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Mumia Abu-Jamal Seit 28 Jahren in der Todeszelle Die Lage spitzt sich für Mumia, der seit mittlerweile fast 29 Jahren im Knast sitzt (davon 28 in der Todeszelle) derzeit wieder zu. Im November wird es eine Anhörung vor dem Supreme Court (Bundesgericht) geben, in dem die derzeit in seinem Fall ausgesetzte Vollziehung der Todesstrafe seitens der Staatsanwaltschaft beantragt wird. Die Unterstützungsbewegung geht davon aus, dass im Frühjahr 2011 ein neuerlicher Hinrichtungsbefehl (es wäre der mittlerweile dritte seit 1995) erteilt wird. Dokumentarfilm "In prison my whole life" (GB 2007, OmU). Der Film erzählt die Geschichte der Reise eines jungen Mannes, William Francome, der in derselben Nacht zur Welt kam, in der Mumia Abu- Jamal verhaftet und des Mordes an einem Polizeibeamten angeklagt wurde: am 9. Dezember 1981 . Mit 24 Jahren macht sich William Francome mit einem Filmteam auf die Suche nach der Geschichte des afroamerikansichen Journalisten Abu-Jamal, dessen Todesurteil ihn ein ganzes Leben lang begleitet hat. Dabei setzt sich Francome nicht nur mit der Geschichte der vergangenen 25 Jahre, sondern auch mit Rassismus, Klassenvorurteilen, und den Widersprüchen und Schrecken der Todesstrafe auseinander. Der Film zeigt seine Gespräche mit Autor_innen, Menschenrechtsaktivist_innen und Musiker_innen wie Alice Walker, Noam Chomsky, Angela Davis, Amy Goodman, Snoop Dogg und Steve Earle - und natürlich Mumia Abu-Jamal selbst, der (von alten Fotos und Videoaufnahmen abgesehen) im Film unsichtbar bleiben muss, weil die zum Tod Verdammten in den US-Gefängnissen heute weder gefilmt noch fotografiert werden dürfen. Außerdem bringt der Film die bisher stärksten Argumente für ein neues Verfahren für Abu-Jamal, zum Teil aufgrund neuer Beweise für Abu-Jamals Unschuld, die während der Dreharbeiten von dem Heidelberger Linguistiker und Amerikanisten Michael Schiffmann entdeckt wurden. Amnesty International übernahm 2007 die Schirmherrschaft für den Film, der seitdem auf verschiedenen DokumentarfilmFestivals ausgezeichnet wurde. Derzeit hängt Mumia Abu-Jamals Leben erneut in der Schwebe. Ein neuer Hinrichtungstermin wird für die kommenden Monate erwartet. Im Anschluss an den Film wird daher auch die aktuelle Entwicklung im Fall Mumia vorgestellt. Da ein neuer Hinrichtungstermin droht, braucht Mumia wieder verstärkt Unterstützung aus Europa! Für die öffentliche Meinung in den USA ist es wichtig zu zeigen, dass der Fall Mumia Abu-Jamal auch im Ausland aufmerksam verfolgt wird. Deshalb wird um Unterzeichnung der beiden folgenden Petitionen gebeten: an US-Präsident Obama: www-petitiononline.com/Mumialaw/petition.html an US-Justizminister Eric Holder: www. iacenter.org/mumiapetition Wichtig ist auch, Mumia direkt in die Todeszelle zu schreiben (z.B. eine Postkarte, Porto in die USA beträgt 1,00 EUR). Das freut nicht nur Mumia, sondern zeigt auch der Gefängnisleitung, dass die Solidaritätsbewegung weiter am Ball ist. Mumias
Adresse lautet: Mumia Abu-Jamal, AM 8335 SCI Greene Prison 175 Progress Drive
Waynesburg, PA 15370 (USA) |
Tag der Menschenrechte 10.12.08 Hainberg-Gymnasium Einweihung des Kunstwerkes "Messages" 8:50 Uhr in der Aula des Hainberg-Gymnasiums. Zusammen mit dem Hainberg-Gymnasium feiert die Göttinger amnesty international-Gruppen vormittags Geburtstag: Das Kunstwerk "Messages" des Göttinger Künstlers Gregory Seán Sheehan wird der UNESCO-Projektschule überreicht. Die Weltkarte mit den Menschenrechten ist ein großflächiges Bild, welches den gemeinsamen Wohnraum aller Menschen darstellt. Die komplette, von der UNO verfasste Deklaration der Menschenrechte von 1948 füllt die gesamte Bildfläche aus. Deutsches Theater 20 Uhr Ab 20 Uhr heißt es im DT Keller "Bagdad Brennt". Das Stück entstand nach dem Internetblog einer jungen Programmiererin im Irak. Wie fühlt sich ein Krieg an, wenn man mitten drin steckt, wie lebt es sich, wenn an jeder Ecke eine Bombe, eine Sprengfalle oder ein Selbstmordattentäter explodieren kann? Das Stück gibt ein eindringliches Zeugnis über die Menschenrechtssituation in Kriegsgebieten. Die Göttinger ai-Gruppen sind mit einem Informationsstand dabei. Blue Note Abends feiern wir die Menschenrechte im Blue Note: "Jeder hat das Recht auf Erholung und Freizeit. Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und alle Menschen haben das Recht, sich friedlich am Wilhelmsplatz 3 zu versammeln". Die Göttinger amnesty international-Gruppen laden Sie ganz herzlich ein, dabei zu sein! Uni Royal, Telesushi und candy trip down treten auf! Um 21:30 Uhr geht?s los! Für 3,50 Euro wird gefeiert für die Menschenrechte! |
| Veranstaltung zu Israel-Palästina "Delegation
der "Israeli-Palestinian Bereaved Families for Peace" kann vorerst nicht
nach Göttingen kommen! Leider wurde die Veranstaltung am Dienstag mit den "Bereaved
Families", verschoben. "Nach
dem Anschlag wurde eine fast totale Sperre für die Besetzten Gebiete verhängt.
Khaled Abu Awaad, der am 21. Oktober für die palästinensischen Familien der "Israeli-Palestinian
Bereaved Families for Peace" im Alten Rathaus in Göttingen sprechen sollte,
benötigte 6,5 Stunden, um von seinem Heimatort Beit Ommar nach Ramallah zu gelangen.
Unter normalen Umständen dauert diese Fahrt eine halbe Stunde. Im deutschen Konsulat
lag das Visum für die Reise nach Berlin und Göttingen. Es gelang den "Bereaved
Families" am nächsten Tag, ihm die Erlaubnis für eine Rückkehr zu seiner
Familie nach Beit Ommar zu verschaffen. Die Besetzten Gebiete verlassen durfte
er nicht. Die "Bereaved Families" haben es zum Prinzip erhoben, nur
zu zweit öffentlich aufzutreten, israelisch-palästinensisch. Lotty Camerman teilte
Tillmann Schmalzried von ai Göttingen mit, dass möglicherweise eine Ausreise-Erlaubnis
für Khaled Abu Awaad zu bekommen sei. Ob er den Flughafen rechtzeitig erreichen
könne, sei aber völlig ungewiß. Die Entscheidung eines einzigen einfachen Soldaten
an einem Kontrollpunkt des israelischen Militärs könne die Weiterreise verhindern.
Deshalb und weil Khaled Abu Awaad es bei der nach dem Anschlag massiven Militärpräsenz
und fast totaler Blockade der Besetzten Gebiete für seine Pflicht halte, bei seiner
Familie zu bleiben, entschied man sich in Tel Aviv, die Reise auszusetzen. Geplant war eine Veranstaltung am 21.10.03, 19 Uhr im Alten Rathaus, bei der eine Friedensorganisation zu Wort kommt, deren Mitglieds-Familien aus Palästina UND Israel kommen und alle jeweils ein oder mehrer Angehörige infolge des Krieges verloren haben. Die
"Israeli-Palestinian Bereaved Families for Peace" sind eine Vereinigung
von Familien, die mindestens einen nahen Angehörigen durch den Nahostkonflikt
verloren haben. Neue Mitglieder werden zugelassen, soweit die Parität zwischen
palästinensischen und israelischen Mitgliedern gewährleistet bleibt. Zur Zeit
sind es 200 israelische und 200 palästinensische Familien, die sich hier gemeinsam
auf dem Hintergrund der Selbsthilfegruppe "The Parents Circle" (Elternkreis)
für Frieden in der ai-Gruppe "Naher und Mittlerer Osten, Guatemala, Asylarbeit" führt regelmäßig Informationsstände in der Fußgängerzone durch. Wer Interesse hat, kann sich an Eilaktionen zu den Schwerpunktländern der Gruppe beteiligen. Die Gesamtgruppe trifft sich jeweils am letzten Montag im Monat um 20 Uhr in der Katholischen Studentengemeinde KHG (Kurze Straße 13). Die Unter-Arbeitskreise treffen sich an den übrigen Montagen bei einem ihrer Mitglieder. ai
Bericht über Menschenrechtsverletzungen durch Sperren |
Veranstaltungsreihe 2007 "Hinsehen - Standpunkt zum Thema Menschenrechte" 20.1. - 18.2.07 20.01.2007
Samstag, 15:00 Uhr. Literarisches Zentrum (Düstere Str. 20) 20.01.2007
Samstag, 20:00 Uhr. |
ai-Informationsstand
Mai 01
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| ai
Infostand Mai 2000 Bild: Informationsstand
von amnesty international am Samstag den 13.5.00 am Marktplatz vor dem Alten Rathaus
Info siehe unten | ![]() |
| "Ägypten:
10 Menschen nach Verbüssung ihrer Gefängnisstrafe seit 1996 weiterhin in Haft! Die 10 Männer wurden beschuldigt, im Jahr 1981 am Attentat auf Präsident Anwart al-Sadat beteiligt gewesen zu sein. Sie wurden jeweils zu Gefängnisstrafen von 15 Jahren verurteilt. Nach Verbüssung ihrer Haftzeit wurden sie nicht freigelassen, sondern wurden seither ohne Gerichtsverfahren (vermutlich wegen ihrer Mitgliedschaft zu der islamischen Bewegung ,,al-Gihad") im Gefängnis festgehalten.amnesty international setzt sich auf der Grund-lage der Alllgemeinen Erklärung der Menschenrechte stets für Menschen ein, die ohne faires Gerichtsverfahren inhaftiert werden, egal welche politische Meinung sie vertreten. | |