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Politik für Menschen mit Behinderungen

Behindertenbeirat Rathaus Hiroshimaplatz 1-4, 37083 Gö. , behindertenbeirat@goettingen.de freitags 10 bis 11.30 Uhr, 1. OG, Zimmer 139, Tel. 400-2159, Fax unter 0551 / 400-2393
Behindertenkoordinatorin Frau Freyjer Neues Rathaus, Zimmer 139 | 1. OG , Telefonnummer 400-2176 und die Sprechzeiten Mo, Di, Mi: 14-15.30 , Do, 14-16 Uhr.

Behindertenbeirat , Behindertenbeauftrager
Inklusion (Bildungssystem / Sport )
Konflikt um die Schulweg-Sonderbeförderung
Barrierefreiheit
Persönliches Budget
Frühkindliche Bildung und Entwicklung
Behindertenpolitik in Niedersachsen
Workshop: Persönliche Zukunftsplanung
Schwimmgruppe SHK , Ausfahrten der SHK
Blindengeld
Tagung : Euthanasie / Bioethik
Schluß mit der Mitleidsmasche!

> Schwerhörige und Gehörlose
> Behinderung und berufliche Integration
> Schulische Integration 
> Christophorushaus

>> Selbsthilfe Körperbehinderter SHK
>>
Behindertenbeauftragter Ndsn


Vollversammlung der Menschen mit Behinderung in Göttingen

Am 28.6.07 im Neuen Rathaus u.a. zum Thema "Schulbildung der Menschen mit Behinderung"

der Vertreter Landesschulbehörde in Göttingen, Ulrich Engelhard in der Nikolaistraße 29 blockiert solche Bestrebungen . Siehe dazu >>"Landesschulbehörde blockiert"


Behindertenbeirat

Behindertenbeauftrage im Landkreis und der Stadt

Die Sprechstunde des Beirats finden jeden Freitag von 10.00 bis 11.30 Uhr, die Sprechstunde der AG Bau/Verkehr an jedem 1. Mittwoch im Monat von 10.00 bis 11.30 Uhr in Zimmer 139, 1. OG, Neues Rathaus, statt. Erreichbar ist das Büro von 9.00 bis 13.00 Uhr unter Tel./Fax: 0551 / 400-2159, sowie unter der E-Mail-Adresse: behindertenbeirat@goettingen.de.

Der Behindertenbeirat Göttingen setzt sich für die Interessen der Menschen mit Behinderungen ein und vertritt diese gegenüber Öffentlichkeit, Politik, Gesellschaft und Verwaltung, tagt viermal im Jahr öffentlich und organisiert Arbeitsgruppen zu den Themen Bau/Verkehr, Arbeit, Wohnen und Frauen. Die Mitarbeit in den Arbeitsgruppen steht allen interessierten Menschen offen.

Vorstand des Behindertenbeirats
19.9.06 / Während der konstituierenden Sitzung des neuen Behindertenbeirats am , 14. September 2006, wurde der Vorstand neu gewählt. Als Vorsitzender wurde erneut Christian Herwig gewählt. In ihrer Position als stellvertretende Vorsitzende wurde Regine Rohmann bestätigt. Ebenfalls wieder gewählt als Kassenführer wurde Wolfgang Peter. Auf Beschluss des Behindertenbeirats Göttingen wurden außerdem Carmen Franz als Leiterin der AG Arbeit und Regine Rohmann als Leiterin der AG Bau/Verkehr bestätigt. Die AG Wohnen wurde während der Sitzung neu gegründet und wird fortan geleitet von Ina Schulz und Udo Thon. Alle Arbeitsgruppen rufen interessierte Menschen in Göttingen dazu auf sich an ihrer Tätigkeit zu beteiligen, um die Belange von Menschen mit Behinderungen noch besser vertreten zu können. Während der Sitzung wurde zudem die besondere Wichtigkeit der AG Wohnen betont, da es in Göttingen vor allem an großen barrierefreien und gleichzeitig bezahlbaren Wohnungen mangelt. Dies führt vor allem bei Familien mit mehreren Kindern mit Behinderungen zu unhaltbaren Wohnsituationen.


Wolfgang Peter, Behindertenbeauftragter Landkreis Göttingen (ehrenamtliche Aufgabe), Vorstandsmitglied der SHK, Mitglied im Behindertenbeirat der Stadt


Christian Herwig, Vorsitzender des Behindertenbeirates der Stadt Göttingen und Vorstandsmitglied bei der SHK

Förderverein Behindertenbeirat Göttingen e. V. gegründet
Zur Unterstützung des Behindertenbeirats einige seiner Mitglieder den Verein "Förderverein Behindertenbeirat Göttingen e. V." gegründet. Vorsitzender des Vereins ist Dieter Wallbrecht vertreten durch Dr. Wolfgang Schmidt. Kassiererin des Vereins ist Carmen Franz. Die Ziele des als gemeinnützig anerkannten Vereins sind die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Göttingen über die Belange von Menschen mit Behinderung zu informieren, gemeinsam mit dem Behindertenbeirat bestehende Vorbehalte und Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung durch sachgerechte Aufklärung abzubauen sowie jungen Menschen mit Behinderung durch Qualifizierung zu ermöglichen. Steuerlich absetzbare Spenden. Konto 138594 bei der Sparkasse Göttingen (BLZ: 26050001) an. Ansprechpartner des Vereins ist Dieter Wallbrecht (Tel. 0551/42714), Friedländer Weg 60, 37085 Göttingen.

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Hilfe für Menschen mit Behinderung bei der Benutzung der Stadtbibliothek

2.5.11 / Die Medienboten werden behinderte Mitbürger/innen beim Besuch der Stadtbibliothek oder ihrer Zweigstellen begleiten, Türen öffnen, Medien aus dem Regal holen und bei der Recherche im Katalog helfen. Wer gar nicht in die Bibliothek kommen kann, wird zu Hause besucht, um zu besprechen, welche Medien von Interesse sind. Die Medienboten leihen diese Medien dann aus und liefern sie "ihren" Nutzern nach Hause, um sie nach der vereinbarten Zeit wieder abzuholen und in die Stadtbibliothek zurückzubringen. Die Göttinger Medienboten arbeiten ehrenamtlich und werden für diesen Einsatz von der Stadtbibliothek geschult und unterstützt. Das Projekt wird ehrenamtlich koordiniert von Dr. Rainer Neef. Wer dieses Angebot als Nutzer/in in Anspruch nehmen möchte oder sich für die Tätigkeit des Medienboten interessiert, kann mit dem Koordinator telefonisch unter 0551 / 79 37 42 oder per E-Mail unter stabigoe@goettingen.de Kontakt aufnehmen.

 

Inklusion

Inklusives Bildungssystem

7.4.11 / Inklusion ist die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung. D.h. gemeinsame Schulen und gemeinsame Klassen, oder z.B. Fussball mit gemischten Mannschaften.
Am 8. April 2011, Fachleute aus ganz Niedersachsen in Hannover zu einer Tagung zusammen. Text des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, Karl Finke: " Nach Artikel 24 des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen erkennen die Vertragsstaaten das Recht von Menschen mit Behinderung auf Bildung an und damit die Gewährleistung eines inklusiven Bildungssystems auf allen Ebenen. Diese UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet auch Niedersachsen, ein inklusives Schulsystem zu schaffen. Der Anspruch stellt die Niedersächsische Bildungspolitik vor große strukturelle und pädagogische Herausforderungen. Mit der Fachtagung soll ein Beitrag zur Strukturierung der Inklusionsdebatte und zur Orientierung der politischen Entscheidungsfindung in Niedersachsen geleistet werden. Dazu wird eine der führenden Inklusionswissenschaftlerinnen in Deutschland, Frau Professor Dr. Jutta Schöler, zum Thema „Auf dem Weg zur Inklusion in der Schule“ referieren. Aus Sicht des Niedersächsischen Kultusministeriums wird Herr Dr. Peter Wachtel zum Thema „Perspektiven der Umsetzung des Art. 24 UN-Behindertenrechtskonvention“ Stellung nehmen. Zu der Tagung werden zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden, Elterninitiativen, Schule usw. erwartet."

Inklusives Fußballturnier der Göttinger Werkstätten

7.4.11 / Am 2.4.11 fand in der Sporthalle Diemarden ein Fussballturnier für Menschen mit und ohne Behinderung. Teilnahme als Mannschaft z.B. mit Angehörigen, Freunden (männlich und weiblich, mit und ohne Behinderung Bis zu 8 Teams, bestehend aus 6 Spielern je Team (1 Torhüter, 5 Feldspieler und bis zu 4 Ersatzspielern), konnten an diesem Turnier teilnehmen. Im Vordergrund des Turniers standen Spiel, Sport, Spaß und das gemeinsame Erleben. Die VeranstalterInnen fanden es wichtig, auch Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben Ihren Lieblingssport auszuüben und ihre individuellen Fähigkeiten zu fördern. Auch wenn nicht alle Pässe ans Ziel kommen - in Sachen Motivation und Ehrgeiz könnte sich so mancher Profi von unseren Spielern eine Scheibe abschneiden. Im Vorfeld hatten bereits sechs Teams zugesagt: Göttinger Werkstätten, Wohnstätte Zietenterrassen, Oase Clausthal Zellerfeld, Förderschule Deensen, Tagesstätte Trialog, Lebenshilfe Worbis. Anmeldungen können telefonisch oder schriftlich per Email, Fax oder Post erfolgen an:
Kontakt: Göttinger Werkstätten gemeinnützige GmbH Wohnstätte Zietenterrassen Stefan Kurth Ehrengard-Schramm-Weg 15, 37085 Göttingen : s.kurth@goe-we.de Telefon: 0551 - 307 36 14 Fax: 0551 307 36 10

"Inklusion beginnt im Kopf"

6.5.11 Kultur-, Spielfest und Informationsmesse auf dem KAZ-Platz Aktionstag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung unter dem Motto "Inklusion beginnt im Kopf Aktionstages hat die Selbsthilfe Körperbehinderter in Zusammenarbeit mit den Göttinger Werkstätten, dem Behindertenbeirat, dem Christophorushaus und der Lebenshilfe eine Informations- und Aktionsveranstaltung auf dem Wochenmarktplatz geplant. Unter dem Motto "Inklusion beginnt im Kopf", initiiert von der Aktion Mensch, stellen sich über 20 Einrichtungen vor und stellen ihren Beitrag zu einer inklusiven Gesellschaft vor. Neben Informationen wird es ein abwechslungsreiches Kulturprogramm geben mit verschiedenen Bands, Tanz- und Breakdancevorführungen, sowie Mitmachaktionen wie Rollstuhlparcours, Fühlstraße, testen taktiler Leitsysteme usw > ... goest-Seite Menschen mit Behinderung

 

 

Persönliches Budget

Ab dem 1. Januar 2008 haben Menschen mit Behinderungen ein Recht auf das "Persönliche Butget". diese Leistungsart ist für die meisten Menschen noch ein Buch mit sieben Siegeln; sowohl für die Berechtigten als auch für die BeraterInnen in den Vereinen und Verbänden der Wohlfahrtseinrichtungen. Die Selbsthilfe Körperbehinderter bietet am 8. Januar einen Grundkurs zum "Persönlichen Butget" für BeraterInnen an: Im Mittelpunkt des Seminars stehen die Rechtsgrundlagen entsprechend der Sozialgesetzgebung. InteressentInnen aus gemeinnützigen Einrichtungen und Vereinen wenden sich an Frau Werner, Tel.: 5473312 oder unter shk-goe@web.de. Das Seminar findet statt in Zusammenarbeit mit dem Paritätischen Göttingen sowie dem Verein niedersächsischer Bildungsinitiativen.

Zum 1. Januar 2008 endet die Erprobungsphase des Persönlichen Budgets und es wird von einer Kann- zu einer Pflichtleistung. Beim Persönlichen Budget handelt es sich nicht um eine neue Leistung der Sozialgesetzbücher für Menschen mit Behinderung, sondern um eine andere Form der Leistungserbringung. Auf Antrag können sich Menschen mit Behinderung ab dem 1. Januar 2008 Leistungen der Kostenträger direkt auszahlen lassen und mit diesem Geld entsprechende Leistungserbringer frei auswählen. Da noch viele Fragen zu Persönlichen Budget offen sind, veranstaltet der Göttingen eine öffentliche Tagung hierzu.Nach einem Grußwort von Frau Dr. Schlapeit-Beck, Sozialdezernentin der Stadt Göttingen, referieren Frau Elke Bartz vom Forum selbstbestimmter AssistenznehmerInnen (ForseA) und Herr Werner Lukas-Nülle vom Landkreis Osnabrück (Modellregion des Persönlichen Budgets) über Zielsetzung, Geschichte und Umsetzungsmöglichkeiten des Persönlichen Budgets. Außerdem sollen mögliche Verbesserungen für Menschen mit Behinderung, die mit dem Persönlichen Budget verbunden sein könnten, diskutiert werden.Während der Tagung haben die Anwesenden die Möglichkeit, den Referenten Fragen zum Persönlichen Budget zu stellen. Zur Unterstützung gehörloser Menschen wird voraussichtlich ein Gebärdensprachdolmetscher anwesend sein.

17.3.09 / Das Büro des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen gibt weiterführende Hinweise zum Budget für Arbeit: Das Budget für Arbeit kann natürlich auch beantragt werden, wenn die/der Werkstattbeschäftigte noch keinen Arbeitgeber gefunden hat. In diesem Fall prüft das zuständige Sozialamt und beauftragt ggf. den zuständigen Integrationsfachdienst. Da es in diesem Punkt in letzter Zeit einige Unsicherheiten gegeben hat, haben wir das Muster eines Antrages und den dazuge- hörigen Entwurf einer Zielvereinbarung im Internet (www.behindertenebauftragter-niedersachsen.de) unter der Rubrik "Budget für Arbeit" veröffentlicht. Wir empfehlen, beides an das zuständige Sozialamt zu schicken.

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Tätigkeitsberichte des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen

11.12.09 / In Anlehnung an die UN-Behindertenrechtskonvention fordert er seit Jahren Teilhabe und Mitbestimmung für behinderte Menschen ein. Behindertenpolitik könne nur in Kooperation mit behinderten Menschen wirkungsvoll sein, so Finke. Im Tätigkeitsbericht 2009 z.B. findet man u. a. Themen aus den Bereichen Erwachsenenbildung, Landesgleichstellungsgesetz als Ergebnis eines verbandspolitischen Engagements, aktuelle Vorhaben wie die gemeinsame Beschulung ,
das Budget für Arbeit , behinderungsbedingte Nachteilsausgleiche statt Sozialhilfeabhängigkeit .
Für das Jahr 2010 steht konkret die Überprüfung des Gleichstellungsgesetzes sowie ein, Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf Landesebene auf seiner Agenda, erklärt Finke.
Der Tätigkeitsbericht kann angefordert werden beim Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 2, 30159 Hannover. Weitere Infos unter www.behindertenbeauftragter-niedersachsen.de >>Homepage Der Landesbeauftragte

Frühkindliche Bildung und Entwicklung

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Karl Finke

Auf Einladung des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, Karl Finke, haben sich jetzt Fachleute sowie Mitglieder von Elterninitiativen und Verbänden aus ganz Niedersachsen bei einem Treffen des Round Table Integration mit der frühkindlichen Bildung und Entwicklung befasst. (Nach einer PM des Landesbeauftragen 3.11.08)

Das Anfang 2008 vom Land gegründete "Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung" (NIFBE) nahm an diesem Treffen teil und stellte seine Arbeit sowie die Möglichkeiten der Unterstützung vor. Hauptziel des Instituts sei es, als Koordinationsstelle die Bildungsinstitutionen landesweit zu vernetzen sowie regionale Netzwerke aufzubauen.


Dr. Holger Martens

Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung e.V.. In diesem Rahmen gehöt Göttingen zum >> Netzwerk "Südostniedersachsen" das von einer Abteilung der Hildesheimer Volkshochschule e. V. verwaltet wird. Im Abteilungsvorstand sind Dr. Margitta Rudolph (Universität Hildesheim) Prof. Dr. Maria Busche-Baumann (HAWK) Renate Pischky-Winkler (Stadt Hildesheim) und Hartwig Kemmerer (VHS Hildesheim) Im Beirat der "nifbe Südostniedersachsen" sind u.a. Sozialdezernent Göttingen und Dr. Martens , Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen, Göttingen vertreten.

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Persönliche Zukunftsplanung – (nicht nur) für Menschen mit Behinderungen
Vortrag: 4.5, 19.30 h , Geschwister-Scholl-Gesamtschule (KGS) Workshop: 5.5., 10 - 16 h

Veranstalter ist die 2006 gegründete Arbeitsgemeinschaft ‚Integration und Berufsperspektive’, ein Zusammenschluss von Lehrkräften der Integrationsklassen der Göttinger Gesamtschulen sowie der beiden Elterninitiativen ERIK Göttingen e.V. und EIFER e.V. Ziel ist die Entwicklung beruflicher Perspektiven für Jugendliche mit Behinderungen.
"Persönliche Zukunftsplanung" ist ein Konzept, das entwickelt wurde, um (nicht nur) behinderte Menschen bei der Entwicklung eigener Zukunftsperspektiven zu unterstützen. Dabei sind z.B. folgende Fragen für die planende Person hilfreich: Wer bin ich eigentlich? Was kann ich gut? Welche Träume habe ich? "Mein Leben, das ist ein Bild, an dem ich male!" "Wenn man im Leben etwas verändern oder sich einen Wunsch erfüllen möchte, dann hilft es dafür einen Plan zu schmieden und aktiv zu werden. Das muss man aber nicht alleine tun, sondern kann sich Unterstützung von Menschen holen, die einem wichtig sind und denen man vertraut." Die Methodentrickkiste wird in einem Vortrag erläutert.
Der anschließende Workshop richtet sich an junge Menschen mit Behinderung, die eine Zukunftsplanung für sich machen möchten. Zielgruppe sind junge Menschen mit Behinderung, Eltern, Lehrkräfte, ErzieherInnen, EinzelfallhelferInnen, MitarbeiterInnen von Einrichtungen. Der Workshop wird von Dipl.Behindertenpädagogin Carolin Emrich, Mitarbeiterin des Integrationsfachdienstes Bremerhaven, freiberufliche Seminarleiterin für "Persönliche Zukunftsplanung" und Henrik Nolte, Kassel, durchgeführt werden.

Weitere Informationen sowie Anmeldung zum Workshop am 5.05.07 bei: ERIK e.V. c/o J. Hindahl, Am Rischen 74, 37083 Göttingen (hinschufam@web.de) s. auch www.erikweb.de oder www.eifer-ev.de Anmeldeschluss für den Workshop: 27. April 2007 - Vortrag/Eintrittt 3 € (Erm. möglich). Um Spenden wird gebeten. Der Workshop kostet pro Familie 30 €, auch hier ist eine Ermäßigung möglich.

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Barrierefreiheit

Verwaltungsrat einigst sich auf Barrierefreiheit am Alten Rathaus

7.4.11 / Einigung wurde am Montagabend auch zur künftigen Barrierefreiheit im Alten Rathaus erzielt. Noch in diesem Jahr sollen die Erweiterung des bestehenden Aufzugs in die Rathaushalle möglichst mit einem Ausgang zur südöstlichen Treppe und die behindertengerechte Sanierung der WC – Anlagen erfolgen. Der Standort für eine weiterführende Aufzugsverbindung zu den Ausstellungsräumen im 1. Obergeschoss, die in jedem Fall 2012 realisiert wird, ist noch einmal Gegenstand von Untersuchungen durch die Bauverwaltung.

Forderung des Behindertenbeirats Göttingen zur Barrierefreiheit

2010 / Der Behindertenbeirat Göttingen hat zur Schaffung von mehr Barrierefreiheit in Göttingen zwei Prioritätenlisten erstellt und diese bereits 2006, während der Vollversammlung der Menschen mit Behinderungen in Göttingen an Frau Dr. Schlapeit-Beck überreicht. Außerdem wurden die Listen an die Ratsfraktionen, Oberbürgermeister Danielowski, zahlreiche Ausschüsse und an die Kandidaten zur Wahl des Oberbürgermeisters übersendet. Ziel des Behindertenbeirats Göttingen ist es mit dem Rat bzw. der Stadt Göttingen Vereinbarungen über die Umsetzung der Prioritätenlisten zu schließen

Umbau von nicht barrierefreien öffentlichen Gebäuden der Stadt Göttingen
Gebäude Notwendige bzw. wünschenswerte Maßnahme(n)

1. Altes Rathaus Erreichbarkeit aller Ebenen (auch des Rathskellers) durch den vom Rat bereits geplanten Aufzug, barrierefreie Toiletten (7.4.11 - Fortschritt erzielt)
2. Amtshaus/Jobcenter Der vom Behindertenbeirat bereits gegenüber dem Jobcenter und dem Fachbereich Soziales geforderte barrierefreie Zugang (Die vorhandene Rampe ist zu steil und in einem sehr bedenkenswerten Zustand) sollte möglichst schnell umgesetzt werden, es besteht Unfallgefahr, barrierefreie Toiletten sind auch hier erforderlich
3. Städtisches Museum Einbau von Treppenliften und Aufzügen damit ein Zugang zu allen Ausstellungsebenen gewährleistet ist, sowie barrierefreie Toiletten
4. Neues Rathaus Barrierefreier Umbau der Aufzüge, Steigung der Rampe nach DIN 18024 / 18030 (neue DIN ab Herbst), barrierefreie Toiletten nach DIN 18024/ 18030
5. Städtische Bibliotheken Barrierefreier Zugang überall (auch in allen Zweigstellen) auf allen Ebenen (Der Aufzug im Treppenhaus der Zentralbibliothek entspricht nicht DIN 18024/ 18030 , er ist viel zu eng)
6. Junges Theater Bessere Zugänglichkeit z. B. durch eine Klingel ermöglichen, damit das Gebäude auch für Rollstuhlfahrer ohne Begleitperson erreichbar ist, barrierefreie Toiletten
7. Gesundheitsamt Vollständiger barrierefreier Zugang des Hauptgebäudes am Theaterplatz
8. Städtische Schuulen Barrierefreie Gestaltung
9. Städtische Bedarfsorientierte barrierefreie Gestaltung Kindertagesstätten
10. Außenstellen der Stadt verwaltung in den Ortsteilen - Allgemeine barrierefreie Gestaltung der Gebäude
11. Wahllokale Den Bürgern möglichst nur barrierefreie Wahllokale anbieten

Die Reihenfolge der aufgeführten Gebäude ist zugleich aus der Sicht des Behindertenbeirats die Reihenfolge der Dringlichkeit der Herstellung von Barrierefreiheit.

Liste nicht barrierefreier Gebäude, die nicht der Stadt Göttingen gehören, die jedoch durch städtische Zuschüsse gefördert werden, oder zu städtischen Gesellschaften gehören, jedoch ebenfalls nicht barrierefrei sind

1. Deutsches Theater Mehr und vor allem bessere Rollstuhlplätze (schräge Flächen und Flächen mit Pfeilern im Sichtfeld sind ungeeignet)
2. Badeparadies Eiswiese Damit insbesondere Menschen im Rollstuhl das Wasser erreichen können, ist die Anschaffung eines entsprechenden Lifters notwendig
3. Lumiere Sichere Gestaltung der Rampe durch eine gute Beleuchtung
4. Nebengebäude der Volkshochschule Barrierefreier Zugang zu allen Unterrichtsräumen

Schaffung von mehr Ampeln für sehgeschädigte Menschen

Die Ampeln an folgenden Orten sollten für sehbehinderte und blinde Menschen dringend nach der RiLsa (Richtlinie für Lichtsignalanlagen) blindengerecht umgerüstet werden.
1. Weender Tor Zugang zu Bereichen der Universität, in denen blinde und sehbehinderte Menschen arbeiten und studieren.
2. Groner Tor Wichtiger Übergang von der Südstadt zum Bahnhof.
3. Herzberger Landstr. Diese Fußgängerampel am Gesundheitsamt ist wichtig, um von der Albanikirche und von der Stadthalle die Bushaltestelle stadteinwärts, aber auch um das Gesundheitsamt selbst zu erreichen.
4. Kreuzung Hauptstr. Weende und Geismar Die Haltestelle "Hauptstr." wird von blinden und sehbehinderten Menschen aus ständig stark frequentiert, um zum Blindenverein Im Kolke zu gelangen. Blindengerecht gestalt werden sollten die Ampeln auf der Kiesseestr. an der Einmündung zur Hauptstr. und auf der Hauptstr. zwischen den beiden Haltestellen vor der Sparkasse.
5. Friedländer Weg / Geismar Landstraße Die Ampeln an dieser ohnehin unübersichtlichen Stelle sind für Blinde schlecht einzuhören, da die Übergänge zu nahe beieinander liegen. Alle Ampeln, die aus technischen Gründen nicht mit einem Auffindungston versehen werden können,sollten auf der Erde mit Bodenindikatoren versehen werden.

Barrierefreie Arztpraxen in Göttingen

7.4.11 / Für die Neuauflage des Stadtführers für Menschen mit Behinderung suchte der Behindertenbeirat Göttingen barrierefreie Arztpraxen und barrierefreie Krankengymnastikpraxen. Der Stadtführer aus dem Jahr 2004 sollte insgesamt aktualisiert werden und um die Bereiche Ärzte und Physiotherapie erweitert werden. Der Behindertenbeirat Göttingen bat darum, dass sich Ärzte und Krankengymnasten mit barrierefreien Praxen bei ihm melden. Zur Bestimmung des Grads an Barrierefreiheit werden Mitarbeiter des Behindertenbeirats die Räumlichkeiten ausmessen.
2011 hat der Behindertenbeirat Göttingen danach hat eine Liste über barrierefreie Praxen in Göttingen erstellt. Menschen mit Behinderung soll es so besser ermöglicht werden Ärzte und Therapeuten zu finden. Die Liste gibt Aufschluß über Stufen, Rampen, Aufzüge und Zugänglichkeit im allgemeinen. Außerdem sind barrierefreie Toiletten und gegebenenfalls spezielle Hilfen für Menschen mit Hörbehinderungen und Menschen mit Sehbehinderungen aufgeführt. Aufgelistet sind sämtliche Fachärzte, Zahnärzte, Logopäden, Psycho-, Physio- und Ergotherapeuten, die sich an der entsprechenden Umfrage des Behindertenbeirats beteiligt haben und ein gewisses Maß an Barrierefreiheit nicht unterschreiten.

Die Liste ist erhältlich im Büro des Behindertenbeirats. Öffnungszeiten: vormittags von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 9.00 Uhr -13:00 Uhr und Freitag bis 12:00 Uhr Tel.: 0551 / 400-2159, Fax: 0551 / 400-2393 .


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Selbsthilfe Körperbehinderter (SHK)

Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen e.V. + Neustadt 7 + 37073 Göttingen Tel.: 0551-54733-0 + Fax: 0551-5473315 e-mail: shk-goe@web.de homepage: www.shk-goe.de Ansprechperson: Annette Werner Durchwahl: 0551/54733-12

Schwimmgruppe der Selbsthilfe Körperbehinderter

3.4.07 / Jeden Montag von 16-17 Uhr findet die Schwimmgruppe für Menschen mit körperlichen Einschränkungen im Bewegungsbad Des Altenzentrums am Ingeborg-Nahnsen-Platz statt. Einmal im Monat, in aller Regel am letzten Montag im Monat, wird die Gruppe von einer Krankengymnastin angeleitet. Sie zeigt physiotherapeutische Bewegungsabläufe, die zum Teil auch in der Badewanne geübt werden können. Die Bewegung im warmen Wasser fördert die Erhaltung und Verbesserung der Körperfunktionen und ist so mit ein wichtiger Bereich der Gesundheitsvorbeugung. Dieses Projekt wird im Rahmen der Selbsthilfeförderung von der AOK finanziell unterstützt. Bei Bedarf organisiert die Selbsthilfe Körperbehinderter einen Rollstuhlbus zur An- und Abfahrt. Interessierte melden sich bitte unter der Tel.Nr.: 0551/5473312 bei der Selbsthilfe Körperbehinderter.

Ausfahrten der Selbsthilfe Körperbehinderter

7.4.09 / Einmal im Monat, von April bis Oktober, veranstaltet die Selbsthilfe Körperbe-hinderter eine Ausfahrt für Mitglieder und andere Interessierte. Die Fahrten finden in der Regel als Halbtagesfahrten statt, beginnen um 12.30 Uhr und enden um 18 Uhr. Die Ziele reichen vom Weserbergland bis in den Harz und sind in etwa 1-1,5 Stunden Busfahrt zu erreichen. Zum Transport steht ein Reisebus mit Hebebühne zur Verfügung, so dass RollstuhlfahrerInnen im Rollstuhl sitzend ohne Probleme mit-fahren können. Auch persönliche Hilfen wie den Rollstuhl schieben, Essen reichen usw. können organisiert werden. Selbstverständlich wird das Reiseziel zuvor auf Barrierefreiheit überprüft.

Das Ziel der ersten Ausfahrt in diesem Jahr wird Reinhardshausen sein im Waldecker Land und findet statt am Donnerstag, den 23. April. Wenn Sie Lust bekommen haben, mit zu fahren oder nähere Informationen wünschen, melden Sie sich doch bitte bei Annette Werner, Selbsthilfe Körperbehinderter, unter der Telefonnummer 0551/54733-12.

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Wahlprüfsteine des Behindertenbeirats

Die Veranstaltung "Wahlprüfsteine für Menschen mit Behinderungen" fand am Freitag, 9. September 2005, um 16.30 Uhr im Sitzungsraum des Altenzentrums Saathoffplatz, Saathoffplatz 1, 37083 Göttingen statt. Thomas Oppermann (SPD), Vera Wucherpfennig (CDU), Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) und Sabine Lösing (Ex-Vorstandsmitglied der WASG und Linkspartei/PDS) nahmen teil und stellten sich den Fragen:

  • · Werden Sie dafür sorgen, dass die Bundesrepublik Deutschland ein Antidiskriminierungsgesetz bekommt, welches die Belange von Menschen mit Behinderungen berücksichtigt?
  • · Welche Maßnahmen werden Sie ergreifen, um die schlechteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt und die extrem hohe Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderungen zu bekämpfen?
  • · Welche Alternativen werden Sie zu den Werkstätten für Behinderte schaffen?
  • · Werden Sie die Integration von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen in der Regelschule fördern und ausbauen?
  • · Werden Sie das persönliche Budget bzw. die selbstbestimmte Assistenz stärken?
  • · Räumen Sie in jedem Fall ambulanter Assistenz bzw. Betreuung Vorrang gegenüber stationärer Versorgung ein?
  • · Werden Sie die Selbstvertretung von behinderten Menschen verbessern und auch die Position von Behindertenbeauftragten und Behindertenbeiräten auf allen Ebenen stärken und fördern?
  • · Wie erreichen Menschen mit Behinderungen Ihre Partei vor Ort? Gibt es das Wahlprogramm auch barrierefrei? Wie haben Sie ihre großen Veranstaltungen hier in Göttingen organisiert, damit Menschen mit Behinderungen daran teilnehmen können?
  • · Wie stehen Sie zur Präimplantationsdiagnostik und der Frage der Legalität von Spätabtreibungen auf Grund einer Behinderung des ungeborenen Kindes ?
  • · Wie werden Sie sich zu Fragen der Stammzellenforschung, Genmanipulation und ähnlichen Dingen verhalten?
  • Existiert das Wahlprogramm der jeweiligen Partei für blinde und sehbehinderte Menschen auf Kassette und für Menschen mit so genannter geistiger Behinderung in leichter Sprache?

Moderator der Podiumsdiskussion ist Christian Judith, Mitglied der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL). Zur Bioethik hat im Nov. 2004 bereits eine Veranstaltung des Behindertenbeirates stattgefunden.

12.9.05 /
Altes Rathaus nicht behindertengerecht: Während der Podiumsdiskussion "Wahlprüfsteine für Menschen mit Behinderungen" forderte Thomas Oppermann (SPD) die Verlegung der Neujahrsempfänge des Oberbürgermeisters in die Stadthalle. Menschen mit Behinderungen würden durch den bisherigen nicht barrierefreien Veranstaltungsort Altes Rathaus ausgeschlossen und somit diskriminiert.
Antidiskriminierungsgesetz: Ebenso wie Thomas Oppermann setzten sich auch Jürgen Trittin (Grüne) und Sabine Lösing (Linkspartei.Die Linke) für ein Antidiskriminierungsgesetz ein, das auch Menschen mit Behinderungen berücksichtigt und somit über die Vorgaben der Europäischen Union hinausgeht. Die FDP werde, so Dirk Hempelmann, die Antidiskriminierung trotz bisheriger Ablehnung ebenfalls vorantreiben, eine Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen bei Versicherungen lehnte er ab. Vera Wucherpfennig (CDU) macht sich für ein Antidiskriminierungsgesetz stark, jedoch in abgeschwächter Form als von Rot-Grün gefordert, da ihrer Meinung nach bereits bestehende Gesetze ausreichten und weitere Vorgaben für die Wirtschaft Arbeitsplätze vernichten würden.
Arbeit Trittin forderte, dass erwerbstätige behinderte Menschen mit hohem Assistenzbedarf auf jeden Fall deutlich mehr Geld zur Verfügung stehen müsste, als wie bisher der Sozialhilfesatz. Auf Zuzahlungen der Betroffenen für ihre Assistenz könnte jedoch nicht ganz verzichtet werden. Wenn sich Arbeiten für Menschen mit Behinderungen aber überhaupt nicht lohne, schneide sich der Staat, so Trittin, ins eigene Fleisch. Dieser Forderung schloss sich Oppermann an und forderte zudem eine dauerhafte Einbeziehung von Behinderten in den Erwerbsprozess. Allerdings schloss Oppermann eine sehr große Erhöhung der Bezüge von Menschen mit Behinderungen in einer subventionierten Werkstatt aus, da diese keine Gewinne machen würden. Lösing forderte zur Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen eine wesentliche Erhöhung der Schwerbehindertenabgabe und mehr Geld für die Arbeitsassistenz. Wucherpfennig hielt es für sinnvoll, dass berufstätige Menschen mit Behinderungen trotz Assistenz mehr Geld behalten können, zweifelte aber an der Finanzierbarkeit. Hempelmann stellte eine weitere Integration in den Arbeitsmarkt in Aussicht, obwohl die FDP noch kein endgültiges Konzept hierfür habe.
Abtreibungen Trotz der Ungleichbehandlung mit nichtbehinderten Embryonen wollten alle Parteien daran festhalten, dass Spätabtreibungen bei einer Behinderung des Embryos noch bis zur Geburt möglich bleiben. Parteiübergreifend wurde auf das Selbstbestimmungsrecht der Frauen hingewiesen. Wucherpfennig und Lösing forderten jedoch eine bessere Beratung und Unterstützung von Frauen, die ein Kind mit Behinderung erwarten oder bekommen haben. Auf keinen Fall solle aber ein Klima entstehen, in dem Frauen gezwungen werden, behinderte Embryonen abzutreiben.

Veranstaltung zur Landtagswahl 2008 - Behindertenpolitik in Niedersachsen

11.1.08 / Zur Landtagswahl 2008 führt der Behindertenbeirat Göttingen mit den Wahlkreiskandidatinnen und Wahlkreiskandidaten eine Podiumsdiskussion zur Behindertenpolitik in Niedersachsen durch. Die Podiumsdiskussion findet am Donnerstag, 17. Januar 2008, um 16.00 Uhr, im Veranstaltungssaal des Seniorenzentrums Göttingen, Ingeborg-Nahnsen-Platz 1 (ehemals Saathoffplatz 1), 37083 Göttingen statt. Teilnehmen werden Gabriele Andretta (SPD), Holger Welskop in Vertretung von Fritz Güntzler (CDU), Maria Gerl-Plein (Bündnis 90/Die Grünen), Hilmar Conrad (FDP) und Patrick Humke-Focks (Die Linke.Niedersachsen). Moderatorin der Veranstaltung ist Frau Sybille Bertram (Radio ffn). Die Kandidatinnen und Kandidaten werden zu Themenkomplexen befragt, die für Menschen mit Behinderung im Land Niedersachsen große Bedeutung haben. Befragt werden die Politikerinnen und Politiker zu ihren Ansichten und Vorhaben in den Bereichen Landesgleichstellungsgesetz, Schulintegration und Arbeit für Menschen mit Behinderung. Die Themenkomplexe der Podiumsdiskussion sollen Wählerinnen und Wählern mit Behinderung ermöglichen, ihre Wahlentscheidung von den sie direkt betreffenden Politikfeldern abhängig zu machen. Für die Parteien ist diese Veranstaltung des Behindertenbeirats Göttingen, die vermutlich einzige Gelegenheit sich im niedersächsischen Wahlkampf in Fragen der Behindertenpolitik zu positionieren. Die anwesenden Zuschauerinnen und Zuschauer können im Verlauf der Podiumsdiskussion Fragen zu Themen der Landesbehindertenpolitik an die Politikerinnen und Politiker stellen.

"Wie man wählt" Broschüre zur Wahl für Menschen mit Behinderungen
Herausgegeben vom Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, der SoVD-Jugend und der VHS Hannover. Mit kurzem Text und erläuterndem Bild wird der gesamte Wahlvorgang in einfacher Sprache dargestellt. Es werden auch zehn Punkte für eine Behindertenpolitik von morgen aufgelistet. Die Wahlbroschüre ist zum Download

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Tagung : "Von der Euthanasie zur Bioethik ?"
25. November 2004, 14.00 Uhr - 19.00 Uhr, Ratssaal Neues Rathaus

Anlässlich der Diskussionen über Mahnmale und Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus stellte sich der Behindertenbeirat die Frage, warum bis heute der behinderten Opfer nicht in gleichem Umfang gedacht wurde. Zudem hat die Diskussion um die europäische Bioethik - Konvention Befürchtungen geweckt, zukünftig wieder Opfer von medizinischen Versuchen zu werden. Der Behindertenbeirat meint, dass sowohl die historischen als auch die aktuellen Aspekte dieses wichtigen Themas in Göttingen beleuchtet werden sollten und hat dazu die behinderte Autorin und Gutachterin für die Ma -Dellbrück-Gesellschaft Berlin zum Thema Bioethik, Frau Swantje Köbsell einladen sowie den Medizinhistoriker der Universität Göttingen, Herrn Prof. Dr. Zimmermann.


14.00 Uhr: Begrüßung Carmen Franz Behindertenbeirat
14.15 Uhr: "Die Medizin in Göttingen während der nationalsozialistischen Diktatur"  Volker Zimmermann, Prof. Dr. phil. Dr. med. habil., Institut Ethik und Geschichte in der Medizin, Universität Göttingen
unterbrochen von Texten, vorgetragen von der Theatergruppe "Rollwagen"
16.35 Uhr: "Die aktuelle Biomedizin aus der Sicht der Behindertenbewegung" Swantje Köbsell , Universität Bremen
17.35 Uhr: Lesung: Texte von behinderten AutorInnen
18.00 Uhr: Diskussion
Begleitend waren im Ratssaal Teile der Ausstellung: "Medizin im Nationalsozialismus in Göttingen"
der Geschichtswerkstatt Göttingen e. V. zu sehen.

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Konflikt um die Schulweg-Sonderbeförderung 2008

Der Landkreis ist zuständig für die Beförderung von SchülerInnen mit Behinderung
Rechtsgrundlage ist der § 114 Niedersächsisches Schulgesetz (NSchG) und die Satzung über die Schülerbeförderung im Landkreis Göttingen. Ansprechpartnerin beim Landkreis ist Frau K. Bünger, Tel.: 0551 525 - 332

Konflikt Landkreis - Beförderungsunternehmen 2008
Der Landkreis will die Benzinkostensteigerungen nicht übernehmen

Bereits 2008 gab es einen ernsthaften Konflikt zwischen privaten Fahrdiensten, die mehrere hundert Kinder mit Behinderung zur Schule befördern und dem Landkreis Göttingen, der die Fahrten bezahlen muß. Mehrere Fahrtunternehmen (Taxi- und Krankentransportunternehmen) hatten zunächst gemeinsam wegen der steigenden Benzinkosten eine Erhöhung der Entgelte vom Landkreis gefordert. Der Landkreis reagierte mit einem extrem niedrigen Angebot. Daraufhin schmissen die Fahrbetriebe die Brocken hin und kündigten die Touren kurz vor Schulbeginn. Der Landkreis ließ sich damals zu einer weiteren Erhöhung drängen und die Beförderung konnte dann doch stattfinden.

Zwecks Kostendrückerei schreibt der Landkreis europaweit aus - alles verzögert sich
Die Sommerferien 2010 enden am 4. August. Und wieder gibt es einen Konflikt um die Sonderbeförderung. Diesmal ist der Landkreis gegenüber den Unternehmen in die Offensive gegangen und hat eine "europaweite Neuausschreibung" der Dienstleistung vorgenommen. Durch den europaweiten Wettbewerb erhofft man sich auch kostengünstigere Fahrunternehmen zu finden. Allerdings ist schwer vorstellbar, wie ein regional weit entfernt angesiedeltes Unternehmen ein kostengünstigeres Angebot unterbreiten soll, wenn es erst noch einen Standort im Landkreis Göttingen aufbauen muß. Ausschreibungspflicht wird vom Landkreis wohl hauptsächlich beim Streit um die Kosten als Druckmittel gegen die regional ansässigen Unternehmen eingesetzt. Das sind Rettungsverband Südniedersachsen, puk minicar, Funktaxizentrale, Hallo Taxi und Gemeinnütziger Fahrdienst.

Transport behinderter Kinder ist eine sensible Aufgabe - Ungewissheit nagt an den Nerven
Die Eltern der betroffenen Kinder werden nervös, weil nicht klar ist ob das alles rechtzeitig klappt, dass neue Dienstleister gefunden oder Verträge mit den alten gemacht werden. Die Unternehmen, die das Geschäft schon 20 Jahre lang machen haben natürlich auch entsprechende Erfahrung (z.B. auch im Umgang mit den Kindern) und die Eltern wissen nun nicht welche Umstellungsschwierigkeiten evtl. mit neuen Firmen auf sie zu kommen. Zudem verschleppt der Landkreis die Angelegenheit und gibt keine Informationen raus. Das zerrt alles an den Nerven der betroffenen Eltern.
Die Vergabekammer des Nds. Wirtschaftsministeriums in Lüneburg prüft noch, ob z.B. der für die meisten der 21 Touren vom Landkreis ausgewählte Hildesheimer Anbieter auch tatsächlich die Bedingungen erfüllen kann. Solange die Unternehmen keinen Bescheid haben, werden sie auch nicht ihre Fahrzeuge behindertengerecht umbauen.
"Die differenzierte Planung und deren Abstimmung mit den Eltern, ggf. Subunternehmern, den Schulen und den Fahrer/innen, die erst 2 1/2 Wochen vor Schuljahresbeginn, wenn die Stundenpläne vorliegen, möglich ist, ist selbst für die bestehenden Anbieter ein großer Kraftakt, der sehr viel Kompetenz, Erfahrung und bestehende Kontakte mit allen Beteiligten erfordert! Es geht immerhin um ca. 40 Touren mit 40 Fahrer/innen, die 470 Schüler/innen, darunter 40 Rollstuhlfahrerinnen, mit ca. 70 Fahrzeugen werktäglich und stundenplantauglich zu befördern und zu betreuen haben!" (Zitat Pari)

Demo, Kundgebung, Veranstaltung

Aktion: "Paritätische Anhörung" zur Schüler/innen-Sonderbeförderung
Am 20.07.2010, 14 Uhr im Gemeindesaal St. Michael, Kurze-/Turmstraße, wollen die Leute nun wissen ob zum Schuljahresbeginn am 05.08.2010 ein fach- und sachgerechter, d.h. vor allem familien- und behindertengerechter Schüler-Transport auf allen Strecken und zu allen anzufahrenden Schulen und zurück gewährleistet sein wird.
Veranstalter sind: Wolfgang Peter, Behindertenbeauftragter Landkreis, Christian Herwig, Behindertenbeirat Stadt , Manfred Grönig, Paritätischer Wohlfahrtsverband. Eingeladen sind :
- der Landkreis Göttingen als Sozialhilfeträger und Bewilligungsbehörde
- Vertreter/innen der bisherigen Anbieter
und der potentiellen Neuanbieter
- der Behindertenbeauftragte des Landkreises und der Stadt Göttingen sowie der Behindertenbeirat

- Vertreter/innen der Elterninitiativen behinderter Kinder und Jugendlicher und Vertrer/innen des Kreisschulelternrats
- Vertreter/innen der Schulassistenz-Träger >> Schulassistenten (Unterstützen Lehrkräfte)
- Vertreter/innen der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaften
Aktion: Protestversammlung und Demo Wettbewerb und Lohndrückerei
Bereits um 13 Uhr am 20.7.10 wollen nun auch die Betriebsräte der Fahrtunternehmen zusammen mit den Gewerkschaften am Landkreisgebäude demonstrieren, bevor sie dann gemeinsam zur "Paritätischen Anhörung" in den Gemeindesaal St Michael ziehen.

Probleme werden zum Schulanfang deutlich
23.8.10 / Nach Pressemitteilung des Paritätischen 21.8.10 // Weiterhin Offene Fragen zur Schüler-Sonderbeförderung im Landkreis: Die Schüler-Sonderbeförderung des Landkreises hat zum Schuljahresbeginn am 5.8.2010 zu Unruhe und Kritik, zu einer Anhörung und gar zu einer Demonstration Betroffener vor dem Kreishaus geführt! Der Kreiselternrat AK Schülertransport hat eine Beschwerdestelle mit der Email-Adresse torefro@t-online.de eingerichtet. Die Klagen deuten darauf hin, dass sich hinter der so gut klingenden Oberfläche noch nicht dokumentierte Probleme und Folgekosten abzeichnen: Diese Themen sollen nun durch eine Elternbefragung des Kreiselternrats und im Schulausschuss des Landkreises in den nächsten Wochen weiter verfolgt werden. In einer Gesprächsrunde mit Eltern, Anbietern, VertreterInnen aus der Wohlfahrtspflege und dem Behindertenbeauftragten des Landkreises wurden aus bisher vorliegenden Informationen, Berichten und Beschwerden entsprechende Fragen formuliert. Die Kreisverwaltung hat zugesagt, einen ersten Zwischenbericht für den Zeitraum bis zu den Herbstferien zu erstellen und diesen in einer öffentlichen Sitzung oder Anhörung im Herbst zu präsentieren. 21.08.2010

Blindengeld

Protest gegen Streichung hat Erfolg - das Blindengeld soll wieder eingeführt werden.
25.5.06 / Nachdem der Blindenverband mit dem formellen Verfahren für ein Volksbegehren gegen die Streichung des Blindengeldes begonnen hatte und schon mehr als 200.000 Menschen unterschrieben hatten - da begann die Landesregierung zurückzurudern. Vielleich hat auch der Wechesl im Ministerium dazugeführt, dass die harte Linie durchbrochen wurde. Ministerin Ross-Luttmann hat sich für eine Wiedereinführung ausgesprochen.
Stefan Wenzel von den Grünen warf Ministerpräsident Wulff vor: „Der Kabinettschef hat zu lange Sozialministerin von der Leyen und Finanzminister Möllring als Duett der kalten Herzen das Feld überlassen.“
Vielleicht hat sich aber auch die Erkenntnis durchgesetzt, dass bei Wegfall des Blindengeldes immer mehr Blinde in Heimen untergebracht werden müssen, weil die ambulanten Hilfen nicht mehr bezahlt werden können und so letztenendes höhere Kosten entstehen als durch Zahlung eines Blindengeldes.
Allerdings wäre es evtl. sinnvoll, das Volksbegehren weiterzuverfolgen um auch die Höhe des Blindengeldes durchzusetzen - denn nun soll es gekürzt werden.

Volksbegehren des Blindenverbandes angelaufen
8.7.05 // Unterschriftenlisten liegen aus bei : Gesundheitszentrum/Selbsthilfekontaktstelle KIBIS (Albanikirchhof 4/5), DGB (Obere Masch 10), SPD (Bürgerstrasse 30) B90/GRÜNE (Prinzenstrasse 20) und Neues Rathaus (Fraktionsbüro), Die Linke/PDS (GeismarLandstrasse 6) und Neues Rathaus (Fraktionsbüro)
Selbstverständlich können die Listen darüber hinaus abgefordert oder unterschrieben werden beim Paritätischen Sozialzentrum in Göttingen-Grone (Zollstock 9 A) und vor allem natürlich beim Blindenverband in Göttingen (Im Kolke 41 A).
Der Blindenverband und der Paritätische sind gerne bereit, bei den genannten Partnern aber auch bei allen anderen sozialen Organisationen, (..) für weitere Gespräche zur Verfügung zu stehen oder im Rahmen von Veranstaltungen über das Volksbegehren zu berichten und direkt ihre Mitglieder oder die Bürgerinnen und Bürger, die zu ihren Veranstaltungen kommen anzusprechen. Der Blindenverband benötigt insgesamt mehr als 600.000 Unterschriften, das heißt 10 % der wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger Niedersachsens. Von den 25.000 Unterschriften, die in der ersten Runde für den Landeswahlleiter übergeben werden mußten, aus Süd-Niedersachsen ca. 1.500 Unterschriften melden konnte, vom Paritätischen wurde aus seinem Bereich ein zwischenstand von ca. 1.000 Unterschriften gemeldet, so dass etwa 10 % der Pflichtstimmen für die erste Runde erreicht sind! Für die zweite Phase müssen in Südniedersachsen 25.000 Unterschriften zusammenkommen!
Diese Zahl an Unterschriften kann nur zusammen getragen werden, wenn alle im Interesse der 12.000 erblindeten Menschen und ihrer Angehörigen Solidarität üben und damit den Einbruch in den Nachteilsausgleich für behinderte Menschen generell gemeinschaftlich abwehren. >> Webseite des Volksbegehrens

Der Staat wird nichts sparen mit der Blindengeldstreichung, denn ohne Blindengeld müßten nämlich viele Blinde in ein Heim, weil sie alleine nicht mehr zurecht kämen weil sie notwenige Hilfen nicht mehr finanzieren könnten.

 

Bild: Vorsitzende des Blindenverbandes Frau Chao (während einer sehr engagierten und überzeugenden Ansprache auf der Montagsdemo am 13.9.04) / Kontakt: Blindenverband, Im Kolke 41 A, 37083 Göttingen

Warum erhalten blinde Menschen ein Blindengeld?  
Hier nur einige Beispiele: Zeitungen, Bücher oder andere Schriftstücke müssen von Hilfskräften vorgelesen oder mit Hilfe teurer Lesegeräte gelesen werden. Nur ein Bruchteil steht auch in Blindenschrift zur Verfügung, Blindenschriftbücher sind aber etwa 10mal so teuer wie Schwarzschriftbücher. Blinde Menschen, die nicht selbst schreiben können, was vor allem bei im Alter erblindeten Menschen häufig der Fall ist, brauchen auch zum Schreiben eine Hilfe. Zumindest unbekannte Wege können nicht allein zurückgelegt werden. Eine Begleitperson ist bei Spaziergängen, Behördengängen, Arztbesuchen, aber auch Urlaubsreisen notwendig. Wer als Blinder allein unterwegs ist, benötigt häufig ein Taxi, wo sehende Menschen den privaten Pkw benutzen können. Hilfe wird häufig auch für die Körperpflege, Nahrungszubereitung (Belegen von Broten, Schneiden von Speisen) und hauswirtschaftliche Versorgung benötigt (Reinigen der Wohnung).
Es ist schon ziemlich sarkastisch, wenn man Leuten von denen man wenig Gegenwehr erwartet einfach mal so die notwendigen Hilfen streicht.

Rechenbeispiel eines Blinden
Vorlesekraft, weil nicht alles vom Scanner gelesen werden kann, - 2 Std in der Woche = 16,00 Euro, - monatlich 64,00 Euro
Einkaufs- und Haushaltshilfe, 2:30 Std in der Woche = 18,00 Euro, = monatlich 72,00 Euro
Taxifahrten zum Arzt, Apotheke, Behörden, Kulturveranstaltungen, ÖPNV ist nicht immer nutzbar - durchschnittlich monatlich 100 Euro
zusätzliche km-Abrechnung, wenn ich mich durch private fahren lasse im Monat 25 Euro
Kosten für Begleitung bei Forbildungsveranstaltungen, Urlauben, Verpflichtungen u.ä. 75 Euro
Zeitschriften in Blindenschrift oder auf Kassette 3 Stück (Abbo) im Monat - 10 Euro
Reparatur oder Neuanschaffung Hilfsmittel, (Blindenuhr, Thermometer, Waage, Beschriftungsmaterial, wie Folie, Aufkleber Punktschriftpapier, selbstklebende Markierungspunkte), mal ein Punktschriftbuch, - ist alles durchschnittlich 3 x so teuer wie normal, monatlich - 50 Euro

http://www.blindenverband.de Post an den Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e.V. Kühnstraße 18 in 30559 Hannover Tel.: 0511/5104-0 · Fax: 0511/5104-455 E-Mail: Info@blindenverband.org, Weitere Informationen >> www.blindenverband.org.

Protestaufruf des Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e.V. BVN vom 1.1.2005
"Wir rufen daher jeden auf, melden Sie sich zu Wort, laufen Sie Sturm gegen dieses unchristliche, unsoziale und brutale Streichvorhaben auf Kosten blinder Menschen. Machen Sie auf deren benachteiligte Lage aufmerksam! Schildern Sie offen Ihre eigenen Befürchtungen! Schreiben Sie Leserbriefe, schreiben Sie an Abgeordnete, insbesondere der CDU an, suchen Sie Ihre Abgeordneten auf, machen Sie Spontan-Demonstrationen. Beteiligen Sie sich an Mahnwachen und an den Aktionen der Blindenselbsthilfe in Niedersachsen. Nehmen Sie an der Groß-Demonstration in Hannover am Samstag 11.9.2004 (Start Schützenplatz 12:00 Uhr bis zur Kundgebung am Steintorplatz gegen 13 Uhr) teil."

Kein Protest vom Behindertenbeauftragten? Karl Finke >> Behindertenbeauftragter Niedersachsen ist selbst blind, von dessen Stelle wurde jedoch trotz unserer Bitte leider keine schriftliche Stellungnahme zur Verfügung gestellt.

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Europa-Aktionstag für Menschen mit Behinderungen 2003
Schluß mit der Mitleidsmasche! Stattdessen Forderungen erfüllen!

Am 5. Mai 2003 - 12-14 Uhr führen ausgehend von Infoständen am Marktpklatz die Veranstalter (siehe Logos rechts) in Göttingen einen "kleinen Städtetest" durch. Alles was Behinderte in der Stadt behindert soll unter die Lupe genommen werden. Dann möchte man gemeinsam mit Rat und Verwaltung überlegen, wie diese Behinderunden zu entschärfen sind:
+ Kopfsteinbeflasterung: absolut hinderlich, schadet dem Rücken von RollstuhlfahrerInnen, erschweren den Einsatz von Blindenstöcken
+ Ampeln ohne akustische Signale: Lebensgefahr für Sehbehinderte beim Überqueren von Straßen und Kreuzungen (z.B. am 82er Platz)
+ Bordsteinkanten: sind im Kreuzungsbereich oftmals immer noch nicht abgeflacht, das bedeutet "gesperrt für RollstuhlfahrerInnen"
+ Treppen und Stufen vor Geschäften, öffentlichen Gebäuden (z.B. altes Rathaus - wegen Denkmalschutz) schliessen Rollifahrer vom Zugang aus. Breits vor drei Jahren wurde dieser Städtetest durchgeführt, nun soll auch geprüft werden, ob sich an den beanstandeten Stellen etwas geändert hat. Wer sich für Änderungen eingesetzt hat soll aber auch gelobt werden.

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+ Göttinger
Werkstätten

+ Behinderten-
beirat 

Musikveranstaltung Konzert mit Spirit Steps (Mühlheim)
Montag, 5. Mai, 18.30 Uhr musa, Hagenweg 2 Eintritt: 7 / 5 . ) 

Spirit Steps, eine Gruppe von ca 15 MusikerInnen, die sich auf keine Stilrichtung festlegen lässt, hat in den vergangenen Jahren ca. 40 regionale und überregionale Auftritte absolviert, hat eine CD produziert und ein Videoclip erstellt. Sie existieren als Band seit 1995, texten und komponieren alles selbst - nix Cover! Sie spielen Reggae genauso wie Schlager oder heavy metall. Seit einem halben Jahr ist die Sängerin Chantal Priesack dabei, die auch englische und französische Songtexte macht. Sie setzen neben den Standardinstrumenten auch Didgeridoos und seltenere Percussionsinstrumente wie z.B. burmesische Messingglocken ein. Die Liederthemen sind  Liebe, Tod, Krieg  aber auch der Song Disco in dem arrogante Discobesucher auf die Schippe genommen werden. Ach ja und man muß nicht unbedingt irgendeine Behinderung nachweisen, damit man dazugehören darf - es spielen auch Nicht-Behinderte mit. Deswegen darf  sowohl im Sitzen als auch im Stehen gespielt werden: "Wir sind halt wie wir sind". Mit dabei als "local support" sind an diesem Abend die Trommelgruppe der "Lebenshilfe Herzberg" und die "Radaudis" von den Göttinger Werkstätten.

shk_spirit1.JPG (27403 Byte)Spirit Steps - Musik, Texte, CD, Video - bissige Sprüche, Witze ... alles selbst gemacht.

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