Goettinger
Stadtinfo Iraner/innen in Göttingen
|
Protest gegen iranische Firmen auf der CeBit 4.3.10 / Bei der Eröffnung der CeBit kam es am 3.3.2010 zu einer Protestaktion zu der auch Göttinger GegnerInnen des iranischen Regimes aufgerufen hatten. Der Protest richtete sich gegen die Teilnahme von Firmen aus dem Iran die sich im Besitz der "Islamischen Revolutionswächter" bzw. des iranischen Nachrichtendienstes befinden. An der vom "Netzwerk Junger IranerInnen Hannover" vorbereiteten Aktion nahmen ca. 40 Personen teil. Ca 14 Uhr, so wird berichtet, seien diese Personen in die Halle 6 an den Stand E12 gegangen, an dem sich iranische Firmen präsentieren. Protestierenden hatten trugen T-Shirts, deren Aufschriften auf Unterdrückung und Repression im Iran hinwiesen. Zu Beginn dominierte "Zivilpolizei, Geheimdienst und Messe-Security" im Saal. Die Protestierenden wurden ständig gewarnt keine Parolen zu rufen und keine Plakate hoch zu halten. Nach einigen Minuten ignorierten die Protestierenden das "bescheuerte Klima" und fingen an Plakate hochzuhalten und gleichzeitig Flyer zu verteilen. Die Polizei forderte darauf hin auf diese Plakate wegzunehmen, diese seien eine Beleidigung für für Cebit- Kunden. Der Protest gegen VertreterInnen eines Terror und Todesstrafenregimes wurde also als Beleidigung von "CeBit-Kunden" bezeichnet. Daraufhin entschieden sich die Protestierenden, laute Parolen zu rufen: Mord, Terror , Hinrichtung, Islamische Regierung – Freiheit für alle politischen Gefangenen. Daraufhin wurden die Protestierenden gezwungen, die Halle zu verlassen. Von drei Personen wurden danach die Personalien festgestellt; Begründung: Parolen rufen und Transparent hochhalten, eine andere wegen Vermummung und ein dritter, weil er telefonisch Presse informierte. (!) Im
Anschluß an den Bericht der Aktivisten, der uns als Email erreichte, heißt
es "Für uns Protestierende bleibt immer die Frage; Wir kennen persönlich
eine Reihe Freunde/innen, die, verschleppt, verhaftet, vergewaltigt hingerichtet
oder ermordet wurden. Wir kennen viele Frauen und minderjährigen Mädchen
die durch frauenverachtende Gesetzten öffentlich ausgepeitscht oder
gesteinigt werden.? Wie kann man mit einem derart mörderischen Regime
Geschäfte machen? Wir fordern: keine Geschäfte zur Unterdrückung
des iranischen Widerstands ! Am 5. März Freitag um 17 Uhr ist ein weiterer Aktionstag mit einer Demo vom Netzwerk Junger Iraner Hannover geplant. |
Göttinger Gruppe organisiert lokalen Protest gegen das gegenwärtige iranische Regime 4.1.10
/ Protestierende gehen gegen Mörderbanden der basidji vor 26.12.09
/ Widerstand verhindert eine öffentliche Hinrichtung
Infoveranstaltung
zur aktuellen Lage und den Protesten im Iran Kundgebung
gegen die Unterdrückung der Freiheitsbewegung im Iran |
Kritik an den Pro-Mussawi-Kundgebungen 27.6.09 / Ein Diskussionspapier der Göttinger Gruppe "AuT" zur Situation im Iran kritisiert die Schieflage der Medienberichte, die den Eindruck erwecken wollen, es ginge im Iran um die Wahl und Mussawi. (...) Hier eine gekürzte Fassung - http://www.aut-goe.de/ Kontakt: akmo@gmx.net "...
Leider finden sich unter den Protestierenden viele Menschen, die sich erneut der
Illusion hingaben, dass das Islamische Regime durch einen Personalwechsel reformierbar
sei, so dass sie leidenschaftlich für Mussawi trommeln. Weil er "neu Reform"
verspricht. In diesem Duell instrumentalisieren beide Seiten die Besorgnis der
Menschen um einen anständigen Lebensstandard für ihre eigenen Ziele.
Einige Protestierende leisten Widerstand in der Hoffnung, dass islamische Regime
von ihrem Leben verschwindet.
|
Kundgebung Iran-Solidaritätsverein
Infos
und Meinungen von verschiedenen IranerInnen in Göttingen 19.6.09
/
Zur Einordung der unterschiedlichen Strömungen äußerte ein
Iraner folgende Meinung: Bericht
über Gewalt auf der Straße |
| IranistikSeminars will unpolitische (sic!) Infoveranstaltung zur aktuellen Situation im Iran Peinliche
Bemerkung zur Begrüßung: 23.6.09
/ Das Seminar für Iranistik hatte zu einer Informationsveranstaltung über
die aktuellen Ereignisse ins Verfügungsgebäude der Uni eingeladen. Eingeladen
waren vorab schon deutlich eingeschränkt nur "Studierende und Universitätsangehörige".
Der Direktor des Seminar für Iranistik eröffnete die Veranstaltung und
nach einer kurzen Begrüßung stellte er klar, es handele sich um eine
Informationsveranstaltung und "keine politische Manifestation". Falls die Veranstaltung
"zu politisch" würde, dann "müssen wir diese zu politischen Leute bitten,
die Veranstaltung zu verlassen oder evtl. die Veranstaltung beenden." Aber wenn
er sich "so umschaue", scheine das wohl nicht nötig zu werden. So blieben folgende Fragen
seitens goest ungestellt:
Am Sonntag den 21.06.09 um 16 Uhr fand parallel zu einer Demo in Berlin eine Versammlung vor dem Alten Rathaus in Göttingen statt. Es sollte ein Protest gegen die Diktatur in Iran zum Ausdruck gebracht werden. Es wurde darum gebeten, ohne jegliche Parteifahnen teilzunehmen und stattdessen grüne Bänder zu tragen. Andererseits tauchten aber einige Leute auf, die für Moussavi warben, ein Politiker, der jahrelang als Präsident das Terrorregime der Mullahs vertreten hat. Deswegen hatte auch der Wächterrat überhaupt erlaubt, dass er zur Wahl antreten durfte. Nachdem Moussavi zu Protesten wegen Wahlbetrug aufgerufen hatte hat sich die Bewegung ausgeweitet zu einer generellen Kritik an der Dikatur. Erstaunlich an der Protestkundgebung vor dem Alten Rathaus in Göttingen war, dass von vielen IranerInnen mit politischer Vergangenheit nur ganz wenige daran teilnahmen.
|
Flugblatt von einer "Iranischen Gruppe aus Göttingen" 1. Mai 2007 Ein Flugblatt bei der 1. Maifeier auf dem Markplatz beschuldigt die "westlichen Staaten" der gezielten Kriegsvorbereitung und das iranische Regime der gezielten Provokation um die soziale Krise im Land durch nationalisitisches Aufputschen zu überdecken. "Der
Iran, ein Land, über das zur Zeit viel zu lesen und zu hören ist in
Presse und Fernsehen. Meisten Nachrichten handeln sich um Terrorismus und das
Atomwaffenprogramm. In
diesem Konflikt rückt sich der iranische Präsident mit antisemitistischen
Brandreden und Atomwaffenprogramm in den Mittelpunkt des weltweiten Interesses. Symptome
dieser Politik sind: eine strikte Privatisierungspolitik, Massenarbeitslosigkeit,
Nichtauszahlung von Löhnen, Niedriglöhne, die zum Teil auf dem Niveau
von Begründung der islamischen Regime liegen, Kinderarbeit und die doppelte
Ausbeutung der iranischen Frauen, deren Löhne nur bei 30 Prozent des männlichen
Durchschnittslohns liegen. |
| Der
Iran-Solidaritätsverein Göttingen Iran Solidaritätsverein e.V. Postfach 2321 37013 Göttingen Tel.: 0551 / 63 16 58 , Im Gebäude der Alten Mensa am Wilhelmsplatz Der Iran-Solidaritätsverein.wurde 1995 gegründet und ist ein gemeinnütziger Verein. Der ISV war anfangs im Haus der Kulturen untergebracht und danach in den Räumen des EPIZ , Düstere Straße 16-17 zu finden. Im April 2005 feierte der Iran-Solidaritäts Verein (ISV) in Göttingen sein 10jähriges Bestehen. Bei der Eröffnung des neuen Büros in der Düsterne Straße war u.a. auch Rolf Becker, Vorsitzender der Stadtratsfraktion der Grünen (in Vertretung von Stefan Wenzel) zu Gast. Er kritisierte in seinem Grußwort, dass in den Vereinsveröffentlichungen die deutsche Regierung aufgefordert werde, den Kontakt zur iranischen Regierung abzubrechen. Desweiteren waren MitstreiterInnen aus der letzten Kampagne gegen Abschiebungen (u.a. aus dem kirchlichen Bereich) und die KollegInnen aus der Bürogemeinschaft des EPIZ anwesend. Das Büro ist inzwischen zusammen mit dem EPIZ in das Gebäude der Alten Mensa am Wilhelmsplatz umgezogen. Obgleich
einigen Linken in Gö der Personenkult der Modjahedin um das Ehepaar Radjavi
und auch die autoritäre machtorientierte Organisation auf die Nerven geht,
betrachten sie dennoch die Arbeit dieser Organisation und nahestehender Organisationen
bei den Aktionen zum Schutz der Menschenrechte bzw gegen Abschiebungen für
eindeutig unterstützenswürdig.
Schwerpunkt des Vereinsarbeit: Menschenrechte im Iran, Hilfe für Flüchtlinge (Selbstdarstellung ISV)
EU : Volksmudschaheddin ist keine terroristische Organisation Im
Januar 2009 setzten die Aussenminister der Europäischen Union Urteile des
Europäischen Gerichtshofes um und nahmen die Volksmudschaheddin des Iran
von der "EU-Terrorliste". Mit Hinweis auf diese Terrorliste war das
Vermögen der Mudjaheddins beschlagnahmt worden. Der iranischen Regierung
ist dieser neuerliche Beschluss der EU Aussenminister gar nicht recht - sie protestierte.
|
| IranerInnen
in Göttingen unterstützen Massenproteste im Iran
Der Anlaß: Massenprotest im Iran
gegen Mullahs und Chatami Juli 1999/2003
Bericht
AK Asyl: Gegen
Monarchisten
Grußadresse
von Göttinger Linken an die Kundgebung
|