Inzwischen hat die GKSS die nukleare Forschung eingestellt. Der Bau des AKW begann Ende der 1970er Jahre. Seither bestehen Zweifel an der Sicherheit des Meilers. Bei plötzlichen Druck- und Temperaturschwankungen könnte der Reaktordruckbehälter platzen, wurde gewarnt. Prüfer des TÜV stellten Schlampereien fest: Verunreinigungen in den meisten Blechen, an den Schweißnähten zahlreiche Anzeichen, die als systematische Fehler angesehen werden mussten. Seit einem Transformatorbrand 2007 steht das Kraftwerk still. Bürgerinitiativen haben Informationen über einen schweren Unfall im Forschungszentrum oder im AKW am 12. September 1986. Augenzeugen beobachteten blaue Stichflammen. Die Feuerwehr soll damals auf das Betriebsgelände gerast sein, die Protokolle des Einsatzes sollen aber verschwunden sein. Nach 1990 erfolgten die Neuerkrankungen besonders dicht aufeinander, fünf Jungen und Mädchen traf es innerhalb eines Jahres. Vier bis sechs Jahre beträgt bei Leukämie die Zeitspanne bis zum Auftreten erkennbarer Symptome. Wissenschaftler fanden in Bodenproben in der Nähe der beiden Anlagen kleine radioaktive Kügelchen. Ein Team um Professor Wladislaw Mironow von der Universität Minsk analysierte die Proben und kam zu dem Ergebnis, dass die entdeckten Spaltprodukte in dieser Form in der Natur nicht vorkommen, sondern künstlich hergestellt worden sind. Der Berliner Physiker Sebastian Pflugbeil hat den Verdacht, im GKSS-Zentrum sei mit Atommaterial experimentiert worden. Mit den Leukämiefällen haben sich in der Vergangenheit diverse Expertenkommissionen der Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein beschäftigt. Weil sich die Mitglieder fachlich und politisch zerstritten, kamen sie nie zu einem einheitlichen Ergebnis.

 

 

Ein Jahr nach Fukushima
Gedenk- und Aktionstage in Göttingen

  • 15.2.12 Pressetermin beim Steinmetz 13 Uhr Max-Born-Ring 52.
  • 19.2.12 Tadashi Endo - Butoh Tänzer - Benefizaufführung um 11.30 Uhr im Jungen Theater. Eintritt frei, Spenden erwünscht.
    Butoh-Performance - Benefiz - Spende nach Japan Am 11. März jährt sich die ungeheuere Natur- und Atom-Katastrophe von Fukushima in Japan. Noch immer sind viele Menschen obdachlos. Noch immer haben viele Menschen Angst vor den Folgen der Atomstrahlung. Noch immer wird nicht wirklich klar gesagt, wie gravierend dieses Unglück sich auf die Umwelt und die Menschen auswirken wird. Es gibt viele private Organisationen um Fukushima herum, die versuchen mit kleinen Mitteln den Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten und alles verloren haben, zu helfen. Sie besorgen ihnen etwas zu Essen, sie versuchen sie abzulenken mit kleinen Arbeiten, sie versuchen die Notunterkünfte so angenehm wie möglich zu gestalten, fahren Kranke zum Arzt und vieles mehr. Sie leisten direkte Hilfe an den Menschen. Aber diese kleinen Organisationen sind auf Spenden angewiesen. Sie werden nicht staatlich unterstützt. Um so erfreulicher ist es, dass die Göttinger Anti-Atom-Initiative am 19. Februar eine Benefizveranstaltung im Jungen Theater Göttingen durchführte, auf der Tadashi Endo eine kurze performance gegeben hatte mit dem Titel: „Fukushima mon amour“. Tadashi Endo hatte diesen Titel bewusst ausgewählt, da er in Anlehnung an den Filmtitel „Hiroshima mon amour „ auch an die Atom-Bomben von Hiroshima und Nagasaki erinnern wollte und somit die Frage in den Raum stellte: Warum?? „Die Japaner leben schon immer mit den Naturkatastrophen wie Erdbeben, Taifune und Tsunami. Sie haben Respekt vor den Naturgewalten und können damit umgehen. Aber die von Menschen hervorgerufenen (Atom-) Katastrophen machen ihnen Angst und sie können sich nicht davor schützen.“ Das Theater war voll besetzt und es kam eine beträchtliche Summe an Spendengeldern zusammen, die nun pünktlich zum Jahrestag der Katastrophe an die Fukushima-Tohoku-Hilfe überwiesen werden konnte. Wir danken allen Spendern und auch dem Jungen Theater und seinen Mitarbeitern deren Hilfe wesentlich zum Erfolg der Benefiz- Veranstaltung beigetragen hat............ siehe auch >goest - Butoh-Seite
  • 3.3.12 Infoaktion von Umweltgruppen von 10 bis 14 Uhr am Gänseliesel. Um 11.20 Uhr von dort eine Menschenkette zur Mobilisierung für den 11.3.12
  • 3.3.12 Die Physiker - Aufführung im Jungen Theater um 20 Uhr.
  • 5.3.12 Mahnwache 18.00 Uhr am Gänseliesel. Anschließend Gang zur japanischen Kirsche und Einweihung des Gedenksteines am Neuen Rathaus.Nach der Mahnwache am Montag den 5. März (ab 18 Uhr) am Gänseliesel wird der Gedenkstein mit einem Gabelstapler in Begleitung der Demonstranten zum japanischen Kirschbaum gebracht am Hiroshimaplatz gebracht. Hier wird der Stein eingeweiht. Dafür ist der Göttinger Oberbürgermeister Meyer angefragt


    Fukushima Gedenkstein am Neuen Rathaus
  • 6.3.12 Aktion der Alten-WG um 17.00 Uhr am Fukushima-Gedenkstein (Japanische Kirsche, Neues Rathaus).Der Platz vor dem Neuen Rathaus wird in der ganzen Woche mit Leben gefüllt. So gibt es am Dienstag (6.3.) um 17 Uhr am Gedenkstein eine Aktion der Senioren-WG. Nach der Demo mit Sambagruppe zur Einweihung des Fukushima-Gedenksteins am Montag gab es am Dienstag Gespräche am Stein, organisiert von der Alten-WG und der Anti-Atom-Initiative.
      • 6.3.12 Die Physiker - Aufführung im Jungen Theater 20 Uhr .
      • 7.3.12 Mal- und Bastel-Aktion für Kinder, organisiert vom KEI-Kindergarten um 15.00 Uhr am Gänseliesel, danach wird Gebasteltes zum Stein gebracht.
      • 8.3.12 Bauernmarkt vor dem Neuen Rathaus ab 14 Uhr (Einnahmen werden gespendet).
      • 9.3.12 Stilles Gedenken um 17.00 Uhr am Stein (Bitte Kerzen mitbringen).
      • 11.3.12 Gemeinsame Zugfahrt von Göttingen zur Anti-Atom Großdemo in Hannover um 13 Uhr Opernplatz. 19 Uhr Menschkette Braunschweig – Asse - Salzgitter. Infos unter www.anti-atom-demo.de
      • 11.3.12 Die Physiker - Aufführung im Jungen Theater um 19 Uhr.
      • 12.3.12 Andacht in der Johanniskirche um 17:30 Uhr.
      • 12.3.12 Treffen am Gänseliesel um 18 Uhr Gang zum Ginko-Baum.Von dort Menschenkette zur bis zum Kirschbaum am neuen Rathaus geben. Der Ginkgo-Baum wurde am 9. August 1987 im Jahr nach dem Super-Gau von Tschernobyl in Gedenken an die Opfer der Atombombe auf Hiroshima und Nakasaki gepflanzt. Die Inschrift der Gedenktafel lautet: "Friedensbewegung von Stadt zu Stadt- Hiroshima- Nagasaki-Göttingen 9. August 1987". Der Kirschbaum am Hiroshimaplatz ist nach dem Reaktorunglück von Fukushima geplfanzt worden und "Gewidmet den nie genannten japanischen Kämpferinnen und Kämpfern gegen Atomkraftwerke, Fukushima 2011"
      • Zwischenbericht der Anti-Atom-Initiative Göttingen über den Verlauf der Aktionen / 12.3.12
        400 Menschen bilden in Göttingen eine Kette gegen Atomkraft In der letzten Woche haben zahlreiche Aktionen im Rahmen der Fukushima-Gedenkwoche stattgefunden. Nach der Einweihung des Gedenksteins am Hiroshimaplatz gab es Gespräche am Stein mit der Alten-WG, einen gut besuchten Bauern-Markt auf dem Hiroshimaplatz, eine Kinderaktion am Gänseliesel und das Stille Gedenken am Stein. Am Samstag hatten sich 50 Menschen aus Göttingen aufgemacht, um an der Anti-Atom Demonstration in Hannover und der Lichterkette Thune – Asse- Schacht Konrad teilzunehmen. Einige Aktivisten haben sich sogar an der Menschenkette in Frankreich beteiligt. An diesem Montag sollte dann als Höhepunkt der Aktionswoche eine Menschenkette den Ginkgo-Baum im Cheltenhampark mit der japanischen Kirsche am Hiroshimaplatz verbinden. Um 17.30 fand in der Johanniskirche eine Andacht für die Opfer in Japan statt. Um 18 Uhr war dann der Treffpunkt am Gänseliesel. Auf dem gut gefüllten Alten Markt gab einen kurzen Redebeitrag, in welchem die Energiepolitik der Bundesregierung, insbesondere die Kürzung der Solarförderung, scharf kritisiert wurde. In einem langen Demonstrationszug ging es dann zum Ginkgo-Baum im Cheltenhampark. Christa Schwalbe von der Anti-Atom Initiative Göttingen verdeutlichte die Bedeutung dieses Baums: Ein Ginkgo-Baum stand im Zentrum Hiroshimas und wurde von der ersten Atombombe verbrannt. Doch der verkohlte Stumpf schlug neue Triebe aus und wurde so ein Symbol für das Leben und den Frieden. Unter dem Eindruck des Super-Gaus in Tschernobyl wurde ein Ginkgo-Baum zur Erinnerung an die Opfer in Hiroshima und Nagasaki im Cheltenham-Park gepflanzt. Christa Schwalbe machte deutlich, wie wütend Sie darüber sei, nach knapp 16 Jahren schon wieder hier zu stehen. Es gäbe keine Trennung zwischen ziviler und militärischer Atomkraft. Alle Atomanlagen müssten abschaltet werden, sofort und weltweit. Der Fukushima-Gedenkstein solle Zeichen für das Ende der Atomkraft sein. Zu diesem Stein machte sich jetzt die Spitze der Kette auf den Weg. Nach einer halben Stunde war die 700 Meter lange Strecke besetzt von ungefähr vierhundert Menschen mit Kerzen, Lampen und Transparenten. Zur Gitarre wurde immer wieder „We shall overcome“ angestimmt; Kinder, Schüler/innen, ältere Menschen sangen begeistert mit. Vom Ende rollte sich dann die Kette Richtung Hiroshimaplatz auf, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Mit der Ankündigung des Konzertes des OHG-Chors am 22.März um 18 Uhr in der Johanniskirche sowie der nächsten Anti-Atom Mahnwache am 2. April auf dem Johanniskirchhof endete die Veranstaltung. Wir, die Anti-Atom-Initiative Göttingen sind begeistert von der breiten Unterstützung aller Aktionen, insbesondere der Menschenkette. Wir danken den vielen Menschen, die bei toller Stimmung mit uns dieses Zeichen gesetzt haben, für den sofortigen Ausstieg weltweit.



      • Menschenkette 12.3.12

      • 27.3.12 Die Physiker – Aufführung im Jungen Theater um 20 Uhr .
      • 2.4.12 Mahnwache 18 Uhr am Gänseliesel (regelmäßiger Termin erster Montag im Monat).
      • 4.4.12 Die Physiker – Aufführung im Jungen Theater um 20 Uhr


      VeranstalterInnen von links : Tobias Darge, Anette Ramaswamy,
      Udo Eidinger, Tadashi Endo, Dagma Haschke beim Pressegespräch 13.2.12

       

      Gericht gegen AtomgegnerInnen

      3.1.12 Mitteilung AntiatomPlenum Göttingen aapgoe / Am 4. Januar 2012 stehen zwei Atomkraftgegner*innen aus Göttingen und Kassel nach dem Willen von Bundespolizei und Staatsanwaltschaft in Potsdam vor Gericht. Ihnen wird vorgeworfen, im November 2010 an der äußerst erfolgreichen Castorblockade bei Altmorschen (Nordhessen) teilgenommen zu haben. Auch für die weiteren Betroffenen bei dieser Aktion stehen Gerichtsprozesse an. Der Ausgang dieser ersten beiden Prozesse wird sich auch auf die weiteren Prozesse auswirken. Die Prozesse finden im Amtsgericht Potsdam (Jägerallee 10-12), Saal 21 um 13:20 Uhr und 13:40 Uhr statt. Auch aus Göttingen fahren solidarische Menschen gemeinsam zum Protest (7:07 Uhr ab Bahnhof Göttingen). Das Ziel der Prozesse ist nicht nur, einen Freispruch auf Grund der dürftigen Beweislage zu erreichen. Gerichtsprozesse machen nicht nur den Betroffenen Arbeit und Kosten, sondern noch viel mehr dem Justizapparat. Die Erfahrung zeigt, dass massenhafte Einsprüche und Gerichtsprozesse im Wendland dazu geführt haben, dass dort Sitzblockaden gar nicht mehr verfolgt werden. Das ist auch das Ziel für Atomtransport-Blockaden überall


      Blockade des Castortransportes bei Eichenberg/Göttingen und Fulda

      Samstag 26.11., Der Castorzug wurde um 7.00 Uhr in >>Hebenshausen, südlich von Friedland bei Göttingen gestoppt (>>Göttinger Ticker ) und die Schienen zeitweise von 50, 80 und 100 Leuten besetzt. Danach Polizei auf den Schienen (>>castorticker.de) Gewalt der Polizei mit Schlagstöcken gegen Zivilbevölkerung. 8.48 Uhr Stadtradio: Journalistin in Hebenshausen von Polizeihund gebissen. // 9.20 Uhr Zug fährt weiter Richtigung Göttingen // Infos zu Blockaden in Fulda // aapgoe zu Blockade in Eichenberg war länderübergreifende Aktion - 9.45 Durchfahrt in Göttingen. >>Berichte des "Legal-Teams" zu Polizeiübergriffen

      Mitteilung des AntiAtomPlenums Göttingen aapgoe zu Eichenberg
      "In einer grenzüberschreitenden Aktion blockieren ca. 100 AtomkraftgegnerInnen im Dreiländereck Niedersachsen/ Hessen und Thüringen den Castortransport ins Wendland. Nachdem abgesichert war, dass der Zug hält, besetzten die AktivistInnen kurz vor Eichenberg weiträumig und lautstark die Schienen. Mit der Aktion stellen sich die BlockierInnen dem geplanten Weiterbetrieb der Atomkraftwerke und der politischen Etablierung eines Endlagers in Gorleben entschieden entgegen, so eine Sprechererin der Gruppe. Die gezielte Störung von Atommülltransporten sei solange erforderlich bis die lebensfeindliche Atomenergienutzung und die Produktion von jahrtausendelang strahlendem Müll endgültig und weltweit beendet wird. (...)

      Mitteilung der Gruppe "Fuldasperre": Kletteraktion gegen den Castortransport bei Fulda.
      "Seit 22 Uhr [Freitag] blockiert die Gruppe "Fuldatalsperre" die Zentrale Strecke für den 13. Castortransport auf seinem Weg nach Gorleben in Höhe Marbach bei Fulda. Aktivist_innen hängen von einem hoch über den Schienen gespannten Seil. Mit der Aktion verleiht die Gruppe der Forderung nach sofortiger Stilllegung aller Atomanlagen weltweit Nachdruck. (...) Die Botschaft "Wir blockieren für Ihre Zukunft" unterstreicht, welche enormen Gefahren von dem Betrieb von Atomanlagen ausgehen, wie jüngst in Fukushima leider einmal mehr klar wurde. (...) Da die Atommülltransporte diesen Wahnsinn in besonderer Form verdeutlichen, stellt und hängt sich die Gruppe dem Castor so entschieden in den Weg. In diesem Zusammenhang möchte sie auch ihre Solidarität mit Franziska Wittig ausdrücken, die momentan für eine Ankettaktion beim Castor 2008 im Gefängnis in Frankfurt sitzt. (...). Kletteraktivistin Cecile Lecomte fügt hinzu: "Mich stört es gewaltig, dass Menschen massig Strom verschwenden, besinnungslos konsumieren und damit Atom- und Kohlekraftwerke rechtfertigen. Ein vernünftiger Energiebedarf kann längst aus erneuerbaren Energien gedeckt werden." Daher appelliert die Aktionsgruppe an alle Menschen, ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten auszuschöpfen, z.B. zu einem der vier echten Ökostromanbieter auf "www.atomausstiegselbermachen.de" zu wechseln und zugleich alle Möglichkeiten zum Energiesparen zu nutzen."

      Rosdorf

      a) Trecker, Pferde und Laternen gegen Atomtransporte Castorprotest in Rosdorf
      "Gegen den Castortransport und den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke (insbesondere in Grohnde) wurde auch in Rosdorf demonstriert. Bereits am Donnerstag ging eine kleine Gruppe Menschen mit Laternen und Pferden vom Zubrí-Platz in die Rosdorfer Feldmark parallel zu den Gleisen, auf dem der Castortransport laufen sollte. Bei der Wiederholung der Aktion am Freitagabend hatten sich dann 20 Menschen, zwei jetzt leuchtende Pferde und zwei Hunde auf dem Platz in Rosdorf versammelt. Diesmal ging der motivierte Zug mit Laternen und Musik durch den Ort, um dann über den Wartberg in Richtung Gleise zu gehen. Dort warteten schon direkt an den Gleisen elf mit dem Castor X, Fahnen sowie gelben Fässern dekorierte Trecker von Landwirten aus Südniedersachsen. Ein großes Aufgebot von Bundespolizei „bewachte“ die gemeinsame Mahnwache, zu der sich noch einige Fahrradfahrer gesellten. Mit Fackeln und Tee verdeutlichten schließlich ca. 50 Menschen ihren Widerstand."

      b) Samstag 6 Uhr Morgens in Rosdorf. / Bericht
      "Zu zweit machten wir uns auf den Weg, um am Wartberg mit Kerzen und einer Anti-Atom-Fahne auf den Atomtransport aufmerksam zu machen. Auf dem asphaltierten Weg, über 150 Meter entfernt von den Gleisen, bekamen wir dann Besuch von drei Fahrzeugen der Bundespolizei. Sie fragten nach unserem Anliegen und wir erklärten, dass wir in sicherer Entfernung von dem strahlenden Transport unseren Protest ausdrücken wollten. Es schlossen sich lange Diskussionen an. Vom Oberpolizisten wurde uns barsch vorgeworfen, wir würden uns im Gefährdungsgebiet aufhalten. Unsere Erwiderung, dass es in diesem Jahr von Seiten des zuständigen Landrats des Landkreises Göttingen kein ausgewiesenes Gefährdungsgebiet gebe, machte ihn etwas unsicher. Nach wildem Telefonieren und der ständigen Frage, wo denn „die Anderen“ wären sollten schließlich unsere Personalien aufgenommen werden. Auch das wollten wir nicht unwidersprochen hinnehmen. Um das Gewahrsam zu vermeiden gaben wir im Austausch gegen die Dienstnummer des Oberpolizisten (E280647) unsere Personalausweise ab. Es war deutlich zu spüren, dass dessen „Untergebenen“ weit entspannter und auch ein wenig genervt von ihrem übermotivierten Boss waren. Diesen schien die freundliche Diskussionen über Atomausstieg und Asse mit den normalen Beamten zu stören. Obwohl mit denen schon abgesprochen war, dass wir ein paar Meter bergan (das war ja auch unser Ziel) „mahnwachen“ könnten, kam der Chef noch mal wichtig auf uns zu. Er blaffte, wir sollten ihm ein Angebot machen. Ansonsten würde er uns in Gewahrsam nehmen. Unsere Erwiderung, dass doch alles schon abgesprochen sei, ließ ihn endlich schweigen. Mittlerweile zu dritt konnten wir dann zusehen, wie die Bundespolizei unermüdlich die Autobrücke über die Gleise absuchte. Dort hatte in der Nacht zu vor die Mahnwache mit Treckern stattgefunden, vielleicht hatte sich ja ein Trecker hinter den Pfeilern versteckt. Das noch angewachsene Polizeiaufgebot ließ uns bis auf ein Fahrzeug dann allein, es gab in Hebenshausen wohl „anderes“ zu tun. An einem Platz, an dem wir leben und arbeiten ist es plötzlich gefährlich und strafbar, seine Meinung zu äußern. "

       

      Terminübersicht Castorwochenende

      Info des AntiAtomPlenum Göttingen aapgoe 24.11., 10 Uhr
      Momentan hat der Castor in Frankreich ca. 2 Stunden Verspätung, weitere Details stehen unter www.castorticker.de In Göttingen finden die Protestveranstaltungen auf Grund der weiterhin unsicheren Terminlage wie gestern angekündigt bereits am Donnerstag und bei Bedarf nochmals am Freitag statt:

      Donnerstag, 24.11.:
      ab 16 Uhr: Mahnwache am Bahnhof
      ab 18 Uhr: eventuell Demo ab Bahnhof
      ab 18 Uhr: Infotheke im Juzi mit aktuellen Infos zu Castor-Durchfahrt und zu Aktionen in Göttingen (spontane Theken-Hilfe willkommen!)
      19 Uhr: Spaziergang mit anschließender Mahnwache in Rosdorf, Bahnhofsstraße/ Hagenbreite

      Freitag, 25.11.:
      ab 16 Uhr: Mahnwache am Bahnhof *
      ab 18 Uhr: Demo ab Bahnhof *
      ab 18 Uhr: Infotheke im Juzi *
      ab 18 Uhr: Castorradio im Stadtradio 107,1 MHz
      19 Uhr: Spaziergang mit anschließender Mahnwache in Rosdorf, Bahnhofsstraße/ Hagenbreite *

      * Falls der Castor noch nicht durch Göttingen gefahren ist.
      Die VeranstalterInnen der jeweiligen Veranstaltungen freuen sich über aktive und zahlreiche Beteiligung!

      ab 18:00 Uhr Marathon-Sendung - Castorradio im Stadtradio 107,1 MHz Sondersendung RadioAktiv zum Castortransport 2011 von Freitag, 25.11., 18 Uhr bis Samstag 26.11., 18 Uhr Zu hören um Göttingen auf 107,1 MHz und im Live-Stream weltweit unter: www.stadtradio-goettingen.de . Zu erreichen unter: Tel.: 0551 38481066 stadtradio@gmx.de Sende verantwortlich: Marco Woltermann

      EA (Ermittlungs Ausschuss ), Rechtliches, Göttingen: 0551 - 770 8000
      Infonummer: 01578 - 912 922 8

      Sa 26.11.11

      Castor-Kundgebung Dannenberg; ab 12.30 Am Freitag und am Samstag fahren Busse aus Göttingen zu den Protesten ins Wendland. Weitere Infos dazu und Karten gibt es bei den Grünen

      25.-27.11. Aktionen an der gesamten Castor-Strecke / Medien
      www.castorticker.de (läuft erst, wenn der Castor rollt)
      www.castor-camps.net
      www.x-tausendmalquer.de
      www.castor-schottern.net
      Radio ZuSa (Radio Freies Wendland):
      Lüneburg 95,5 MHz
      Uelzen 88,0 MHz

       

      November 2011 / Proteste gegen Transport von Atommüll durch Göttingen

      Mi. 23.11. Atomkraft? Uns reicht's!: Schüler_innendemo 9:30 Uhr Sternmarsch von IGS und KGS, anschließend gemeinsamer Treffpunkt um 11:15 Uhr am Wilhelmsplatz
      (Es gibt Hinweise an die goest-Redaktion, dass sich einige Leute von den Schulen übergangen fühlen und reserviert reagieren. Allerdings wurde am 13. Nov. ein >>offene Brief der Vorbereitungsgruppe an "viele Göttinger Schulen versandt"

      "Sehr geehrte Damen und Herren,
      Am 23. November diesen Jahres wird wieder eine SchülerInnen Anti-Atom Demonstration unter dem Motto „Atomkraft- uns reicht’s! Raus auf die Straße – Gemeinsam gegen den Castortransport und für den sofortigen Atomausstieg“ stattfinden. Deshalb wird es Sternmärsche von der IGS und KGS in Richtung Innenstadt geben, welche um 09:30 Uhr an den beiden Schulen beginnen werden. Anschließend gibt es ein Zusammentreffen um 11:15 Uhr auf dem Wilhelmsplatz. Die Route wird an verschiedenen Schulen vorbeiführen, welche wir auch in den Demozug einschließen werden. Wir begrüßen es sehr, wenn Sie uns entgegenkommen, so dass die SchülerInnen sich dem Demozug anschließen können. Wir hoffen, dass Ihre Schule diese Aktion unterstützt und den SchülerInnen, als mündige BürgerInnen der Bundesrepublik Deutschland ihr Demonstrationsrecht gewährt. Unseres Erachtens nach ist es besonders wichtig, die Jugendlichen auf die Missstände der Atompolitik aufmerksam zu machen, deshalb handelt es sich hierbei um eine SchülerInnendemonstration. Denn es ist die junge Generation, welche mit der zunehmenden Gefahr, die Atomkraft mit sich bringt, und Endlagerfragen später konfrontiert ist. Des Weiteren ist es wichtig, sie zu informieren und somit politisches Engagement anzuregen. Wir bitten Sie, uns in dieser Aktion zu unterstützen. Im Anhang befindet sich der Aufruf zur Demonstration. Mit freundlichen Grüßen, Vorbereitungskreis der Anti-Atom Demonstration"

      Hier seien hier noch einmal die unterstützenden Gruppen genannt.
      Der Termin kursiert mit einem Aufruf als "eine Aktion von >>Jugend Antifa J.A.G. – Göttingen und der Antifaschistischen Jugend Offensive". Als UnterstützerInnen werden bei JAG genannt: - Jugendzentrum Innenstadt (Juzi)- Anti Atom Plenum Göttingen aapgoe - Grüne Jugend Göttingen (mehr) - Castor? Wegbassen – Göttingen - Antifaschistische Linke International (A.L.I.)

      Pressemitteilung der Jugendantifa zur AntiAtomSchülerInnenDemo am 23.11.11
      (Hervorhebung in rot durch goest-Redaktion)
      Am 23.11.11 versammelten sich rund 350 SchülerInnen in der Göttinger Innenstadt. Zuvor gab es Sternmärsche, die von der IGS (Georg Lichtenberg Gesamtschule) und der KGS (Geschwister Scholl Gesamtschule) starteten und sich dann am Wilhelmsplatz zu einer gemeinsamen Demo zusammen schlossen. Dazu aufgerufen hatten die Jugend Antifa Göttingen (J.A.G.) und die Antifaschistische Jugend Offensive Göttingen (A.J.O.G.). Unterstützt wurde diese Demonstration von dem Anti Atom Plenum Göttingen, der Grünen Jugend Göttingen, dem Jugendzentrum Innenstadt (JuzI) und der Antifaschistischen Linken International (A.L.I.). Eine der Routen führte von der IGS die Geismar Landstrasse und den Friedländer Weg runter, wo es auf Höhe des Hainberg Gymnasiums einen kurzen Redebeitrag zum Thema „Rolle der Energiekonzerne in der Atompolitik“ gab. Danach führte die Route an der Stadthalle vorbei bis zum Wilhelmsplatz. Der Sternmarsch, der bei der KGS startete, führte über die Godehardtstrasse an dem Otto Hahn Gymnasium, der BBS II, den Stadtwerken und Eon vorbei, wo ebenfalls der Redebeitrag zur „Rolle der Energiekonzerne in der Atompolitik“ gehalten wurde. Weiter ging es durch die Goetheallee und die Innenstadt zum Wilhelmsplatz. Hier wurde ein Redebeitrag zum aktuellen Castor Transport gehalten und beide Züge vereinten sich. Bereits morgens vor dem Unterricht war in einem Aushang an der IGS unter anderem zu lesen, dass der Göttinger Antifa Block den guten Ruf der Schulen ausnutze, um die Schülerinnen für Gewalttaten, auch gegen Polizisten, zu missbrauchen. Dies finden wir sehr schade, da es in der Vergangenheit schon eine gute Zusammenarbeit gab und hoffen, dass es in Zukunft wieder zu einer Kooperation kommen kann. Die Befürchtungen der IGS-Schulleitung bestätigten sich nicht. Die Demo war von Anfang an bunt, laut und voller friedlicher SchülerInnen, die ein Zeichen gegen Atomkraft setzten. Mit vielfältigen Parolen und Schildern sorgten sie für eine gute Stimmung. Während die SchülerInnen der IGS und KGS trotz des Aushangs nicht an der Teilnahme gehindert wurden, schloss die Schulleitung des OHGs SchülerInnen ein. Am HG wurde eine ganze Klasse beim Versuch den Klassenraum zu verlassen von der Polizei gehindert und wieder zurückgedrängt. Diese direkten Eingriffe in die Grundrechte der SchülerInnen verurteilen wir zutiefst. Davon abgesehen beschränkten sich die Maßnahmen der Polizei auf ein lockere Begleitung der Demo. Nach der Abschlusskundgebung am Neuem Rathaus, bei der die Grüne Jugend und der Anmelder der Demonstration jeweils noch das Wort ergriffen und einen Redebeitrag hielten, bestand die Möglichkeit im Jugendzentrum Innenstadt (JuzI) bei Kaffee und Kuchen zu diskutieren, Infos auszutauschen und zu entspannen.

      Mit 23.11.11 , 16 Uhr Neues Rathaus Hiroshima-Platz
      Aufruf zur Anti-Atom-Demo von Eltern mit Kindern auf Bobby-Cars und Treckern!
      Eltern des KEI-Kindergartens >>kei-goettingen.de

      "Aufstehen und Position beziehen, dies wollen wir, die Eltern und ErzieherInnen des KEI, für und mit unseren Kindern in einer gemeinsamen öffentlichen Demonstration, zu der wir alle Eltern mit Kindergarten- und Grundschulkindern einladen. Die Demo beginnt am Mittwoch, 23. November 2011 um 16.00 Uhr am Hiroshimaplatz. In der gemeinsamen Sorge um eine sichere und atomfreie Zukunft für unsere Kinder wollen wir versuchen, die Möglichkeit auch zu kreativer und kindgerechter Aktion zu geben. Daher werden wir am Hiroshimaplatz während einer kurzen Kundgebung selbstgebastelte Windmühlen in das Rasenstück stecken. Danach formiert sich ein Demozug, der von einem Trecker angeführt wird. Die Eltern und ihre Kinder auf Bobby-Cars und Tret-Treckern, an denen Konservendosen gebunden sind, folgen. Der Demozug endet am Alten Rathaus und nach einer kurzen Kundgebung stellen wir Windlichte (gern mit einem Symbol der Anti-AKW-Bewegung) um das Gänseliesel. Übrigens schließen wir uns mit unseren Kindern den Stimmen von Göttinger Jugendlichen an: Bereits am Mittwochvormittag wird es einen von Schülern und Schülerinnen Göttinger Schulen aufgerufenen Demonstrationszug geben. Wir freuen uns, wenn ihr mit uns gemeinsam für einen sofortigen Ausstieg aus der Atom-Energie streitet und an der Demo teilnehmt. Alle weiteren Infos (Poster, Bastelanleitungen, Lieder...) findet ihr unter http://www.kei-goettingen.de/ Mit atomfeindlichen Grüßen Der KEI-Kindergarten "

       

      Castor-Aktionstag 30. Oktober 2011

      31.10.11 / Mit einem Infostand vor dem Göttinger Bahnhof wurden die Reisenden über den ansteheden Castortransport nach Gorleben aufgeklärt; andere Aktivisten waren in Bahnen unterwegs, um Reisende darüber zu informieren, dass sie auf einer Castorstrecke fahren. >>Weitere Flyer informierten über eine Aktivistin, die zur Zeit ihre Strafe im Knast absitzt, da sie sich vor drei Jahren in Wörth angekettet hat. Insgesamt wurden mehr als 1000 >>Flugblätter verteilt, viele Gespräche geführt. Das Bahnmanagement hatte die Genehmigung des Infotisches auf dem Bahngelände verweigert, vorsorglich wurde ein Stellplatz im "öffentlichen Bereich" beantragt. Die Bundes(Bahn)polizei wollte den AktivistInnen auch den streitig machen; da sie nicht einmal wussten, wie weit der Bahnbereich geht, haben sie darauf jedoch bis auf weiteres verzichtet. "Verbieten wollten sie uns, im Bahnhofsinnenbereich Flugblätter zu verteilen, aber da hatten wir den Urteilsspruch zu diesem Thema (Urteil zur Demonstrationsfreiheit gegen Abschiebungen im Flughafen Frankfurt) in der Hand und bestanden auf unserem Recht", so eine Aktivistin. Mit den Worten: "Das müssen wir überprüfen" verschwand die Polizei dann und ward nicht mehr gesehen.

      Castörchen evereywhere

      "Parallel zum Infostand vor dem Bahnhof wurden in ganz Göttingen neue Endlanger für Atommüll gesucht. An den geeigneten Stellen wurde probehalber ein Castor gelagert"

      Endlagerungs-Dossier

      Zur Frage "Endlagerung" gibt es verschiedene Aktivitäten. So hat der "Göttinger Arbeitskreis gegen Atomenergie" eine umfangreiche Darlegung des Endlagerwahnsinns erarbeitet, bei der auch z.B. die Kosten des Rückbaus von AKWs erörtert werden. Dies wird demnächst in einer Flugblattfassung verteilt werden. Das >Flugblatt zum Download

      Aktuelle Infos zum Castor bei www.gorleben-castor.de.

      Abgeordneten Einsicht ins Zwischenlager verwehrt
      Bundestagsabgeordnete und Landtagsabgeordnete von SPD, Partei DieLinke und Grünen wollten sich im Zwischenlager Gorleben (TBL) über die dortigen Grenzwertüberschreitungen informieren. "Sie wurden abgewiesen: Zwar wurde ihnen die Messtechnik erläutert, aber der Wunsch, die Halle selbst zu besichtigen, wurde ihnen verweigert. "Erst zeigt man zeigt uns die Außenanlagen, und dann behauptet der Betreiber, für einen Besuch der Halle müsste die Gruppe 14 Tage vorher angemeldet sein" kritisierte der umweltpolitische Sprecher der Partei DieLinke im Landtag, Kurt Herzog: "Das ist völlig absurd. Diese Begründung hätte uns der Betreiber schon mitteilen können, als wir den Besuch beantragt haben" Die Abgeordneten wiesen darauf hin, hier werde gewählten Vertretern des Souveräns der Zutritt verweigert; der Einwand bewirkte jedoch nichts. Herzog sagte: "Wir haben bei den zuständigen Aufsichtsbehörden, dem Niedersächsischen Umweltministerium (NMU) und dem Bundesumweltministerium (BMU) interveniert. Beide sahen aber keine Möglichkeit, uns Zutritt zu verschaffen". Offensichtlich hätten Betreiber und Behörden etwas zu verbergen, vermutet Herzog. Öffentlichkeit solle vermieden werden, obwohl stets vom Gegenteil die Rede sei. "Wir wollten auch sehen, wie die Castorbehälter in der Halle umgestellt wurden. Zwar kann das der Niedersächsische Umweltausschuss am 31. Oktober nachvollziehen - doch bis dahin werden die Behörden den Castortransport genehmigt haben", so Herzog. Der Souverän werde also an der rechtzeitigen Ausübung seiner Pflichten gehindert - von den Betreibern, besonders aber auch von den zuständigen Ministerien.

       

      Das AKW Grohnde wurde am Sonntag 2.10.11, 17.15 Uhr blockiert

      2.10.11 // 4 Kletterer - unter ihnen Kletteraktivistin Cecil Lecomte ("Das Eichhörnchen") haben den 2. Zugang zum AKW Grohnde um 17.15 blockiert. Weitere 20 Demonstrierende blockieren die Strasse. Auch die Gleiszufahrt zum AKW ist durch diese Aktion abgeschnitten. Die 1. Zufahrt wird durch die seit 15 Uhr stattfindende Demonstration blockiert. Ein Bericht des NDR spricht von 650 TeilnehmerInnen. Die Demo ist in eine Dauermahnwache übergangen. - Um 18 Uhr spielten dort noch mehreren Bands in einem Konzert und Redner/innen sprechen zu den Initiativen. Damit ist das AKW Grohnde effektiv blockiert! Keine Fahrzeuge können dort rein oder raus. (Stand 21.30 Uhr, 2.10.11)
      Am Montag, den 3.10.11 , nachmittags wurden die Protestaktionen beendet.


      Anti-AKW-Ampel

      Da die Gelb-Phase nur ganz kurz aufblinkt, denkt man zunächst, man habe eine merkwürdige Erscheinung gehabt, weil irgendwas mit dem Gelbzeichen anders sei. Nach mehrmaliger Beobachtung des Ampelgelbs wird dann klar: es ist ein offensichtlich eingeklebtes Zeichen für Radioaktivität, das beim Aufleuchten kurz an die Gefahren der Atomkraftwerke erinnern soll. Es passt politisch auch insofern, als es in den Farben Schwarz-Gelb gehalten ist.

      Es ist z.B. hier an der Kreuzung Godehardstr./Berliner Str. fotografiert worden, ist aber auch z.B. an der Kreuzung Bühlstr. Nikolausberger Weg zu sehen.

      2011 Abschalten sofort ! Überall! Der Protest geht weiter

      Montags-Protestkundgebung Nr. 11 am 30.5.11 Nach der großen Demo vom 28.5.11 konnte man denken, nun sei den AktivistInnen die vorerst die Luft ausgegangen angesichts der langen Reihe von Protesten. Aber am Montag zur regelmäßigen Protestkundgebung kamen wieder viele Menschen zum Gänseliesel um "AKWs Abschalten - Sofort" zu verlangen.

      Es wurden in den Redeeiträgen u.a. die Zahlen der DemoteilnehmerInnen aus den verschiedenen Städten aufgezählt und zu Blockaden von Atomkraftwerken ab Pfingsten aufgerufen.

      Die Veranstaltung wurde mit Musik aufgelockert und mit einem nachgespielten Sketch "Der persönliche Bunker" (Original: >>1981 von Evelyn Hamann & Loriot )


      Nur eins ist sicher: das Risiko!

      Die am Infotisch aufgestellten AKW-Modelle aus Schokoküssen mit Waffel erlitten in der Sonne eine Hüllenschmelze und wurden zudem noch von abstürzenden Pappe-Falt-Flugzeugen durchbohrt. Es blieb dann nur noch der AKW-Modell-Weitwurf in den Papierkorb.


      Mahnwache / Montagsprotest "AKWs abschalten - Sofort!" 30.5.11

      4.6.11 "Anti-Atom-Lieder"
      "Offenes Singen" Am 4.6. ist das Thema "Anti-Atom-Lieder" dran. 20 Uhr im Saal der GfbV, Geisstr. 7

      28.5.11 Demonstration Atom-Schluß

      Anti-Atom-Initiative Göttingen 28. Mai 2011
      "Bei der größten Anti-Atomkraft-Demonstration in der Geschichte Göttingens haben am Samstag 3500 Menschen und 30 Traktoren die sofortige Abschaltung aller AKW gefordert. (...) Zu der Demonstration, an der sich auch dutzende Landwirte mit ihren Traktoren beteiligten, hatten Bürgerinitiativen, Umweltverbände, Gewerkschaften und Parteien aufgerufen.
      (... Prof. Elmar Altvater auf der Kundgebung:... ) „Offenbar ist der Einstieg einfacher als der Ausstieg, denn Atomreaktoren erzeugen nicht nur Strom, sondern auch politische Macht, die gut vernetzt mit Parteien, Regierung, Wissenschaft und entsprechnden Medien als Atommafia über die Konditionen des Ausstiegs mitbestimmt.“ Die Atomkraftgegner kündigten eine Ausweitung und Verschärfung ihrer Proteste an, falls sich die Regierung um einen tatsächlichen Atomausstieg herummogele. Bereits ab Pfingsten werde das Atomkraftwerk Brokdorf in Schleswig-Holstein für mehrere Tage blockiert. Im Sommer startet die Kampagne „Gorleben 365“ – dabei sollen die Bauarbeiten im Salzstock Gorleben ein Jahr lang behindert werden. Auch in Göttingen gehe der Widerstand weiter, sagte Darge. Weiterhin sollten jeden Montag Mahnwachen stattfinden. Die Kampagnen für einen Wechsel zu Ökostromanbietern und für eine Beendigung der Beziehungen zum Atomstrom-Konzern e.on würden intensiviert.

      Wenzel (Grüne) auf der Demo am 28. Mai:
      Die Behauptung des nds. Umweltministers Sander (FDP) dass die Abschaltung des Atomkraftwerks Unterweser/Esenshamm fachlich nicht begründet werden könne, sei falsch. "Das Atomkraftwerk Unterweser gehöre zu den ältesten deutschen Reaktoren, stehe hinter einem zu niedrigen Deich und sei nicht ausreichend gegen Hochwasser und Flugzeugabstürze geschützt. Das Interesse des Ministers gilt nur den finanziellen Risiken für den Betreiber, aber nie den Chancen für die Bevölkerung!"

      Programm der Demo am 28.5.11

      • 11 Uhr Vorprogramm auf Bahnhofsvorplatz mit Holger Burner (Rap/Kassel)
      • Beitrag aus Japan in deutscher Sprache
      • Auftakt: 5 vor 12 Uhr, Bahnhofsplatz Rede zum Castor-Widerstand und zur Bahn
      • 5 vor 12 Demo vom Bahnhofsvorplatz durch die Stadt, an Energieversorgern vorbei Zwischenkundgebung vor E-On Mitte/Stadtwerke: Hildebrandstraße / Ecke Schützenanger Rede zu Stromkonzernen, Stromnetzkauf und Alternativen Energien (EUROSOLAR e.V.) Zwischenkundgebung Weender Tor Rede Prof. Rolf Bertram Zwischenkundgebung vor der Deutschen Bank: Zindelstraße / Johanneskirchhof Rede: "Wie radiokativ ist Deine Bank?" Heffa Schücking (urgewald)
      • 14 Uhr Albaniplatz / ggü. der Stadthalle Hauptkundgebung / Festival. ab ca. 14 Uhr: Hauptkundgebung: Albani-Platz P Es reden: Elmar Altvater (emeritierter Prof. der Politikwiss. FU Berlin, wiss. Beirat von attac, ehemals "Sozialistisches Büro" Offenbach, als Gewerkschaftsvertreter, Dr. Peter Strutynski (Kassler Friedensratschlag) Rede zur Verbindung zwischen militärischer und ziviler Nutzung der Atomkraft, ein Landwirt gegen Atomkraft
      • anschließend Konzert mit Park in der Nähe zum chillen Es spielen: Feltmann (Gö), Transsylvanians (Speedfolk) und Tora Bora Allstars ( Reggae, Ragga, Ska und RocksteadyLatin, Swing, Blues, Hip-Hop, Deutsche Texte, Rhytmusgruppe, Gitarren, Bläser, Keyboarder, Sänger)

      Aufruf zum 28. Mai


      Atomkraft: Schluss! Am 28. Mai finden in 21 Städten Großdemonstrationen für das Abschalten aller Atomkraftwerke statt. „Nach Fukushima gibt es nur noch eine Richtung und die heißt: Alle AKW abschalten – sofort und endgültig.“ Die Demonstrationen finden in folgenden Städten statt: Dresden - Erfurt - Magdeburg - Berlin - Güstrow - Kiel - Hamburg - Bremen - Hannover - Göttingen - Münster - Essen - Bonn - Mainz - Frankfurt am Main - Mannheim - Freiburg - Ulm - München - Landshut - Fürth
      Dokumentation: Aufruf zur Anti-AKW-Demo am 28.5.2011

      Wir bleiben dran, damit die AKWs stillgelegt werden

      Viele gute Gründe für die Demonstration am 28. Mai in Göttingen

      Die Reaktorkatastrophen von Harrisburg (1979), Tschernobyl (1986) und Fukushima (2011) haben gezeigt, wie unbeherrschbar und lebensbedrohlich Atomkraft ist. Viele Menschen können sich jetzt vorstellen was ein GAU bedeutet und dass so etwas auch in Deutschland möglich ist. Schon 1973 im AKW Würgassen, 45 km von Göttingen entfernt wäre es fast passiert. Damals hätte der Riss in einer Frischdampfl eitung selbst nach Ansicht des damaligen Innenministers Genscher fast zum GAU geführt. Mit einer "Ethikkommisson" (bis Ende Mai) und "Stresstests" für AKWs will die Regierung jetzt die von vielen Menschen geforderte Stilllegung von Atomanlagen hinauszögern. Wir warten nicht, bis uns Mitte Juni die Ergebnisse der Verzögerungstaktik mitgeteilt werden:

      Wir sagen schon jetzt und auf den bundesweiten Demonstrationen am 28. Mai in Göttingen und 20 anderen Städten: Das Ergebnis der Beratungen muss die endgültige Stilllegung aller Atomanlagen sein!

      Gegen Verzögerungstaktik beim Abschalten und gegen die Lügen der Atomlobby Die vier deutschen Atomkonzerne wollen so viele ihrer steuerlich abgeschriebenen AKWs über die Zeit retten wie es irgend geht. Die Konzerne und ihre Lobbyverbände setzen die Politik unter Druck, und sie haben in der Öff entlichkeit zu einer gigantischen Propagandaoff ensive angesetzt. Sie wissen, dass sie sich mit der Behauptung "Kernenergie ist sicher" inzwischen nur noch lächerlich machen, deshalb probieren sie es nun mit der Bedrohung durch hohe Strompreise, die "De- Industrialisierung" Deutschlands und Massenarbeitslosigkeit um die Abschaltung hinauszuzögern. Aber wir werden uns keinen Sand in die Augen streuen lassen.

      Wir haben festgestellt, dass die atomare Stromversorgung nicht billiger ist als Strom aus Wind, Sonne und Wasser. Die Atomkonzerne behaupten, Strom aus Atom koste ca. 2 bis 3 Cent/Kilowattstunde. Sie können das nur behaupten, weil sie ca. 4,5 Cent pro Kilowattstunde staatliche Subventionen nicht in den Preis einbeziehen. Die AKW-Betreiber dürfen z. B. ihre Gewinne durch Rücklagen für die Entsorgung des Atommülls und den Abbau der AKWs künstlich verringern. Bislang wurden ihnen so zwischen 20 und 30 Milliarden Euro an Steuern erlassen. Und die Kosten für Atomstrom würden nochmal um ca. 3,5 Cent/Kilowattstunde steigen, wenn die von Umweltminister Röttgen im Herbst 2010 geforderten Nachrüstungen an den AKWs vorgenommen würden. Die Produktionskosten für Windstrom liegen dagegen laut Bundesverband Windenergie zwischen 4,5 und 6,5 Cent/KWh. Wir bleiben dran, damit die AKWs stillgelegt werden

      Wir wissen, dass die Risiken der AKWs nicht ausreichend versichert sind. Die Betreiber müssen ihre AKWs gegen Unfälle mit einer Deckungsvorsorge von lediglich 2,5 Milliarden Euro versichern. Eine Prognos-Studie beziffert die finanziellen Schäden eines Super-GAU in Deutschland aber mit 2,5 bis 6 Billionen Euro. Wenn die AKWs so versichert würden wie das bei anderen Industrieanlagen Pflicht ist, würde eine Kilowattstunde Atomstrom sogar 3 Euro kosten.  Wir sind sicher, dass die Abschaltung der AKWs keine Arbeitsplätze kostet. Im Gegenteil: mehr als 300.000 Menschen verdienen ihr Geld bereits jetzt in der Branche "Erneuerbare Energien", zehnmal mehr als in der Atomenergiebranche.

      Wir glauben nicht, dass 3.500 km neue Stromtrassen gebaut werden müssen. Dies behaupten die vier großen Energiekonzerne, weil sie über diese Trassen den Strom der geplanten Großkohlekraftwerke und der Riesen-Windparks im Meer nach Süddeutschland transportieren wollen. Die Versorgung mit erneuerbaren Energien ist aber am einfachsten mit dezentralen Kraftwerken möglich, für die keine Hochspannungstrassen quer durch Deutschland gebraucht werden. Eine Studie im Auftrag des Wirtschaftsministeriums hält daher maximal 500km neue Trassen für ausreichend.  Wir wissen, dass die Erneuerbaren Energien schon jetzt großes Potenzial haben. Nach einer aktuellen Studie des Umweltministeriums kann Strom aus Erneuerbaren Energien im Jahr 2020 bereits mit 25 Prozent zur Stromversorgung beitragen und damit den Wegfall der AKWs mehr als ersetzen. Der weitere Ausbau der Erneuerbaren und gleichzeitige Anstrengungen bei der Energieeffizienz machen es möglich, bis 2050 100 Prozent des Strombedarfs durch regenerative Energien zu decken.

      Wir sehen nicht die vermeintlichen Alternativen, die uns die Atommanager andienen wollen. Sie wollen zum Beispiel neue Kohlekraftwerke mit CO2-Abscheidung bauen, um den Ausstoß von Klimagasen zu verringern. Aber die großen Energie-Konzerne haben jahrzehntelang gelogen und behauptet, dass Atommüll 100.000 Jahre sicher gelagert werden kann. Warum sollten sie bei CO2-Lagern die Wahrheit sagen? Auch Kohlendioxid muss für 100.000 Jahre sicher gelagert werden.

      Wir bezweifeln, dass mit der Abschaltung von Atomkraftwerken die CO2-Belastung steigen muss. Atomkraft macht in Deutschland nur 11 % der Energie- Versorgung aus. Eine solche Menge ließe sich bei der Hausheizung oder im Verkehr leicht einsparen, selbst wenn kein einziges Kraftwerk für Erneuerbare Energien mehr gebaut würde.  Wir sind überzeugt, dass wir keine Energie-Riesen wie e.on brauchen, die fast die Hälfte ihres Stromes mit Atomkraft erzeugen. Wir haben gelernt, dass eine Versorgung mit erneuerbaren Energien durch Bürgerkraftwerke oder von regionalen Stadtwerken erfolgreich betrieben werden kann.

      Wir vertrauen auf unsere eigene Kraft – nicht auf die Atomkraft. Wir fordern die Abschaltung aller Atomanlagen – sofort und endgültig. Wir wollen die Entmachtung der Energie-Konzerne.

      Kommt alle zur Demonstration am 28. Mai! 5 vor 12, Bahnhofplatz, Göttingen,
      Vorprogramm ab 11 Uhr Göttinger

      AK gegen Atomenergie

       

      Meßwerte / Artikel überarbeitet 29.4.11

      >> Messwerteveröffentlichungen Aufgrund der politischen Wirkung unabhängiger Messungen wurde nach Tschernobyl die Messwerteveröffentlichung rechtlich zentralisiert.

      29.4.11 / Insofern schien es plausibel als >>Sebastian Pflugbeil von der "Gesellschaft für Strahlenschutz e.V." bei einem >>Interview in N-TV behauptete, "der Deutsche Wetterdienst hat die Meßstationen angewiesen vom 16 März an keine Meßdaten mehr über die deutsche Luft und den deutschen Niederschlag zu veröffentlichen." Der Deutsche Wetterdienst veröffentlichte daraufhin am 23.3.11 eine Pressemitteilung in der es heißt: "in Deutschland ist durch das Strahlenschutzvorsorgegesetz klar geregelt: Der DWD ist nur für das Messen von Radioaktivität und Berechnen möglicher Ausbreitungen zuständig. Veröffentlicht werden alle Daten ausschließlich vom Bundesamt für Strahlenschutz. Hinzu kommt: Nur diese Behörde des Bundesumweltministeriums hat auch die Experten, die Messergebnisse vor allem radiologisch bewerten und einschätzen können, ob Gefahren für die Bevölkerung bestehen.“ Das erklärt Uwe Kirsche, Pressesprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD), zu Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zur gesetzlichen Zuständigkeit bei der Überwachung und Bewertung der Luftradioaktivität und Information der Bevölkerung."

      Auf der Webseite >>schreiblaune wird ein Brief des DWD an Plfugbeil wiedergegeben in dem noch einmal bestätigt wird, dass der DWD die " Kollegen an den Messtationen anläßlich der Ereignisse in Japan nochmals daran erinnert" habe ,"dass der DWD grundsätzlich keine Messergebnisse veröffentlichen darf und auch die KollegInnen vor Ort in den Stationen grundsätzlich bei Presse- und Bürgeranfragen auf das BfS verweisen müssen."

      Da im Strahlenschutzvorsorgegesetz zwar die Zuständigkeiten für Radioaktivitätsmessungen bei Bund und Ländern geregelt sind, aber kein explizites Verbot von Messwertveröffentlichungen durch nicht-behördliche Stellen zu finden ist, wäre vermutlich die Einrichtung unabhängiger Messstellen und Veröffentlichung durch diese der einzige Weg aus der Abhängigkeit von der zentralen Bundesstelle herauszukommen.

      >>Zentralisierte Informationsmacht: Karte mit Messwerten der "Ortsdosisleistung" - Gammastrahlung in Deutschland (vom Bundesamt für Strahlenschutz BfS)

      >> Meßwerte des BfS für Göttingen

      >> Globale Jet-Stream Vorhersage (bei hochschießenden Emissionen transportieren diese Streams in 15 km Höhe Radioaktivität rund um den Globus)

       

      Berichte vergangener Kundgebungen/Demos nach Reaktorkatastrophe in Japan

      21.5.11 Stromanbieter-Wechsel-Party Heisenbergplatz, ab 16 Uhr, Initiative Atomstromfreies Viertel feiert 'Wechselfest', freier Eintritt, nach unserem Infoabend haben viele Nachbarn die Initiative erfasst und zu einem Ökostromanbieter gewechselt - mit unserer Aktion wollen wir die Energiewende unterstützen.

      16.5.11 Veranstaltung AK Gegen Atomenergie stellt FDP-MdB Knopek zur Rede
      ver.di Geschäftsstelle, Groner-Tor-Str. 32 (2. Stock) 19.30 Uhr "Bürgerlobby" stellt MdB Dr. Lutz Knopek (FDP) die "Kernfrage" Bürger/innen diskutieren mit Bundestagsabgeordnetem aus dem Wahlkreis Göttingen über Atomausstieg und Energiewende / Bundesweite "Dialogwoche" des Kampagnen-Netzwerks Campact Auf einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung wollen Bürger/innen dem FDP-Bundestagsabgeordneten Dr. Lutz Knopek die "Kernfrage Atomausstieg" stellen. Welche Atomkraftwerke gehen vom Netz? Wann ist Schluss mit der Risikotechnologie Atomkraft? Die Veranstaltung ist Teil einer bundesweiten "Dialogwoche", zu dem das Kampagnen-Netzwerk Campact aufgerufen hat. Organisiert wurde sie vor Ort vom Göttinger AK gegen Atomenergie, der IG Metall Südniedersachsen/Harz und dem ver.di Ortsverein Göttingen. "Die Atomlobby setzt alles daran, ihre gefährlichen Reaktoren noch möglichst lange weiter betreiben zu können", sagt der Physiker Wilhelm Pflüger vom Göttinger Arbeitskreis gegen Atomenergie. "Da wollen wir als Bürgerlobby ein Gegengewicht für die Energiewende bilden. Wir werden Herrn Knopek deutlich machen, dass die große Mehrheit einen schnellen Atomausstieg ohne Hintertür will."


      Vor dem FDP-Büro im August 2010 / Foto: Stephan Knoblauch

      Kommentar goest: Es bedarf schon großer Überwindung, sich mit Herrn Knopek über Atomkraftwerke zu unterhalten. Nachdem er noch vor Monaten auf dem Marktplatz stand und arrogant "Kernkraft? - JA Sicher" propagierte (>siehe Bericht) soll man sich jetzt anhören, wie er das Thema fukushima-gerecht umdreht?

      8. Mai Tour d'Energie - E.ON abschalten! (>Bericht auf einer Extraseite)
      Das AntiAtomPlenum veröffentlichte folgenden Aufruf "Am Sonntag, dem 8. Mai, findet das 7. Göttinger Radrennen "Tour d'Energie" statt. Nicht nur RadsportfreundInnen freuen sich auf diesen Termin, auch für den Hauptsponsor E.ON bietet sich die Gelegenheit, von seinen maroden Atomkraftwerken und Kohlekraftwerksneubauten abzulenken. Um dem größten hiesigen Atomkonzern die Stimmung zu vermiesen, laden wir alle ein, mit Transparenten und Fahnen ab 12 Uhr zur Zieleinfahrt in der Bürgerstraße zu kommen. Zeigen wir E.ON und den ZuschauerInnen mit lauten "E-OFF! Abschalten!"-Rufen, dass wir den sofortigen Atomausstieg und eine soziale und ökologische Zukunft wollen. " Die angekündigte "Bläserkombo" von der Geschwister Scholl Schule taucht im Programm nicht mehr auf - Sollte sie etwa wegen E-On abgesagt haben?
      In der Grünanlage am Gauß-Weber-Denkmal (Bürgerstraße) gibt es eine Volksfestorganisation Hüpfburg, Bratwurst, Crêpes, AlkoholBier, Wasser) und ein Unterhaltungsprogramm mit weiteren Werbemaßnahmen z.B. vom Göttinger Tageblatt und der Sparkasse.

      2. Mai Kundgebung / Mahnwache Pressemitteilung Anti-Atom-Bündnis 28.4.11 / "Letzten Montag haben sich viele Menschen aus dem Raum Göttingen an den Protesten vor dem AKW Grohnde beteiligt. Aus Göttingen waren mit vier Bussen, 40 Fahrrädern und vielen Traktoren schon 250 Personen angereist, weitere Teilnehmer/innen kamen mit der Bahn oder dem PKW dorthin. Doch auch in Göttingen lebt der Widerstand gegen die Atomkraftwerke. Unter dem Motto "Der Protest geht weiter - 100 gute Gründe für den Ausstieg" findet am Montag, den 2. Mai um 18 Uhr am alten Rathaus / Gänseliesel eine Mahnwache mit Aktionen statt. Es wird Redebeiträge zum aktuellen Stand am AKW in Japan und zur Atompolitik in Deutschland geben. Darüber hinaus gibt es ersten Informationen zu den geplanten Großdemos in 20 deutschen Städten am 28. Mai 2011. Göttingen ist einer dieser zwanzig Demonstrationsorte."

      25.4.11 Demo am AKW Grohnde

      Betreiber des Druckwasserreaktor-AKWs ist "Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde GmbH & Co. oHG Gesellschafter E.ON Kernkraft (83,3% mittelbar) Stadtwerke Bielefeld (16,7%)" Mitarbeiter 337 Auszubildende)* Nettoleistung 1.360 MW, Inbetriebnahme 1985

      Nach der Demo: Polizeibericht versucht den Erfolg durch falsche Zahlen kleinzureden
      26.4.11 / Die Veranstalter berichten von 10.000 bis 20.000 TeilnehmerInnen. Die regional zuständige Polizei Hameln/Pyrmont/Holzminden berichtet dagegen in ihrer Polizei-Pressemeldung am 25.4.2011, 16:49 Uhr: "5000 Teilnehmer demonstrieren friedlich gegen Atomkraft Hameln (ots) - Strahlender Sonnenschein begleitet Osterdemo am KKW Grohnde: 5000 Teilnehmer demonstrieren friedlich gegen Atomkraft - Polizei mit Einsatzverlauf zufrieden - "Ich bin von einem friedlichen Verlauf der angemeldeten Veranstaltungen ausgegangen und diese Erwartungshaltung hat sich auch so bestätigt", zog der polizeiliche Einsatzleiter, Polizeidirektor Ulrich Knappe, ein positives Fazit der Demonstrationen rund um das KKW Grohnde am Ostermontag." (Ulrich Knappe wurde im Juli 2010 vom Göttinger Polizeipräsident Kruse zum neuen Leiter der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden eingesetzt)
      Die von der Polizei gemeldete Zahl von 5.000 TeilnehmerInnen steht in krassem Gegensatz zu allen anderen Berichten. Die Seite >>ausgestrahlt berichtet von 20.000 und selbst Medien, die lieber geringere Zahlen gesehen hätten wagen nur von "unter 10.000" zu schreiben aber niemand übernimmt die Schätzung von nur 5.000. Die Fehlinformation per Polizeibericht sollte nicht einfach so hingenommen werden. 20.000 Menschen kann man schlecht einzeln zählen, aber wenn man einen Block von 500 durchgezählt hat, dann kann man dessen räumliche Ausdehnung auf Bildern als Maßeinheit nehmen um die Gesamtheit abzuschätzen. Ideal sind dafür Fotos aus dem Hubschrauber. Der Polizei stehen möglicherweise Fotos/Videos zur Verfügung, anhand deren ihre eigenen Aussagen widerlegt werden könnten.
      >> Fotos von der Grohnde-Demo

      Pressemitteilung Anti-Atom-Initiative Göttingen zur Grohnde-Demo
      15.4.11 / Die Anti-Atom-Initiative ist inzwischen eine der lokalen/regionalen Gruppen des bundes-weiten ausgestrahlt.de-Netzwerkes und co-organisiert in diesem Rahmen regional einen der 12 Großproteste anlässlich des 25. Jahrestages des Super-GAUs in Tschernobyl - dabei wird das AKW Grohnde am Ostermontag, den 25. April geschlossen von vielen Tausend Atomkraft-gegner/innen umzingelt werden … auf dass es dann bald endgültig geschlossen sein wird. Diese bundesweite Großproteste-Aktion könnte wohl die neue größte Anti-Atom-Manifestation in der deutschen Geschichte werden - dazu müsste die Zahl von 250.000 DemonstrantInnen am 26. März 2011 übertroffen werden… Busfahrkarten zu der Grohnde-Umzingelung werden auf der Mahnwache, am Informationsstand auf dem Marktplatz am Samstag und immer im Roten Buchladen (Nikolaikirchhof 7) verkauft. Dort gibt es auch weiteres Informationsmaterial. Allein für Grohnde wurden bereits 23 Busse aus der Region sowie ein Sonderzug aus Hannover bestellt - und es werden wohl noch viel viel mehr …

      Programm

      12:30 Uhr Musik: Der Schulz
      13 Uhr Kundgebung Hiltrud Schwetje, Kinder von Tschernobyl // Jürgen Bretschneider, IPPNW // Brunhild Müller-Reis, Friedensbüro Hannover // Musik: Werner Anders, AAP Weserbergland, Song: "Unser aller Welt!" // Annelie Buntenbach, DGB Bundesvorstand // Ulf Allhoff-Cramer, Bauern gegen Atomkraft // Ralf Strobach, Bürgerinitiative Umweltschutz Hannover // Martin Schmelz, "Bielefeld steigt aus!" // Kerstin Rudek, BI Lüchow Dannenberg // Moderation : Britta Kellermann, Anti Atom Plenum Weserbergland
      Ca 14 Uhr Umzingelung
      15:30 Musik Atommusika
      nten II Peace Development Crew

      >> http://www.ausgestrahlt.de/
      >> http://www.tschernobyl25.de

      Aufruf zur Grohnde-Demo
      "Auch im AKW Grohnde kann es jederzeit zu einem unkontrollierbaren Unfall mit verheerenden Folgen kommen. Mit dem Einsatz von plutoniumhaltigen Mischoxid
      (MOX) Brennelementen steigt nicht nur die Gefahr des militärischen Missbrauchs von Plutonium - MOX-Brennelemente erhöhen auch die Gefahr und das Ausmaß einer Reaktorkatastrophe. Im Falle einer Kernschmelze würden große Mengen Radioaktivität freigesetzt. Ausreichender Katastrophenschutz ist für diese Situation nicht möglich. Das Weserbergland und angrenzende Regionen wären unbewohnbar. Doch auch ohne Super-GAU: Bis heute weiß weltweit niemand, wie man den anfallenden radioaktiven Atommüll für den Zeitraum von Millionen Jahren sicher lagern soll. Das Endlager Asse wurde bereits nach wenigen Jahrzehnten undicht. Statt die AKWs endlich stillzulegen, hat die schwarz-gelbe Bundesregierung die Laufzeitzeiten der Atomkraftwerke sogar noch verlängert. Zugunsten der vier Atomkonzerne E.on, Vattenfall, RWE und EnBW werden die Sicherheitsrisiken ebenso wie die ungelöste Entsorgung ignoriert. Atomstrom blockiert den Strukturwandel zu einer dezentralen Energieversorgung auf Basis von erneuerbaren Energien. Die Laufzeitverlängerung verhindert den Klimaschutz und gefährdet den Erhalt und die Schaffung vieler hunderttausend Arbeitsplätze. Wir setzen uns für den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien, Umwelt- und Klimaschutz ein. Die Energiewende ist unerlässlich und geht nur über die Stilllegung aller Atomanlagen. AKWs endlich abschalten! Atomtransporte stoppen! Atomwaffen abschaffen! Leben bewahren!"

      Ankett-Aktion am Tor des AKW Grohnde 10.4.11
      Bericht des AntiAtomPlenums 11.4.11 / "Atomkraftgegner ketten sich am Haupttor des AKW Grohnde an Seit 11 Uhr haben sich sechs Atomkraftgegner*innen am Tor des AKW Grohnde angekettet. Zusammen mit etwa 10 Unterstützer*innen protestieren sie damit gegen den sturen Kurs der Kernkraftbetreiberfirmen, trotz der anhaltenden Katastrophe in Fukushima weiter an der Atomenergie festzuhalten. "Solange Atomkraftwerke das Leben unserer und tausender zukünftiger Generationen bedrohen, wird auch der legitime Widerstand dagegen nicht aufhören," meint einer der Angeketteten. Die Aktion findet auch in Solidarität mit Aktivist*innen in Japan statt. Diese haben in Tokyo für den heutigen Sonntag zu einer großen Demonstration gegen die Kernenergienutzung und zu weltweiten Solidaritätsaktionen aufgerufen. Die Aktivist*innen rechnen damit, dass der Eingang zum Kraftwerksgelände noch für mehrere Stunden blockiert sein wird. Vertreter*innen der Presse sind eingeladen, vorbeizukommen und sich selbst vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Das Atomkraftwerk Grohnde liegt 5 Kilometer südlich von Hameln bei Hannover, auf der Gemarkung der Gemeinde Emmerthal. Nach den momentanen Plänen der Bundesregierung soll es erst 2032 vom Netz gehen. Zu den bekannten Risiken des AKW Grohnde gehört, wie bei den anderen Kernkraftwerken auch, dass es einen gezielten Absturz eines vollbetankten großen Verkehrsflugzeuges nicht überstehen würde. Außerdem ist Grohnde, wie seit einigen Jahren bekannt, vom sogenannten "Sumpfsiebproblem" betroffen: Im Falle eines Risses in den Kühlleitungen droht Isoliermaterial das Ansaugen von neuem Kühlwassser zu behindern."
      >>Fotos von der Aktion am Tor des AKW
      Nachtrag: Inzwischen wurden die AKW-GegnerInnen von Polizei und Feuerwehr vom Haupttor weggebracht. In einem Fall war es technisch nicht möglich, die Ankettung ohne gesundheitliche Gefährdung zu lösen. Nach angemessener Zeit lösten die AKW-GegnerInnen selbst die Ankettung. In einer Meldung des Göttinger >>Stadtradios heisst es: "In Verhandlungen mit den Demonstranten sicherten diese zu, sich nach rund einer Stunde selbst vom Tor zu lösen. Um 13.00 Uhr kamen die beiden Männer der Vereinbarung nach. Die Polizei nahm insgesamt sieben Personen fest, die Demonstranten müssen unter anderem für die Reparaturkosten für das Tor aufkommen."
      Kommentar: Es kann nicht sein, dass die AKW-Betreiber riesige Summen mit dem AKW verdienen, die Folgekosten für die Endlagerung und entsprechender Begleitkatastrophen der Gesellschaft aufbürden und bei Protesten gegen diese Unverantwortlichkeit engagierten Mitmenschen wie diejenigen die sich mit der Forderung "Abschalten" dort angekettet haben nun irgendwelche Kosten wegen einer Beschädigung des Tores aufbrummen wollen!

       

      Anti-AKW-Protest schwappt über in die Region 23.4.11 in Hardegsen Ostersamstag
      Außerhalb von Göttingen gibt es auch in Hardegsen und Northeim regionale Niederlassungen von E.On als einem der Energiekonzerne, die Atomkraftwerke betreiben.
      23.4.2011 Bericht eines Demoteilnehmers: "Demo-Hardegsen Rund 100 Menschen demonstrierten am Ostersamstag, in Hardegsen, gegen Atomkraft unter dem Motto, „25 Jahre Tschernobyl wenige Tage Fukushima“. Hierzu rief der BUND Kreisgruppe Northeim und das Bildungswerk Leben und Umwelt e.V. Alte Schule Fredelsloh auf. Gegen 11 Uhr ging es am Hardegser Rathaus mit Redebeiträgen los

      „Die aktuelle Katastrophe in Japan hat uns gezeigt, dass weder der Betrieb von Atomkraftwerken, noch die Atommüllbeseitigung, von Menschen beherrschbar ist“. Mit viel Musik ging es dann weiter durch die Kleinstadt Hardegsen. Die Demoroute verlief an der Firma E.ON vorbei, wo in weiteren Redebeiträgen dargestellt wurde, dass E.ON einer der vier Atomkonzerne in Deutschland ist. Mit Transparenten wie E.OFF wurde auf die einfache Möglichkeit hingewiesen, sich mit einem Stromwechsel von dem Atomkonzern E.ON zu lösen. Gut gelaunt trafen die Teilnehmer nach 1,5 Stunden wieder im Hardegser Zentrum ein und mit dem Hinweis auf die Demonstration am Atomkraftwerk in Grohnde, am Ostermontag, wurde die Veranstaltung beendet."

       

      Mahnwachen und Demos Montags gehen weiter (18.4.11)

      Mahnwachen mit anschließender Demo seit dem 13.3.11

      auch nach Wochen wie am Montag, den 18.4.11 noch viele TeilnehmerInnen zunächst zur Kundgebung an der Johanniskirche und dann bei einer kurzen Demo um den Block zum Marktplatz

      Bei der Kundgebung waren mehrere Wortbeiträge mit z.T. sehr persönlichen Schilderungen der Betroffenheit zu hören und die TrommlerInnengruppe Sambatida machte schwungvolle Stimmung.

      Die Demonstration wurde am Marktplatz von der Polizei aufgehalten und durfte nicht durch die Weender weiterziehen.

      Die Anmelderin der Kundgebung wurde von der Polizei genötigt, mit Megaphon eine Ansage durchzugeben, dass die Veranstaltung hiermit beendet sei.

      Daraufhin wurde ebenfalls kungetan "Wir gehen jetzt nach hause - und zwar alle in Richtung über die Weender" aber es schlossen sich nur ca. 30 Personen dem an.

      Am Marktplatz ließen sich die TeilnehmerInnen auf ein Signal hin zu Boden fallen und blieben ca. 10 Minuten liegen während andere in weißen Overalls mit Kreide die Umrisse der Liegenden auf dem Pflaster mit Kreide malten.

      Demonstration Berlin: Samstag, 26.3.11.
      Zu der kurzfristig beschlossenen Aktion in Berlin rufen verschiedene Umweltverbände und Parteien auf. In Berlin ist ab 12 Uhr eine Demonstration ab Potsdamer Platz geplant. Die anschließende Kundgebung ist ab 14 Uhr in der Straße des 17. Juni vorgesehen. Aus Göttingen fährt am 26.3.11, um 6 Uhr ein Bus des Kreisverbandes der Grünen nach Berlin. Abfahrt ist ab der Alten Zoologie, Göttingen. Fahrkarten gibt es in der Geschäftsstelle der Grünen, Göttingen, Tel.: 55594. Der Fahrpreis beträgt für MitfahrerInnen ohne Einkommen 15 Euro, für andere TeilnehmerInnen 20 Euro. Die Rückankunft ist für 21 Uhr in Göttingen geplant.

      Demonstration am Samstag den 19.3.11> Foto-Bericht
      "Atomkraftwerke abschalten - Sofort" 11 Uhr, ab Gänseliesel , Marktplatz Altes Rathaus (Auf dem Treffen am Mittwoch den 16.3. auf dem "Vernetzungstreffen" beschlossen) Am Mittwoch hatten sich etwa 60 Personen getroffen. Sie teilten sich in zwei Teams zur Vorbereitung von Aktionen auf. Für die entstehenden Kosten wurde noch auf der Versammlung Geld gesammelt.

      Kundgebung / Demo Montag 14.3. > Foto-Bericht
      17 Uhr am Gänseliesel ( ein zweiter Aufruf für eine Mahnwache am Montag für 18 Uhr an der Jakobikirche wurde zurückgezogen und mit dem Termin 17 Uhr am Gänseliesel zusammengelegt)
      Für den sofortigen Atomausstieg weltweit! Die Informationspolitik von Betreiberfirma und Regierung zum Super-GAU erweckt den Eindruck, der Vertuschung und Verharmlosung zu dienen. Schon am Samstagnachmittag gab es jedoch die ersten Meldungen, dass Anwohner_Innen des AKWs gefährlich verstrahlt wurdenUm Katastrophen wie in Tschernobyl oder Fukushima zu verhindern, hilft nur eins: Sofortige Abschaltung aller Atomanlagen weltweit! "Bringt Transparente mit, lasst Parteifahnen zu Hause, kurze Redebeiträge sind erwünscht."

      Mahnwache Samstag 12.3.11
      Am Samstag den 12.3.11 hatte das Antiatomplenum Göttingen (aapgoe) zu einer "Mahnwache" am Gänseliesel um 15 Uhr aufgerufen. Angesichts des Ausmaßes der AKW-Katastrophe in Japan und angesichts des zuletzt sichtbar gewordenen massenhaften Widerstandes gegen die Castortransporte muß die Betroffenheit über die Vorgänge in Japan bei vielen Menschen groß gewesen sein. Bei der Mahnwache am Samstag waren ca. 20-30 Menschen spontan erschienen , mit einem Transparent, Origami-Kranichen, Straßenmalkreide und einer Infotafel. Insbesondere die Tafel mit angepinnten Informationen zur aktuellen Lage in Japan wurde von den FußgängerInnen konzentriert gelesen. Während der ca. 2 Stunden wurden immer wieder in Redebeiträgen die Informationen kurz zusammengefasst.

      Aufruftext des aapgoe: "Seit gestern Abend erreichen uns Nachrichten, dass die Lage im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 außer Kontrolle geraten ist. Sowohl Kühlwasser- als auch Stromversorgungssysteme waren ausgefallen, so dass eine Kernschmelze drohte. Heute Morgen um 7:36 mitteleuropäischer Zeit kam es zu einer Explosion, bei der die Außenwände eines Reaktorgebäudes zerstört wurden. Mittlerweile ist klar, dass dabei radioaktive Stoffe freigesetzt wurden. Es hat sich inzwischen bestätigt, dass es zu einer mindestens teilweisen Kernschmelze gekommen ist. Es ist noch nicht klar, welche Ausmaße die Katastrophe in Fukushima 1 annimmt und wie sich die Lage in den übrigen durch das Erdbeben beschädigten Atomanlagen entwickelt. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Super-GAU nicht die Dimensionen der Katastrophe von Tschernobyl vor 25 Jahren annimmt. Es zeigt sich einmal mehr, dass die Gefahren der Atomkraft nicht zu beherrschen sind, weil niemals alle sicherheitsrelevanten Faktoren kontrolliert werden können. Letztendlich wurde die Katastrophe zwar durch das Erdbeben ausgelöst, aber durch Menschen verursacht. Wir rufen daher zu einer Mahnwache heute (Samstag, 12. März) ab 15 Uhr am Gänseliesel auf. Für die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen weltweit! Sicher ist nur das Risiko!"

      Erinnerung an Desinformation nach Tschernobyl
      Die Informationspolitik der japanischen Regierung zeigt im großen Maßstab jene Ignoranz gegebüber dem Informationsbedürfnis der Menschen wie zur Zeit der Tschernobyl-Katastrophe die Behörden in Deutschland und auch lokal in Göttingen - Siehe Dokumentation zur Desinformation der Behörden damals in Göttingen

      Peinliches
      Umweltminister Röttgen, der die Weiternutzung der Atomkraftwerke propagiert, betonte angesichts der Katastrophe lediglich, dass wegen der Entfernung und der Windrichtung keine Gefahr für Deutschland bestünde.
      Absurdes
      Sonntag 13.3. 12.30 - Live-Ticker-dpa: FDP will an Laufzeitenverlängerung festhalten

       

      Kampagne gegen FDP und Laufzeitverlängerung

      Im August 2010 trugen FDP-Mitglieder aus Göttingen mit T-Shirts mit der Aufschrift "Kernenergie - ja sicher" rückblickend wird es ihnen hoffentlich selbst peinlich sein angesichts Fukushima >>Foto

      FDP-Abgeordneter behauptete öffentlich, Kernkraftwerke seien sicher (Er war auch für den Bau der Südspange)

      Anti-AKW- Demonstranten stellen ihn zur Rede

      Foto: 21.8.10 / Marktplatz MdB FDP, Knopek, rechts im Bild

      23.8.10 / Die FDP propagiert: "AKWs sind sicher" - Die FDP ist für Atomkraftwerke. Der Göttinger Biologe Dr. Knopek ist FDP-Bundestagsabgeordneter, sitzt im Bundes-Umwelt-Ausschuß und ist für Atomkraftwerke. Er predigt: AKWs seien sicher. Knopek ist ehemaliger Pharmavertreter und hat einen stellvertretenden Sitz im Gesundheitsausschuss. Lebensmotto des FDP-Abgeordneten lautet "Freiheit, Ungleichheit, Brüderlichkeit" (>>Zitatquelle1) womit er nicht auf dem Grundgesetz steht in dem es heisst: Artikel 3 "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich".
      Auf der offiziellen Seite des Bundestages fehlt die Stellungnahme zu Dr. Knopeks Nebeneinkünften stattdessen ist dort ein Hinweis auf dessen Homepage zu finden auf der es heisst: : "Dr. Lutz Knopek hat keine anzeigepflichtigen Einkünfte neben dem Mandat."
      Dr. Knopek ist nach Angaben des Bundestages Mitglied in der Biologischen Schutzgemeinschaft (BSG) und dem Naturschutzbund Deutschland (NABU). (Zitatquelle2).
      Siehe weitere
      > goest-Artikel zu FDP-Göttingen

      Kampagnen-Netzwerk Campact in Kooperation mit regionalen Initiativen
      Auf der einen Seite stand der Werbebus der FDP u.a. mit dem FDP-Abgeordneten Knopek der AKWs für sicher hält und befürwortet

       

      Direkt gegenüber saßen AKW-GegnerInnen mit entsprechenden Plakaten und Transparenten unter dem Motto: Mal richtig abschalten - ind Liegestühlen und auf Decken mit Sonnenhüten usw.

      20.08.2010. Unter dem Motto „Mal richtig abschalten“ haben ca.50 AtomkraftgegnerInnen die Abgeordneten Hartwig Fischer (CDU) und "Dr. Lutz Knopek aufgefordert, sich gegen die Pläne der Bundesregierung zu stellen, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern. Sie machten es sich mit Liegestühlen und Badetüchern mitten auf dem Göttinger Marktplatz bequem gegenüber dem Werbestand der FDP.
      Im Anschluss daran zog eine Demo durch die Göttinger Innenstadt zum CDU-Wahlkreisbüro von Hartwig Fischer in der Reinhäuser Landtr. "Die Aktion war Teil eines bundesweiten Aktionstages in rund 40 Städten, zu dem das Kampagnennetzwerk Campact aufgerufen hatte (www.atomkraft-abschalten.de). „Wir schalten heute mal richtig ab – und fordern Hartwig Fischer und Dr. Lutz Knopek auf, es uns gleich zu tun und die Risikotechnologie Atomkraft endlich abzuschalten. Fischer und Knopek müssen sich in Berlin gegen die Regierungspläne stellen, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern. Die Menschen aus ihrem Wahlkreis wollen keine Technologie, die ein fatales Unfallrisiko birgt, tödlichen Atommüll produziert und den Ausbau der Erneuerbaren Energien blockiert. Längere Laufzeiten wollen nur die Atomkonzerne, denen immense Zusatzprofite winken“, sagte Tobias Darge „Schwarz-Gelb behauptet, längere Laufzeiten für Atommeiler würden über 2020 hinaus als Brücke ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien gebraucht. Dabei hat die Regierung gerade selbst ihre Prognose für den Ausbau der Erneuerbaren Energien kräftig bis 2020 mit 39% kräftig nach oben korrigiert. Bei 40 % Erneuerbare Energien wollte Bundesumweltminister Norbert Röttgen aus der Atomkraft aussteigen. Atomkraft als Brücke ist völlig unnötig“, erklärte Tobias Darge weiter. „Wir exportieren schon heute so viel Strom ins Ausland, wie acht Atomkraftwerke produzieren. Atomstrom verstopft die Netze und blockiert den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Atomreaktoren können ihre Leistung nicht flexibel an die wetterbedingt wechselnde Stromerzeugung mit Sonne und Wind anpassen – hocheffektive Kleinkraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung dagegen schon.“

      Protest vor FDP-Abgeordneten Büro gegen verlängerte AKW-Laufzeiten

      Atomkraftgegner wollten den FDP-Bundestagsabgeordneten Lutz Knopek in seinem Wahlkreisbüro aufsuchen und lautstark auffordern, sich gegen Atompläne der Regierung zu stellen. Man hörte, er sei in Urlaub. Außerdem hatten sich die DemonstrantInnen das Parteibüro in der WIlhelm-Weber-Str. ausgewählt statt zum Wahlkreisbüro Bahnhofsallee 6 zu gehen, wo die Aktion vielleicht durch die Bahnhofsnähe größere Aufmerksamkeit erzielt hätte. Einige VertreterInnen des FDP-Parteibüros stellten sich zusammen mit Ratsmitglied Ben Schröter dort vor die Tür . Sie hatten T-Shirts mit der Aufschrift "Kernkraft - ja sicher" übergezogen. Geplant war es viel Krach zu machen mit Tröten, Pfeifen, Topfdeckeln und Trommeln vor dem FDP-Büro "Alarm zu schlagen". Es blieb wohl bei ein paar Tröten, es machte auch in der abseits gelegenen Wilhelm-Weberstraße wenig Sinn, allzuviel Krach zu machen.

      150.000 Menschen haben nach Angaben der Veranstalter bereits deren Erklärung >>"Atomkraft abschalten"unterzeichnet, die den FDP-Leuten vor dem Büro übergeben wurde.

      Unser Korrespondent und Fotograf Stephan Knoblauch schreibt zu den Fotos: "Es waren ca. 50 Menschen bei der Kundgebung. Eine FDP-Gruppe nahm unseren Besuch entgegen und nahm auch die Unterschriftenliste entgegen. Der Bundestagsabgeordnete Lutz Knopek war im Urlaub. Eine Frau aus der FDP-Gruppe, die uns zur Begrüßung ansprach, sagte, sie hätte sich zu diesem Termin extra frei nehmen müßen. Die FDP-Gruppe trug T-Shirts mit der Aufschrift: Kernkraft, ja sicher."

      JANUN AK Asse und Campact e.V. vom 26.7.10 schreiben in einer Pressemitteilung von 80 TeilnehmerInnen. Es handelte sich um eine überregional vernetzte Aktion. In der Erklärung heisst es "Der bundesweite Aktionstag wurde vom Kampagnennetzwerk Campact gemeinsam mit vielen regionalen Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen organisiert. Der überparteiliche Verein mit Sitz im niedersächsischen Verden vernetzt über das Internet mittlerweile mehr als 240.000 Menschen, die sich immer dann einmischen, wenn wichtige politische Entscheidungen auf der Kippe stehen." Der Weiterbetrieb der Atomkraftwerke sei unverantwortlich, jeden Tag wachse der Atommüllberg (...) und Das AKW Grohnde ist nur 65 km von Göttingen entfernt. (...) Der Boom der Erneuerbaren Energien mache Atomenergie ohnehin überflüssig. "In den letzten zwei Jahren waren sieben bis acht Atomkraftwerke wegen technischer Probleme fast ständig abgeschaltet und trotzdem gingen die Lichter nicht aus. Deutschland exportiere zeitgleich mehr Strom ins Ausland als jedes andere europäische Land."

      Eine treuherzige Bitte in der Pressemitteilung lautete: "Herr Dr. Knopek muß sich einer Politik entgegenstellen, bei der die Sicherheit der Bevölkerung nichts zählt und mehr Profit für die Stromkonzerne alles" .

       

      Kurzbericht von der Menschenkette gegen AKWs
      (von JANUN >>www.janun.de)

      "Am 25. April 2010 Göttinger fuhren mit Sonderzug zur Menschenkette Göttingen. Mit dem "Naturstrom-Express" sind am Samstag knapp 400 Menschen aus der Region Göttingen, Kassel und Braunschweig zur Menschenkette vom AKW Brunsbüttel zum AKW Krümmel gefahren, an der sich insgesamt 120.000 Menschen beteiligten. Aus Göttingen fuhren auch 2 Busse der Grünen. Gleichzeitig umzingelten 20.000 Menschen das hessische AKW Biblis und zogen 6.000 Atomkraftgegner gegen weitere Atommülltransporte durch die Innenstadt von Ahaus. "Damit sind mit fast 150.000 so viele Menschen wie noch nie in Deutschland gegen Atomkraft auf die Straße gegangen !" wertet Tobias von der Göttinger Sonderzug-Begleitung den Tschernobyl-Aktionstag " als "historischen Erfolg". Die Bundesregierung wird nicht ihr Atomprogramm gegen die Menschen durchziehen können. Weitere Proteste werden im Herbst gegen den Castor-Transport folgen." Auf der Rückfahrt feierten die Atomkraftgegner ihren Erfolg und skandierten "Merkel, mach die Meiler dicht" und "Wind und Sonne, das ist unser Strom!" auf Pink Floyds Song "The Wall". Bundesweit fuhren über 200 Busse und mehrere Sonderzüge zur Menschenkette 2 Tage vor dem 24. dem Tschernobyl-Jahrestag. Mit der 120 Kilometer langen Menschenkette durch Hamburg und Norddeutschland will ein Bündnis aus Anti-Atom-Initiativen, Umweltverbänden, Gewerkschaften und Parteien die Bundesregierung auffordern, die Atomkraftwerke endlich abzuschalten."


      Göttinger bei Anti-AKW-Menschenkette am Brokdorfer Deich am 24.4.10

      Sonderzug und Bus aus Göttingen fahren zur Menschenkette gegen AKWs

      Am 24. April sollen die Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel mit einer 120 Kilometer langen Menschenkette verbunden werden. Mit der Menschenkette durch Hamburg und Norddeutschland will ein Bündnis aus Anti-Atom-Initiativen, Umweltverbänden, Gewerkschaften und Parteien die Bundesregierung auffordern, die Atomkraftwerke endlich abzuschalten.Die Forderungen der Atomkonzerne nach längeren Laufzeiten für die Atomkraftwerke werden vom Göttinger Bündnis Kettenreaktion für völlig inakzeptabel gehalten: „Man stelle sich vor, eine Fluggesellschaft lässt veraltete und störanfällige Flugzeuge länger im Dienst und bietet dafür an, einen Teil der Gewinne in neue Geschäftsfelder zu investieren. Der Aufschrei wäre zu Recht riesig. Genau das aber haben die Atomkraftwerksbetreiber vorgeschlagen.“ Auf der ganzen Welt gibt es kein sicheres Endlager.. Wenn die Badewanne überläuft, dreht man als erstes den Hahn ab. Denn nur ein stillgelegtes Atomkraftwerk produziert keinen Atommüll. Stattdessen will Schwarz-Gelb den Hahn sogar noch weiter aufdrehen. Das ist völlig verantwortungslos“. Deshalb rufe man alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich am 24. April bei der großen Aktions- und Menschenkette einzureihen
      >>www.anti-atom-kette.de

      Sonderzug zur Menschenkette nach Itzehoe

      Achtung Änderung: Ganz wichtig: Die Abfahrtzeit des Sonderzuges aus Göttingen hat sich geändert! Abfahrt Göttingen: 6:59 Gleis 4

      Sonderzug zur Menschenkette fährt eine halbe Stunde früher in Göttingen ab! Göttingen. Der Sonderzug "Naturstrom-Express" zur Menschenkette nach Brokdorf wird am Samstag in Göttingen eine halbe Stunde früher abfahren. Das haben Verhandlungen zwischen der Schweizer Bahn und der Deutschen Bahn ergeben. Der Zug wird demnach um 6.54 uhr in Göttingen am Gleis 4 eintreffen. "Der Zug ist fast ausgebucht, aktuelle Infos gibt es unter www.antiatombonn.de". Aus Kassel, Göttingen und Braunschweig werden allein mit dem Naturstrom-Express 600 Menschen am Samstag zur 120 km langen Menschenkette vom AKW Brunsbüttel zum AKW Krümmel bringen. Aus Göttingen fahren 2 Busse der Grünen. Bundesweit fahren über 180 Busse und mehrere Sonderzüge zur Menschenkette 2 Tage vor dem 24. dem Tschernobyl-Jahrestag. Es werden zehntausde Teilnehmer erwartet. Mit der 120 Kilometer langen Menschenkette durch Hamburg und Norddeutschland will ein Bündnis aus Anti-Atom-Initiativen, Umweltverbänden, Gewerkschaften und Parteien die Bundesregierung auffordern, die Atomkraftwerke endlich abzuschalten.

      Wer sich noch spät entschließt, mitzufahren, kann dies im Zug machen und eine Karte zu 15 € bei Naturstrom in Göttingen (über den Holzhof in der Robert-Bosch-Str.1a erreichbar) kaufen. Am 24. April wird um 7.30 von Göttingen aus ein Sonderzug nach Itzehoe zur Menschenkette gegen Atomkraft fahren. Von Itzehoe aus fährt dann ein Bus zum Brokdorfer Deich und rechtzeitig zur Rückfahrt des Zuges ungefähr um Mitternacht wieder zurück. Der Sonderzug zur Menschenkette von Kassel über Göttingen nach Hamburg fährt auf jeden Fall . Für die Zugfahrt zur die Großaktion sind noch vergünstigte Karten erhältlich bei Anita Haut von Natursstrom Südniedersachsen Holzhof Göttingen Robert-Bosch-Breite 1, vormittags unter Tel. 0551 /382660670. Die Hin- und Rückfahrt kostet dort nur 15 Euro.

      >> a) Anreise-Information der VeranstalterInnen
      >> b) Anreiseinfos auf http://www.antiatombonn.de/

      Grüne: Bus ausverkauft Abfahrt "Alte Zoologie" am 24. April um 8.30h, die Karten kosten 15 Euro, ermäßigt 8 Euro und können im Grünen Zentrum gekauft werden: Lange-Geismar-Straße 73, 3. Etage Telefon: 0551/55594 gruene.goettingen(at)t-online.de Besuchszeiten: Montags und Freitags von 10-14h, Mittwochs von 14-18h. Mm Samstag den 10.4.10 bei der Menschenkette in der Göttinger Innenstadt gab es genügend Anmeldungen für diesen Bus, so dass jetzt er weitgehend ausgebucht ist. Meldung am 16.4.: Bus zur Menschenkette Richtung Brokdorf am 24.4. ist ausverkauft, also voll.

      SPD Bus - fällt mangels Nachfrage aus. Unterbezirk Nikolaistraße 30 , Tel. 503110 info@spd-ub-goettingen.de , Montag bis Donnerstag 9 bis 12:30 Uhr 13:30-16:00 Uhr Freitag 9-b14 Uhr Buskarten sollen nur 5 Euro kosten. Aber die SPD hatte Donnerstag nur 7 Anmledungen und dann keine Lust, am Samstag einen Stand zu machen. Der Bus ist also gestrichen. , d.h. es gibt jetzt "nur" noch den Sonderzug, da sind aber noch einige hundert Plätze frei! Viele Grüße Tobias

       

      Aktion für die Abschaltung der AKWs Krümmel und Brunsbüttel

      7.4.10 / Über den Verteiler des AntiAtomPlenums Göttingen wurde zur Aktion eingeladen. Die Aktion selbst wird schwerpunktmäßig von Natur- und Umweltschutzverbänden, Gewerkschaften, Kirchen, Grünen und SPD getragen (Siehe >>www.anti-atom-kette.de) Am 24. April sollen die Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel mit einer 120 Kilometer langen Menschenkette verbunden werden. Zwei Wochen vorher, am Samstag den 10. April, sollen in Berlin und in über 50 Orten bundesweit Vorveranstaltungen dazu stattfinden. Ab 11 Uhr auf dem Marktplatz auch in Göttingen. Startpunkt der Kette bildet ein zwei Meter große AKW-Attrappen. "Nach einer Viertelstunde löst sich die Kette auf und viele Teilnehmer/innen beginnen in der Innenstadt Flyer zu verteilen. An einem Infostand werden Tickets für Busse und Sonderzüge zur Aktions- und Menschenkette verkauft."

      10.4.10 / "150 Atomkraftgegner haben heute in der Innenstadt von Göttingen mit einer Menschenkette vom Marktplatz bis zum Göttinger Nabel und einem zweimal zwei Meter großen Atomkraftwerken aus Pappe für Aufsehen gesorgt. Mit der Aktion wurde für die Beteiligung an der Menschenkette am 24. April zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel geworben. Dabei wurden zahlreiche Bus- und Sonderzugtickets für die Fahrt zur Großaktion verkauft." (Pressemitteilung der VeranstalterInnen)

       

      Schrittweise kommt die Wahrheit ans Licht
      ASSE II : Jetzt werden dringend Maßnahmen erforderlich

      5.9.08 / Skandal-Update:
      - Die Zuständigkeit wurde von der bisher verantwortlichen Helmholtz-Gesellschaft auf das Bundesamt für Strahlenschutz übertragen. Das Bundesamt ist z.B. auch Betreiber des Endlagers Morsleben. Die dortigen Bürgerinitiativen werfen dem Bundesamt unter anderem mangelnde Transparenz vor.
      - Trotz Wechsel des Betreibers soll das bisherige gesamte Personal übernommen werden, das kritiklos für den bisherigen Betrief verantwortlich war. Das kann zumindest für die Leitungsebene nicht akzeptiert werden.
      - Bis zum Jahr 2002 ist dokumentiert worden, wie viel Lauge in das Bergwerk geflossen ist und wohin sie verbracht wurde - die Berichte danach fehlen!
      - Dringend sind Sofortmaßnahmen zur Verhinderung des Bergwerkeinsturzes nötig.
      -
      Das geplante Flutungs-Konzept muß verhindert werden. Stattdessen müsse die (teueren) Möglichkeiten zur Rückholung des gefährlichen Atommülls ermittelt werden. Die Flutung würde nicht nur Grundwasser sondern auch Fließgewässer gefährden. In Gutachten der Niedersächsischen Bergbehörden und dem Landesamt für Geologie ist dokumentiert worden, dass es rund um die Asse durch aufsteigendes Grundwasser salzhaltige Gräben und Bäche gibt: Rothbach, Osterbach und den besonders salzigen Bleier Graben. Sie fließen über die Altenau, Großen Graben und Höllebach vorwiegend in die Oker und zählen damit zum Einzugsgebiet von Aller und Weser. Es ist zu befürchten, dass bei einer Flutung der Asse wegen des aufsteigenden Grundwassers radioaktive Lauge in die Bäche und Flüsse eintreten wird.
      - Die Inhalte der eingelagerten Fässer müssen überprüft werden, nicht nicht nur die Etikettierungen. Die eingelagerten Fässer müssen auf ihren tatsächlichen Inhalt überprüft werden. Dazu sollten die Fässer stichprobenartig getestet werden. Es muß umfassend gegklärt werden, was alles in dem Bergwerk lagert, Infos zur chemische Zusammensetzung in den Fässern sind nötig, um chemische Reaktionen abschätzen zu können.
      - Die Berichte und Akteneinsichten brachten und bringen weiterhin schrittweise an den Tag, dass willkürlich, fahrlässig und trechtswidrig gehandelt wurde. Die Aufsicht des Umweltministers hat völlig versagt - es bleibt noch zu prüfen ob möglicherweise mit Wissen der Aufsichtsbehörden rechtswidrig eingelagert worden ist.

      ASSE II: Atomdreck gefährdet Grundwasser der ganzen Region
      Umweltminister Sander ist nicht mehr länger tragbar

      Asse - ein Berg ca. 100 km von Göttingen - Asse II ein Atomlager
      20.6.08 / Asse" so heisst ein kleiner Gebirgszug in der Nähe von Wolfenbüttel. Dort wurde früher Salz aus Bergwerken herausgebuddelt. In den abgeräumten Höhlen eines dieser Salzbergwerke bei Remlingen wurden seit ca. 1970 große Mengen radioaktiver Materialien eingelagert. Das Lager heisst "Asse II". Dieses Lager ist ca. 100 km von Göttingen entfernt.
      Die Kritik an dieser Einlagerung gibt es schon lange, seit einigen Tagen nun offenbaren die Verantwortlichen eine Hiobsbotschaft nach der anderen: "Die Lauge im Atommüllendlager Asse II im Kreis Wolfenbüttel enthält außer Cäsium auch andere radioaktive Stoffe. Das Helmholtz-Zentrum München habe eingeräumt, dass auch Strontium, Radium und Plutonium gemessen worden seien, sagte am Dienstag (den 17.6.08) eine Sprecherin des Landkreises Wolfenbüttel."

      Landkreis Göttingen befürchtet Folgen fürs Grundwasser
      Der Landkreis Göttingen hat am 9. Mai 2007 einstimmig eine Stellungnahme zur Gefährdung durch Asse II verabschiedet in der es heisst:

      "Um den Zusammenbruch der Grube zu verhindern, ist eine Verfüllung mit Salzgrus und wässriger Salzlauge vorgesehen. Damit besteht die Gefahr, dass unter Einwirkung der Salzlauge die Fässer durchkorrodieren und mit dem radioaktiven Inventar in Kontakt kommen. Strahlenchemische Reaktionen mit Bildung von giftigen, brennbaren und explosiven Gasen sind dann unvermeidbar. Durch den Druckaufbau können kontaminierte Flüssigkeiten bis in den Grundwasserbereich gepresst werden. Auch der Austritt von radioaktiven Gasen und radioaktiven Feinstäuben über Klüfte und Spalten und eine oberirdische Ausbreitung und Vermischung mit der Atmosphäre ist möglich. Die Betreiber haben aus Kostengründen eine Alternative, nämlich die Bergung und Zwischenlagerung des radioaktiven Inventars in standsicheren Bereichen verworfen. Die Metropolregion und damit der gesamte Bereich des Regionalverbands Südniedersachsen ist von der vorgesehenen Maßnahme betroffen. Für den Landkreis geht die größte Gefahr von einer Verseuchung des Grundwassers aus. Über die Grundwasserströmungen und über die Ausbreitung von radioaktiven Schadstoffen im Grundwasser ist großräumig wenig bekannt. Alle bisherigen Flutungsexperimente zeigen, dass früher oder später Kontakt zu den Grundwasserleitern auftritt."

      Umweltinitiativen und kritische Wissenschatler/innen hatten wieder mal recht
      Die Entwicklung seit Anfang Juni 2008 gibt nun Anlass zu ernsthafter Sorge. Die Befürchtungen von Wissenschaftlern und Bürgerinitiativen, die die Atomlobby immer lächerlich zu machen versucht, scheinen sich zu bewahrheiten. Am 16.6.08 wurde bekannt, dass offensichtlich Cäsium 137 ausgetreten ist und dort in einer Lauge rumschwimmt, die den Strahlenschutzgrenzwert um das 8 fache überschreitet. Eine exakte Beschreibung findet sich auf der Homepage der Asse-GegnerInnen. Selbst die rechtskonservative Zeitung "Die Welt" tituliert in ihrer Online-Ausgabe am 20.6.08 "Hiobsbotschaften aus dem Atommüll-Lager Asse."
      Für die Wanderungsgeschwindigkeit unterirdischer Grundwasserströme rechnet man mit 1 Meter bis mehrere Kilometer pro Tag. Es besteht also durchaus die Chance, dass bei einer Verseuchung des Grundwassers dies in absehbarer Zeit bis in die Region Göttingen vordringt. Zwar erhalten wir zu 80 % Trinkwasser aus dem Harz , aber "in den Mischstationen am Gronespring und auf den Schillerwiesen wird das Harzwasser mit Göttinger Grundwasser gemischt".

      Erste Maßnahmen: Rücktritt von Umweltminister Sander und Flutung des Bergwerks verhindern
      Die Fraktion DieLinke , ihr umweltpolitischer Sprecher Herzog und der Abgeordnete Perli fordern den Rücktritt von sich Umweltminister Sander. Die SPD nennt den Umweltminister ein "Hochsicherheitsrisiko". Die Grünen verlangen nach der Sondersitzung des Umweltausschusses am Freitag den 20.6. einen Untersuchungsausschuss. Aber auch "die umweltpolitischen Sprecher der Regierungsfraktionen Christian Dürr (FDP) und Martin Bäumer (CDU). Bäumer unterstrich seine Forderung nach umfassender Aufklärung. Das Helmholtz-Zentrum habe «über Jahre wichtige Informationen zurückgehalten.» Damit sei jetzt Schluss." (ddp) Wollen wirs hoffen, denn Sander ist immer noch entschlossen, Asse II zu fluten statt den Atomdreck aus dem Berg wieder rauszuholen.

      Pressemitteilung Jürgen Trittin 23.6.08 : "Asse II tickende Zeitbombe"
      "... Die Einlagerung von über 125.000 Fässern mit Atommüll ist akut gefährdet. Der Betreiber von Asse II, das Helmholtz Zentrum München, hat die eindringende Lauge, darunter radioaktiv verseuchte Zuflüsse, in das unterste Stockwerk des ehemaligen Salzbergwerks geleitet. So wurde an den Atomaufsichtsbehörden vorbei eine tickende Zeitbombe geschaffen."

      Trittin muß wissen wovon er redet, er war längere Zeit selbst als Bundesumweltminister für den Bereich Strahlenschutz und Reaktorsicherheit zuständig. Inzwischen sind die Kompetenzen verlagert und im Bundesforschungsministerium bei Atombefürworterin Schavan angesiedelt.

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      Feuer und Explosion in einem schwedischen AKW

      14.11.06 / OK goest ist lokales Medium - aber bei AKW-Unfällen schrumpft die Welt - alle sind betroffen. Ein Atomkraftwerk, das bereits vor einiger Zeit wegen Mängel kritisiert wurde berichtet nun von einem Störfall:

      Presseinformation des Atomkraftwerk Rinhals (E-On und Vattenfall): Fire at Ringhals 3:
      Shortly after midnight a fire started in a transformer at Ringhals 3. The transformer, which belongs to one of the two turbines, is located outside the turbine building and provides electricity to the unit. Ringhals’ own fire brigade was on site within a few minutes and shortly thereafter they received backup from fire brigades nearby. Around 2 a.m. the fire was extinguished. Due to the electrical faults caused by the fire a reactor trip followed. All the safety systems operated as expected and the fire had no affect on the reactor systems at all.
      For further information, please contact Ringhals PR manager Torsten Bohl through our switch board +46-340-66 70 00. Ringhals PR department 2006-11-14
      Quelle http://www.ringhals.se/index.asp?ItemID=858
      Übersetzung:
      "Kurz nach Mitternacht begann ein Brand in einem Transformer bei Ringhals 3. Der Transformer, der zu einem von zwei Turbinen gehört befindet sich ausserhalb des Turbinen-Gebäudes und stellt die Energie für die Einheit bereit. Die betriebseigene Feuerwehr von RInghals war innerhalb weniger Minuten zur Stelle und kurz darauf bekam sie Unterstützung von Feuerwehren aus der näheren Umgebung. Um ca. 2 Uhr war das Feuer gelöscht. Infolge der elektrischen Schäden an der Elektrik die vom Feuer verursacht worden waren erfolgte eine Reaktor-Schnellabschaltung. Alle SIcherheitssysteme funktionierten wie geplant und das Feuer hatte keinerlei Auswirkung auf die Reaktorsysteme." (Übersetzung goest)
      Der Kölner Stadtanzeiger berichtet allerdings unter Berufung auf dpa etwas dramatischer: "Sofort nach einer weithin zu hörenden Explosion wurde Großalarm ausgelöst. Nach Beginn des Brandes stieg eine riesige Rauchwolke aus dem Atomkraftwerk an der schwedischen Kattegat-Küste bei Varberg auf."

       

      Atomkraftwerke zum Klimaschutz?
      Die Atomlobby (E-On, RWE, ... mit den von ihnen beeinflussten und oft direkt bezahlten Politikern) versucht die Angst vor der Klimakatastrophe zu nutzen und preist die Atomenergie als Energieerzeugung mit wenig CO² - Ausstoß an.
      Das ist, wie wenn man jemandem das Erhängen anbietet mit dem Hinweis, dass er dadurch vermeiden könne geköpft zu werden.
      Die gesamte Gefährdungseinschätzung der Atomenergie mit im Grundwasser absaufenden Endlagern, mit Tschernobyl-Unfällen, mit militärischen Hiroshima-Einsätzen, Transportunfällen, Betriebsstörungen, radioaktiver Verseuchung auch im normalen Dauerbetrieb , all das wird mal eben weggeschoben und nur der CO²-Ausstoß betrachtet.

      Ein Widerspruch in der eigenen Betrachtungsweise müßte doch selbst eingefleischten Staats- und AKW-VertreterInnen und Polizisten deutlich werden, wenn sie einerseits Bahnhöfe sperren müssen weil herrenlose Koffer gefunden werden und man Bomben darin für möglich hält, andererseits aber durch die gleichen Bahnhöfe hochgefährliche radioaktive Stoffe transportiert werden, die bei einem Bombenanschlag je nach Windrichtung das halbe Land verseuchen würden.

      Gegen AKW-Laufzeitverlängerungen und Castortransporte
      27.10.06 / Am Do, den 2.11.06 Universität Verfügungsgebäude (hinter der Unibibliothek) 19 Uhr Raum VG 415. Gegen die geplante Verlängerung der AKW-Betriebe und gegen die angekündigten Castortransporte 10-13. November. Infos über die Demos am 4.11. in Biblis und Brunsbüttel mit Jochen Stay, von x-tausendmalquer
      Gegen AKW-Laufzeitverlängerung, ungeeignete Endlager, Polizeiterror usw.:Castor-Mobilisierungsveranstaltung mit Jochen Stay, von x-tausendmalquer Die Atomkonzerne haben im September verschieden Anträge auf Laufzeitverlängerung eingereicht, um die AKWs Biblis A+B, Neckarwestheim und Brunsbüttel bis zur nächsten Bundeswahl zu retten und den langsamen Ausstieg des Atomkonsens danach ganz zu beenden. Deshalb gibt es am 4.11.06 2 Demos gegen Laufzeitverlängerung bei Gammel-AKWs in 4.11 Biblis + 4.11. in Brunsbüttel Von Göttingen aus ist man mit Wocheendticket schneller in Bibis Treffen Fahrt nach Biblis Sa, 4.11., 9 Uhr Hauptbahnhof Göttingen Abfahrt 9:14 Gleis 5 Fahrtzeit 4:44 Außerdem sollen vom 10. bis zum 13. November wieder 12 Castoren nach Gorleben ins Zwischenlager rollen, um dort vor dem geologisch immer noch völlig ungeeignet Endlager Gorleben zu warten. Der Castor kommt! Diesmal fährt er zum 1.Mal am Wochenende durch Göttingen! und zwar Samstagnacht, 11.11. auf So, 12.11. Es wird in Göttingen eine Mahnwache geben. x-tausendmal-quer mobilisiert zu ihrem 10-Jährigen Geburtstag dieses Jahr wie 1997 wieder an den Verladekran dort wird der Transport Montagmorgen erwartet. Es x-1000mal quer wird aber schon ab Sonntag vor Ort sein! Aber auch andere Aktionsmöglichkeiten im Wendland sollen vorstellt werden, Dazu kommt eine juristische Einführung.

      Stromwechselkampagne
      Mit dem Antrag auf Verlängerung der Laufzeit für Biblis A haben die Atomkonzerne Wortbruch begangen. Daher haben neun Umweltverbände die Initiative "www.atomausstieg-selber-machen.de" ins Leben gerufen. Mit dem Wechsel zu Ökostromanbietern soll den Stromkonzernen deutlich gemacht werden, dass die Bürger den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke nicht hinnehmen. Nachdem die Stromkonzerne monatelang den Atomkonsens in Frage gestellt hatten, hat nun RWE einen Antrag auf Verlängerung der Laufzeiten für den Schrottreaktor Biblis A gestellt. Mit dem Atomkonsens haben die vier großen Stromkonzerne aber einen Vertrag unterschrieben, der gerade die Übertragung von Strommengen auf Biblis A ausschließt. Daher stellt dieser Antrag einen beispielslosen Wortbruch dar. Dagegen startet die Kampagne "Atomausstieg selber machen", die von neun Umweltverbänden ins Leben gerufen wurde. In ihrem Aufruf fordern diese die Stromkunden auf, ihre Verträge mit den Stromproduzenten zu kündigen und neue Verträge bei Anbietern abzuschließen, die keinen Atomstrom beziehen. Weitere Informationen zum Stromwechsel, zu den alternativen Anbietern und zu einer Hotline finden sie auf der Homepage der Kampagne.

      Versuchsendlager bei Wolfenbüttel droht abzusaufen!
      Ein Versuchsendlager für schwach- und mittelradioaktiven Müll bei Wolfenbüttel (keine 85 km von Göttingen entfernt) droht abzusaufen. Seit 1988 dringen ca. 12m³ Laugenzuflüsse in die Asse II ein, einem ehemaligen Salzbergwerk, das seit 1967 als Versuchsendlager genutzt wird. Die Herkunft der Laugenzuflüsse ist bis heute nicht bekannt. Die Fachleute gehen davon aus, dass diese Laugenzuflüsse, die in den Salzstock Asse II eindringen, aus dem Deckgebirge kommen. Asse II ist offiziell ein Forschungsbergwerk, welches bis 2013 verschlossen werden soll - faktisch ist Asse II ein Atommüllendlager. In den Jahren 1967 – 1978 wurden als Versuch deklariert 124.494 Fässer mit schwachradioaktiven Stoffen in der Asse eingelagert, davon allein in den zwei Jahren bis zum Ende der Genehmigung 50.000 Fässer – das ist der gesamte, in dieser Zeit in der Bundesrepublik angefallene, schwachaktive Atommüll. In den Jahren 1972 – 1977 wurden 1.293 Behälter mit mittelradioaktiven Abfall eingelagert. Diese radioaktiven Abfälle stammen überwiegend aus der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe.Das erstellte Radionuklidinventar der GSF enthält am 01.01.2002 neben anderen Radionukliden und erheblichen Mengen von chemischen toxischen Stoffen auch 102 t Uran, 87 t Thorium, 11,6 kg Plutonium und Radium . Die gesamte Strahlungsaktivität betrug 83.300 Curie. Wegen der Laugenzuflüsse soll Asse II mit einer Magnesiumchloridlösung verfüllt werden.Kommt dieses Konzept zum Einsatz, dann werden sich die Verpackungen und Bindungen des Atommülls auflösen, Radionuklide werden in Lösung gehen und durch den Druck des Berges ins Deckgebirge ausgepresst. Die Gefahr einer radioaktiven Verseuchung ist nicht auszuschließen!2003 sollte der sog. "Langzeitsicherheitsnachweis" vorgelegt werden, er wurde bis heute nicht fertig gestellt. Die Situation der Asse führt deutlich das Endlager- Dilemma vor Augen: nicht nur, dass es kein sicheres Endlager gibt, sondern das der Bevölkerung jahrelang wider besseren Wissens Sicherheit vorgegaukelt wird. Die Vorgehensweise, wie bisher mit Atommüll und deren Endlagerungen bzw. mit der Standortauswahl umgegangen wurde, scheint starke Ähnlichkeiten aufzuweisen.Das bewusste Akzeptieren von Radionukliden, die in Lösung gehen, wie es bei Asse II jetzt von Fachleuten erfolgt, könnte auch Auswirkungen auf andere Standort-Verfahren haben. Asse II zeigt deutlich, wie berechtigt und notwendig der Widerstand gegen Atomkraftwerke, Atommülltransporte und deren Auswirkungen ist.

      Atommüllendlager Asse II - aktueller Stand Vortrag und Diskussion mit Heike Wiegel (Verein: Aufpassen e.V. ) Mittwoch, 7.Dez.2005, 18.00 Uhr, bei der 48h-Uni ZHG 003, Weiter Infos im Internet unter: www.aufpassen.org