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Anzahl der KurdInnen nur schätzungsweise bekannt
Statistik: Anzahl der Kurdinnen und Kurden in Göttingen nur schätzungsweise bekannt Die Kurden als ethnische Gruppe umfasst weltweit lt. GfbV mehr als 30 Millionen, es gibt auch Schätzungen von anderen Stellen über 40 Millionen. Die Mehrheit dieser "ethnischen Gruppe" ohne eigenen Staat verteilt sich auf Nord-Irak, Iran, Syrien und südliche Türkei (wo die meisten leben). 2001 lebten nach Auskunft des Ausländerbeauftragten ca. 30.000 - 40.000 Kurden in Niedersachsen. In der Göttinger Statistik sind Kurden den Nationalitäten nach zur Türkei (2006:1662), Irak (2006: 205, Iran (2006 :332) , Syrien (2006:93) zugeordnet, sie werden aber nicht gesondert aufgeführt. Die Kurden in Göttingen sind also eine unbekannte Teilmenge von den insgesamt 2300 Personen aus Regionen mit kurdischer Bevölkerung. Wir schätzen mal ganz unsicher ca. 600 Personen.
KurdInnen wenig offiziell präsent Kurdistan-Rundbrief |
Veranstaltungen zu den Frauen in Kurdistan 8.3.13 Rotes Zentrum (Lange-Geismar-Straße 2/3, ALI (Antifaschistische Linke International) und YXK (Verband der Studierenden aus Kurdistan) Veranstaltungen zur Frauenbewegung und dem Aufbau von Selbstverwaltungsstrukturen in Kurdistan"Selbstverwaltung und Demokratischer Konförderalismus", 19 Uhr TeilnehmerInnen verschiedener Delegationen im türkischen Teil Kurdistans berichten von ihren Erfahrungen, beleuchten die Hintergründe des Aufbaus der Demokratischen Autonomie und der Kurdischen Frauenbewegung in verschiedenen Teilen Kurdistans. Außerdem stellen sie die Kampagne "TATORT Kurdistan" und ihre Arbeit vor. 15.3.13 Buchladen "Rote Straße" 19:30 Uhr (Nikolaikirchhof 7) Buchvorstellung: Widerstand und gelebte Utopien Widerstand und gelebte Utopien" basiert auf zahlreichen Interviews, die im Jahre 2010 mit Guerillakämpferinnen und anderweitig aktiven Frauen der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung geführt wurden. Sie spiegeln die Utopien, Hoffnungen und Bedenken in einer Zeit wider, in der die kurdische Bewegung zwischen dem Aufbau einer alternativen Gesellschaft und dem Widerstand gegen die Vernichtungsversuche des türkischen Staates und seiner Verbündeten stand. Auf verschiedenen Reisen führten Frauen aus Westeuropa diese Interviews im Flüchtlingscamp Mexmûr, in Städten Südkurdistans, in den Bergen im Gebiet Kandil und der Medya-Verteidigungsgebiete. Einführend beschreibt das Buch die Geschichte und Frauenbefreiungsideologie der kurdischen Frauenbewegung sowie das neue Paradigma des Demokratischen Konföderalismus für den Aufbau einer demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft. In diesem Kontext werden die verschiedenen Organisierungsformen und Kämpfe der Frauenbefreiungsbewegung und die praktische Umsetzung des Demokratischen Konföderalismus vorgestellt. In den Interviews wird deutlich, dass die Stärkung des internationalistischen Frauenbefreiungskampfes und eine autonome Frauenorganisierung nach wie vor notwendig und eine Voraussetzung für den Aufbau einer freien Gesellschaft sind. In diesem Sinne gibt das Buch all denjenigen Frauen und Frauenorganisationen neue Anregungen, die auf der Suche nach einem Leben in Freiheit sind. |
Demo am 29.10.11 um 14 Uhr am Markt/Gänseliesel 29.11.11 / In der Türkei werden die kurdischen Feste, die kurdischen Farben und die kurdische Sprache unterdrückt. Die Entstehung einer kurdischen autonomen Region im Nordirak, wo Ölquellen eine finanzielle Basis für einen eigenenStaat darstellen könnten, bekämpft die Türkei indem sie dort mit Truppen einmarschiert und Bomben wirft. Aber auch Iran und Syrien arbeiten Hand in Hand bei der Bekämpfung der Kurden. Worum
es für die Kurden und Kurdinnen geht, wurde auch am Marktplatz in Göttingen
deutlich: "wir existieren als Kurden und verlangen eine Anerkennung unseres
Existenzrechtes."
Auf
der Demo wurde ein Zettel verteilt, auf dem Vorschläge für zu rufende
Parolen aufgelistet waren. An erster Stelle stand: "Biji Serok Apo"
und als Übersetzung wurde angefügt, das heisse "Lang lebe Apo [Abdullah
Öcalan]". Für diesen Ausruf, der auch mit „Es lebe der Vorsitzende
Öcalan“ übersetzt wird, wurden im Jahr 2010 in der Türkei 11 Menschen
zu Haftstrafen zwischen zehn Monaten und 5 Jahren verurteilt. (>>Quelle)
Diese Flagge war mit anderen auf einem Zettel abgedruckt, den der leitende Polizeibeamte bei der Demo in Göttingen mit sich führte um verboten Symbole zu identifizieren. Er wußte auf Befragen nicht, um welche Symbole es sich handelt. Auch die Flagge es Volkskongress Kurdistan (Kongra-Gel) der sich als Parlament der Kurden versteht, ist verboten.
Vor der Demo Ein Bündnis von Organisationen rief auf zu einer "Demonstration gegen Krieg, Lüge und Unrecht." unter dem Motto "Stell dir vor es ist Krieg und alle sehen hin! - Solidarität mit der Kurdischen Freiheitsbewegung!" auf. Zu den aufrufenden Organisationen gehören:YXK-Verband der Studierenden aus Kurdistan ALI – Antifaschistische Linke International JAG- Jugendantifa Göttingen AJO- Antifaschistische Jugendoffensive Grüne Jugend Göttingen Rote Hilfe Ortsgruppe Göttingen SOLID Northeim-Göttingen GöLINKE. Ratsfraktion Patrick Humke (Partei Die Linke, Mitglied des Landtages) Civar Akad (Stadtradt GöLINKE) AZADÎ RECHTSHILFEFONDS für Kurdinnen und Kurden in Deutschland e.V. Kampagne TATORT Kurdistan Kurdistan-Volkshaus Hannover e.V Fraktion der Partei die Linke im Kreistag Göttingen Kurd-Akad - Netzwerk kurdischer Akademikerinnen e.V. Grüne Hochschulgruppe Göttingen Linke.SDS Göttingen SDAJ Göttingen In dem gemeinsamen Aufruf des Bündnisses heisst es u.a.: "Im
letzten halben Jahr eskaliert wieder der Kurdistan-Konflikt. Wenn es um die Kurd_innen
geht, zeigen die Besatzungsstaaten keine Berührungsängste. So arbeitet die Türkei
eng mit dem iranischen Regime zusammen, indem sie es mit Waffen und strategischen
Informationen israelischer Aufklärungsdrohnen versorgt, aber auch an dessen militärischen
Operationen direkt teilnimmt. Das iranische Militär marschierte in den Nordirak
ein und verstieß damit gegen das Völkerrecht. Der türkische Staat lässt die Bergregion
zum Nachbarland bombardieren, wobei bereits zahlreiche ZivilistInnen getötet wurden.
Auch in den kurdischen Städten schießt der Staat auf wehrlose ZivilistInnen und
schlachtet diese förmlich auf offener Straße ab. Die Weltöffentlichkeit schweigt
dazu, Deutschland liefert sogar die Waffen für diesen Krieg. Wir fordern ein Ende
des Krieges in Kurdistan!" (...) "Der deutsche Staat bezeichnet 11.500
KurdInnen in Deutschland als PKK-AnhängerInnen und lässt diese per Gesetz kriminalisieren
und überwachen. All diese Menschen könnten nach der momentanen rechtlichen Lage
und der Politik der Bundesregierung zu langjährigen Haftstrafen verurteilt werden.
Seit 1993 existiert in Deutschland ein Betätigungsverbot für die PKK und andere
pro-kurdische Gruppen, obwohl selbst Verfassungsschützer_innen dies kritisieren
und für falsch halten. Selbst nachdem sich die PKK vor vielen Jahren zu einer
friedlichen Lösung der Kurden-Frage bekannt hat, ist eine Ende des Betätigungsverbots
nicht in Sicht. Für die Lösung der kurdischen Frage ist es aber unerlässlich,
den Konflikt in einem öffentlichen Raum auszutragen. Doch durch das Verbot wird
jegliches politische Engagement erstickt, kriminalisiert und drängt die KurdInnen
somit in die Illegalität. Wir fordern ein Ende dieser anhaltenden Kriminalisierung,
deren Kern das PKK-Verbot ist!"
Partei DieLinke fordert die Aufhebung des PKK-Verbotes Seitens der Partei DieLinke, Fraktionsmitglieder im Rat und Kreistagwurde wurde gesondert am 27.10.11 (10. nicht 11.) eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der noch einmal zur Teilnahme an der Demonstration aufgerufen wurde. Darin heisst es u.a. "Die derzeitige Offensive der türkischen Armee gegen Kurden richte sich in erster Linie gegen die Zivilbevölkerung. Deutschland liefere seit Jahrzehnten Waffen und Militärfahrzeuge an den türkischen Staat und verdiene daran blutiges Geld auf dem Rücken tausender von Toten." Konkret wird ein Ende der Kriminalisierung von KurdInnen durch die deutschen Staatsorgane gefordert. Dazu gehöre die Aufhebung des Verbots von PKK und ERNK und ein Schutz der kurdischen Kulturvereine, "damit die Kurdinnen und Kurden hier in Deutschland ihre legitimen Forderungen auch vertreten können". (Patrick Humke) Grüne Jugend ruft zur Teilnahme auf - die alten Grünen lassen dazu nichts verlauten Die Jugendorganisation der Grünen, die Grüne Jugend, seltsamerweise aber nicht der Kreisverband der Grünen veröffentlichte ebenfalls am 27.10.11 einen Aufruf und forderte "Solidarität mit der zivilgesellschaftlichen, kurdischen Freiheitsbewegung zeigen!" und fordert "Die Kämpfer_Innen müssen ihre Waffen niederlegen. Militärisch oder mit Anschlägen wird der Konflikt nicht zu lösen sein." Auch die Grüne Jugend stellt fest "Wenn man sich zum Kurdistan-Konflikt äußert, kommt man um eine Beschäftigung mit dem PKK-Gründer Abdullah Öcalan nicht herum. Dieser gilt in weiten Teilen der kurdischen Bewegung als der Dreh- und Angelpunkt, wenn es um die Gesamtkonfliktlösung geht." und weiter heisst es dazu "Wir erkennen an, dass eine Lösung desselben aus kurdischer Sicht nur mit ihm erfolgen kann". Leider werden auch in Deutschland Menschen kriminalisiert, die sich pro-kurdisch äußern. Seit dem PKK-Verbot im Jahre 1993 ist eine offene politische Betätigung von kurdischen Menschen in Deutschland nicht uneingeschränkt möglich. Engagement wird kriminalisiert und pauschal unter Terrorismusverdacht gestellt, obwohl seit einem Urteil des Bundesgerichtshofes die Gesamtorganisation nicht mehr als kriminelle Vereinigung eingestuft wird. "Angesichts der Tatsache, dass das PKK Verbot lediglich ein Unterdrückungswerkzeug gegen kurdisches Engagement darstellt, stellen wir die Frage, ob das PKK-Verbot überhaupt noch sinnvoll ist", | ||||||
Das
Fest wird z.B. in den türkischen Kurdengebieten von der Regierung unterdrückt.
Obwohl das Noruz oder Newroz-Fest in Zentral- und Vorderasien eine Feier der erwachenden
Natur ist, symbolisiert das Newroz-Fest der Kurden darüber hinaus seit 2613 Jahren
den ewigen Wunsch nach kultureller Eigenständigkeit. Kurden demonstrieren mit
"Newroz" ihren jahrhundertelangen politischen Willen zur Unabhängigkeit
und kultureller Zusammengehörigkeit.
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Protest gegen türkisches Staudammprojekt Mit dem Bau des llisu-Staudamm wird es zur Zwangsumsiedlung tausender Kurdinnen und Kurden, den Untergang der historisch bedeutenden Stadt Hasankeyf und die mögliche Zunahme von Konflikten in der Region kommen. Am
13.5.2001 wurde an einem Informationsstand auf dem Marktplatz über die Auswirkungen
eines Staudammprojektes in der Türkeit informiert. Zunächst denkt man "was
soll das schon wieder - und was ist Hanakeyf?" aber bei näherer Beschäftigung
geht es um ein riesiges Projekt, das auch die Machtverhältnisse zwischen Türkei
und seinen Nachbarstaaten verändert!
>> Allgemeine Infos zum Ilisu Staudamm in Wikipedia 2009 Endlich: Kritik führt zum Stop der Bankbürgschaften Am 6.7.2009 wurde in den Medien gemeldet, dass Deutschland, Österreich und die Schweiz keine Bankbürgschaften / Exportgarantien mehr für das Projekt geben. Der Türkei wird vorgeworfen, bei dem Staudammprojekt die Auflagen im Bereich Umwelt, Kulturgüter und Umsiedlung nicht erfüllt zu haben. |