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Goettinger
Stadtinfo Kriegsende Die
Übergabe der Stadt an die Amerikaner Die Übergabe der Stadt Göttingen an die Amerikaner "Oberbürgermeister Albert Gnade, SS-Standartenführer und Träger des von Himmler persönlich überreichten SS-Totenkopfringes, mußte die Stadt den anrückenden amerikanischen Truppen übergeben. Zu diesem Zweck fuhr er ihnen am 8. April gegen 12.30 Uhr, zusammen mit Stadtrechtsrat Schwetge, Amtsgerichtsrat Schmidt und Prof. Baumgarten als Dolmetscher, mit einer weißen Fahne gewappnet, entgegen. Zuvor war es aufgrund des zögerlichen Verhaltens des OBs zur Beschießung des Ostviertels gekommen" (Extrablatt) Oberbürgermeister Gnade fuhr mit zwei weiteren Vertretern der Stadt und einem Dolmetscher vom Luftschutzbunker zum Rathaus und übergab die Stadt der Befehlsgewalt eines amerikanischen Oberst. Das Protokoll der ersten "Übersprechung" ist im Städtischen Museum als Faksimile dokumentiert. Unten einen Auszug daraus:
Transscript:: "Beim Verlassen dieser Kontor werden Sie volgende Schritte unternehmen um 1. Alle NSDAP Beampten zu verhaften, 2. Allen Schulen, Gerichten, Museum, Postampten und banken zuzumachen, 3. Allel Zeitungen, Theatern, Kinos und Rundfunkstellen zuzuschließen, 4. Der Bewegung Alle Autoverkehr und Lieferung von von Betriebstoff aufzuhören, 5. Alle Polizei, Regierung und NSDAP Dokumenten zu ergreifen." (Die Rechtschreibfehler wurden vom Original übernommen). Die Stadt wurde dann erst am 11 April auch von Oberbürgermeister-Nazi Gnade befreit, er wurde seines Amtes enthoben. Militärischer Angriff auf Göttingen einen Monat vor Kriegsende 8.4.1945 Den
Militärs in Göttingen war am Abend des 7.4.1945 klar, dass Göttingen
nicht gegen die von Südwesten anrückenden Amerikaner gehalten werden
konnte. Die Vertreter der NSDAP in Göttingen verlangten trotzdem durchzuhalten
bis zum letzten aber der verlogene NSDAP-Kreisleiter selbst flüchtete nach
seinem letzten Aufruf zum Durchhalten in der Nacht zum 8.4.1945 heimlich Richtung
Waake.
ISK: Göttinger Widerstand rief zu Aktion und Sabotage gegen die Nazis auf 22.5.08 / Der "Internationale Sozialistische Kampfbund" ISK war eine der wenigen wirklich effektiven Widerstandsgruppen. Der Göttinger Philosoph Leonard Nelson war maßgeblich an der Gründung in Göttingen beteiligt. Zu seinen Ehren ist die Leonard-Nelson-Straße nach ihm benannt, eine kleine Seitenstraße des Kreuzbergringes kurz vor der Kreuzung Nikoweg. Die ISK in Göttingen ist außerdem verbunden mit den Namen Minna Specht und Willi Eichler (Nach dem eine Straße im Industriegebiet benannt ist) und Heinrich Düker . In Göttingen gab es eine Gruppe von ca 15 Widerstandskämpfern, die nach 1933 nur noch im Untergrund arbeiteten. Sie machten z.B. Propaganda mithilfe eines präparierten Koffers, den sie zum Bedrucken des Pflasters abstellten woraufhin ein Stempel den Schriftzug "Nieder mit Hitler" zurückließ und verteilten sogenannte Streuzettel .1936 wurden 14 Mitglieder des ISK in Göttingen von der Gestapo verhaftet: Fritz Körber, Heinrich Westernhagen, Heinrich Oberdieck, Hermann Dettmer, Heinrich Düker, Gustav Funke, Friedrich Henze, August Bartels, Alma Böhme, Willi Macke, Oskar Schmitt, Heinrich Schütz, Karl Probst und Wilhelm Wahle. In der Ausstellung "…und euch zum Trotz" , die zur Erinnerung an die Bücherverbrennung vor 75 Jahren in Göttingen zur Zeit im Alten Rathaus der Stadt gezeigt wird, ist jetzt auch die Totenmaske Leonard Nelsons zu sehen, die 1933 vor dem Zugriff der Nationalsozialisten versteckt worden war. Der Göttinger Philosoph Nelson war Gründer des später verbotenen "Internationalen Sozialistischen Kampfbundes" (ISK). Die Existenz seiner Totenmaske war bislang unbekannt. Eine Göttinger Bürgerin hat die Maske - vermutlich ein Unikat - jetzt mit einer Reihe höchst seltener, 1933 verbotener und verbrannter ISK - Publikationen für die Ausstellung zur Verfügung gestellt, wo sie seit dem 20. Mai gezeigt wird.
Bücherverbrennung und ISK Pressemitteilung 21.5.08
Stadt Göttingen: "Als die Nationalsozialisten im Vorfeld der Bücherverbrennung
im April und Mai 1933 systematisch Buchhandlungen und Privatbibliotheken nach
"undeutscher und staatsfeindlicher Literatur" durchsuchten, konzentrierten
sich viele ihrer Aktionen in Göttingen auf die Mitglieder des »Internationalen
Sozialistischen Kampfbundes« (ISK), dem zahlreiche namhafte Regimegegner angehörten.
Auf dem Foto des Bücherscheiterhaufens, der auf dem damaligen Adolf-Hitler-Platz
am 10. Mai entzündet wurde, sind viele Werke des ISK zu erkennen. Nach 1933
bildete der (verbotene) ISK im Reich und im Exil eines der wichtigen Netzwerke
des Widerstands gegen Hitler-Deutschland. Die Gruppe ISK wird hier als "pazifistisch" bezeichnet. Mit einem Flugzettel fordert sie zur Tötung des Tyrannen Hitler auf - dies stellt wohl eindeutig einen "Aufruf zur Gewalt" dar. Der Frage des bewaffneten Widerstandsrechtes gegen den faschistischen Dikator scheint man hier auszuweichen. Das Widerstandsrecht im Grundgesetz ist jedoch auf diese Erfahrungen zurückzuführen. Quellen:
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