goettinger stadtinfo
Arbeitslosigkeit / Agentur für Arbeit / Jobcenter / > Arbeitslosengeld 2 Partei DieLinke kritisiert Arbeitslosenstatistik als "Trickserei" 10.1.12 / Statistik und Text aus einer Pressemitteilung der Partei DieLinke: „Offiziell waren in Niedersachsen Ende Dezember rund 256.000 Menschen arbeitslos gemeldet. In dieser Statistik tauchen jedoch z.B. ältere Langzeitarbeitslose, Ein-Euro-Jobber oder Teilnehmer an Weiterbildungen gar nicht mehr auf.“ Die reale Zahl der Arbeitslosen in Niedersachsen liege daher bei über 350.000 und somit um fast 95.000 Betroffene höher als in der Statistik angegeben."
Arbeitslosenberatungsstellen erhalten nach Protest weitere (geringere) Finanzierung Eine Vielzahl der Widersprüchen von ALG II BezieherInnen sind gerechtfertigt und erfordern eine Korrektur der Bescheide. Die Betroffenen sind beim Umgang mit der Behörde auf Beratungen angewiesen. In dieser Situation wollten sowohl Stadt als auch Landkreis Göttingen die Gelder für unabhängige Beratungsstellen vollständig streichen und sie damit faktisch abschaffen. 16.4.11
/ Anfang des Jahres sah es so aus, als ob den Beratungsstellen sämtliche
Mittel gestrichen würden. Stadt und Landkreis hatten sich die Finanzierung
geteilt, anfang 2011 aber die entsprechenden Haushaltsposten auf 0 Euro gesetzt.
Die Stadt Göttingen fühlte sich für die Beratung von Arbeitslosen
nicht mehr für die Arbeitslosen zuständig, weil das Jobcenter in die
formale Zuständigkeit des Landkreises übergegangen war. Die unabhängigen
Arbeitslosen-Beratungsstellen wurden von dem Streit zwischen Stadt und Landkreist
völlig zu unrecht betroffen. Deshalb beantragte der Patrick Humke Ratsherr
der Partei DieLinke auch im Finanzausschuss der Stadt eine Fortsetzung der Finanzierung
Dieser Antrag wurde mit den Stimmen u.a. von SPD und Grünen abgelehnt (!).
Proteste gegen die Streichung aller finanziellen Mittel für die Beratungsstellen 24.1.11
/
Runder
Tisch "Armes Göttingen" vertreten durch Bernd Müller (Diakon),
Bündnis "Lebenswertes Göttingen" vertreten durch Manfred Grönig
(Paritätischer Wohlfahrtsverband) und DGB-Region Südniedersachsen-Harz
, Vorsitzender Lothar Hanisch haben einen Offenen Brief an Stadt und Landkreis
Göttingen veröffentlicht in dem sie den unbedingten Erhalt der Arbeitslosenberatungsstellen
fordern. Darin
heißt es, man habe "kein Verständnis dafür, dass die Stadt Göttingen,
die die bewährten unabhängigen Beratungseinrichtungen für ALG II-BezieherInnen,
seit ihrer Eröffnung fördert, sich nun mit Hinweis auf die Haushaltssicherung
und die "neue alleinige Zuständigkeit des Landkreises" aus der
Verantwortung stiehlt und davon ausgeht, dass der Landkreis nun ja seinen Zuschuss
von 35.000 auf 70.000 € verdoppeln werde!" Andererseits wolle der Landkreises
aber die bisherige Förderung von 35.000 € völlig streichen obwohl die
Zahl der Nachfragenden an den Beratungsstellen weiter zunimmt. "Der weit überwiegende
Teil der Klienten der Beratungseinrichtungen (mehr als 1.500 Hilfebedürftige)
kommt aus dem Gebiet der Stadt Göttingen, so dass vor allem diese, aber auch
die BürgerInnen aus den "Altkreisgebieten" Göttingens, Duderstadts
und Hann. Mündens auf Hilfen angewiesenen BürgerInnen von der Streichung
der Zuschüsse unmittelbar betroffen wären! (...) Die gestiegenen Beratungszahlen
zeigen auf der einen Seite den Bedarf, und auf der anderen Seite den Bekanntheitsgrad
der zielgruppennahen niedrigschwelligen Beratungsstellen."
Widersprüche
und Klagen 25.2.10 / Im Sozial und Gesundheitsausschuß des Landkreises wurde am 16.2.10 u.a. die Widerspruchs- und Klagestatistik des Amtes für Arbeit und Qualifizierung für die Zeit vom 01.01.2009 bis 31.12.2009 vorgestellt. Außerordentlich hoch ist die Zahl der offen gebliebenen Widersprüche und Klagen. Binnen eines Jahres ist diese Zahl bei den Widersprüchen sogar um mehr als 50 % angestiegen. Da wäre schon wünschenswert, genauer zu erfahren um welche Probleme es sich bei den Widersprüchen handelt. Eine entsprechende Frage nach Häufungen besonderer Ursachen wurde mit der Antwort beschieden, dass sich angeblich keine besondere Häufung einer besonderen Art von Problemen habe feststellen lassen. Und bei nochmaliger Nachfrage meinte der zuständige Dezernent Wucherpfennig: Das würde ja bedeuten, dass ein systematischer Fehler in der Arbeit vorläge. Da die Klagestatistik nicht nach dem Streitgegenstand bzw. der Streitfrag ausdifferenziert ist, kann diese Behauptung leider nicht überprüft werden. Welche Fälle beispielsweise auf den Klageweg gebracht wurden ist auf einer gesonderten goest-Seite zusammengetragen und zeigt welch existentielle Not hinter den Zahlen der Tabelle steht >
Abzüge bei TagessatzverkäuferInnen vom ALG 2 Widersprüche
Klagen
Quelle: das technisch ausgezeichnete digitale Archiv des Landkreises (von dem sich die Stadt eine Scheibe abschneiden könnte) darin als pdf-Datei die Ausschußvorlage in openplenum.de aber leider eben nicht die gewünschte Ausdifferenzierung nach Art der Widersprüche |
Kontakte und Beratungsstellen
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Jobcenter / Bescheide / Schikanen Das
Jobcenter arbeitete jahrelang ohne gültige Rechtsgrundlage 23.3.10
Rechtsgrundlage soll durch Grundgesetzänderung geschaffen werden Kürzungsbescheide
des Jobcenters können rückgängig gemacht werden
Kritik am Jobcenter
- Zuschrift
einer Leserin 19.2.09 Der
Trick mit der "Warmwasser- und Kochfeuerungspauschale"
Achtung:
Unterlagen verschwunden ... fieser Trick oder Schlamperei? Kritik
an Schikanen Bei dem Versuch die Trickserei mit den Pauschalen und Regelleistungen und KdU usw. zu verstehen , stösst man ein Regelungs-Wirr-Warr in dem man sich tagelang verstricken kann ohne Klarheit zu gewinnen. In den Internetforen trifft man bundesweit auf verzweifelte Hilferufe von Arbeitslosen , die plötzlich weniger Geld zur Verfügung haben weil Warmwasserkosten abgezogen werden. Die Leute, die sich gegen die Behörden wehren wollen, sehen sich undurchsichtigen Verfahrensweisen gegenüber. Unfreundliche BehördenmitarbeiterInnen, die alles abblocken und einfach Geld nicht auszahlen, zurückhalten oder wieder zurückfordern treiben die Menschen entweder in die Resignation oder in die Wut. Zur Zeit scheint noch die Resignation zu überwiegen. Vorlage
von Kontoauszügen - Datenschutz >>
Gesetzestext
/ Sozialgesetzbuch X
Rückzahlung als Einkommen gerechnet / Leserzuschrift
5.10.05 |
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Als
Arbeitslose/r Würde bewahren
"Wer
arbeiten will, der findet auch Arbeit" - ja aber ob es dafür Geld gibt
ist die Frage! Wenn die Leute
sich nicht wehren, werden sie kaputtgemacht
Von
diesem Kreistag ist keine Hilfe zu erwarten Danach debattierten die Abgeordneten dann fast eine Stunde darüber, ob die SPD nun auch eine Dezernentenstelle in der Kreisverwaltung bekommen solle oder nicht. Das schien auch die Hauptsorge der SPD-Sprecher zu sein. Auch bei der Hartz 4 Einführung in den Ausschüssen war es immer wieder vor allem um die Zahl der Stellen gegangen, die beim Kreistag nach dieser Veränderung eingerichtet werden sollen. So wurden sogar Gelder, die für die Förderung gedacht waren anscheinend lieber in Stellen des Kreistages gesteckt. Es scheint ihnen immer zu allererst um ihre eigenen Stellen und Pfründe zu gehen. Nebenbei bemerkt.: im Kreistag arbeiten einerseits CDU und Grüne in der Mehrheit und andererseits SPD und FDP als "Gruppe" zusammen.
Keine Lösung: Arbeitsloser begeht Selbstmord |
Jobcenter Die
kommunale Option bedeutet grob gesagt, dass der Landkreis Göttingen bzw. die Stadtverwaltung
in Zukunft die Arbeitslosen- und SozialhilfeempfängerInnen verwaltet und kontrolliert.
Allerdings gewinnt man bei Besuchen von Ratsitzungen und Ausschüssen den Eindruck,
dass die Strippenzieher in der Politik sich dabei weniger Gedanken um das Schicksal
der Arbeitslosen als vielmehr um ihre eigenen Arbeitsplätze bzw. ihre Personalstellen
und ihren Einfluß machen. Für die Verwaltung werden 5,9 Millione Euro und für
die "Integrationstätigkeit" 10,8 Millionen Euro veranschlagt. Insgesamt
geht es bei der Stadt um angeblich 92,49 Arbeitsplätze und beim Landkreis um 167,51
Arbeitsplätze von Sozialhilfe-SachbearbeiterInnen, FallmanagerInnen, SozialarbeiterInnen.
Es geht auch um Geld, die für die Bildungs- und Fördermaßnahmen auf die die Göttinger
Bildungseinrichtungen wie "Arbeit und Leben" oder Beschäftigungsprojekte
wie die Werkstattschule oder die "Brockensammlung" ("Neue Arbeit")
angewiesen sind. In der (Sonder-)Sitzung des städtischen Ausschusses für Soziales und Wohnungsbau am 2.11.04 wurde berichtet, dass die Arbeitsstellen wie folgt aufgeteilt werden sollen: ALG II / KdU Verwaltungsstellen verteilt auf Stadt und Landkreis
Tabelle: LeistungsempfängerInnen verteilt auf Stadt und Landkreis
Dietmar Linne (kommissarischer Vorstand der Göttinger Personal Service der Beschäftigungsförderung Göttingen kAöR" (GPS) ) teilte im Ausschuß die Zahlen über die LeistungsempfängerInnen im Arbeitsamtsbezirk Göttingen 2004 mit: Von den 6000 in Göttingen schätzte Linne sind 1000 bis zu 25 Jahre alt, 3000 sind problemlos, "sie suchen nur Arbeit", 1000 haben Probleme mit der Sprache, haben Schulden usw. bei ihnen bestehen also Vermittlungsprobleme und weitere 1000 haben noch "komplexeren Hilfebedarf". Jobcenter arbeitet seit 2005 ohne Rechstgrundlage
Mit der Einführung von Arbeitslosengeld II
zum 1. Januar 2005 wurden die Arbeitsvermittler, die bisher für die Vermittlung
der Sozialhilfeempfänger der Stadt Göttingen zuständig waren für alle Bezieher
von Arbeitslosengeld II zuständig, die Ihren Wohnsitz im Stadtgebiet von Göttingen
haben. Im Amtshaus am Hiroshimaplatz befindet sich das JobCenter Göttingen, das
für die Bezieher des Arbeitslosengeldes II zuständig ist. Allerdings ist auch 2010 noch nicht klar, wie das Gezerre zwischen Stadt und Landkreis ausgeht. Der Landkreis Göttingen ist "Träger der Leistungen nach SGB II" und der zuständige Dezernent für Soziales und Jugend ist Wucherpfennig. Die Stadt kommt erst über eine "Heranziehungsvereinbarung" ins Spiel. |