Goettinger
Stadtinfo Antifee
Programm 2011 liegt der Redaktion nicht vor |
Am
4. & 5. Juni findet auf dem Unicampus das vierte Antifee Festival in Göttingen
statt! "Wie immer gegen Nationalismus und Sexismus, für ein selbstbestimmtes
Leben."
"Für ein Festival ohne Sexismus und Mackerattitüde!" Göttinger
Antifee-Festival will für ein selbstbestimmtes Leben feiern "Selten
gibt es ein Festival, welches nicht männlich dominiert ist", erklären
die VeranstalterInnen des Göttinger Antifee-Festivals. Erlebnisse, bei denen
"Typen die Bühne aufbauen und die Security stellen, während Frauen
Getränke verkaufen und die Klos putzen" oder "betrunkene Männer
sich in Dominanzverhalten üben und Frauen in Rockbands höchstens als
Sängerinnen auftreten", sollen sich nicht wiederholen. "Wir haben
uns vorgenommen, dieser Realität entgegen zu treten. Daher sollen möglichst
viele Frauen/ queere Bands auf der Bühne stehen", betonen die OrganisatorInnen. Vorläufer
in Hannover und Berlin Politik
zurück auf den Campus Keine
stereotypen Märchenfiguren
|
Antifee 2009 Freitag 5.6. ab 17 Uhr - Samstag 6.6.2009, Unigelände , die Bühne steht auf der Wiese zwischen dem "Blauen Turm" und dem Kreuzbergring. Die Workshops finden in Zelten rund herum statt. Eintrittskarten gibts nicht, das Festival ist kostenlos ("Anti-Fee" das heißt "Ohne Gebühr"). Ausschließlich veganes Essen (ohne jegliches tierisches Eiweiß) und Getränke gibt es preiswert.
|
Antifee 2008 Einfügungen vom 6.6.08, Ergänzungen vom 5.6.08, Ergänzungen vom 7.6.08 Antifee? Was ist das eigentlich? 5.6.08
/ Sprachlich könnte jemand den Begriff als eine Ableitung aus "Antifa"
interpretieren - tatsächlich gibt es Leute, die denken die A.L.i. hätte
was damit zu tun und liegen damit super-falsch! Die Antifa A.L.I veranstaltet
am gleichen Tag eine ganz andere Veranstaltung. (Auf Nachfrage
fügen wir hier hinzu: gemeint ist hier am gleichen Tag, wie die Antifee-Demonstration
stattfindet - also am Freitag
um 19.30 Uhr DGB-Haus mit Bernd Langer zum Konzept des "revolutionären Antifaschismus"./
5.6. )
Wer veranstaltet das eigentlich ? Offiziell
sind nicht näher bezeichnete "linke Fachschaften" die Veranstalter/innen
des Festivals. (Soweit dies die Pressemitteilungen betrifft. In Zuschriften wird
uns versichert, es wäre leicht herauszufinden welche Fachschaften das sind
- In den Pressemitteilungen ist von "Alex Ryll Sprecherin des Organisationsteams" die Rede. Da es schwerpunktmäßig um antisexistische Themen geht, wurde bereits vermutet, dass es sich dabei um ein Pseudonym als Erinnerung an die einem Sexualmord zum Opfer gefallene Alexandra Ryll handelt. (Anmerkung: die Erinnerung daran wachhalten zu wollen wäre löblich, die Verwendung des Namens in einer Presseerklärung, so als lebte diese Person noch, würde wenig Respekt und Achtung vor dem Andenken an diese Frau zeigen.) (Nachtrag : Wie inzwischen von verschiedenen Seiten als Reaktion auf diesen Artikel hier versichert wurde, handelt es sich dabei um einen bedauerlichen Sachverhalt, der zu Mißverständnissen führen könne und daher werde zukünftig eine Pressesprecherin anderen Namens: Robyn Schmidt genannt.) bbs-Medien
gehört sicher nicht zu den Veranstaltern aber zu den lobend erwähnten
Unterstützern des Festivals. Antifee bedankt sich jedenfalls bei "bbsMEDIEN
- Werbung / Druck / Verlag" . bbs steht für Baller/Baller/Suhren. Im
gleichen Verlag erscheint übrigens auch "diggla" (wenn
man dem diggla-Impressum glauben darf) . Der von Antifee-Presserklärungen
genannte Ansprechpartner ist uns auch als Autor von "diggla"-Artikeln
in Erinnerung. Was gibts inhaltlich an Programm ? Geboten
wird ein Mix von Musik und subkultureller Politiktheorie. Das gefällt nicht
allen wie z.B. dem im Folgenden zitierten Blogger:
"Mag sein, dass es Menschen gibt, die sich den Tanzschweiß aus dem Gesicht
wischen und wachen Verstandes bei einer »Einführung in feministische Theorien«
auflaufen können - ich gehöre aber ganz bestimmt nicht dazu." (Wie
ein Leser richtig bemerkt hat, handelt es sich bei diesem Blog anscheinend um
jemanden mit Sympathie zu antideutscher Performance. Das fanden wir auch bemerkenswert,
weil wir von dieser Seite eher Zustimmung zu den Haupttehmen des Festivals erwartet
hätten. Somit fällt die ideologische Differenz als Grund für die
Kritik eigentlich weg.) Hierzu hat der selbe Leser in seiner Zuschrift
eine nachdenkenswerte Erklärung hinzugefügt: "Diese
Haltung, mit der Theorie im eigenen Leben nicht konfrontiert zu werden, ist gerade
in den Soft- und Hardcore antideutschen Zusammenhängen sehr verbreitet. Hier ist
die vermeintliche Systemkritik bereits so weit aus dem unmittelbaren Lebensumfeld
herausgelöst, das beides als gänzlich unterschiedliches erscheint. "
"Es geht beim Antifee nicht nur um Musik, es geht ausdrücklich auch um Politik", Das Festival will Musik, Genderdiskussion und Antinationalismus miteinander verschränken. Ob zwischen diesen Bereichen wirklich Verbindungen hergestellt werden können darf bezweifelt werden. Eine solche Verbindung wurde bereits von einem Göttinger Internetprojekt herzustellen versucht, wobei dann irgendwann festgestellt wurde, dass den Leuten, die auf die Musik abfahren, die Polittheorie zu nervig ist und andererseits den Leuten von der Polittheorie die Musikszene zu platt ist. Programmplan
|
Bei dem folgenden u.E. recht konfusen Text beschränken wir uns auf die Dokumentation: Ankündigung
zur Demo „Take back the night ! - Deutschland in den Rücken feiern“
Dass
hier nicht nur eine sprachliche Nähe zum Antifee besteht dafür spricht
auch die Ankündigung einer Veranstaltung
der "radical Homos" beim Antifee, auf die uns eine Leserin aufmerksam
gemacht hat. >goest leitseite schwule : schwule.htm |
Veranstaltung
in der Universität 2007 Der erste Abend des Festivals am 15.6.07 war ja leider verregnet aber dennoch blieben konstant ca. 300 Leute vor der Bühne und waren lebhaft dabei. Der Versuch, einen Workshop (Mathe, Deutsch, Sexismus - der geheime Lehrplan. Workshop zu Sexismus in Schule und Hochschule) zu besuchen war mit Hürden gesät - allzu viele verschlossene Türen im Hörsaalgebäude und Umwege zum Veranstaltungsraum im Blauen Turm. Vom 15. - 16. Juni , kurz vor dem ehemaligen "Tag der deutschen Einheit" / 17.6.) veranstaltete das "Antifee-Plenum" an der Uni Göttingen ein "Antifee-Festival".
Im Ankündigungstext heisst es u.a. "Den thematischen Schwerpunkt stellt die Kritik an Gender und Nationalismus dar (...) Hiermit wollen wir eigene Akzente setzen und eine kritische Debatte in der Öffentlichkeit forcieren. Das Festival ist kostenlos. Wir feiern gegen Sexismus und Nationalismus. Für ein selbstbestimmtes Leben. (...) Wir arbeiten und feiern gegen jeden Sexismus. Auch gegen unseren eigenen." Vortrags-PROGRAMM
Festival-Programm 15.6.07
Freitag
16.6.07
Samstag VeranstalterInnentext: "15. und 16. Juni diesen Jahres ist auf dem Gelände zwischen dem Blauen Turm auf dem Unigelände und dem Kreuzbergring ein zweitägiges Festival geplant. Im Mittelpunkt steht dabei die Politik: das Antifee Festival konzerntriert sich auf Kritik an Gender und Nationalismus. Ziel soll es sein, auf dem Campus wieder eine politische Kultur zu etablieren. "Dabei wollen wir zeigen, dass Emanzipation und das schönere Leben sich nicht voneinander trennen lassen", heißt es aus dem Festivalplenum. Neben politischen Veranstaltungen und Workshops vor und während des Festivals geht es natürlich auch um Musik. Die ersten Bandbestätigungen wurden gerade bekannt gegeben, bei der Auswahl setzt man offensichtlich auf Vielseitigkeit. Mit Dota ist eine Liedermacherin dabei, Nufa klingen nach Indiependent, On Canvas bekennen sich zu Postpunk, Pop und Indie, Kolja und Thai Phun hingegen machen Hiphop, Egotronic Elektro und The Hoboscopes " "Circus-Punk-Trash-Chanson". Weitere Bands sollen noch folgen. Ganz in der Tradition des Ringfestes werden nach den Konzerten noch Parties in den Häusern des Kreuzbergrings stattfinden. Mehr Informationen auf www.antifee.de" Es waren Workshops zu folgenden Themen angekündigt
|
Das Motto lautete in den vorhergehenden Jahren: "Gegen Sexismus und Nationalismus. Feiern für ein selbstbestimmtes Leben" (...) für eine antisexistische, antinationalistische und vor Allem entspannte Festivalatmosphäre hinter dem blauen Turm." Inzwischen soll das Positive mehr hervorgehoben werden und der Untertitel heisst "Festival für Feminismus und gelebte Gesellschaftskritik"
Unter Definitionsmacht verstehen die Veranstalterinnen also, dass eine Beschwerde wegen "sexistischem Verhalten" nicht von Dritten geprüft und beurteilt wird, sondern die sich beschwerende Person allein entscheidet, wie das Verhalten einer anderen Person bewertet wird. Zur dieser Festivalpraxis meinte mal ein Blogger : "Und trotzdem schafft diese »bedingungslos[!] umgesetzte Praxis« ein Klima der willkürlichen Gewalt, das mit »Feiern für ein selbstbestimmtes Leben« nicht mehr viel zu tun haben kann." Antisexistisch, Antinationalistisch
"Weitere Details dieser von uns bedingungslos umgesetzten Praxis sind unserer Readerin oder Flyern vor Ort zu entnehmen." Diese Details enthalten dann übrigens auch das Verbot von Palästinensertüchern unter der Überschrift "Palituch? - No Way!" |