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Goettinger Stadtinfo Stadtplanung - Innenstadtleitbild Innenstadtkonferenz als Teil eines Planungsprozesses 9.6.08 / Am 12.3.08 hatte der systematische Entwicklungsprozess mit einem internen Workshop der Verwaltung für die Entwicklung eines neuen Innenstadtleitbilds begonnen. Dem folgten Sitzungen von Facharbeitsgruppen, "Entscheidertreffen" und "Synergietreffen". An die ca. 9000 Bewohnerinnen und Bewohner der Innenstadt wurden dann Einladungen zur Diskussion um ein neues Innenstadtleitbild verschickt. Am 7.6.08 nun haben sich ca. 60-80 Leute in der alten Sporthalle der Universität in der Geiststraße für einen moderierten Austausch getroffen. Während diese erste Innenstadtkonferenz zur Ermittlung von Szenarien, Perspektiven und Trends dienen soll, wird zu einem späteren Zeitpunkt nochmals eine zweite Innenstadtkonferenz durchgeführt werden, bei der eine "Reflexion" und "Identifikation" mit der Planung angestrebt wird. Am Ende des gesamten Prozesses wird dann das Konzept dem Rat zur Entscheidung vorgelegt.
Eingeschränkte Repräsentativität der "Bürgerbeteiligung" Grundsätzliches Problem bei der "Bürgerbeteiligung" ist stets, dass vor allem jene sich beteiligen, die über die persönlichen Voraussetzungen an Zeit und Artikulationsfähigkeit verfügen die notwendig für eine Teilnahme sind. Unterrepräsentiert ist in aller Regel die Bevölkerungsgruppe, die nicht geübt ist, sich sprachlich innerhalb von Workshops zu äußern, ganz zu schweigen von Migrantinnen und Migranten, die sprachliche Hürden zu bewältigen haben oder Behinderten, deren Teilnahme noch ganz andere Hürden entgegenstehen. Auch alleinerziehende Menschen, die in der Innenstadt wohnen und eine Kinderbetreuung während der Teilnahme bräuchten sind nicht vertreten. Es ist nicht verwunderlich, dass aus den sicherlich zur Innenstadt zählenden problematischen Wohnkomplexen wie Idunazentrum und Groner Str. 9 die schätzungsweise mindestens 500 Menschen umfassen, wohl niemand anwesend war und folglich auch keine Vorschläge zu finden waren, die diese Bereiche betreffen. Geschäftsinhaber/innen , Obdachlose, Drogenabhängige, Alkoholkranke - Die Stadt gehört allen? Wenn z.B. "Sauberkeit der Fußgängerzone (Alkohol- und Drogenszene)" oder "Beseitigung der Alkohol und Drogensezen am Johanniskirchhof" als Thema an die Pinwand gehängt wird, dann wäre z.B. die Meinung eines Vertreters des Mittagstisches von St. Michael oder der Straßensozialarbeit wünschenswert. Die Forderungen an eine Innenstadtgestaltung aus diesen Bereichen liegen schon seit Jahren vor, ohne Gehör zu finden. So stammen folgende Sätze aus einer Forderung von 1998
Vielfalt, Lebendigkeit, Attraktivität der Innenstadt Die Innenstadt soll ein Treffpunkt für Bürger/innen aller Generationen sein. Einzelhandelsangebote, kulturelle Angebote, Gastronomie und Veranstaltungsräumlichkeiten sowie Wohnbereiche öffentliche Plätze, mehr Grün und vor allem auch Non-Profit-Bereiche sollen in einem Mix vorhanden sein. Statt einer Normierung und "Flurbereinigung" der Innenstadt durch den Einzug großflächiger Filialen und Kaufzentren soll eine Vielfalt kleiner Geschäfte mit individuellem Angebot insbesondere auch in den Seitenstraßen gefördert werden. Stadt und Private, so einige Anregungen, sollen gemeinsam aufpassen, dass sich keine großen Einkaufszentren und Filialen durch Immobilienerwerb Zugang in die Innenstadt verschaffen und zu diesem Zweck Informationen über den Immobilienbestand, freiwerdende Flächen usw. sammeln und verbreiten. (Dies war zuletzt wegen der Ankündigung eines Großbuchhandels Thalia in der Innenstadt diskutiert worden )
Erstaunlich häufig fand sich auf den Pinwänden ein Hinweis auf Forderungen nach nicht-kommerziellen Räumen:
Im Zusammenhang mit der Forderung nach mehr Bänken etc. ist allerdings bekannt, dass dagegen eingewandt wird, diese Bänke würden nur Obdachlose und bietrinkende Menschen anziehen und deshalb wollte man die Bänke nicht.
Diskutierbar ist das auch am Beispiel Wilhelmsplatz, der als innerstädtischer Ruheort des nachts teilweise zum innerstädtischen Unruheort wurde, gleichwohl aber auch ein Kristallisationspunkt für "lebendige Innenstadt" ist.
Natur in der Stadt Der Alte Botanische Garten ist allen ein leuchtendes Vorbild für die Einbindung von Natur in die Innenstadt. Er wird als "Oase" direkt an der Innenstadt empfunden. Hinzu kommt der Cheltenhampark an der Stadthalle. Zur Umgestaltung der Innenstadt unter dem Aspekt Begrünung/Natur gibt es eine Reihe von Potientialen, die bislang nicht voll ausgeschöpft sind: Innenhöfe bieten ein dankbares Feld für planerisches Nachdenken und könnten zukünftig zu Erholungsinseln in der Innenstadt werden. Ebenso sind die Wallanlagen ein Stück Natur, das die Innenstadt im engen Sinne umschließt. Für diese Wallanlagen und das "Wallvorfeld" müssen visionäre Konzepte entworfen werden.
Schließlich ist der Leinekanal als malerische Wasserader in der Innenstadt viel zu wenig berücksichtigt man wünscht sich eine "Aufwertung des Leinekanals im Stadtbereich" wie überhaupt eine Aufwertung der Gewässer (Hierzug gab es bereits vom verstorbenen Architekten Brandi eine Initiative) . Ein Schritt in die richtige Richtung war z.B. die Wiederherstellung der Mühle und die Brücke an der Goetheallee. Desweiteren wurde vorgeschlagen, "verrohrte Bachläufe" wieder freizulegen. (Von den Schillerwiesen kommt ein Bach, der vor der Stadthalle irgendwo unter der Erde verschwindet)
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links: Dipl. Ing Oliver Kuklinski von PlanKom (Hannover) als Moderator der Veranstaltung. Termin
"Bürgerbeirat" Die Themen Kultur und Verkehr wurden auch noch bearbeitet, fehlen hier aber in der Berichterstattung noch. |