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Proteste gegen die Tour d´(Atom)Energie

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2013

E-ON Werbung als steuerfreies "Sponsering" deklariert


Also wenn das keine Werbung ist, was ist dann Werbung?

Das angebliche "Sponsering" ist in Wahrheit Werbung und steuerpflichtig

Die Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GOESF) ist ein Unternehmen, das zu 100 % der Stadt Göttingen gehört, sich aber auf das Gesellschaftsrecht beruft, wenn es die Gelder verwendet, die eigentlich der Stadt gehören. Die GOESF ist auch noch mit 3,87% an e-on beteiligt! Sie ist Veranstalter des Radrennens, benennt e-on als "Haupt- und Titelsponsor" und schreibt: "Die E.ON Mitte AG ist die treibende Kraft für regionale Sportevents. Auch bei der Tour d'Energie... "
Die als steuerfreies Sponsering ausgegebene Beteiligung von e-on bei der Tour d' Energie stellt durch die aufdringliche Vielzahl des Firmennamens Werbung dar, bei der die Veranstalter das Geld von E-On als Werbeeinnahme versteuern müßten. Steuerlich neutral bleibt es nach Abgabenordnung nur, wenn Logos des Sponsors ohne große Hervorhebung genannt werden.
Es gibt also 2 Möglichkeiten: 1) Die aufdringliche Werbung von E-ON verschwindet oder 2) die GOESF muß die "Sponsering"-Zuwendungen versteuern ODER 3) E-On wird nicht mehr an der Tour-d' Energie beteiligt. Eigentlich müßten die AKW-GegnerInnen keine Bäume mehr mit Transparenten besetzen sondern bräuchten nur Anzeige erstatten. Red. goest:

30.4.13 / Die Tour d´ Energie begann 10.30 an der Sporthalle auf dem Schützenplatz (der Namen sich die Sparkasse erobert hat), ab 10.45 Uhr war an der Bürgerstraße die Fest-Organisation zu gange. Es gab mehrere Fahrtstrecken für die bislang insgesamt 2.600 Anmeldungen vorliegen. Es gibt noch die hügelige 100 km - Strecke. Wer mit E-Off Logo auf dem Rücken hätte mitfahren wollen hätte sich bei den Veranstaltern der städtischen GOESF anmelden können. Allerdings wäre auch ein ordentliches Training nötig gewesen. Denn ein langsames Abfahren der Strecke ist nicht möglich, weil die Langsamfahrer "eingesammelt" werden.

Mit großer Beharrlichkeit wird dem Namen E-ON überall E-off entgegengesetzt. Foto links: Hier an einer besetzten Laterne an der Bürgerstraße. Oder Foto unten auf den Bäumen an der Rennstrecke.


Das Foto oben ist keine Montage! Es hat sich zufällig ergeben, dass hier Greenwashing bildlich dargestellt ist. Während hauptsächlich Werbung für E-ON gemacht wird ist der Rennstrecken-Sprecher in seinem Bus in einer Blase zu sehen, in der sich die Worte "ökologisch ..." spiegeln.


Radfahren ist eigentlich eine gute Sache. Ob es gleich Radrennen sein muß darf man anzweifel - zu sehr steht dieser Sport inzwischen für betrügerisches Doping. Dass man im Konkurrenzkampf auch mal etwas nachhelfen muß, dasiwird auch in der Energiewirtschaft so gesehen. Man denke nur an Reisen Göttinger Lokalpolitiker mit Ehefrau nach Venedig, bezahlt von einem bekannten Energieunternehmen. Eine Angelegenheit, die schließlich vor Gericht landete

Radfahren erzeugt jedenfalls keine klimaschädlichen und gesundheitsschädlichen Abgase, verursacht keinen Lärm, die sportliche Bewegung ist gesund für Kreislauf und Bewegungsapparat. Das Radfahren ist also eigentlich rundum umweltfreundlich. Wenn eine Radsportveranstaltung aber nun unter dem Namen einer Atomstrom-Firma stattfindet, dann will sich eine umweltgefährdende Firma mit einem Radsport-Event in ein Öko-Licht setzen. So etwas nennt man "green-washing". Nicht verwunderlich, wenn Atom-Radioaktivitäts-GegnerInnen und NaturschützerInnen ihren Protest gegen diese Veranstaltung unter E-On richten. Die Hauptsponsoren sind E-On und Sparkasse, als "Partner" werden aber auch Bio-Händlern wie Naturkost Elkershausen, Backhaus und Lotta Karotta genannt (>> Veranstalter-Webseite)

 

Am Rande der Rennstrecke auch Protest gegen Parkvernichtung

30.4.13 / Text LeinebürgerInnen //
Tour d`Energie Am Sonntag, den 28.April 2013 fand zum 9. Mal die sogenannte Tour d`Energie statt - eine Ralley von Radrennfahrern, die sich quer durch Göttingen schlängelte. An den Straßenrändern standen Schaulustige, die applaudierten und "ihre Leute" anfeuerten. Doch nicht für alle war der Sport das Thema Nr. 1 an diesem Tag.

Am Rosdorfer Weg (Ecke Sandweg) hing ein von Weitem gut sichtbares, ca. neun Meter langes Transparent mit der Aufschrift "Seid empört: Park zerstört". Mit dieser Botschaft wollen Bürger vom Stadtteil Leineberg darauf aufmerksam machen, dass ein wohnviertelbezogenes, kleines Naturidyll mit altem und zum Teil seltenen Baumbestand vernichtet wurde. Sie sind enttäuscht und wütend, dass keine alternative Fläche für den Forensik-Neubau zur Verfügung gestellt wurde.

2012
Das AntiAtomPlenum ruft zum Protest gegen Sponsor des Radrennens Tour d´(Atom)Energy auf:

"Jedes Jahr in der Woche, in der sich die Atomkatastrophe von Tschernobyl jährt, präsentiert der Energiekonzern E.ON mit Hilfe des Radrennens "Tour d'Energie" seine grüne Schokoladenseite (dieses Jahr am 22. April). Die E.ON Mitte AG ist Hauptsponsor dieser Großveranstaltung, zusammen mit der Sparkasse und den Göttinger Stadtwerken (die anteilig mit E.ON verquickt sind). Radsport ist an sich eine unterstützendwerte Sache und könnte sich präsentieren als Event gegen Autowahn, für umweltschonende Verkehrskonzepte und regnerative Energie (Muskelkraft). Durch die Auswahl der Sponsoren und den nicht ohne Grund ausgesuchten Namen wird die "Tour d'Energie" aber vereinnahmt von einem Großkonzern, der sonst mit Umweltschutz überhaupt nix am Hut hat:

E.ON betreibt - auch nach dem vermeintlichen Atomausstieg - weiterhin in Europa 17 Atomreaktoren, ist an fast allen deutschen weiter laufenden AKWs beteiligt, außerdem an der Urananreicherungsanlage in Gronau und verdient über die Gesellschaft für Nuklearservice am Ausbau der äußerst umstrittenen Atommülllagerstätten. In Finnland plant E.on darüber hinaus den Bau eines neuen AKWs. Auch die Neuerrichtung klimaschädlicher Kohlekraftwerke wird massiv vorangetrieben. Seit Fukushima betreibt E.ON zwar vermehrt Werbung für Solarenergie, klagt aber gleichzeitig beim Bundesverfassungsgericht gegen die Stilllegung der E.ON-Schrottmeiler Krümmel und Brunsbüttel und gegen die Brennelementebesteuerung. Nur ein Bruchteil des von E.ON gelieferten Stroms kommt aus regenerativer Energie (2010 waren es unter 9 Prozent, 84% aus Kohle und Atom). Sich scheinbar fürs umweltfreundliche Fahrrad einzusetzen ist bei E.ON Teil einer "Greenwashing"-Kampagne, um das schlechte Image des Konzerns aufzupolieren. Dazu gehört neben dem Sponsern diverser Sportveranstaltungen (und gelegentlich Tieraufzuchtstationen) auch die scheinheilige Beratung zum Stromsparen in der neuen E.ON-Geschäftsstelle "Treff Energie" und durch Infostände und "Energiespar-Mobile" (z.B. beim Gänselieselfest, regelmäßig am Kaufpark oder bei der Energiemesse in der Lokhalle).

Am Fahrradrennen 2012 nehmen 20 FirmenmitarbeiterInnen in E.ON-Trikots teil, die Rennstrecke wird geschmückt von unzähligen E.ON-Bannern und Bandenwerbungen. Zudem prangt gewöhnlich ein riesiger luftgefüllter E.ON-Torbogen über der Rennstrecke auf der Zielgeraden. Im vorigen Jahr verzichteten die Veranstalter auf den Bogen, nachdem AtomkraftgegnerInnen Protest angekündigt hatten. In diesem Sinne ruft das AntiAtomPlenum dazu auf, am 21.April 2012 wieder das Rennen zu besuchen und gegen den Sponsor E.ON kreativ und fantasievoll zu protestieren. Es soll mit Flyern über die Machenschaften von E.ON aufgeklärt, zum Stromwechsel aufgerufen und optisch oder akustisch Unmut bekundet werden. Ziel ist es nicht, das Rennen an sich in Frage zu stellen oder zu behindern. E.Off!"

Es gab aber auch T-Shirts mit der Aufschrift "e-off"

Radfahren gegen Atomkonzerne

Bericht AntiAtomPlenum goettingen: "An der Zieleinfahrt befanden sich AktivistInnen, die Flugblätter über E.ON an das Publikum verteilten und Transparente und Anti-Atom-Fahnen zeigten. Eine Gruppe RadfahrerInnen begab sich auf die Rennstrecke, um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen. Sie trugen rote „E.OFF!“-T-Shirts und hatten ihre Fahrräder mit Fahnen und Plakaten geschmückt. Darauf bedacht, das Rennen nicht zu behindern und niemanden zu gefährden, fuhren sie äußerst rechts. An der Kreuzung Wiesenstraße/Bürgerstraße blockierte die Polizei allerdings die Rennstrecke mit einem Einsatzfahrzeug und zwang die RadfahrerInnen unsanft zum Anhalten. Auf Grund der angekündigten Proteste und der Erfahrungen der letzen Jahre, dass dieser Profilierungsversuch eines großen Atomkonzerns nicht ohne Proteste hingenommen würde, war eine Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) der Polizei vor Ort und erteilte nach Personalienaufnahme und Filmaufnahmen Platzverweise an die AktivistInnen. Eine Aktivistin resümierte: „Wir bleiben weiter an E.ON dran, bis alle AKWs stillgelegt sind! Dabei unterstützen wir natürlich auch die Kinderkrankenbett-Karawane zum AKW Grohnde, die momentan unterwegs ist.“


Von der Polizei verfolgte Radfahrer mit e-off Werbung

 

Von der Tour d´Energy zum Anti-AKW-Radrennen

1.) Korrespondend M.W. / 8.5.11 / Tour d'Energie - E.ON abschalten!
Das Radrennen 11-15.30 Uhr ist gleichzeitig eine Werbeveranstaltung von E.ON. Deshalb ruft das AntiAtomPlenum dazu auf, mit Transparenten und Fahnen ab 12 Uhr zur Zieleinfahrt in der Bürgerstraße zu kommen und schreibt: "Zeigen wir E.ON und den ZuschauerInnen mit lauten "E-OFF! Abschalten!"-Rufen, dass wir den sofortigen Atomausstieg und eine soziale und ökologische Zukunft wollen.
" So war es im Kalender von "Goest" angekündigt, für Sonntag, den 8. Mai 2011.

Ein Großaufgebot von Polizei, Bereitschaftspolizei und zivil gekleideter Polizei (getarnter Polizei) hielten sich im Bereich der Zieleinfahrt auf und wartete, auf dass was da wohl kommen mag. Von den vielen Zuschauern, fast unbemerkt, versuchte eine Gruppe von Aktivisten, mit T-Shirts und Fahnen mit der Aufschrift E.OFF, vor den eigentlichen Radrennfahrern, in das Ziel ein zu fahren. Ein großer Pulk von Polizisten, stürzte sich ca. 500 Meter vor dem Ziel auf die E.ON Gegner und drängten diese von der Strecke. Beobachtet wurde, dass diese Aktion ca. 15 Minuten vor den eigentlichen Radrennfahrern stattfand und offenbar keine Gefahr für die Radrennfahrer bestand.

Auch andere Aktivisten ließen es sich nicht nehmen, mit großen Transparenten "Atomkraftwerke abschalten", "Atomkraft? Nein Danke!" und "E.OFF" im Bereich der Zieleinfahrt sich aufzuhalten und auf den Atomkonzern E.ON hinzuweisen.



2.) Pressemitteilung AntiAtomPlenum Göttingen
http://aapgoe.so36.net 8.5.11

Vielfältiger Protest bei Atom-Radrennen: An der heutigen Tour d'Energie in Göttingen beteiligten sich auch mehrere Anti-Atom-Aktivist_innen. Der Grund hierfür war, dass der Hauptsponsor der Tour, der E.on-Konzern, nach wie vor im Atomgeschäft aktiv ist. Etwa 25 Minuten vor der Ankunft der ersten Radfahrer_innen versuchten ca. 15 Aktivist_innen, mit Fahrrädern auf die Zielgerade zu gelangen. Sie trugen mit "E.off" bedruckte T-Shirts und hatten ihre Räder mit Anti-Atom-Fahnen geschmückt. Die anwesende Polizei reagierte völlig über. Sie sprangen über die Absperrungen auf die Strecke, schubsten die Aktivist_innen von den Rädern und drängten sie wieder von der Strecke. Da die Aktivist_innen den Ablauf der Tour nicht gefährden wollten, verließen sie nach diesem panikartigen und unprofessionellen Verhalten der Polizei die Zielgerade wieder. Stattdessen fuhren sie mit ihren Rädern durch die Innenstadt und machten auf die Verbindung von E.on zur Atomkraft aufmerksam. Auch unter den Zuschauenden, im Zielbereich und an der Strecke, befanden sich weitere Atomkraftgegner_innen, die Parolen wie "Atomkraft abschalten" skandierten und, zum Teil riesige, Anti-Atom-Fahnen trugen.
Einmal mehr wurde mit diesen Aktionen darauf hingewiesen, dass die Ausbeutung von Natur und Menschen bei E.on besonders extreme Formen annimmt. Wie andere Atomkonzerne auch ignoriert E.on die Schäden an der Gesundheit der Menschen und der Umwelt, die durch Uranabbau, Betrieb und Störfälle in Atomanlagen und die Entsorgung atomarer Abfälle entstehen. "Solange E.on an dieser Dinosaurier-Technologie festhält werden wir ihnen auch weiterhin auf die Füße treten," kommentierte ein Teilnehmer die Aktion. "E.on Mitte ist dabei genau das richtige Ziel, weil es ein Teil vom E.on-Konzern ist."
Da das AntiAtomPlenum Göttingen im Vorfeld zu Protesten gegen den Sponsor der Tour aufgerufen hatte, wurde eine zusätzliche Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei Braunschweig angefordert. Außerdem verzichtete E.on auf die Aufstellung des luftgefüllten Werbebogens über der Zielgeraden, da die Polizei befürchtete, dass dieser zerstört werden könnte und dadurch die Strecke blockiert würde. Die gefürchtete Stecknadel wäre allerdings ein denkbar ungeeignetes Werkzeug, den E.on-Bogen zu entfernen, weil dies eine Gefährdung der Radfahrer_innen bedeuten könnte.(...)"

 

Tour d´Energy 2009 (am Jahrestag von Tschernobyl)

26.4.09 / Ausgerechnet am 26. April 2009 - dem Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe wurde der Atomstrom-Konzern E.On als Sponsor des Rennens groß herausgestellt . In einer Pressemitteilung des Anti-Atom-Plenums dazu heißt es: "E.ON ist mittlerweile der größte private Stromkonzern der Welt und expandiert weiter, auch auf dem osteuropäischen Markt. Somit unterstützt er auch den unverantwortlichen Weiterbetrieb zahlreicher Schrottreaktoren vom Typ Tschernobyl. Etwa die Hälfte des von e.on erzeugten Stroms kommt aus Atomkraftwerken. E.on ist auch Mitbetreiber des Pannen-Reaktors Krümmel, der wegen zahlreicher Störfälle seit langem vom Netz ist." Atomkraft-GegnerInnen überklebten die E-On Plakate mit E-Off und hingen zur Erinnerung an Tschernobyl entlang der Zielgeraden Transparente auf..

Tour d’Energie von den Terrassen: Sponsoren sind E.ON Mitte, Stadtwerke Göttingen und Sparkasse Göttingen. Veranstalter ist die Göttinger Sport und Freizeit GmbH & Co. KG (Alexander Frey , Veit Hesse, Andreas Kauth). Dieser städtische Betrieb hat ein Interesse an guten Renditen von E-On, weil er die Dividende aus der städtischen Beteiligung an Aktien der E-On bekommt, Gelder, die dadurch weitgehend der Kontrolle durch die gewählten Organe der Stadt entzogen sind. Es geht um Millionen.
Gleich zwei Sponsoren bringen ihre Interessen schon im Namen der Veranstaltung unter: E-on die "Energie" und die Sparkasse. Wegen der Energieversorgungsunternehmen muß das Wort "Energie" im Titel vorkommen und weil die Sparkasse die Immobilien auf den Zietenterrassen vermarktet, muß auch das Wort "Terrassen im Titel vorkommen. Die Sparkasse versucht beharrlich den Begriff Zietenterrassen durch Terrassen zu ersetzen weil das für die Vermarktung von Wohnhäusern günstigere Assoziationen hervorruft.

Unter anderem wurde ein Transparent mit der Aufschrift "23 Jahre Tschernobyl - Atomkraftwerke abschalten - e.off!" von einer 10 Meter hohen Laterne entrollt. (Bild links)

Das während der Gaspreisintitiative bereits zum Einsatz gekommene "E-on / E-off" ersetzte streckenweise die Werbung des Atomkonzerns.

Fotos: Presseaussendung des Antiatomplenum Göttingen aapgoe

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