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Burschenschaften

Burschenschafter-Nachwuchs / Schüler-Treffen in Göttingen
Burschenschaft VDST bekommt Besuch vom Grünen Ex-Minister Trittin
2000: Zunehmend erscheinen sie wieder in der Öffentlichkeit

> Demonstration gegen Burschenschaftertreffen 2008
> Bericht über den Vortragsabend von Trittin beim VDST 2006
> Brandanschlag von Burschenschaftlern  2003
> Protest gegen Auftritt von Ex-General Günzel bei Burschenschaft 2004
> Wanderkundgebung gegen Burschenschaften und FDP

>> Broschüre über Burschenschaften Text/Online ( 2005 haben sich "ein paar Menschen zusammengesetzt, miteinander diskutiert und Texte geschrieben. Beteiligt waren neben Einzelpersonen die Gruppen Antifa Aktion & Kritik, redical M, A.L.I. und Gruppe Gegenstrom. Dank finanzieller Unterstützung durch das Rosa Luxemburg Bildungswerk Niedersachsen e.V. und den Fachschaftsrat Biologie konnte daraus dieser Reader entstehen."

Beratungstelefon „Falsch Verbunden?“

Auf der Webseite asta.uni-goettingen.de/falsch-verbunden/ heisst es: "Hast du Probleme in einer Studentverbindung, willst du aus einer solchen aussteigen oder kennst du Betroffene in Korporationen? Dann wende dich an unser Beratungstelefon unter: 0551-39 222 68 erreichbar Montags 11-12 Uhr oder schreib eine E-Mail an falsch-verbunden@asta.uni-goettingen.de .

Nach einem Monat fasst der AStA in einer Erklärung am 7.7.11 die Erfahrungen mit diesem Telefon folgendermaßen zusammen: "Seit dem 30.05.2010 besteht das telefonische Beratungsangebot „Falsch Verbunden?“ des AStA Göttingen. Das Telefon wurde häufig in Anspruch genommen; dabei entstanden einige erfolgreiche Beratungsgespräche. Aufgrund eines Aufrufs einiger Korporierter gab es auch beleidigende und karikierende Anrufe. Es ist dem AStA bewusst, dass auch einzelne fingierte Anrufe gegeben haben könnte. Da jedoch keine Möglichkeit besteht, die Ernsthaftigkeit der Anrufenden zu prüfen, wurden bei allen Telefonaten, die nicht offensichtlich vorgetäuscht waren, ausführlich beraten. Besonders zu Anfang war die Resonanz ausgesprochen hoch, in den darauf folgenden Wochen kamen wir auf durchschnittlich 3-4 Anrufen pro Schaltungstermin. Aufgrund dieses deutlichen Bedarfs wird der AStA das Angebot wie geplant fortsetzen."

z.B. Juni 2011 - Studentenverbindungen farbentragend in der Stadt unterwegs

Unten:
Studentenverbindung offensichtlich bei einer Stadtführung am Wilhelmsplatz (Juni, 2011)
Vermutlich L! Verdensia im Coburger Convent Wahlspruch: Forti animo atque prudenti , schlagend und farbtragend http://www.verdensia-goettingen.de

Unten:
Am Ratskeller, der im Besitz des FreizeitIn ist und nun "Bullerjahn" heisst. Bullerjahn hat unmittelbaren Bezug zur Tradition von Studentenverbindungen. Der Bullerjahn war eine nahezu 70 Jahre lang praktizierte wöchentliche Sauf- und Singveranstaltung im Ratskeller bei der irgendwann das Bullerjahnlied gesungen wurde (mit einem recht sinnentleerten Text - auch besoffen zu lallen) > Bullerjahn in Wikipedia

mit blauen Mützen vermutlich L! Gottinga im Coburger Convent / Landsmannschaft Gottinga · Nikolausberger Weg 25 , schlagende Verbindung http://www.gottinga.de

Es könnten aber auch http://www.corps-frisia.de Nikolausberger Weg 78 sein, die gleichfarbige Mützen tragen.

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Schlagende Burschen in der Nikolaikirche - Waffen in der Kirche erlaubt?

Im September 2007 tauchten an der Nikolaikirche Burschenschafter in grünen Uniformen und mit Säbel in der Hand auf. Sie besaßen einen Schlüssel für die Kirche. Kurz darauf kamen noch Burschenschaftler mit Auto aus Hildesheim hinzu.

Seltsam, dass mit Waffen ein Kirchenbesuch erlaubt wird.

Die grüne Uniform war einmal der ursprünglichen Thuringa aus Einbeck zuzuordnen.

 

Burschenschafter bei Doktorspielen am Gänseliesel

Bei den Doktorritualen am Gänseliesel am 18.7.08 war auch eine "farbentragende" Gruppe dabei, die dann auch noch ihre Fahne am Gänseliesel aufhängte.
siehe unter > Doktorspiele

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2006 meinte der Grüne Jürgen Trittin, der müsse überall wo er eingeladen wird auch Reden halten und verlief sich in das Haus der Burschenschaft VDST um unter schwarz-weiß-roter Flagge seinen Vortrag über den Nahen Osten zu halten. siehe >Bericht

(ehemaliger) CDU-Ratsherr
Hans Otto Arnold

stellt beruflich sogenanntes "Couleur" für Burschenschaften her und scheint eine besonders enge Verbindung zum stramm rechtsgerichteten Coburger Convent zu haben.

(Siehe auch >Satire)

 

Foto: Die schlagendende Burschenschaft Verdensa im Coburger Convent hat ihr Haus in der Theaterstrasse, Ecke Theaterplatz.

 

Burschenschafter-Nachwuchs / Schüler-Treffen in Göttingen

Ein "Bündnis gegen Volk und Nation" hat für Freitag, den 6. Juli um 19 Uhr zu einer Kundgebung an der Stadthalle aufgerufen, um gegen die Verbandstagung des Allgemeinen Pennälen Rings APR zu demonstieren, die um 20 Uhr im Burschenschaftshaus der Hannovera (Herzberger Landstraße, 9, Göttingen gegenüber der Stadthalle beginnt.

Vom 6. - 8. Juli findet in Göttingen die jährliche Verbandstagung des Allgemeinen Pennäler Rings (APR) und gleichzeitig das "25. Stiftungsfest der PV! Hansea zu Göttingen" statt. Der APR ist das Pendant zur Deutschen Burschenschaft (bzw. besser zur Burschenschaftlichen Gemeinschaft) bei den "konservativen" mensurschlagenden Schülerverbindungen. Auf deren Homepage heisst es: "Als stärkster pennaler Verband vereint der APR derzeit 13 national-freiheitliche und wehrhafte Pennalkorporationen unter seiner Fahne."

An die Fassade des Hauses der Hannovera (die sich zeitweise auch Corps Hansea nannte) gegenüber der Stadthalle waren offensichtlich kurz vor Beginn der Verbandstagung Farbbeutel mit roter Farbe geworfen worden.

6.7.07

Zwei Polizeiwagen parken im Hof und am Toreingang stehen zwei Polizeibeamte Wache.

Das "Bündnis gegen Volk und Nation" schreibt , einzelne Bünde haben "Verbindungen zum organisierten Neonazismus, zum Beispiel in der pennalen Burschenschaft (pB!) Ernst Moritz Arndt zu Greifswald." Weiter heisst es in der Zuschrift des "Bündnis gegen Volk und Nation" "Offizielle Kontaktperson der Hansea ist Holger Teuteberg, welcher gleichzeitig Mitglied der Kasseler Burschenschaft Germania, und infolge interner Quellen der Burschenschaft Hannovera, auch Mitglied der NPD ist. Die Germania ist im Jahr 2004 unter anderem dadurch aufgefallen, dass sie den Anmelder der Rudolf-Hess-Märsche in Wunsiedel, den Anwalt Jürgen Rieger, zu einem Vortrag (19.11.2004) einlud. Aufgrund dieses Vortrags ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen Rieger wegen Leugnung des Holocausts."

Um 19 Uhr waren ca. 80 Personen an der Stadthalle zur Protestversammlung zusammengekommen. Grob geschätzt waren ca. 25 Mannschaftswagen der Polizei rund um die Stadthalle in Position gebracht worden. Die Polizei schrieb später in ihrer Pressemitteilung von 170 Beteiligten an einer Demonstration. Die Demo ging erst nach 20 Uhr los Route: Stadthalle - Wendenstraße - links in die kleine enge Mauerstraße - Kurze Geismarstraße über die Kreuzung am Geismar Tor zum Hiroshimaplatz. Nach Beendigung der Demo mit Kundgebung, so der Polizeibericht "versuchten mehrere Teilnehmer, auf das Gelände des Burschenschaftgebäudes zu gelangen, was von den eingesetzen Polizeikräften verhindert werden konnte. Die Beamten stellten bei vierzehn Personen die Personalien fest und sprach Platzverweisungen aus."

PV Hansea Göttingen Wahlspruch: Gott-Ehre-Freiheit-Vaterland , schlagend, Farben: schwarz-weiß-rot http://www.pv-hansea.de/ diese Seite verlinkt auf Liedgutseite mit Texten wie "Ja, sollt’ ich tapfer streiten, für Danzig müßt es sein! Kennst du die Stadt, wo deutsche Art voll Kraft und Mut ihr Gut bewahrt, wo deutsch die Glocken werben und deutsch ein jeder Stein!"

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Mai 2000 Wilhelmsplatz - Ansammlung

/ Bezüglich der Burschenschaften im Stadtbild Göttingens sind über die Jahre Veränderungen feststellbar. Die Nähe zu rechtsgerichteten Ideologien, Parteien, Gruppierungen hatte früher zur zeitweisen Verbannung aus dem öffentlichen Stadtbild geführt. Irgendwann begann man dann wieder mit der Beflaggung der Verbindungshäuser. Bei einem Verbindungshaus im Nikolausberger Weg hing zumindest zeitweise auch die deutsche Reichskriegsflagge der Marine. Die an ihren Käppis erkennbaren Burschenschafter waren jedoch selten in der Öffentlichkeit zu sehen. Inzwischen sind solche Erscheinungen häufiger. Im Schucan, von dem gesagt wird, dass sich des abends dort gerne Burschenschaftertreffen, weisen die Toilettensprüchen auf rechtsradikales Potential hin. Alte Herren und Burschen sind zu Festivitäten im Schwarzen Bären zu treffen. Eine Ansammlung wie auf dem unten zu sehenden Bild ist jedoch immer noch ungewöhnlich.

burschen1.jpg (21975 Byte)Foto: Samstag, den 20.5.2000 Burschen und "alte Herren" verschiedener Burschenschaften und Verbindungen bei einer Stadtführung am Wilhelmsplatz.

burschen2.jpg (21290 Byte)

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Vortragsreihe 2011 "Studentenverbindungen in Geschichte und Gegenwart"

Veranstaltertext: "Damals wie heute sind Studentenverbindungen in jeder deutschen Universitätsstadt vorzufinden. Auch in Göttingen gibt es circa 50 dieser männerbündischen Vereinigungen, deren Mitglieder ihre Studienzeit hinter den Mauern meist steinener Altbauten verbringen. Auch nach dem Abschluss bleiben Verbindungsstudenten in der Regel ihrer Korporation verpflichtet und sichern sich als Netzwerk "alter Herren" Spitzenpositionen in Politik und Wirtschaft.
Mit der Veranstaltungsreihe "Studentenverbindungen in Geschichte und Gegenwart" soll ein kritischer Blick auf die Problematiken des Korporationswesens geworfen werden. Aus emanzipatorischer Perspektive werden Thematiken wie das Mitwirken von Korporierten in neurechten und neonazistischen Netzwerken, Sexismus und antifeministische Frauenbilder innerhalb der Männerbünde, die autoritäre Erziehung zur Unterordnung durch Bräuche wie Mensur und Kneipe sowie patriarchaler Elitarismus innerhalb studentischer Verbindungen einer Untersuchung unterzogen."

Di 24.05. 20 Uhr im ZHG 003 Basisgruppe Geschichte: Studentenverbindungen in Deutschland und Göttingen - Ein kritischer Überblick aus antifaschistischer und feministischer Sicht

Do 26.05. 20 Uhr im ZHG 003 Dr. Stephan Peters: Elite sein. Wie und für welche Gesellschaft sozialisiert eine studentische Korporation?

Mi 01.06. 20 Uhr im ZHG 005 Basisgruppe Geschichte: Die Geschichte der Deutschen Burschenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Göttinger Verbindungen die für morgen abend (Mittwoch)
Diese Veranstaltung muss wegen Krankheit leider verlegt werden. Neuer Termin ist der 16. Juni, die genaue Uhrzeit und der Raum werden noch bekannt gegeben.

Di 07.06. 18 Uhr im ZHG 003 Dr. Dietrich Heither: "Damit wir Männer werden...". Mensur und Kneipe als "Charaktererziehungsmittel"

Ankündigungstext der VeranstalterInnen: "Damals wie heute sind Studentenverbindungen in jeder deutschen Universitätsstadt vorzufinden. Auch in Göttingen gibt es circa 50 dieser männerbündischen Vereinigungen, deren Mitglieder ihre Studienzeit hinter den Mauern meist steinener Altbauten verbringen. Auch nach dem Abschluss bleiben Verbindungsstudenten in der Regel ihrer Korporation verpflichtet und sichern sich als Netzwerk „alter Herren“ Spitzenpositionen in Politik und Wirtschaft. Mit der Veranstaltungsreihe „Studentenverbindungen in Geschichte und Gegenwart“ soll ein kritischer Blick auf die Problematiken des Korporationswesens geworfen werden. Aus emanzipatorischer Perspektive werden Thematiken wie das Mitwirken von Korporierten in neurechten und neonazistischen Netzwerken, Sexismus und antifeministische Frauenbilder innerhalb der Männerbünde, die autoritäre Erziehung zur Unterordnung durch Bräuche wie Mensur und Kneipe sowie patriarchaler Elitarismus innerhalb studentischer Verbindungen einer Untersuchung unterzogen."

Di 14.06. 19 Uhr im ZHG 004 Jörg Kronauer: Studentenverbindungen als Teil rechter Netzwerke

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Basisgruppe Geschichte: Veranstaltungsreihe 2008 "Studentenverbindungen in Geschichte und Gegenwart"

Vortrag Die Deutsche Burschenschaft
Di, 17.06.08 19 Uhr Ort: ZHG 102 verschoben auf 10. Juli, 19 Uhr. Hörsaal ?.
NPD-Kader als Mitglieder, Veranstaltungen mit Holocaustleugnern, Fluchthilfe nach einem rassistischen Überfall – vor allem die in der „Deutschen Burschenschaft“ (DB) organisierten Studentenverbindungen sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Bei näherer Betrachtung wird schnell klar, dass es sich hier keineswegs nur um „bedauerliche Einzelfälle“ oder „Ausrutscher“ handelt. Wir wollen den prominentesten Dachverband studentischer Verbindungen genauer unter die Lupe nehmen und dabei nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Geschichte dieses Zusammenschlusses untersuchen. Gerade angesichts einer von DB-Burschenschaften immer wieder behaupteten Gegnerschaft zum Nationalsozialismus ist hier das Verhältnis des Verbandes, der bereits 1920 erklärt hatte, dass er „in der Judenfrage auf dem Rassenstandpunkt stehe“, zum NS von besonderem Interesse. Der Vortrag beginnt um 19:00 Uhr im ZHG 102. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Studentenverbindungen in Geschichte und Gegenwart".

Vortrag "Studentenverbindungen als Männerbünde"
26.5.08: Alexandra Kurth Veranstalter/innen-Text: "Die meisten studentischen Verbindungen verstehen sich explizit als Männerbünde. Für die Korporationen waren seit ihrer Entstehung „Männlichkeit“ und ein dichotomisches Geschlechtermodell von zentraler Bedeutung. Zeitgleich mit der allgemeinen Zulassung von Frauen zum Hochschulstudium wurde der Begriff des Männerbundes populär. Entwicklungen wie das Vordringen von Frauen in den öffentlichen Raum der Universität wurden als Symptom einer drohenden Verweiblichung der Gesellschaft wahrgenommen. Die Männerbundideologie sollte als Weiterentwicklung und Radikalisierung des dichotomischen Geschlechtermodells den bis dahin als selbstverständlich erscheinenden gesellschaftlichen Ausschluss von Frauen auch weiterhin legitimieren. Alexandra Kurth untersucht Studentenverbindungen als Männerbünde und beleuchtet dabei die in den Korporationen bis heute wirksamen Geschlechterbilder und Männlichkeitsideale. Dr. Alexandra Kurth lehrt am Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig Universität Gießen. Langjährige Forschungen zur Geschichte und Gegenwart der Studentenverbindungen. 2004 veröffentlichte sie ihre Dissertation unter dem Titel "Männer - Bünde - Rituale. Studentenverbindungen seit 1800".

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plak_bursch.jpg (19454 Byte)Im Jahr 2000 wurde auf Plakaten zum Protest gegen den "Burschentag der Deutschen Burschenschaft" am 18.6.2000 in Eisenach aufgerufen. (Foto eines Plakats im Buchladen Rote Straße)