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Indien

Graphic Novel über Diskriminierung und Widerstand im modernen Indien
Centre for Modern Indian Studies (CeMIS)
Uday Prakash, Indien Lesung im Literarischen Zentrum
Indische Kulturtage 2010
Entwicklungshilfe-Stahlwerk vertreibt Ureinwohner Adivasi

> Kathak (Veranstaltungsbericht Musa)
> NOVELIS Göttingen - Teil eines der größten indischen Konzerne
>
Film über die Rishi-Valley-School im Süden Indiens (GIEFF)

 

Graphic Novel über Diskriminierung und Widerstand im modernen Indien

Veranstaltung am 21.10.11 Buchladen Rote Straße 19:30 Uhr (Nikolaikirchhof 7).
Buchvorstellung S. Anand Graphic Novel "Bhimayana: Experiences of Untouchability" . S. Anand ist Mitbegründer des Navayana-Verlags ("Der neue Weg"), der sich bisher als einziger Verlag in Indien auf Publikationen zum Thema "Kaste" aus einer dezidiert kritischen Perspektive spezialisiert hat. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt und wird in Zusammenarbeit mit dem Centre for Modern Indian Studies organisiert.

Eine politische Graphic Novel über Diskriminierung und Widerstand im modernen Indien "Bhimayana: Experiences of Untouchability" ist eine politische Bildgeschichte von S. Anand, die vom Leben des bedeutsamen indischen Aktivisten und Politikers B. Ambedkar handelt. Anands Graphic Novel wird weltweit von Literaturkritiker_innen und politischen Aktivist_innen begeistert aufgenommen. Der US-Nachrichtensender CNN bezeichnet Anands Buch als eines der fünf wichtigsten politischen Comicbücher. Was bedeutet es, in Indien ein Unberührbarer zu sein? Warum vermeiden es einige Inder_innen, andere zu berühren? Bhimrao Ramji Ambedkar (1891-1956), einer der wichtigsten politischen Aktivisten der indischen Unabhängigkeitsbewegung, wuchs als Unberührbarer im spätkolonialen Indien auf. Diskriminierung gehörte zu seinen alltäglichen Erfahrungen, sei es in der Schule, sei es nach seinem Studium an der Columbia University, sei es während seiner späteren Reisen durch Indien. Im Kampf gegen die Diskriminierung als Unberührbarer fiel ihm eine zentrale Rolle in der Unabhängigkeitsbewegung zu und er wurde zum Autor der Verfassung des unabhängigen Indiens. In späteren Jahren konvertierte er zum Buddhismus. Von Ausgrenzung und Diskriminierung sind bis heute die rund 170 Millionen "Dalits" (Unberührbaren) in Indien betroffen. Ihnen wird immer noch der Zugang zu Brunnen, Häusern und anderen lebensnotwendigen Einrichtungen verwehrt. Der Autor S. Anand verbindet die historische Person Ambedkars mit einer Kritik an der aktuellen Diskriminierung großer Bevölkerungsteile in Indien. Unterstützt wird er dabei von Durgabai Vyam und Subhash Vyam, die die Geschichte gekonnt grafisch in Szene setzen. S. Anand ist Mitbegründer des Navayana-Verlags ("Der neue Weg"), der sich bisher als einziger Verlag in Indien auf Publikationen zum Thema "Kaste" aus einer dezidiert kritischen Perspektive spezialisiert hat. Arundhati Roy, eine der bekannsten Aktivistinnen und Schriftstellerinnen Indiens, schreibt zu dem Buch: "The story of the life of Bhimrao Ambedkar, one of India's most important thinkers, has been deliberately sidelined for decades. Bhimayana re-tells it in the most unusually beautiful way. It is unforgettable."

 

Centre for Modern Indian Studies (CeMIS)

Okt 2011 / Indien ist ein Land im wirtschaftlichen und sozialen Umbruch. Hightech-Branchen boomen, die Stahl- und Automobilindustrie expandiert, indische Pharma-Unternehmen nehmen weltweit eine Spitzenstellung ein. Die größte parlamentarische Demokratie der Welt wird in Kürze die drittgrößte Volkswirtschaft hinter China und den USA sein.

Centre for Modern Indian Studies (CeMIS)
Das Centre for Modern Indian Studies (CeMIS) wurde im September 2009 durch die Universität Göttingen gegründet. Das Land Niedersachsen unterstützt das CeMIS in den kommenden Jahren mit insgesamt fünf Millionen Euro. Sein internationales Team widmet sich in Forschung und Lehre der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung des modernen Indien. Die kulturelle, religiöse und linguistische Vielfalt und die sozialen Gegensätze im Land stehen dabei im Mittelpunkt.
Die feierliche Eröffnung des CeMIS erfolgte am Freitag, 26. November, um 14 Uhr in der Paulinerkirche am Papendiek 14 .>>Film über das CeMIS .
Am gleichen Tag fand eine Pressekonferenz mit KooperationspartnerInnen und Beteiligten statt (Damals noch unter dem Vorsitz von Unipräsident v. Figura)

(2. v. links) Prof. Dr. Raghunath Shevgaonkar, Vizekanzler der Göttinger Partneruniversität in Indien, der University of Pune., >>Prof. Dr. Ravi Ahuja Uni Göttingen seit Juli 2009 geschäftsführender Direktor des Zentrums für Moderne Indienstudien, Waldweg 26,

Prof. Dr. Kurt v. Figura, ehemals Unipräsident, >>Prof. Dr.Hiltraud Casper-Hehne (Vizepräsidentin der Uni Göttingen, Dr. Josef Lange, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. B.B. Bhattacharya, Vizekanzler der Jawaharlal Nehru University Bhattachanya, Prof. Dr. Nandini Sundar, Department for Sociology, Delhi School of Economics, University of Delhi

Am CeMIS richtet die Universität Göttingen sechs neue Professuren ein. U.a.:

  • Inhaber des Lehrstuhls „Moderne indische Geschichte“ und geschäftsführender Direktor des Zentrums ist seit Juli 2009 Prof. Dr. Ravi Ahuja.
  • Lehrstuhl „Entwicklungsökonomie“ mit Prof. Dr. Ashok Rai .
  • Die Ethnologin Prof. Dr. Kim Gutschow hat zum August 2011 einen Ruf auf den Lehrstuhl „Ethnologie des öffentlichen Gesundheitswesens mit einem Regionalschwerpunkt Südasien“ angenommen.
  • Die Religionswissenschaftlerin Prof. Dr. Rupa Viswanath hat einen Ruf auf den Lehrstuhl für „Indische Religionen“ erhalten.

Insgesamt gibt es derzeit 26 Kooperationsprojekte zwischen Einrichtungen der Universität Göttingen und indischen Partnern, an denen mehr als 50 Göttinger Professoren beteiligt sind. Weitere Projekte befinden sich in Vorbereitung, darunter ein internationaler Sonderforschungsbereich und zwei internationale Graduiertenkollegs. Die Zahl der Studierenden, die von Göttingen aus nach Indien gehen, stieg von vier im Jahr 2008 auf 20 im Jahr 2010. Die Zahl der indischen Studierenden in Göttingen stieg seit dem Jahr 2007 von 45 auf derzeit 70. Darüber hinaus forschen zurzeit 70 indische Gastwissenschaftler in Göttingen. Diese Zahlen sollen zukünftig weiter gesteigert werden.

Neue Studiengänge
Okt 2011 / Mit den dramatischen Veränderungen auf dem südasiatischen Subkontinent beschäftigt sich der neue Bachelor-Studiengang „Moderne Indienstudien“, der im Oktober 2011 an der Universität Göttingen startet. Was bedeutet der wirtschaftliche Umbruch für die indische Gesellschaft? Wie geht ein Land, das durch eine große sprachliche und kulturelle Vielfalt geprägt ist, mit den zunehmenden sozialen Gegensätzen um? Wie können die 1,2 Milliarden Einwohner Indiens von dem ökonomischen und gesellschaftlichen Wandel profitieren? Was können wir in Europa aus den indischen Erfahrungen lernen? Mit diesen Fragen setzen sich die Studierenden des dreijährigen Bachelor-Studiengangs auseinander. Er ergänzt das bereits existierende Studienprogramm zum modernen Indien an der Universität Göttingen.
Seit Oktober 2010 bietet das Centre for Modern Indian Studies (CeMIS) den englischsprachigen Master-Studiengang „Modern Indian Studies“ und den Bachelor-Studiengang „Interdisziplinäre Indienstudien“ an.
Beide Studiengänge bestehen aus interdisziplinären Veranstaltungen, die das CeMIS, Gastdozenten aus aller Welt sowie Wissenschaftler der Philosophischen, Sozialwissenschaftlichen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten der Universität Göttingen anbieten. Der Bachelor-Studiengang „Interdisziplinäre Indienstudien“ vereint landeskundliches Wissen mit wirtschaftlichen, ethnologischen, politischen und historischen Perspektiven auf das moderne Indien. Der englischsprachige Master-Studiengang „Modern Indian Studies“ bietet Studierenden aus aller Welt mit einem intensiven Studium der Entwicklung, Kultur und Gesellschaft Indiens ein international einmaliges Angebot. Studierenden des Bachelor-Studiengangs wird empfohlen, ein Semester in Indien zu studieren, während im Master-Studiengang ein Aufenthalt an einer indischen Universität fester Bestandteil des Studienprogramms ist.

 

Indische Kulturtage

Indische Kulturtage Göttingen, 2010
24.11. bis 5. 12. 2010

Die Indischen Kulturtage fanden 2010 in Kooperation mit den Indientagen (24. bis 28. 11. 2010) der Georg-August-Universität Göttingen statt. Das Schwerpunktthema ist dieses Mal "Begegnungen" – Begegnungen indischer Kunst- und Kulturformen mit Kunst und Kultur aus dem Westen, v. a. aus Europa. In diesem Rahmen boten die Indischen Kulturtage ein Programm aus Ausstellung, Musik, Tanz, Literatur, Film, Wissenschaft und Workshops. www.indische-kulturtage-goettingen.de

Initiatorin und Organisatorin der Indischen Kulturtage Göttingen : Kathak-Tanzlehrerin Johanna Meyer

http://www.kathak-goettingen.de/index.html

 


Foto: Johanna Meyer bei einem Auftritt 2007 in Göttingen (foto: goest)

Foto-Ausstellung 11.10. bis 3.12.9:00 bis 17:00 Uhr Café Central in der Zentralmensa Ausstellung mit Fotos von Marcus FornellIndische Kontraste – Begegnungen mit Menschen in Indien:Rajasthan - Dharavi Slum Indische Kontraste – Begegnungen mit Menschen in Indien: Rajasthan - Dharavi-Slum Das Leben im Wüstenstaat Rajasthan im Kontrast zum Leben in einem der Slums der Megacity Mumbai (dieser Slum ist Drehort des vielfach preisgekrönten Film "Slumdog Millionaire") Fotograf: Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9:00 bis 15:30 Uhr, ab Vorlesungsbeginn: Montag bis Freitag 9:00 bis 17:00 Uhr

MI, 24.11.19:00 Uhr Café Central in der Zentralmensa Eintritt frei Weltmusik-Konzert mit "Indigo Masala", Berlin Indische Klassik in Begegnung mit arabischen und afrikanischen Elementen, Jazz und populären Musiken Europas. Vor dem Konzert: Kurzbeitrag zur Ausstellung "Indische Kontraste" am gleichen Ort

Foto / Indientage: drei Musiker der Gruppe "Indigo Masala"

Seven Islands and a Metro Donnerstag 25.11. um 19.00 Uhr im Lumière Indien 2006, 100 Minuten Originalfassung (Hindi, Marathi, Englisch) mit englischen Untertiteln Sondervorführung im Rahmen der Indien-Tage der Universität Göttingen und der Eröffnung des neuen Centre for Modern Indian Studies (CeMIS) am 26. Nov. 2010 um 14 Uhr in der Paulinerkirche. Weitere Informationen unter: www.uni-goettingen.de/IndiaDays2010

Regie: Madhusree Dutta Bombay: Die indische Metropole am arabischen Meer wurde Anfang des 16. Jahrhunderts von den Portugiesen auf sieben Inseln gegründet. Heute hat Bombay rund 21 Millionen Einwohner, ein völlig überlastetes Verkehrssystem und eine florierende "Bollywood"-Filmindustrie. Bombay, das seit 1995 offiziell Mumbai heißt, steht für ein buntes, nicht immer friedliches Durcheinander von Sprachen und Kulturen. Es steht für explodierende Immobilienpreise, für rasch wachsende Armenviertel, für Glamour wie für Elend. Die Filmemacherin Madhusree Dutta betrachtet anhand einer fiktiven Debatte zwischen zwei literarischen Legenden, der feministischen Dichterin Ismat Chughtai und dem Erzähler Saadat Hasan Manto, die Stadt aus verschiedenen Blickwinkeln.Sie folgt dabei ihren Protagonisten in ein vielschichtiges, bezaubernd schönes, aber bisweilen auch abschreckendes und gewalttätiges Mumbai.

FR, 26.11.20:15 Uhr Seminarraum Apex Eintritt frei Vortrags- und Gesprächsabend mit Dr. Kalyani Chopra, Ärztliche Leiterin (Ayurveda-Klinik in der Habichtswald-Klinik, Kassel-Wilhelmshöhe) Begegnung mit dem Denken des Ayurveda (traditionelle indische Medizin) – Unterschiede zum Denken der westlichen Schulmedizin. (Anmeldung siehe unten)

SA, 27.11.20:00 Uhr Goethe-Institut Eintritt frei Vortrag mit Prof. Dr. Niteen Gupte (Pune (Indien), Dresden) Zum Deutschland-Bild in Marathi-Reiseberichten aus der Kolonialzeit Zur Pause: Angebot indischer Köstlichkeiten vom Restaurant des Goethe-Instituts

SO, 28.11.20:00 UhrJunges Theater Eintritt frei Tanz-Begegnungen mit Live-Musik mit dem Ioanna Srinivasan Dance Ensemble, Berlin East Meets West – Klassischer Kathak-Tanz aus Nord-Indien trifft zeitgenössischen Tanz Zur Pause: Angebot indischer Getränke vom Gasthaus "Spektakel" und indischer Snacks vom indischen Studenten- und Alumni-Vereins Nirmiti (Sitzplatz-Reservierung: JT-Kasse unter Tel.: 0551 495015)

Ioanna Srinivasan
(Foto goest)
DO, 2.12. , 20 Uhr Deutsches TheaterDT-Keller Lesung mit Musik mit Bernd Kaftan (Sprecher) und dem indisch-deutschen Duo "Yatra" (Andreas Düker, Lauten, Gitarre; Bala Prasad, Tabla) Indien-Bilder in deutschsprachigen literarischen Reiseberichten aus der Kolonialzeit

Bernd Kaftan (Foto: goest)

FR, 3.12.20:00 Uhr Kino Lumière Film von Anusha Rizvi, Mahmood Farooquit Live aus Peepli – Irgendwo in Indien. (Indien 2009) Original mit deutschen Untertiteln Nach dem Film: Getränk und Snacks vom indischen Restaurant "Maharadscha" (im Eintrittspreis inbegriffen) >>Filminfos

SA, 4.12.11-14 Uhr musa, Roter Raum Hagenweg 2A Workshop für Gitarre mit dem Duo "Yatra"(A. Düker, B. Prasad) Indische Klänge auf der Gitarre. Eine Kurz-Einführung mit praktischer Erprobung.

Andreas Düker (Foto: goest)
SO, 5.12.19:30 Uhr Alte Fechthalle Geiststr. 6 Tanz mit Live-Musik mit dem Kathak-Flamenco-Projekt des Music Ensemble of BenaresKlassischer Nord-Indischer Kathak-Tanz trifft Flamenco.Zur Pause: Angebot indischer Getränke und Snacks vomRestaurant "Maharadscha" und vom Imbiss "Rani"

www.indische-kulturtage-goettingen.de

 

Uday Prakash, Indien Lesung im Literarischen Zentrum

Montag, 2.11. 2009, 20 Uhr Lesung aus den beiden bereits ins Deutsche übersetzten Werken des Autors: "Doktor Wakankar: Aus dem Leben eines aufrechten Hindus" und "Das Mädchen mit dem gelben Schirm" Die Lesung ist in den Sprachen Hindi und Deutsch.

Nähere Informationen zum Autor und seinem Werk: Der 1952 in dem kleinen Dorf (im mittelindischen Bundesstaat Madhya Pradesh) geborene und aufgewachsene Uday Prakash gehört mittlerweile zu den populärsten und bedeutendsten Hindi-Autoren in Indien. Seine Romane, Erzählungen und Gedichte werden häufig kontrovers diskutiert - greift er darin doch zumeist aktuelle Probleme des gegenwärtigen Indiens auf.

Im Roman "Doktor Wakankar: Aus dem Leben eines aufrechten Hindus" beschreibt er auf spannende und erschütternde Weise den Kampf eines Arztes gegen Skrupellosigkeit und ein korruptes System. Schauplatz des Romans "Das Mädchen mit dem gelben Schirm" ist ein Universitäts-Campus in Zentral-Indien. Umgeben von einem mafiösen Netz zwischen der Univerwaltung, lokalen Politikern und der Geschäftswelt entfaltet sich die hochriskante Liebe zwischen Rahul, dem Angehörigen einer niedrigen Kaste, und Anjali, der Tochter eines einflussreichen Politikers.
Die Veranstaltung ist Teil einer vom Draupadi-Verlag Heidelberg und vom Literatur Forum Indien e. V. organisierten Lesereise des Autors durch mehrere deutsche Städte, darunter auch Frankfurt/M., Heidelberg, Berlin und Köln. In Göttingen findet die Lesung in Kooperation der Indologin Frau Dr. Fornell, Seminar für Indologie und Tibetologie der Universität, und Johanna Meyer, Indische Kulturtage Göttingen/Saraswati-Projects, mit dem Literarischen Zentrum statt.

 

 

"Indische Kulturtage Göttingen" 2008

Indische Kulturtage, Kontakt:
J. Meyer, Tel.: 0551/7701066,
E-Mail: meyer.kathak [at] web.de

>> www.indische-kulturtage-goettingen.de
> goest-Fotobericht Kathak 2007


13.11.08 / Im Herbst 2008, vor allem vom 13. bis 30. November, findet zum zweiten Mal die Veranstaltungsreihe "Indische Kulturtage Göttingen" statt, die vor einem Jahr aus Anlass des sechzigjährigen Jahrestages der indischen Unabhängigkeit von Johanna Meyer ins Leben gerufen wurde. Johanna Meyer hat in Göttingen seit 1995 eine Schule für Kathak, den Klassischen Nordindischen Tanz, aufgebaut und unterrichtet diesen Tanzstil seitdem an verschiedenen Institutionen. Die Veranstaltungsreihe hat sich zum Ziel gesetzt, in und um Göttingen den kulturellen Austausch zwischen Indien und Deutschland zu fördern. Dazu sollen jedes Jahr im Herbst verschiedene Aspekte der indischen Kultur und Gesellschaft vorgestellt werden, und zwar jeweils mit einem anderen inhaltlichen Schwerpunkt: So entsteht über mehrere Jahre hinweg ein anschauliches, vielseitiges Bild von Indien und seinen kulturellen Traditionen, aber auch von seinen modernen Entwicklungen. In diesem Herbst geht es um das "Erzählen" in verschiedenen Formen und Medien: im Film, im Tanz, im Gesang, in der Literatur und im (auto)biographischen Bericht (bei den beiden Lesungsveranstaltungen im Vorfeld).Zusammen mit zahlreichen Partnern in der Stadt Göttingen und in der Universität konnte erneut ein abwechslungsreiches Programm gestaltet werden. Als Förderern des Gesamt-Programms ist zu danken dem Verein "KUNST – Kultur unterstützt Stadt", dem Fachdienst Kultur der Stadt Göttingen und dem Landschaftsverband Südniedersachsen sowie den Kooperations-Partnern für einzelne Veranstaltungen.

Das Foto zeigt den indischen Tänzer Sudarsana Kumar, der am 23.11.08 im Kinosaal der Mensa am Wilhelmsplatz auftreten wird: um 18 Uhr die Vorführung, anschließend ab 20:30 Uhr die Möglichkeit für jede und jeden - unabhängig von Alter und Geschlecht - Bewegungsformen des Indischen Tanzes auszuprobieren.


Programmablauf

Donnerstag, 13.11.2008, 20 Uhr, Galerie Apex, Burgstr. 46:
Konzert mit Jyotika Dayal, Gesang, und dem Music Ensemble of Benares: Erzählen im Klassischen Indischen Gesang
Sonntag, 16.11.2008, 19 Uhr, Lumière, Geismarlandstr. 19:
Indischer Kino-Abend – Erzählen im Film: "Bollywood"-Film "Om Shanti Om", in der Pause – wie in Indien – indische Getränke und Snacks vom Restaurant "Maharadscha"
Donnerstag, 20.11.2008, 18 bis 20 Uhr, Kulturzentrum Musa, Hagenweg 2a:
Kurz-Workshop Klassischer Indischer Gesang mit der Sängerin Jyotika Dayal (Music Ensemble of Benares); anschließend gemeinsamer Besuch eines indischen Imbiss oder Restaurant (Nähere Informationen und Anmeldung bei J. Meyer, s. u.)
Samstag, 22.11.2008, 20 Uhr, Kulturzentrum Musa, Hagenweg 2a:
Kathak-Tanz-Show mit Live-Musik mit Ioanna Srinivasan (Berlin) und ihrem Musik- Ensemble: Erzählen im Klassischen Nordindischen Tanz; anschließend Aftershow-
Disco mit "Bollywood"-Musik
Sonntag, 23.11.2008, 18 Uhr, Mensa am Wilhelmsplatz (Kinosaal):
Indische Tanzperformance mit Sudarsana Kumar und Thipana Sathkunanavarajah (Berlin): Erzählen im Bharata Natyam, dem Klassischen Südindischen Tanz, u. Kuchipudi, ein anderer Klass. Indischer Tanz; anschließend ab 20:30 Uhr Indian Dance Practice zum Kennenlernen
Donnerstag, 27.11.2008, 20 Uhr, Foyer International, Am Wilhelmsplatz, Eing. Burgstr.:
Vortrag zum Erzählen in der modernen indischen Literatur: "Im Spannungsfeld zwischen Globalisierung und Nationalismus – Vieldiskutierte Erzählungen des Hindi-Autors Uday Prakash"; Referentin: Dr. Ines Fornell, Seminar für Indologie und Tibetologie der Universität
Sonntag, 30.11.2008, 20 Uhr, Deutsches Theater, Theaterplatz 11:
"Siddharta" von Hermann Hesse – Lesung mit Musik: Bernd Kaftan und das Duo "Yatra" mit Andreas Düker (Lauten, Gitarre) und Bala Prasad (Tabla, Percussion)

 

Indische Kulturtage 2007
Veranstaltungsreihe 25.10.-29.11.07

In diesem Jahr feiert Indien das 60. Jubiläum der Unabhängigkeit. Die Beziehungen zwischen diesem faszinierenden Land und Deutschland werden im Zuge der Globalisierung immer enger. So ist die Universität Göttingen in diesem Jahr eine Partnerschaft mit der Universität in Pune (früher bekannt als "Poona") eingegangen, und einige Firmen in Göttingen und Umgebung haben enge Kontakte zu Standorten in Indien geknüpft.
Um hier in und um Göttingen den kulturellen Austausch zwischen Indien und Deutschland zu fördern, möchte ich als langjährige Lehrerin für Kathak, den Klassischen Nordindischen Tanz, in diesem Jubiläumsjahr die Veranstaltungsreihe "Indische Kulturtage Göttingen" ins Leben rufen, die jährlich im Herbst verschiedene Aspekte der indischen Kultur und Gesellschaft vorstellen will.
Neben Konzerten, Aufführungen und Workshops zu verschiedenen indischen Kunstformen sind Veranstaltungen zu weiteren Themen sowie zur Entwicklung der deutsch-indischen Beziehungen vorgesehen. Dabei soll in jedem Jahr ein anderer Schwerpunkt gesetzt werden. Über mehrere Jahre hinweg kann auf diese Weise ein anschauliches, vielseitiges Bild von Indien und seinen kulturellen Traditionen, aber auch von seinen modernen Entwicklungen entstehen.
In diesem Herbst werden zum einen im Kulturzentrum "musa" Vorführungen und Workshops zu verschiedenen indischen Tanzstilen angeboten. Zum anderen sind im Kommunalen Kino "Lumiere", in der Galerie Apex und im Foyer International der Universität Veranstaltungen geplant zur Unabhängigkeit Indiens und der damit verbundenen Teilung des "alten" Indien in Pakistan und die Indische Union sowie zur ökonomischen Entwicklung im modernen Indien.

Zu den einzelnen Veranstaltungen der "Indischen Kulturtage Göttingen"

Donnerstag, 25. 10., 20 Uhr, Kino "Lumiere": Film "Silent Waters", Pakistan/BRD/Frankreich 2003, 98 Min. (OmU) Einführung: Dr. Ines Fornell, (Seminar für Indologie und Tibetologie der Universität)
Dienstag, 31.10., 22 Uhr, Kino "Lumiere": Wiederholung des Films
"Silent Waters" ist der erste von einer Frau gedrehte Spielfilm Pakistans. Die Regisseurin Sabiha Sumar ist in Karachi geboren und hat dann in New York und Cambridge studiert. "Silent Waters" erzählt die Geschichte einer Frau in einem Dorf nahe der indischen Grenze, die im Zuge der Islamisierung immer mehr unter Druck gerät. Ihr Film wurde auf dem Filmfestival Locarno 2003 mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet.
Frau Dr. Fornell wird in der kurzen Einführung einige Informationen zum geschichtlichen Hintergrund geben. Dabei geht sie insbesondere auf das Schicksal von Frauen ein, die während der blutigen Unruhen im Zuge der Teilung Britisch-Indiens im Jahre 1947 verschleppt wurden. VVK: s. www.lumiere.de oder Fon: 05 51 48 45 23

Bollywood-Film-Tanz-Workshop mit Birgit Stauber, Berlin

Samstag, 27. 10., 15 – 18 Uhr und Sonntag, 28. 10., 13 – 16 Uhr, Kulturzentrum "musa":

Birgit Stauber Mitglied des Kathak-Ensemble Ioanna Srinivasan, Leiterin des Workshops für Bollywood-Tanz

Der mitreißende Bollywood-Film-Tanz-Stil hat sich durch die indische Kinofilmproduktion herausgebildet. Hier fließen Elemente der klassischen indischen Tanzarten (z.B. Kathak und Bharata Natyam), der indischen Folklore (z.B. Bhangra) und moderner westlicher Tänze (z.B. Hip Hop und Jazztanz) zusammen, ohne dass die typisch indische Ausdrucksform verloren geht. Von elegant bis verspielt, von filigran bis rasant bietet dieser Tanzstil dabei einen großen Variationsreichtum an Bewegungsformen.
Birgit Stauber ist Schauspielerin und Tänzerin, ausgebildet u. a. an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Sie verfügt über eine mehr als 10-jährige Unterrichts -Erfahrung und ist Mitglied des Kathak-Ensembles Ioanna Srinivasan (s. u.). Vorkenntnisse im Bollywood-Tanzstil oder in anderen Tanzstilen werden nicht vorausgesetzt. So bietet der Workshop allen am Bollywood-Tanzstil Interessierten die Gelegenheit, sich an einem möglicherweise grauen Göttinger Herbst-Wochenende in die Welt des indischen Film-Tanzes zu versetzen. Es gibt zudem die Möglichkeit, etwas von dem hier Gelernten während der Veranstaltung am Freitag, dem 9.11., in der "musa" (s.u.) aufzuführen.
Kosten: 65 Euro/ 55 Euro (ermäßigt)
Fragen/Anmeldung: Johanna Meyer, meyer.kathak@web.de, Fon: 05 51 7 70 10 66 (mit AB)

Sonntag, 28.10., 20 Uhr, Kulturzentrum "musa":
Kathak – Klassischer Nordindischer Tanz – Show mit Live-Musik
Rasante Drehungen, rezitierte Rhythmen und elegante raumgreifende Bewegungen – das sind die Eindrücke bei diesem indischen Tanz. Das Kathak-Ensemble Ioanna Srinivasan erweckt mit virtuosem Tanz, mit instrumentaler Live-Musik und ausdrucksvoller Erzählkraft die alten Sagen und Geschichten Indiens zum Leben. VVK: s. www.musa.de oder Fon: 05 51 6 43 53

Kathak-Ensemble Ioanna Srinivasan
Sonntag, 4.11., 14.30 – 17.30 Uhr, Kulturzentrum "musa": Bollywood-Schmink-Workshop
Eine professionelle Maskenbildnerin zeigt professionelles Schminken im Bollywood-Stil. Die Materialien werden zur Verfügung gestellt. - Bitte Spiegel, die sich auf Tische stellen lassen, mitbringen, sowie bei bekannten Allergien und Empfindlichkeiten eigene Pflege- und Schminkprodukte.
Kosten: 30 Euro/ 25 Euro (ermäßigt) , Fragen/Anmeldung: Johanna Meyer, meyer.kathak@web.de, Fon 05 51 7 70 10 66 (mit AB)

Dienstag, 6.11., 20.15 Uhr, Galerie Apex:
"Teilungsliteratur", Zur literarischen Verarbeitung der Teilung Indische Union/Pakistan, Vortrag von Dr. Ines Fornell (Seminar für Indologie und Tibetologie der Universität)
Die Teilung British-Indiens im August 1947 in die neuen Staaten Indien und Pakistan wurde von religiösen Unruhen unvorstellbaren Ausmaßes begleitet, während derer es zu grausamen Massakern, Vergewaltigungen und Vertreibungen kam. Annähernd 6 Millionen Muslime flüchteten nach West- oder Ostpakistan und etwa 4,5 Millionen Hindus und Sikhs zogen in entgegengesetzte Richtung nach Indien. Diese Ereignisse hinterließen auf Jahrzehnte tiefe Wunden in der Seele der Menschen Südasiens und überschatteten das Verhältnis zwischen Hindus, Sikhs und Muslimen im unabhängigen Indien von Anfang an. Bei der Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels in der indischen Geschichte leistete vor allem die sogenannte Teilungsliteratur einen bedeutenden Beitrag. Mehr noch als politische Analysen und soziologische Darstellungen vermochte sie es, den Gefühlen der geschundenen und traumatisierten Menschen eine Stimme zu verleihen. In diesem Vortrag sollen insbesondere Beispiele aus berühmten Hindi- und Urdu-Werken zu dieser Thematik vorgestellt werden.

Freitag, 9.11., 20 Uhr, Kulturzentrum "musa":
Bharata Natyam – Klassischer Südindischer Tanz – Lecture Demonstration, Sita Sophia
Sieben Klassische Tanzstile gibt es in Indien. Sie unterscheiden sich in Schwerpunkten und bestimmten Bewegungsformen. Neben Kathak, dem Klassischen Nordindischen Tanz, ist Bharata Natyam, der Klassische Südindische Tanz auch außerhalb Indiens sehr bekannt geworden.
Sita-Sophia (Hannover) wird diesen beeindruckenden, ausdrucksvollen Tanzstil vorstellen und den ZuschauerInnen Gelegenheit geben, selbst kleine Elemente auszuprobieren (soweit sie es mögen). Anschließend werden indische Leckerbissen von Restaurant Maharadscha angeboten (www.maharadscha.com). Wer Lust hat, kann dann bei der Bollywood-Disco "abtanzen".

Donnerstag, 29.11., 20 Uhr, Foyer International der Universität, Burgstraße 51:
Armut, soziale Ungleichheit und wirtschaftliches Wachstum:
Zur ökonomischen Entwicklung im modernen Indien Vortrag von Jagannadha Pawan Tamvada
Nach seinem Studium der Fächer Mathematik, Statistik, Ökonomie und Computerwissenschaften in seinem Heimatland Indien ist Jagannadha Pawan Tamvada nun Doktorand von Prof. Klasen am Volkswirtschaftlichen Seminar der Universität Göttingen sowie Stipendiat am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Wirtschaftsystemen in Jena.
Der Lehrstuhl von Prof. Klasen deckt hier die Fachrichtungen "Volkswirtschaftstheorie" und "Entwicklungsökonomik und Internationale Wirtschaft" ab. Prof. Klasen ist in vielerlei Weise in Forschungsprojekten zur ökonomischen Entwicklung engagiert. So ist er z. B. zusammen mit Isabel Günther Herausgeber eines Werkes des indischen Nobelpreisträgers für Wirtschaftswissenschaften Amartya Sen mit den Titel: "Perspectives on the Economic and Human Development of India and China".
Jagannadha Pawan Tamvada wird seinen Vortrag in Englisch halten (für Übersetzungshilfe ist gesorgt); danach wird es Gelegenheit zur Diskussion geben.

zum Anfang

Stahlwerk in Indien vertreibt Ureinwohner Adivasi

Mit "Entwicklungshilfe"-Millionen für ein Stahlwerk wurden in Indien 21.000 "Adivasi", die UreinwohnerInnen Indiens ihrer Lebensgrundlagen beraubt. Die deutsche "Kreditanstalt für Wiederaufbau" (KfW) hat hunderte von Millionen Mark bzw. Euro in den Bau des "Rourkela- Stahlwerks" gesteckt, das Projekt wird auch immer noch als Vorzeige-Entwicklungshilfeprojekt gehandelt. Dabei bleibt das Elend der 21.000 Menschen unerwähnt, die deswegen zwangsumgesiedelt wurden. Diese Menschen vorwiegende indische Ureinwohner (Adivasi) bekamen zwar eine Entschädigung versprochen, haben von diesem Geld bis heute aber nichts gesehen. "Auf Einladung der Gesellschaft für bedrohte Völker kam nun der 60 Jahre alte Rechtsanwalt und Priester Celestine Xaxa nach Göttingen, um über die Kehrseite des vermeintlichen Musterprojektes Rourkela Öffentlichkeit herzustellen. Wo einst Adivasi-Ureinwohner in traditioneller Wirtschaftsweise ihren Lebensunterhalt bestritten, ziehen heute düstere Rauchschwaden über Slumsiedlungen. Der früher dichte Urwald ist gerodet, 32 Dörfer wurden enteignet, 16 von ihnen völlig zerstört." - Hört sich verdammt wie Pandora an.

Die Indiander-Analogie endet übrigens auch noch sehr unglücklich für die rationalistische, militärisch-technische Macht. Der Kundschafter läuft zu den Navis über und wird auch noch deren Anführer in einer entscheidenden Schlacht bei der die "Indianer" gewinnen - eigentlich ein Albtraum für US-Amerikaner. Aber es könnte auch ein Albtraum für das Stahlwerk in Rourkela werden, wenn die Adivasis gegen das dortige Stahlwerk auf die Barrikaden gingen.


Adivasi - Ureinwohner Indiens - Naturgottheiten in alten Bäumen

"In ihrem Kampf um Selbstbestimmung stützen sich die Adivasi auf ihre eigenständige kulturelle Identität. Ihre spirituelle Welt ist bewohnt von Naturgottheiten, die in alten Bäumen und auf Berggipfeln wohnen. Auch die Ahnen werden mit Opfergaben und Festen verehrt, denn sie vermitteln zwischen Mensch und Gott. Wildbeuter im südindischen Regenwald, Brandrodungsbauern auf dem zentralindischen Hochland und Hirtennomaden im Himalaja - Adivasi pflegen eine spirituelle Beziehung zu ihrem Land und wirtschaften weitgehend autark, der lokalen Umwelt angepasst. Ihre Wirtschaftsweise ist darauf angelegt, die Lebensbedürfnisse zu befriedigen. Profite werden verachtet, Überschüsse mit der Gemeinschaft geteilt. In Liedern und Lagerfeuerlegenden vermitteln sie ihre Geschichte, die Religion und ihre kulturellen Werte."

(>>Quelle / zit. Rainer Hörig )

BRD - KfW - Stahlwerk - Abholzung des Urwaldes - Vertreibung der Adivasi

"Die Adivasi-Koordination in Deutschland e.V. schreibt von einer "moralischen Bringschuld der deutschen Politik" für die "fortwährende Ungerechtigkeit für Zwangsumgesiedelte durch das Stahlwerk im indischen Rourkela (Bundesstaat Orissa). (...) Die bis heute in das Stahlwerkprojekt involvierte Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) solle ihren Einfluss geltend machen, um insbesondere Mittel (...) zur Wiedergutmachung in zweckbestimmter und transparenter Weise einzusetzen. (...) Anhand der Interviews wird deutlich, dass die 1958 begonnene Umsiedlung der Adivasi keineswegs auf freiwilliger Basis erfolgte. (...) Die Bewohner seien - in einigen Fällen ohne jegliche Ankündigung - gezwungen worden, ihre Nahrungsmittel und ihr Vieh auf LKWs zu laden, mit welchen sie anschließend in teilweise weit entfernte Dschungelgebiete transportiert und ohne weitere Erklärungen abgesetzt worden wären. "Im Februar 1958 wurden die Bewohner des Dorfes Kantabera Mauza ohne jegliche Benachrichtigung gewaltsam ausgewiesen. Erst nach ihrer Vertreibung wurden sie seitens der Regierung informiert, so dass keinerlei Protest oder Widerstand möglich war. (...) Das Stahlwerk Rourkela wurde in den 1950er Jahren mit finanzieller und technischer Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland und westdeutscher Unternehmen gebaut ..."

(>> Quelle: Adivasi-Koordination in Deutschland e.V. ) Eine Kurzfassung der Studie sowie weitere Informationen zum Stahlwerk Rourkela werden auf Anfrage gerne zugestellt. Dr. Theodor Rathgeber, 0171-4054959