Centre for Modern Indian Studies (CeMIS) Okt
2011 / Indien ist ein Land im wirtschaftlichen und sozialen Umbruch. Hightech-Branchen
boomen, die Stahl- und Automobilindustrie expandiert, indische Pharma-Unternehmen
nehmen weltweit eine Spitzenstellung ein. Die größte parlamentarische Demokratie
der Welt wird in Kürze die drittgrößte Volkswirtschaft hinter China und den USA
sein.
Am CeMIS richtet die Universität Göttingen sechs neue Professuren ein. U.a.:
Insgesamt gibt es derzeit 26 Kooperationsprojekte zwischen Einrichtungen der Universität Göttingen und indischen Partnern, an denen mehr als 50 Göttinger Professoren beteiligt sind. Weitere Projekte befinden sich in Vorbereitung, darunter ein internationaler Sonderforschungsbereich und zwei internationale Graduiertenkollegs. Die Zahl der Studierenden, die von Göttingen aus nach Indien gehen, stieg von vier im Jahr 2008 auf 20 im Jahr 2010. Die Zahl der indischen Studierenden in Göttingen stieg seit dem Jahr 2007 von 45 auf derzeit 70. Darüber hinaus forschen zurzeit 70 indische Gastwissenschaftler in Göttingen. Diese Zahlen sollen zukünftig weiter gesteigert werden. Neue
Studiengänge | ||||||
Indische Kulturtage
Indische
Kulturtage Göttingen, 2010 Die Indischen Kulturtage fanden 2010 in Kooperation mit den Indientagen (24. bis 28. 11. 2010) der Georg-August-Universität Göttingen statt. Das Schwerpunktthema ist dieses Mal "Begegnungen" – Begegnungen indischer Kunst- und Kulturformen mit Kunst und Kultur aus dem Westen, v. a. aus Europa. In diesem Rahmen boten die Indischen Kulturtage ein Programm aus Ausstellung, Musik, Tanz, Literatur, Film, Wissenschaft und Workshops. www.indische-kulturtage-goettingen.de
Foto-Ausstellung 11.10. bis 3.12.9:00 bis 17:00 Uhr Café Central in der Zentralmensa Ausstellung mit Fotos von Marcus FornellIndische Kontraste – Begegnungen mit Menschen in Indien:Rajasthan - Dharavi Slum Indische Kontraste – Begegnungen mit Menschen in Indien: Rajasthan - Dharavi-Slum Das Leben im Wüstenstaat Rajasthan im Kontrast zum Leben in einem der Slums der Megacity Mumbai (dieser Slum ist Drehort des vielfach preisgekrönten Film "Slumdog Millionaire") Fotograf: Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9:00 bis 15:30 Uhr, ab Vorlesungsbeginn: Montag bis Freitag 9:00 bis 17:00 Uhr
Seven Islands and a Metro Donnerstag 25.11. um 19.00 Uhr im Lumière Indien 2006, 100 Minuten Originalfassung (Hindi, Marathi, Englisch) mit englischen Untertiteln Sondervorführung im Rahmen der Indien-Tage der Universität Göttingen und der Eröffnung des neuen Centre for Modern Indian Studies (CeMIS) am 26. Nov. 2010 um 14 Uhr in der Paulinerkirche. Weitere Informationen unter: www.uni-goettingen.de/IndiaDays2010 Regie: Madhusree Dutta Bombay: Die indische Metropole am arabischen Meer wurde Anfang des 16. Jahrhunderts von den Portugiesen auf sieben Inseln gegründet. Heute hat Bombay rund 21 Millionen Einwohner, ein völlig überlastetes Verkehrssystem und eine florierende "Bollywood"-Filmindustrie. Bombay, das seit 1995 offiziell Mumbai heißt, steht für ein buntes, nicht immer friedliches Durcheinander von Sprachen und Kulturen. Es steht für explodierende Immobilienpreise, für rasch wachsende Armenviertel, für Glamour wie für Elend. Die Filmemacherin Madhusree Dutta betrachtet anhand einer fiktiven Debatte zwischen zwei literarischen Legenden, der feministischen Dichterin Ismat Chughtai und dem Erzähler Saadat Hasan Manto, die Stadt aus verschiedenen Blickwinkeln.Sie folgt dabei ihren Protagonisten in ein vielschichtiges, bezaubernd schönes, aber bisweilen auch abschreckendes und gewalttätiges Mumbai. FR, 26.11.20:15 Uhr Seminarraum Apex Eintritt frei Vortrags- und Gesprächsabend mit Dr. Kalyani Chopra, Ärztliche Leiterin (Ayurveda-Klinik in der Habichtswald-Klinik, Kassel-Wilhelmshöhe) Begegnung mit dem Denken des Ayurveda (traditionelle indische Medizin) – Unterschiede zum Denken der westlichen Schulmedizin. (Anmeldung siehe unten) SA, 27.11.20:00 Uhr Goethe-Institut Eintritt frei Vortrag mit Prof. Dr. Niteen Gupte (Pune (Indien), Dresden) Zum Deutschland-Bild in Marathi-Reiseberichten aus der Kolonialzeit Zur Pause: Angebot indischer Köstlichkeiten vom Restaurant des Goethe-Instituts
FR, 3.12.20:00 Uhr Kino Lumière Film von Anusha Rizvi, Mahmood Farooquit Live aus Peepli – Irgendwo in Indien. (Indien 2009) Original mit deutschen Untertiteln Nach dem Film: Getränk und Snacks vom indischen Restaurant "Maharadscha" (im Eintrittspreis inbegriffen) >>Filminfos
|
|
| Indische
Kulturtage 2007 Veranstaltungsreihe 25.10.-29.11.07 In
diesem Jahr feiert Indien das 60. Jubiläum der Unabhängigkeit. Die Beziehungen
zwischen diesem faszinierenden Land und Deutschland werden im Zuge der Globalisierung
immer enger. So ist die Universität Göttingen in diesem Jahr eine Partnerschaft
mit der Universität in Pune (früher bekannt als "Poona") eingegangen,
und einige Firmen in Göttingen und Umgebung haben enge Kontakte zu Standorten
in Indien geknüpft. Zu den einzelnen Veranstaltungen der "Indischen Kulturtage Göttingen" Donnerstag,
25. 10., 20 Uhr, Kino "Lumiere": Film
"Silent Waters", Pakistan/BRD/Frankreich 2003, 98 Min. (OmU) Einführung:
Dr. Ines Fornell, (Seminar für Indologie und Tibetologie der Universität) Bollywood-Film-Tanz-Workshop mit Birgit Stauber, Berlin
Der
mitreißende Bollywood-Film-Tanz-Stil hat sich durch die indische Kinofilmproduktion
herausgebildet. Hier fließen Elemente der klassischen indischen Tanzarten
(z.B. Kathak und Bharata Natyam), der indischen Folklore (z.B. Bhangra) und moderner
westlicher Tänze (z.B. Hip Hop und Jazztanz) zusammen, ohne dass die typisch
indische Ausdrucksform verloren geht. Von elegant bis verspielt, von filigran
bis rasant bietet dieser Tanzstil dabei einen großen Variationsreichtum
an Bewegungsformen. Sonntag,
28.10., 20 Uhr, Kulturzentrum "musa": Kathak-Ensemble
Ioanna Srinivasan Dienstag,
6.11., 20.15 Uhr, Galerie Apex: Freitag,
9.11., 20 Uhr, Kulturzentrum "musa": Donnerstag,
29.11., 20 Uhr, Foyer International der Universität, Burgstraße 51: |
| Stahlwerk in Indien vertreibt Ureinwohner Adivasi Mit "Entwicklungshilfe"-Millionen für ein Stahlwerk wurden in Indien 21.000 "Adivasi", die UreinwohnerInnen Indiens ihrer Lebensgrundlagen beraubt. Die deutsche "Kreditanstalt für Wiederaufbau" (KfW) hat hunderte von Millionen Mark bzw. Euro in den Bau des "Rourkela- Stahlwerks" gesteckt, das Projekt wird auch immer noch als Vorzeige-Entwicklungshilfeprojekt gehandelt. Dabei bleibt das Elend der 21.000 Menschen unerwähnt, die deswegen zwangsumgesiedelt wurden. Diese Menschen vorwiegende indische Ureinwohner (Adivasi) bekamen zwar eine Entschädigung versprochen, haben von diesem Geld bis heute aber nichts gesehen. "Auf Einladung der Gesellschaft für bedrohte Völker kam nun der 60 Jahre alte Rechtsanwalt und Priester Celestine Xaxa nach Göttingen, um über die Kehrseite des vermeintlichen Musterprojektes Rourkela Öffentlichkeit herzustellen. Wo einst Adivasi-Ureinwohner in traditioneller Wirtschaftsweise ihren Lebensunterhalt bestritten, ziehen heute düstere Rauchschwaden über Slumsiedlungen. Der früher dichte Urwald ist gerodet, 32 Dörfer wurden enteignet, 16 von ihnen völlig zerstört." - Hört sich verdammt wie Pandora an. Die Indiander-Analogie endet übrigens auch noch sehr unglücklich für die rationalistische, militärisch-technische Macht. Der Kundschafter läuft zu den Navis über und wird auch noch deren Anführer in einer entscheidenden Schlacht bei der die "Indianer" gewinnen - eigentlich ein Albtraum für US-Amerikaner. Aber es könnte auch ein Albtraum für das Stahlwerk in Rourkela werden, wenn die Adivasis gegen das dortige Stahlwerk auf die Barrikaden gingen.
| |||