goettinger stadtinfo
Klinikum Göttingen
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Wirbel im Personalrat des Klinikums (bzw. Unimedizin Göttingen UMG) >>
Personalrat
der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) Selbstherrliches
Handeln der ehemaligen Personalratsvorsitzenden Hille gerügt Die
PR-Vorsitzende kommt ihrer Abwahl durch einen Rücktritt zuvor Neuer
Übergangs-Personalrat legt die Karten auf den Tisch
Innenrevision
und der Korruptionsbeauftragte ermitteln gegen ehemalige PR-Vorsitzende |
26.8.09 / Klinikum verschweigt erst und spielt jetzt herunter Während bei einem ähnlichen Unfall mit Formaldehyd in Essen die Zeitungen dazu voll waren herrscht in Göttingen Schweigen nach den Chemieunfall im Klinikum und der Pressesprecher spielt die Angelegenheit herunter. externe
Infos und Stellungnahmen Maßnahmen
wurden erst ergriffen als Atemwegsreizungen gemeldet wurden Sicherheitsbestimmungen
nicht eingehalten Anscheinend
wird versucht, diesen Vorfall "unter den Teppich zu kehren"
Diskussion Reinigungskraft
und PatientInnen gesundheitlich gefährdet, beeinträchtigt, geschädigt? Kliniksleitung
verordnete den MitarbeiterInnen Schweigen üner den Vorfall angeblich Leserbrief 20.8.09 "Wenn das Klinikum es schon bei festangestelltem Personal nicht schafft, Sicherheitsbelehrungen und Unterweisungen im Umgang mit gefährlichen Chemikalien zu gewährleisten, wie soll das dann erst aussehen, wenn auch der Reinigungsbereich ausgelagert worden ist. Dann kommen externe Firmen mit ständig wechselndem miserabel bezahltem Personal zum Einsatz und es gibt dann überhaupt keine Chance mehr zur Schulung und Einweisung. Das ist schon eine merkwürdiges Sicherheitsverständnis der Kliniksleitung." |
Klinikum Pflegekräfte >> Homepage des Klinikums >> Homepage der Pflegedienstleitung Das Göttinger Klinikum mit ehemals 1900 Krankenschwestern und -pflegern, die Mehrzahl im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Die ganze Sache wird betriebswirtschaftlich wie eine Fabrik angesehen. Es geht täglich um viel Geld: Während eines Tages werden im Zentral-OP ca. 600.000 Euro umgesetzt (Zahlenangabe auf einer Verdiveranstaltung von 2005).
10.4.08 / Text von ver.di Bezirk Region Süd-Ost-Niedersachsen : "Der Deckel muss weg! Unter diesem Motto protestieren Beschäftigte der Universitätsklinik Göttingen in einer aktiven Mittagspause um 13 Uhr in der Westhalle gegen die unzureichende Krankenhausfinanzierung unter deren Folgen die Beschäftigten zunehmend zu leiden haben. Krankenhäuser werden in die Zange genommen. Ihre Energiepreise steigen, der medizinische Fortschritt verlangt mehr Ausgaben und die Patientinnen und Patienten sollen besser versorgt werden. Doch mehr Geld sollen die Häuser nicht bekommen. Die Folge: Sie sparen am Personal. Das ist unerträglich. Seit vielen Jahren dürfen die Krankenhauseinnahmen nur nach Vorgaben des Gesetzgebers steigen, egal wie viel die Krankenhäuser für ihre Leistung aufwenden müssen. Im September 2007 gab die Bundesregierung die Steigerung für 2008 bekannt: 0,64%. Das ist nun schon das fünfte Jahr in Folge, in dem die Steigerungsrate eine Null vor dem Komma hat. Wie sollen die Krankenhäuser damit auskommen? Ver.di Sprecher Horst Roth: "Mit so winzigen Steigerungsraten kann auch die Universitätsklinik Göttingen gar nicht auskommen. Deshalb steigert sie ihre Fallzahlen und baut gleichzeitig massenhaft Personal ab: 300 Beschäftigte sind im letzten Jahr abgebaut worden, weiter 300 in diesem Jahr und insgesamt sollen es 800 Stellen werden. Gleichzeitig werden etliche Auslagerung von Servicediensten geplant bzw. wurden schon umbesetzt. Heute versorgt eine Pflegekraft fast 25 % mehr Fälle als 1995, und das bei deutlich gewachsenem Schweregrad." Ver.di fordert von den Abgeordneten des Bundestages und der Bundesregierung die Abkehr von der Budget- und Preisdeckelung und damit eine kurzfristige Änderung des geltenden Finanzierungssystems die sofortige Streichung des Sanierungsbeitrages . Ver.di fordert vom Land Niedersachsen das Schließen der Finanzierungslücke bei den Investitionen. Die Finanzierung von dringend notwendigen Energiesparinvestitionen darf nicht länger zu Lasten des Personalbudgets gehen. Ver.di fordert vom Vorstand des Universitätsklinikums, dass er sich auch für diese Ziele öffentlich und gemeinsam mit Personalrat und ver.di einsetzt. Horst Roth: "Bedauerlich ist in dieser Situation dass der Vorstand der Universitätsklinik die Initiative der Geschäftsführung des Klinikum Oldenburg nicht aufgegriffen hat , am heutigen Tag in allen Kliniken in Niedersachsen von Geschäftsführung und Betriebs- und Personalräten gemeinsam getragene Aktionen durchzuführen und gemeinsame Erklärungen abzugeben."
Arbeitsüberlastungen im Klinikum - aber trotzdem weitere 300 Stellen streichen? 28.2.08 / Uns erreichen Berichte aus dem Klinikum, die auf eine katastrophale Überlastungen in verschiedenen Bereichen der Krankenpflege hinweisen. In einigen Stationen wird eine "Überlastanzeige" nach der anderen geschrieben aber es wird nicht für ausreichend Personal gesorgt. Mitarbeiter des Uniklinikums haben uns gegenüber die Auffassung vertreten, die Pflegekräfte könnten wegen der Überlastungen ihren Aufgaben nicht mehr mit der erforderlichen Sorgfalt nachkommen. Angesichts solcher Informationen muß die Ankündigung von einer weiteren Streichung von 300 Stellen Sorge um die Qualität der medizinischen Versorgung auslösen. Soll nun das Klinikum ebenfalls für eine Privatisierung marode gespart werden? Die Beteuerung des Staatssekretärs, dass nicht an Privatisierung gedacht ist, zeigt, dass solche Gedanken existieren. Das
Uniklinikum Göttingen ist mit ca. 7000 Beschäftigten in der Krankenpflege,
der Reinigung, den Ärztinnen und Ärzten, im medizinisch-technischen
Dienst, in Verwaltung, Technik und Versorgungsbetrieben. Gleichzeitig betrifft
die medizinische Versorgung jährlich 44.000 stationäre behandelte und
100.000 ambulant behandelt PatientInnen. Die
Leitung der Klinik erfolgt getrennt von der Universitätsleitung durch den
Bereits
im Jahr 2007 hat der Stiftungsausschuß entschieden, dass 300 Arbeitsplätze
gestrichen wurden. Am 18. Februar 2008 hat der Ausschuß den Wirtschaftsplan
2008 verabschiedet und eine nochmalige Streichung von weiteren 300 Arbeitsplätzen
(Vollkräftestellen) bekanntgegeben. Insgesamt sollen 800 Stellen gestrichen
werden - ein Drittel davon wird den Pflegebreich treffen, zwei Drittel den technischen
Bereich. "Auch in der Arbeitsorganisation wird inhaltlich umgeschichtet.
So übernehmen Pflegekräfte Tätigkeiten, die bisher von Ärzten wahrgenommen wurden,
und Beschäftigte des Geschäftsbereichs Hotelleistungen bekommen Servicetätigkeiten
übertragen, die vorher Pflegekräfte ausgeführt haben." (Quelle: Einblick,
Zeitschrift der Universitätsmedizin, Juni 2007) Der Vorsitzende des Stiftungsausschusses
Universitätsmedizin, Prof. Eugen Hauke, sagte: " Auch das Jahr 2008 wird
noch ein Jahr harter und teilweise schmerzhafter Einschnitte sein." Gleichzeitig
sagt dann aber wiederum Priv. Doz. Dr. Günther Bergmann, Vorstand Krankenversorgung.
„dass der Abbau von Stellen des unmittelbar am Patienten tätigen Personals, also
Ärzteschaft und Pflegedienst, dabei sehr moderat bleibt. Die Qualität der Patientenversorgung
und der hohe Standard der Forschungsleistungen werden von den Sparmaßnahmen nicht
beeinträchtigt“.
Kreisverband
DieLinke und Ratsfraktion DieGrünen (22.2.08)
"Die Folgen für
das Personal sind eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und ein als unerträglich
erlebter Anstieg der Arbeitsverdichtung. Das Personal muss immer mehr Pflegebedürftige
in kürzeren Zeitspannen pflegen und betreuen, so dass sich die Überlastungsanzeichen
deutlich ansteigen." (...) "Die medizinische Versorgung der Bevölkerung
muss auf Dauer finanziell sicherstellt werden, aber nicht einseitig zu Lasten
der Patienten und des Personals. Es muss endlich gewagt werden, z.B. den Lobbyisten
der Pharmaindustrie Einhalt zu gebieten und sich hier um Kostenreduktion zu bemühen."
(DieLinke / Gerd Nier, 25.2.08) "Wir machen uns ernsthaft Sorgen um die Qualität der medizinischen Versorgung am Klinikum und um die Wahrung der Patienteninteressen", erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ulrich Holefleisch. Er weist darauf hin, dass schon im zweiten Jahr in Folge am Klinikum 300 Stellen abgebaut werden. Dieser Stellenabbau bringt zwangsläufig eine enorme Arbeitsverdichtung mit sich, befürchtet Holefleisch, was von vielen MitarbeiterInnen des Klinikums auch so bestätigt wird. "In einem Uniklinikum kann man nicht nach Belieben Stellen wegrationalisieren wie in einer Fleischwarenfabrik." Nach Einschätzung der Ratsfraktion Bündnis 90/DieGrünen steht zu befürchten, dass die vom Stiftungsausschussvorsitzenden Prof. Eugen Hauke angekündigten "schmerzhaften Einschnitte" zunehmend die Gesundheit und Genesung der Patienten gefährden." |
20.1.05 / Durch Kündigung der Tarifverträge
zur Arbeitszeit und zum Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Arbeitszeitverlängerung
will die Landesregierung Niedersachsen als Arbeitgeber eine 10% Lohn/Gehaltskürzung
durchsetzen. Dagegen rief die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft Ver.Di zum
Warnstreik auf an dem auch Landesbedienstete aus der gesamten Universität und
einigen anderen kleineren Landesbehörden u.a. auch Straßenbaumeistereien teilnahmen.
> ELWA
Clean Ausbeutung der Reinigungskräfte |
Mobbing im Klinikum - eine Station wird zerschlagen Aus: Göttinger Betriebsexpress (GBE) Nr. 165 vom 14.3.2001: Auf
der neurologischen Intensivstation 1013 des Universitätsklinikums herrscht das
blanke Chaos. Anfang des Jahres wurden mehr als ein Dutzend MitarbeiterInnen versetzt,
Betten geschlossen, eine neue Leitung eingesetzt. Was war passiert?
Hintergründe Die
Station: Das Team: Begründung
der Umsetzungen:
Die aktuelle Situation
auf der 1013: Herr
Erichsen hat zahlreiche Mitarbeiterinnen versetzt, ohne dass ausreichender Ersatz
vorhanden ist. Kolleginnen und Kollegen von anderen lntensivstationen müssen jetzt
dorthin rotieren. Da bei weitem nicht genug Freiwillige dazu bereit waren, rotieten
jetzt MitarbeiterInnen dorthin, d.h. sie gehen nur für einige Monate auf die 1013
und werden dann von den nächsten ersetzt. Es müssen also ständig neue Leute eingearbeitet
werden. Logischerweise bestehen Disharmonien zwischen den alten und neuen Mitarbeiterinnen
der Station, Mißtrauen ünter dem Personal breitet sich aus. Außerdem wurde die
Stationsleitung erneuert, peinlicherweise ausgerechnet mit einer Stationsschwester,
die dem Personalrat schon immer Arbeit beschert hat: Bereits auf ihrer alten lntensivstation
hat sie regelmäßig ihr unliebsame Leute gemobbt. Auf der 1013 macht sich die neue
Stationsieitung durch theatralisches und bedrohliches Auftreten unbeliebt, sowie
durch Geringschätzung einiger Mitarbeiterinnen und ihrer Arbeitsleistung. Die
(noch?) nicht versetzten Kolleginnen werden von ihr zu Einzelgesprächen vorgeladen,
Protokolle zu Ungunsten Betroffener angefertigt und diesen dann zur Unterschrift
vorgelegt. Wo bleibt eigentlich der Respekt vor Menschen, die seit Jahrzehnten Tag für Tag, jedes zweite Wochenende diesen schweren Dienst auf dieser ausgesprochen belastenden lntensivstation versehen haben? Unter
den dauerhaft umgesetzten MitarbeiterInnen sind viele Personen, deren Arbeits-
und Sozialverhalten als vorbildlich einzustufen ist. Jahrelang ignorierte die
Kliniksleitung im allgemeinen und Herr Erichsen im besonderen die Gerüchteküche,
obwohl es ihre Pflicht gewesen wäre, entweder den Gerüchten auf den Grund zu gehen
und tatsächliche Mißstände abzuschalten oder den Gerüchten dort, wo sie jeder
Grundlage entbehren, entschieden entgegenzutreten und die Station vor Rufmord
zu schützen. Statt dessen werden jetzt vorgeschobene Argumente (Hygienemängel
usw.) benutzt, um die Station auf höchst dilettantische Art zu ,,reorganisieren".
In einem dem GBE vorliegenden Pr6tokoll der organisationsentwicklung im Klinikum
ist offen die Rede von einem ,,Aufbrechen verkrusteter Strukturen". Zerschlagen
kann man das wohl auch nennen und dabei bleiben die auf der Strecke, die teils
über Jahrzehnte ihre Arbeit und Gesundheit für die Arbeit auf dieser Station eingebracht
haben. Der zumindest Mitverantwortliche Erichsen kommt wieder mal ungeschoren
davon und schwingt sogar noch den großen Hammer! Anmerkung/
Hinweis Das "Patientengut" muß eben "effizient" durch die "schlanke Organisation" geschleust werden.
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