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Goettinger Stadtinfo Flüchtlinge Aktionstag gegen das Europäische Grenzregime und den Krieg gegen Flüchtlinge 28.4.11 / Vorbereitungstreffen für einen gemeinsamen Aktionstag gegen das Europäische Grenzregime und den Krieg gegen Flüchtlinge am Dienstag, den 3. Mai 2011, um 19 Uhr im Autonomicum (Erdgeschoss im "Blauen Turm“ am Campus der Universität ) " Durch
das zeitweilige Zusammenbrechen der Grenzkontrollen haben sich wieder mehr Menschen
auf den Weg nach Europa machen können, in der Hoffnung sich hier eine Existenz
unter menschenwürdigen Bedingungen aufbauen zu können. Die Politik der Herrschenden
ist nicht neu: eine rassistische Ausgrenzungs- und Abschiebepolitik im Innern
der Festung Europa, weiterer Ausbau des tödlichen Grenzregimes (FRONTEX) mit deutscher
Beteiligung, Zusammenarbeit mit den alten und neuen Herrschaftsstrukturen, damit
diese die Migrant_innen weiterhin mit aller Gewalt an der Flucht hindern. Für
uns ist klar, dass die Grenzen für alle geöffnet werden müssen. Migrant_innen
suchen zu Recht Schutz und ein besseres Leben in Europa. Sie wandern gegen ein
Reichtumsgefälle, das wesentlich in den neokolonialen Dominanz- und Ausbeutungsverhältnissen
zwischen Europa und Afrika begründet liegt. An den Grenzen Europas wird gehungert,
misshandelt, vergewaltigt, geschossen und gestorben. Auch in Deutschland werden
Flüchtlinge entrechtet und ihrer Würde beraubt. Unsere Antwort darauf lautet:
Schluss mit der Zusammenarbeit mit den diktatorischen Regimes weltweit! Für eine
praktische Solidarität mit den Flüchtlingen und Migrant_innen! Bedingungslose
Öffnung der Grenzen! Gleiche Rechte und Bleiberecht für alle!"
Asylbewerberleistungsgesetz abschaffen! 17.3.11
/ Eine Kundegebung am 22.3.11 um 16 Uhr Kornmarkt ist Teil eines dezentralen,
bundesweiten "Aktionstages gegen das Asylbewerberleistungsgesetz, "Residenzpflicht",
Lagerisolation und rassistische Sondergesetzgebung."
Aufruf zu einer Kundgebung 26.2.11 ,unter dem Titel "Solidarität mit
den revoltierenden Menschen ! Grenzen auf für alle – und zwar sofort ! "
Darin heißt es u.a.:
Kundgebung
für das Recht auf Asyl und gegen militärische Bekämpfung von Flüchtlingen 12.2.11
/ Offiziell darf nur gesagt werden "Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
fördert seitdem staatlicherseits die Integration von Zuwanderern in Deutschland."
Nachdem das Deutsche Historische Museum in Berlin auf einer Ausstellungs-Infotafel
geschrieben hatte "Die ›Festung Europa‹ soll Flüchtlingen verschlossen
bleiben." wurde dies auf Betreiben aus dem Haus des Kulturstaatsministers
Neumann entfernt (Neumann ist der, der für die
CDU im Februar 2011 zum Wahlkampf in der Musa auftreten durfte). Nach der "Korrektur"
fehlte diese Aussage zur Festung Europa, sie wurde ersetzt durch die oben zitierte
staatliche Bekanntmachung.
Ausstellung: "Leben im Verborgenen - Menschen ohne Pass und Papiere in Deutschland" 11.10.09
/ Ökumenischer Arbeitskreis "Flucht und Asyl" / Migrationszentrum Göttingen
/ Medizinische Flüchtlingshilfe Göttingen 7.10. bis 4.11.09 in der St. Johanniskirche.
Die Eröffnung erfolgte am Mittwoch, 7.10. um 18 Uhr mit einem Vortrag von Pastorin
Fanny Dethloff, Flüchtlingsbeauftragte der Nordelbischen Kirche und Vorsitzende
der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche. Die Ausstellung
steht unter der Schirmherrschaft von Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann.
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Die
medizinische Flüchtlingshilfe Göttingen e.V.
Medizinische Flüchtlingshilfe Göttingen e.V. stellt Antrag auf die Umsetzung eines Anonymisierten Krankenscheines in Stadt und Landkreis seit
gut zwei Jahren arbeiten wir, die Medizinische Flüchtlingshilfe Göttingen
e.V., an der Einführung eines Anonymisierten Krankenscheins für den
Raum Göttingen. Für 2012 haben wir einen Antrag auf Aufnahme in die
Haushaltsplanung gestellt. Auch im Jahr 2012 setzt sich die Medizinische Flüchtlingshilfe Göttingen e.V. für einen uneingeschränkten Zugang zur Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen, Menschen ohne Aufenthaltsstatus und mit unzureichendem Versicherungsschutz ein. Die Politik kommt ihrer Verantwortung gegenüber dieser ohnehin schon benachteiligten Personengruppen nicht nach. Die Kapazitäten regionaler, ehrenamtlicher Einrichtungen reichen nicht aus um die Unterversorgung aufzufangen. Im Rahmen der Haushaltsplanung 2012 stellte die Medizinische Flüchtlingshilfe Göttingen e.V. daher den Antrag auf Umsetzung des Anonymisierten Krankenscheines (AK) sowohl in der Stadt, als auch im Landkreis Göttingen. In den vergangenen zwei Jahren gab es zu dem Konzept des AKs diverse Informationstreffen mit Vertreterinnen und Vertretern der Sozialausschüsse und der Fraktionen in Stadt und Landkreis, bei denen das Konzept vorgestellt und dessen Umsetzung diskutiert wurde. Anlass für die die Erarbeitung eines solchen Konzeptes war die menschenunwürdige Praxis, nach der Flüchtlinge nur einen sehr eingeschränkten Zugang zur hiesigen Gesundheitsversorgung haben. Laut Artikel eins und zwei des Grundgesetzes hat jeder in Deutschland lebende Mensch ein Recht auf körperliche Unversehrtheit und die Unantastbarkeit seiner Menschenwürde. Bereits das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) schränkt diese Rechte erheblich ein. Für Menschen ohne Aufenthaltsstatus stellt ein Arztbesuch immer die Gefahr einer Abschiebung dar, da in Niedersachsen mit einer, in anderen Bundesländern unzulässigen, Weitergabe persönlicher Daten an die Ausländerbehörde gerechnet werden muss.(1) Insbesondere in Göttingen führt die Auslegung dieser Gesetze zu einer äußerst restriktiven Praxis. Folge ist die Chronifizierung banaler Erkrankungen, welche für die Stadt nicht selten in kostspieligen Notfallbehandlungen enden. Diese Praxis wurde auch vom niedersächsischen Flüchtlingsrat scharf kritisiert, der im Januar 2012 gegen Herrn Wucherpfenning, Sozialdezernent des Landkreises, eine Dienstaufsichtsbeschwerde einreichte. (2) Für diese Situation soll der AK eine Lösung bieten. Durch eine zentrale Vergabestelle, beispielsweise im örtlichen Gesundheitsamt, soll die Bedürftigkeit von erkrankten Flüchtlingen durch eine Ärztin oder einen Arzt geprüft und anschließend eine anonymisierte Vermittlung an die Praktizierenden des Gesundheitssystems erfolgen. Die entstehenden Kosten würden durch einen von der Stadt bereitgestellten Fonds übernommen. Dadurch wäre eine, an der Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen orientierte, Gesundheitsversorgung sichergestellt. Zudem würden durch Prävention und frühzeitige Behandlung schwere Krankheitsverläufe und die dadurch anfallenden Kosten vermieden. In anderen Städten, wie zum Beispiel Bremen, München oder Frankfurt/M, werden ähnliche Konzepte bereits seit einigen Jahren erfolgreich praktiziert. Der AK bedeutet auf kommunaler Ebene eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung benachteiligter Bevölkerungsgruppen. Zudem würde Göttingen durch dessen Umsetzung ein bundesweites Signal setzen, das sich gegen die seit Anfang der 90-iger Jahre bestehende, diskriminierende Ausländer-, und Asylpolitik des Landes und des Bundes richtet. Langfristig ist jedoch eine Integration in die Regelversorgung auf Bundesebene anzustreben. Weitere Informationen zum Konzept des AK und der Medizinischen Flüchtlingshilfe Göttingen e.V. unter: www.mfh-goe.org 1)
"Übermittlingsverbot" laut Absatz 88.2 der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift
zum AufenthG 2009
Umsetzung des Konzepts Anonymer Krankenschein in Göttingen gefordert 11.3.11
/ Seit Jahren leistet die Medizinische Flüchtlingshilfe eine notwendige soziale
Arbeit auf freiwilliger Basis. Seit 2005 wird gefordert, dass sich auch die Stadt
Gedanken darüber macht, wie das Problem gelöst werden soll, dass kranke
Flüchtlinge ohne Aufenthaltspapiere quasi ohne ärztliche Versorgung
bleiben, weil sie Angst haben evtl. abgeschoben zu werden. In einigen Städten
wurde inzwischen ein Konzept entwickelt nach dem diese Menschen einen "anonymen
Krankenschein" erhalten. Wer Gefahr läuft abgeschoben zu werden, traut sich nicht zum Arzt "Weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht. Sie verlassen Ihre Heimat um Krieg, Unterdrückung, wirtschaftlicher Ausbeutung und Perspektivlosigkeit, Verwehrung der grundlegendsten Menschenrechte oder Naturkatastrophen zu entgehen. Migration und Flucht sind ein globales Phänomen mit globalen Ursachen. Die medizinische Flüchtlingshilfe ist bundesweit vertreten und versucht sich insbesondere der Menschen anzunehmen, die in Deutschland keinen gesicherten Zugang zur Gesundheitsversorgung haben, weil Sie papierlos sind oder keine Krankenversicherung haben. Prinzipiell würde der Staat für Behandlungskosten aufkommen, nur leider schafft das Deutsche Ausländerrecht eine Situation, in der Betroffene gefährdet sind an die Ausländerbehörde gemeldet und damit potenziell abgeschoben zu werden. Solange die medizinische Behandlung mit der Gefahr der Abschiebung verbunden ist, werden viele aus Angst keine medizinische Versorgung in Anspruch nehmen. Wir stellen einen anonymen und diskreten Kontakt zu vertrauenswürdigen Ärzten und Krankenhäusern her, Begleiten zu den Arztterminen und versuchen aufkommende Kosten zu decken. Besonders problematisch sind Patienten, die eine psychologische Betreuung brauchen, um beispielsweise Traumata während der Flucht oder dem Herkunftsland zu verarbeiten, denn es ist äußerst schwierig eine lang andauernde Verbindung zu einem Psychologen in der jeweiligen Muttersprache herzustellen. Auch Schwangere bedürfen einer längeren Betreuung und gerade Ihre Kinder werden in einer rechtlich und sozial sehr unsicheren Situation geboren. Die Arbeit der medizinischen Flüchtlingshilfe setzt bei konkreter Hilfe an. Wir vergessen trotzdem nicht, dass unser Bemühen am Ende einer langen Kette von Faktoren ansetzt, die zu dieser schwierigen Situation geführt haben. In der Hoffnung, dass irgendwann die politischen Bedingungen derart verändert werden, dass unsere Arbeit nicht mehr notwendig ist, versucht das Medinetz in Deutschland auch politische Entscheidungen zu beeinflussen, um für eine gerechte Versorgung aller Bedürftigen unabhängig vom Aufenthaltsstatus zu sorgen. Gesundheitsversorgung jetzt – Für Alle." Gesundheitsversorgung für Menschen ohne Aufenthaltspapiere 11.10.09 / Die Initiative „Gesundheitsversorgung für alle“ besteht aus einer Gruppe von Leuten aus verschiedenen Bereichen, die die prekäre soziale Situation von Flüchtlingen ohne sicheren Aufenthaltsstatus problematisiert und die Stadt Göttingen dazu aufruft Lösungen auf kommunaler Ebene zu entwickeln. (...) Seit dem Frühjahr 2005 wurden Gespräche mit den Stadtratsfraktionen und dem Sozialausschuss geführt, um die Stadt verantwortlich in die Versorgung mit einzubeziehen. Als Ergebnis wurde schließlich am 12. Mai 2006 ein Ratsbeschluss verabschiedet, mit dem sich die Stadt Göttingen dem bundesweiten Aufruf „Manifest Illegale Zuwanderung" des Katholischen Forums „Leben in der Illegalität“ anschließt. Neben diesem Bemühen, langfristig auf politischer Ebene grundsätzliche Lösungen zu finden, wird durch die Medizinische Flüchtlingshilfe Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus und ohne Krankenversicherung konkrete Hilfe angeboten, indem eine ärztliche Behandlung vermittelt wird. Neben einer guten Zusammenarbeit mit mehreren niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten konnten in letzter Zeit erfreulicherweise auch mehrfach stationäre Behandlungen und Operationen organisiert werden. ( nach dem Text und mit Zitaten der Medizinische Flüchtlingshilfe e.V.) Aktionstag:
Protest gegen "World Health Summit" 17.10.2009
/ Auf dem Bahnhofsvorplatz und in der Innenstadt fanden u.a. ein Straßentheater
und Informationen über den Gipfel und Probleme bei der Gesundheitsversorgung
von Migrant/innen. Dies erfolgt aus Anlass des sogenannten "World Health
Summit", der vom 16.-18. Oktober in Berlin stattfindet, Der Protest stützt
sich auf ein breites Bündnis u.a. aus Organisationen von Mediziner/innen
wie IPPNW und dem Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte, entwicklungspolitischen
Organisationen wie dem Evangelischen Entwicklungsdienst, Gewerkschaften und Flüchtlingshilfen.
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12.6.08/ Text: Integrationsrat Göttingen Die Zahl der Asylwiderrufsverfahren steigt stetig an und wird durch die Fristsetzung im EU-Richtlinienumsetzungsgesetz im Jahr 2008 einen neuen Höhepunkt erreichen. Bis April diesen Jahres wurden vom Bundesamt für Migration über 12.000 Widerrufsverfahren eingeleitet. Betroffen sind grundsätzlich anerkannte Flüchtlinge aus allen Verfolgerländern, aktuell sind Flüchtlinge aus der Türkei besonders betroffen. Widerrufsverfahren haben den Entzug des Flüchtlingsstatus zum Ziel. Informationsveranstaltung zum Asylwiderrufsverfahren Referent: Rechtsanwalt Bernd Waldmann - Stocker Donnerstag, den 19. Juni 2008 um 17.00 Uhr Ratssaal, Neues Rathaus, Hiroshimaplatz 1-4 Widerrufsverfahren
bei anerkannten Flüchtlingen Widerrufsverfahren
des Bundesamtes in der Praxis
Prüfung
auf Anfrage der Ausländerbehörden
Wann
kommt ein Widerruf in Betracht? Was ist zu
tun? |