Goettinger Stadtinfo
 Texte und Bilder
© Impressum

Libanon / Israel

Kriege (Leitseite)
Demo / Libanon 27.7.06
Demo / Libanon 5.8.06
Militärprodukte aus Göttingen
Kundgebung für Krieg a:ka

Libanon, Israel und Göttingen

In Göttingen verzeichnete die Statistik 2005 124 Menschen mit deutsch/libanesischer doppelten Staatsbürgerschaft und 138 mit libanesischer Nationalität. Die deutsch-libanesischen MitbürgerInnen in Göttingen gehören zu den 6 Doppelbürgerschaftsgruppen mit den meisten Menschen. Dies erklärt auch wieso in der Demo so viele doppelte Fahnen Deutschlandflagge und Libanonflagge gemeinsam getragen wurden. Im Jahr 2005 waren 7 Menschen mit deutsch/israelischer doppelter Staatsbürgerschaft und 94 Menschen mit israelische Nationalität registriert. Die Universität hat seit Anfang 2006 einen Partnerschaftsvertrag mit der Hebräischen Universität Jerusalem. Als erster Austauschpartner ist eine Gastprofessorin bereits im September eingetroffen, um bei den Theologen der Uni Göttingen zu arbeiten. Für Juni 2007 ist eine internationale Konferenz von israelischen und deutschen WissenschaftlerInnen in Göttingen geplant.

Libanon-Demo 2006, Flagge der palästinensischen Autonomiegebiete

Im Südlibanon wurden am 8.8.06 palästinensische Flüchtlingslager bombardiert.
Bei der Frage, wieviele PalästinenserInnen in Göttingen leben gibt es das Problem, dass die ausländische Bevölkerung statistisch nach "Nationalitäten" erfasst wird. Die PalästinenserInnen haben aber keinen Staat und daher auch keine Staatsangehörigkeit.

Pro-Kriegs-Kundgebung
25 Personen fordern Fortsetzung des Kriegs gegen Libanon

5.8.06 / Um 14 Uhr wollte die Gruppe a:ka eine Kundgebung auf dem Marktplatz abhalten und für eine Fortsetzung der israelischen Kriegspolitik gegen Libanon eintreten. Um 15 Uhr hatten ein libanesisches Geschwisterpaar eine Kundgebung und Demonstration gegen die Bombardierung des Libanons angekündigt. Deshalb wurde die a:ka - Demonstration vom Marktplatz zum Wilhelmsplatz verlegt. ....siehe Artikel

.Demonstration gegen die Bombardierung Libanons
250 Menschen nehmen an Demonstration und Kundgebung gegen den Krieg im Libanon teil

Auf dem Marktplatz versammelten sich ca. 250 Personen, darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Uberwiegend vertreten waren Libanonfahnen, rot-weiß mit dem Sympbol einer grünen Zeder. Desweiteren trugen die Demonstrantinnen sehr viele Schilder mit Fotos von Opfern der Bombardierung, verletzten Menschen, Leichen und zertörten Häusern.


Ca. 250 Menschen nahmen am 5.8.06 an der Demonstration teil, hier auf der Berliner Straße in Gö / in Berlin waren es am Samstag vorher 3.500 TeilnehmerInnen.

Aufstellung der Demonstration

"Zuerst die Kinder, dann die Frauen, dann die Männer"

Bei der Abschlusskundgebung standen unter den Zuhörererinnen Frauen weinend zusammen

 

Die Demonstration in der Weender Straße

Die Veranstalter wählen drastische Darstellungsformen -

Hier ein Foto von Kindern, die als Verletzte verkleidete sind

Am Anfang der Demo wird symbolisch eine Trage mit einer Puppe getragen, die ein totes verstümmeltes Kind symbolisiert.


2-3 Schlider mit Fotos von General-Sekretär der Hisbollah, Hassan Nasrallah fanden sich in der Demo - blieben aber sehr vereinzelt und in absoluter Minderheit.
Das Göttinger Stadtradio wählte in seinem Bericht dazu die Formulierung "Vom Marktplatz aus demonstrierten etwa 250 Menschen gegen den Krieg; sie trugen Schilder mit dem Bild des Hisbollah-Führers Nasrallah mit sich und zeigten Fotos getöteter Kinder."

Die Veranstalter der Demo in Göttingen hatten darum gebeten, keine solchen Bilder mitzuführen

außer den wenigen Schildern mit einem Nasrallah-Bild waren 2 Leute zu sehen, die Fotos von Nasralla an Schlüsselanhängern um den Hals hängen hatten.

Sicher waren einige Leute bei der Demonstration dabei, die für die Hisbollah sind, aber es war keine Hisbollah-Demonstration,sondern der hauptsächliche Charakter der Demonstration war "libanesisch", "gegen Krieg" und "Stoppt die Bombardierung und das Töten" wobei vor allem die Opfer unter Kindern immer wieder hervorgehoben wurden.

Militärprodukte aus Göttingen für Krisenregion
Technische Systeme/Waffen aus der Region Göttingen für Israel

Die Firma >>KAPPA opto-electronics GmbH im kleinen Ort Gleichen nahe Göttingen stellt Kameras her. Eine davon steht auf dem Dach von Karstadt (> Artikel dazu). Aber sie stellt auch militärisches Material her. In ihrem "Defense Programm" enthalten sind Kameras mit Tagessichtsystemen für Flugzeuge und Hubschrauber, Cockpitkameras sowie Beobachtungskameras für Dronen und U-Boote und Panzer, Zielfernrohr-Kamerasysteme, Inspektionssysteme für großkalibrige Waffenrohre sowie Systeme zur "Durchstrahlung von suspekten Objekten". Kappa ist auch in Tel Aviv mit einem "Headquarter" unter dem Firmennamen >>Militram Ltd.zu finden, die das gesamte Sortiment von Kappa anbietet. Zu ihren Waffensystemen heisst es auf der Webseite der Firma Kappa: "Täglich stellen sie unter Beweis, welchen extremen Anforderungen sie gewachsen sind."

 

zum Anfang