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Rosdorfer Baggersee

Bilder vom Baggersee
Gemeinnützige Aneignung gegen Besitzrechte
Gemeinschaftsaktion gegen Müll am Baggersee
Vorsicht beim Baden

> Ziegelsee (Grone) in der Nähe vom Baggersee

> Wendebachstausee
> Seeburger See
> Kinder im Schlammbad an Baggersee
> Unsoziale Schwimmbadpreise

Bilder vom Baggersee


Rosdorfer Baggersee im Oktober, im Sommer ist hier Hochbetrieb

Aufruf, unseren Baggersee sauber zu halten:
Abfall immer in Müllsäcke packen und an der Schranke ablegen

4.7.06 / 6.7.2010 / Bereits 2005 fragte jemand im GOEST-Forum "Gibt's Leute, die bereit wären bei einer Müllsammelaktion am Rosdorfer Baggersee mitzumachen? Falls ja, bitte hier posten, um ggf. einen Termin etc. zu vereinbaren." und es antwortete jemand "Gute Idee, weil mir der See gefällt, würde ich mitmachen." Am 4.7.06 kam jemand auf diese Bemerkung zurück und schrieb: "Ich weiss nicht, ob es zu der Good-Will Aktion gekommen ist im letzten Jahr, aber der See sieht aktuell aus wie eine Müllhalde. Traurig, dass es Menschen nicht selbstorganisiert hinkriegen, einen netten Ort als solchen zu erhalten. Aber nicht nur meckern, was kann mensch tun? Vielleicht Müllsäcke auslegen am zentralen Ort? Mit Aufklebern aufmerksam machen? Und vor allem auch fremden Müll auf dem Rückweg mitnehmen? Vielleicht gibt´s ja noch Ideen. Rückmeldungen wären toll! "

Seitens der GOEST-Redaktion haben wir diese Idee aufgenommen, bei der Stadtreinigung Göttingen angerufen und gefragt, ob sie eine solche Aktion unterstützen würden, schließlich ergäben sich bei diesen Temperaturen auch Gesundheitsgefährdungen wenn der Müll da länger rumliegt. Wir möchten dazu aufrufen, dass die Baggersee-BesucherInnen Müllsäcke mitnehmen, Müll einsammeln und vorne an der Schranke zum Abholen deponieren. Die Müllabfuhr sollte dann aber diese Eigeninitiativen unterstützen und die Säcke abholen. Auf unsere Anfrage erreichte uns am selben Tag eine Mail mit folgendem Inhalt: "Sehr geehrte Damen und Herren, selbstverständlich werden wir die Person bei ihrer Reinigung des Kiessee-Umfeldes unterstützen. Wir können Abfallsäcke zur Verfügung stellen und würden die gesammelten Abfälle natürlich an vereinbarten Stellen abholen. (..)." Kurz darauf jedoch eine zweite Mail in der es hieß: "Sehr geehrte Damen und Herren, leider ist uns bei der Weiterleitung der telefonischen Anfrage zu spät aufgefallen, das es sich nicht um den Göttingen Kiessee, sondern um den Rosdorfer Baggersee handelt. Dort können wir leider nicht unterstützend tätig werden, da wir im Landkreis keine Berechtigung zur Abfuhr von Abfällen besitzen. Mit freundlichen Grüßen "

Also haben wir uns an den Landkreis gewendet: Da erklärte man sich bereit, den Müll abzutransportieren, wenn er in Säcken an der Schranke am See abgestellt wird.
Es bleibt also beim Vorschlag, Badende sollen Müllsäcke mitnehmen, einsammeln und an den Schranken ablegen. Soweit so gut - jetzt müssen die Leute nur ein wenig mithelfen.

 

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Schranken unmittelbar am See - Hier können Müllsäcke deponiert werden.

Die Schranken an den anderen vorgelagerten Zufahrten sind zu begrüßen, da sie Autos fernhalten.

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Autos an den vorgelagerten Straßen abstellen! Das Gebiet ist Wasserschutzgebiet und die Zufahrten sind für Kfz gesperrt - also die Durchfahrtsverbote beachten und an den ersten Schranken Autos parken bzw. noch besser: mit dem Fahrrad hinfahren.

Der Baggersee ist von Göttingen aus mit dem Rad erreichbar über den Kiessee weiter Richtung Rosdorf

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Der idyllische Anblick muß ergänzt werden um herumliegende Bierdosen, Hunde allerorten, Leute, die meinen sie müßten unbedingt mit Auto oder Motorrad direkt ans Wasser fahren und Angler, die den See gepachtet haben und sich über das Baden dort schwarzärgern, aber sonst ist es ganz schön :-)

 

Rund um den See sind Trampelpfade, die auf der Westseite langsam zuwachsen
Beliebte Badestelle - hier im Herbst

Beliebte Badestelle - hier im Herbst

 

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Hier eine Gruppe, die mit Stäben und Bällen jongliert.

 


Also nochmal: Müll in Müllsäcke und an die Schranke bringen!
Zurückgelassener Müll am Baggersee ...

 

Vielleicht auch mal einen Müllsack zum weitergeben mitnehmen, um ihn den Leuten die rummüllen einen Müllsack in die Hand zu drücken.

 

Gemeinnützige Aneignung gegen Besitzrechte
"Was wir brauchen müssen wir uns nehmen"

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Pfahl mit dem Hinweis: "Baden verboten". Das juckt niemanden hier. Es wurde sogar schon einmal versucht, durch die Bepflanzung mit Dornenhecken und dem Verspannen von Stacheldraht vor der Badesaison Fakten zu schaffen und den Zugang zum See zu verhindern.

Aber die Seeliebhaber schafften ebenso Fakten und rissen den ganzen Kram wieder weg.

 

Geschichte der Aneignung des Rosdorfer Baggersees

zuerst veröffentlicht in Göttinger Drucksache Nr. 20, 25.4.1991 / mit freundlicher Genehmigung des Autors sei hier an diese Geschichte erinnert:

Stacheldraht und Dornenhecken am Rosdorfer Kiessee

"Die nächste Badesaison am Rosdorfer Baggersee dürfte für viele mit einer Überraschung verbunden sein. - Denn ausgerechnet auf den Liegewiesen am Seeufer wurden zwischenzeitlich ca. 2000 Dornensträucher - gepflanzt. Auch wurden dort dutzende von Eisenstangen in den Boden gerammt und mit Stacheldraht verbunden, sodass die Dornensträucher parzellenmäßig mit Stacheldraht eingezäunt sind.
Die Drucksachen-Redaktion hatte von diesem Vorgang erfahren und sogleich eine Ortsbesichtigung durchgeführt. Es wurde offensichtlich ganz gezielt an den Stellen der Zugang zum Wasser versperrt, wo Gras wächst und Liegemöglichkeiten sind. Das ganze sieht nach einem barbarischen Akt zum Zwecke der Zerstörung eines Erholungsgebietes aus. Nach unseren bisherigen Recherchen ist für diese Maßnahmen ein Anglerverein verantwortlich, der den Rosdorf er Baggersee fürs Angeln gepachtet hat und nun meint, er könne sich über die Interessen all derjeniger hinwegsetzen, die hier im Sommer baden wollen. Weil klar war, dass sich die Leute nicht durch eine Schild mit der Aufschrift ,,Baden verboten" abhalten lassen, wurde zu Dornenhecken und Stacheldraht gegriffen.Und alles nur, damit die Angler den Fischen dort seelenruhig einen Haken in die Backe reißen können.

Bei der Ortsbesichtigung konnten wir allerdings auch feststellen, dass inzwischen ca. 100 Dornen-sträucher schon wieder aus dem Boden herausgezogen worden sind und nun dort vertrocknen. An mehreren Stellen ist auch der Stacheldraht bereits wieder entfernt worden. Bei den Eisenstangen hatten es die anonymen "LandschaftsgärtnerInnen" wohl schwerer, weil die ziemlich fest im Boden sitzen; so lag lediglich eine der Stacheldrahthaltestangen flach. Offensichtlich haben einige Leute aus Empörung über die Behinderung bzw. Verhinderung zukünftiger Badefreuden zur Selbsthilfe gegriffen, um wenigstens an einigen Stellen den Zugang zum Wasser freizuhalten. Dies konnte ihnen sicher nur deshalb gelingen, weil die Dornensträucher noch relativ klein sind und noch nicht zu einem dichten Gestrüpp zusammengewachsen sind. Wenn die Sträucher erst einmal soweit kommen sollten, dann würden die Liegewiesen und Uferzugänge wohl auf lange Zeit durch Dornen und Stacheldrahtgestrüpp unbrauchbar qemacht und der Zugang zum Wasser bleibe versperrt."

Einsamer Angler am Rosdorfer Baggersee Oktober 2005

Daraufhin ein Leserbrief in Göttinger Drucksache Nr. 20 25.4.1991

"Leserlnnenbrief / Hey Leute? Ihr habt Anfang April von der Entpflanzungsaktion am Rosdorfer Baggersee berichtet. Leider waren Eure Recherchen dazu äußerst luschig = schlampig. Richtig ist, dass AnglerInnen, genauer gesagt der "Sport- und Angelverein Göttingen" das dornige Gestrüpp da gepflanzt haben. Deswegen sollten sie noch lange nicht Zielscheibe unseres Zornes sein, denn sie sind durch ihren Pachtvertrag zum Pflanzen verpflichtet. Das Grünzeug bekommen sie vom Verpächter gestellt, der ist durch einen Rekultivierungsplan - welcher beim Landkreis liegt - dazu verpflichtet. Interessant dabei: sowohl AnglerInnen als auch der Kiesgrubenpächter finden den Badebetrieb prinzipiell in Ordnung. dass die eine oder andere Anglerin vielleicht doch mit Laune die Liegewieseverhinderungspflanzen setzt, könnte daran liegen, dass der Angelverein jeden Herbst den Seerand saubermacht und säckeweise Badegästemüll abtransportiert. Und Syphschweine am See gehn mir genauso auf'n Senkel wie die Hundemeuten oder die Breitärsche, die mit ihrem Auto direkt ans Wasser fahren. Kurzum: Anglerlnnen und Kiesgrubenpächter sind keine GegnerInnen, sondern eher Verbündete, wenn's darum geht, da noch weiter baden zu dürfen. dass sie von sich aus nix unternehmen, ist aufgrund ihrer Interessenlage klar, das müssen wir Badehonks (was iss das nu' wieder? fragt sich die Setzerin) schon selber geregelt kriegen. So'ne Entpflanzungsaktion ist dazu ,n wichtiger Schritt, die Berichterstattung darüber ebenso, bloß sollte sie korrekt sein, sonst kann sie nach hinten losgehen. Der Baggersee liegt übrigens auf ,nem Flurstuck mit dem schönen Namen ,,Himmelseich"; laßt uns paradiesische Zustände schaffen."

 

Vorsicht beim Baden wenn das Wasser noch zu kalt ist

8.5.08 / Polizeibericht,der den See einen "Teich" nennt: "Beim Baden in einem Kiesteich bei Rosdorf (Kreis Göttingen) ist am Donnerstagabend (08.05.08) gegen 17.50 Uhr ein Mann aus Göttingen vermutlich tödlich verunglückt. Wie ein 18 Jahre alter Zeuge gegenüber der Polizei angab, ging der Göttinger kurz hinter ihm an der Westseite des Sees ins Wasser. Nach rund zehn Meter ging der Mann plötzlich aus noch unbekannten Gründen unter. Der 18-Jährige versuchte noch vergeblich, den Schwimmer zu finden. Im Rahmen der sofort eingeleiteten Suchaktion wurde der Mann gegen 19.20 Uhr von einem Taucher der Freiwilligen Feuerwehr Northeim in rund zehn Metern Tiefe entdeckt und geborgen. Ein Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Der Leichnam wurde von der Polizei beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern an." In den Nachrichten des Stadtradio hieß es: "Nach Informationen der Kreisfeuerwehr befanden sich unter den persönlichen Gegenständen des Mannes am Ufer unter anderem mehrere Flaschen Bier." Bei der Angabe des Radios, dass das Wasser 8 Grad kalt sei hat man sich aber wohl vertan - eher dürfte es 17 oder 18 Grad habe. Sollten die übrigen Angaben stimmen (an anderer Stelle hieß es, die Meldung von leeren Bierflaschen könne nicht bestätigt werden) dann deuten sie auf ein Kreislaufversagen infolge der Kombination von Alkohol und Kälteschock hin. Alkohol weitet die Blutgefäße so dass es bei relativ niedrigen Wassertemperaturen zB schon bei 20 Grad zu einem Kälteschock mit Herzstillstand kommen kann (>> mehr Infos). Die Berichte machen auch deutlich, dass an einigen Stellen das Ufer steil abfällt und schon nach kurzer Entfernung 10 Meter tief ist.