Goettinger
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Klinikum Entstanden ist der studentische „Aktionstag der Medizin“ 1997 im Rahmen eines Uni-Streiks. Er wird seither von engagierten Studierenden der Medizinischen Fakultät veranstaltet und hat sich im Universitätsleben mittlerweile fest etabliert. Alle gewöhnlichen Lehrveranstaltungen der Fakultät sind am Aktionstag ausgesetzt |
Aktionstag Medizin 2010 Informationsstände verschiedener sozialer Projekte, med. Flüchtlingshilfe Göttingen, der stud. Arbeitskreis Notfallmedizin, IPPNW. Spendenaktionen: Schenke eine Ziege e.V. in Uganda und lokal in Göttingen den Arbeitskreis Asyl e.V.
Eine Auswahl aus der Reihe von Veranstaltungen an diesem Tag Disease Mongering: Wie man Krankheiten erfindet und vermarktet. Referent: Prof. M. Kochen - Abt. Allgemeinmedizin UMG "Disease Mongering" (direkt übersetzt "Handeln mit Krankheiten bei der eine Interessensgemeinschaft aus Pharmafirmen, Ärzt*innen und anderen "Playern" im Gesundheitsmarkt aus Menschen mit Befindlichkeitsstörungen Kranke mit behandlungsbedürftigen Leiden oder zumindest mit Krankheitsvorstufen macht und seltene in häufige Erkrankungen "umwandelt". Schüchternheit heißt dann plötzlich Sozialphobie, aus Trauer wird eine Depression oder unruhige Beine sind gleichbedeutend mit dem Restless-Legs-Syndrom. Aus einer Vielzahl von solchermaßen erfundenen Zuständen werden einige näher beleuchtet: Um dieser Medikalisierung unserer Gesellschaft Widerstand zu leisten, sollte die Bevölkerung aufgeklärt und Studierende wie Ärzteschaft sensibilisiert werden. Der Vortrag möchte dazu einen Beitrag leisten. Medikamentenzugang global -Referent: Christian Wagner-Ahlfs- Überblick über die Problematik der unzureichenden Arzneimittelversorgung in armen und strukturschwachen Ländern bzw. Regionen . Hierbei werden insbesondere die beiden Hauptursachen in Form der bestehenden Forschungslücke zu vernachlässigten Krankheiten und der durch patentgeschützte Medikamente hervorgerufenen Versorgungslücke dargestellt. Medizinethische Aspekte im Film - am Beispiel Organtransplantation Sabine Wöhlke, Abteilung Ethik und Geschichte der Medizin, Göttingen Es soll dabei auf die moralischen, sozialen und politisch-rechtlichen Motivgeschichten spezifischer biomedizinischer Themen im Film eingegangen werden. Balint Workshop Referent: Dr. med. G. B. Wüstenfeld Manche Patient*innenkontakte mögen schnell wieder in Vergessenheit geraten, einige funktionieren vielleicht hauptsächlich als Gedächtnisstütze für besondere Erkrankungen, aber es gibt auch immer wieder einprägsame ( u.U. problematische) Begegnungen über die man nachdenkt und über die mensch sich gerne austauschen würde. Medizinische Flüchtlingshilfe Göttingen e.V. eine Gruppe, die sich für Migrant*innen und Flüchtlinge ohne sicheren Aufenthaltsstatus einsetzt und in der Gesellschaft auf deren prekäre soziale Situation aufmerksam macht. Neben dieser Zielsetzung werden Flüchtlinge und Migrant*innen konkret in medizinischen Fragen unterstützt und bei Bedarf an Ärzt*innen weitervermittelt. Geschichte Zwangssterilisationen im Nationalsozialismus: Dr. Susanne Ude-Koeller (Inst. Für Ethik und Geschichte der Medizin, UMG) 1934 wurde der bevölkerungspolitische Terror des NS-Staates durch das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses (GzVeN)" quasi "legalisiert"..In Göttingen wurden über 780 Frauen in der Frauenklinik und über 800 Männer in der Chirurgischen Klinik zwangssterilisiert. Wissenswertes zu Cannabis und Schizophrenie PD Dr. T. Wobrock - Abt. Psychiatrie UMG Das in Cannabisprodukten enthaltene Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) kann im Rahmen seines psychotropen Effekts vorübergehende psychotische Symptome hervorrufen. Chinesische Medizin als technisch-regulatives System Dr. med. Arne Ströhlein Hierbei wird die chinesische Diagnose als vegetativer Funktionszustands der Patient*in verstanden, den man mit beinahe mathematischer Stringenz erheben kann. Aus dieser funktionellen Diagnose entsteht der Behandlungsplan, der aus Akupunktur, Pharmakologie, Diätetik, Heilmassagen (Tuina) und Körper-Qi-Übungen zusammengestellt wird. Versorgung von trans*gender Menschen Referentinnen: Halina Mirja Jordan (TransLesBiSchwule Hochschulgruppe Göttingen) und Alex Müller (International Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender and Queer Youth and Student Organisation) Einige Fragen: Wo und wie wird diskriminiert? Was bedeutet trans*? Hormone, OPs - oder nichts? Welche Barrieren gibt es Psychosoziale Belastung von Eltern und gesunden Geschwistern mehrfach behinderter Kinder Dr. M. Lingen, S. Kittelmann, L. Steinke - Psychologie Abt. Pädiatrie UMG Hilfsprojektes in Uganda Schenke eine Ziege (Spendenprojekt) Der gemeinnützige Verein wurde 2006 von Robert Wunderlich (Medizinstudent) und Vanessa Velte (Krankenschwester) gegründet . www.schenke-eine-ziege.de Tropenmedizin Referent: Prof. Bommer berichtet über die eigene Krankenstation in Sierra Leone oder ein kleines Dorf auf den Philippinen Egal ob Schlangenbisse, Schlafkrankheit oder Malaria er hat alles schon gesehen. |
| Aktionstag Medizin 2008 Mittwoch,
3. Dezember 2008, "Aktionstag Medizin" 8 bis ca. 17 Uhr Hörsäle im Universitätsklinikum
Robert-Koch-Straße 40, der Eintritt ist frei, es ist keine Anmeldung nötig.
Der Aktionstag Medizin bietet Einblick in Themen, die sonst keinen Platz im Studium haben: Die studentischen Organisatoren haben ein Programm mit über dreißig verschiedenen Vorträgen, Workshops, Diskussionsrunden und Führungen zusammengestellt. Besucher sind herzlich willkommen. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Der "Aktionstag Medizin" findet seit elf Jahren statt und wird von engagierten Studierenden der Medizinischen Fakultät mit Unterstützung der Fachschaft Medizin organisiert. Das Programm mit ausführlichen Erläuterungen ist im Internet als pdf-datei zu finden unter: www.aktionstag-goettingen.de Die Übersicht für das Programm 2008
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