Veranstaltung eines studentischen Vereins mit Bundeswehrvertreter gestört 27.11.09 / Am Donnerstag den 26.11.09 hatte der studentische Verein DAF an der Jura-Fakultät zu einem Vortrag ins Verfügungsgebäude eingeladen, Titel "Moderne Piraten - Welche Bedrohung stellen sie dar , wie kann man ihnen entgegentreten" . Als Referenten waren angekündigt Prof. Dr. Andreas Paulus Institut für Völkerrecht und Europarecht aber auch Gunter Körtel, Kapitänleutnant, Einsatzführungskommando der Bundeswehr, Einsatzgruppe MarOp, ATALANTA
Diese Veranstaltung wurde auch von Personen besucht, die nicht damit einverstanden waren, dass die Bundeswehr inzwischen weltweit an Kriegseinsätzen beteiligt ist. Zum Protest gegen diese Veranstaltung wurde der Redaktion folgender Text zugestellt:
Die Homepage der Demokratischen Aktion Fachschaft DAF meldete am 27.11.09: "Leider musste die Veranstaltung zur völkerrechtlichen Beurteilung der Pirateriebekämpfung zusammen mit Kapitänleutnant Körtel vom Einsatzführungskommando der Bundeswehr aufgrund von Störungen und Gewaltdrohungen durch autonome Personen heute Abend ausfallen. Dabei sind auch strafrechtlich relevante Verhaltensweisen an den Tag gelegt worden. Wir bedauern zutiefst, dass dadurch eine kritische und sachlichen Diskussion nicht einmal im Ansatz möglich war." Kurzkommentar
goest:
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Werbung für die Bundeswehr in Göttinger Szenekneipen 2.8.09
/ Ein Monatsmagazin (DIN A4 Format) wirbt in seiner Ausgabe Juli/2009 ganzseitig
für "Bundeswehr - Karriere mit Zukunft" "Studieren mit Gehalt"
"Sie suchen einen interessanten Beruf mit Führungsverantwortung und
nicht alltäglichen Herausforderungen?" "Sie suchen eine akademische
Ausbildung unter optimalen Bedingungen? (...) Bewerben Sie sich jetzt als Offizier!"
Die Bewerber sollen sich melden bei der Wehrdienstberatung Göttingen. Kommentar: |
Bundeswehrwerbung
an der Arnoldischule (BBS 1) verhindert
Ab
28.4.08 "sollte ein Rekrutierungs-Trupp der Bundeswehr auf dem Schulhof der
BBS I für drei Tage stationiert werden. Mit den zahlreichen Protesten ist
es gelungen, den Einsatz zu verhindern. Die
Schulleitung der BBS1 Göttingen bestätigte "ihre Entscheidung,
die Bundeswehr vom Montag, 28.04., bis Mittwoch, 30.04., auf ihr Gelände
mit einem Info-Mobil einzuladen.
2009: Prozeß wegen des Antimilitärischen Protestes an der Arnoldischule 21.3.09 / Am Montag den 23.3.09 kommt es nun in der Folge dieser Protestaktion zu einem Prozeß vor dem Amtsgericht Göttingen. (13.30 Uhr, Maschmühlenweg 11, Raum B16 ) . Edeltraud Wucherpfennig (Oberstudiendirektorin) ist die Sprecherin des Schulleitungsteams der BBS I / Arnoldischule im Friedländer Weg 33-43 . Frau Wucherpfennig ist Mitglied der SPD-Fraktion im Kreistag und vertritt die Fraktion im Kreisausschuß und ist Vorsitzende im Schulausschuß. Und sie ist Mitglied in der GEW Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, einer Gewerkschaft, die vielfach kritisch gegen die Bundeswehreinsätze Stellung bezogen hat. Erst aufgrund der Einladung durch Frau Wucherpfennig aber durfte die Bundeswehr an der Arnoldischule auftreten. Der Geist der BBS1 Leitlinienhingegen widersprechen dem Militäreinsatz im Klassenraum. Dort steht u.a. "wir tragen Konflikte gewaltfrei aus." Frau Wucherpfennig wird im Prozeß als Zeugin gegen die antimilitaristische Protestaktion aussagen. Die Bundeswehr führt Krieg in Afghanistan. Erklärter Wille der Politik aller großen Parteien ist, dass in Zukunft noch mehr Menschen und Material für militärische Operationen außerhalb Deutschlands einsetzbar sein sollen, zur Zeit laufen neun Auslandseinsätze. Wer heute ZeitsoldatIn bei der Bundeswehr wird, um eine Berufsausbildung zu bekommen, muss auch zu einem Auslandseinsatz. Eine Schule, die Werbung für das Militär zulässt, ohne die grausame Realität des Krieges, die Realität des Mordens darzustellen - handelt verantwortungslos! Der Angeklagte Göttinger ist den Ermittlungsbehörden offensichtlich ein Dorn im Auge und wird anscheinend deswegen "seit mehreren Jahren mit Ermittlungen und Gerichtsverfahren überzogen . So wurde er 2006 nach einem Naziaufmarsch in Göttingen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angeklagt, aber nach drei aufwändigen Verhandlungstagen freigesprochen. Der Protest gegen eine Militärmusik-Veranstaltung in der Lokhalle 2008 brachte ihm ein Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch und eine Anklage wegen Hausfriedensbruch ein. Erst in der Berufungsverhandlung am Landgericht wurde er schließlich freigesprochen. Im aktuellen Fall wird erneut versucht, ihn wegen seiner antimilitaristischen Praxis, diesmal an einer Göttinger Berufsschule zu kriminalisieren. Er hatte im Vorfeld einer Bundeswehr-Rekrutierungsveranstaltung den kritischen Dialog mit der Schule gesucht, wodurch sein Name bekannt wurde. Im Nachhinein wird ihm deshalb zur Last gelegt, den unangemeldeten Protest am Tag der Rekrutierungsveranstaltung geleitet zu haben." (Zitat aus dem Artikel "Kriminalisierungsversuche) Kurzer
Prozeßbericht vom 1. Prozeßtag 23.3.09 Zur Entstehungsgeschichte des Konfliktes > siehe oben
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"Weißbuch
zur Sicherheitspolitik Deutschlands und zur Zukunft der Bundeswehr 2006" Das Göttinger
Friedensbüro führt am Samstag, den 7.7.2007, um 11 Uhr vor dem Alten Rathaus (Weender
Str.) eine Straßentheater-Aktion durch. Mit der Aktion werden die weltweiten Einsätze
der Bundeswehr kritisiert. Solche Militäreinsätze sind konfliktverschärfend, kosten
sehr viel Geld, das für soziale Ausgaben - gerade auch in der Konfliktregionen
- fehlt und hebeln Völkerrecht und Verfassung aus. Die Theater-Aktion richtet
sich gegen das neue Weißbuch 2006 der Bundesregierung, durch das ohne vorherige
politisch-gesellschftliche Debatte und ohne Parlamentsbeschluss Militäreinsätze
im Ausland grundsätzlich legitimiert werden. Das Weißbuch fordert u.a. mit dem
Hinweis auf den internationalen Terrorismus erstmals Bundeswehreinsätze auch im
Innern. Die im Weißbuch betonten Interessen der Sicherung des freien Welthandels,
der ungehinderten Rohstoffzufuhr und des Schutzes vor unkontrollierter Migration
öffnen dem rechtswidrigen Einsatz deutscher Soldaten für jede Art militärischer
Intervention Tür und Tor. |