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IG Metall Südniedersachsen-Harz

IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz Teichstr. 9-11, 37154 Northeim Telefon 05551 9887016 Fax 05551 9887050 mailto:marita.weber@igmetall.de
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Carl Zeiss-Gruppe: Erst verzichteten die Arbeiter/innen auf Geld in der Krise, jetzt wird es nachträglich zurückgezahlt

8.3.10 Text der IGMetall / "Die rund 6.300 Beschäftigten der Carl-Zeiss-Gruppe bekommen im Mai ihr Urlaubsgeld für 2010 ausbezahlt. Außerdem erhalten sie Geld zurückbezahlt, das die Beschäftigten dem Unternehmen im Juni 2009 im Rahmen eines Ergänzungstarifvertrages zur Verfügung gestellt haben. Gleichzeitig sind die Arbeitsplätze bis Herbst 2010 gesichert. Darauf haben sich die Geschäftsleitung von Carl Zeiss, Betriebsrat und IG Metall Ende vergangener Woche verständigt. Roland Hamm, 1. Bevollmächtigter der IG Metall in Aalen: "Auf dem Höhepunkt der Krise haben die Beschäftigten mit ihrem Verzicht ihrem Arbeitgeber Liquidität gesichert. Vor dem Hintergrund der erfreulich positiven Geschäftsentwicklung forderte die IG Metall das Unternehmen zur Auszahlung der bestehenden Ansprüche auf. Nach einem Sondierungsgespräch und zwei harten Verhandlungen wurde das Ziel erreicht. " Die im vergangenen Jahr einbehaltenen Zahlungen von Weihnachts- und Urlaubsgeld landen bereits im April 2010 zur Hälfte auf den Konten der Beschäftigten. Abhängig vom weiteren Geschäftsverlauf kommt die zweite Hälfte ganz oder in Teilen bis zum Jahresende 2010 ebenso zu den Beschäftigten zurück."

 

Erste Warnstreiks in der Textil- und Bekleidungsindustrie Northeim.

6.3.09 / Warnstreik bei Wilvorst Herrenmoden GmbH Northeim
Pressemitteilung IGM "Heute morgen haben 120 Beschäftigte des Textilunternehmens für 1,5 Stunden befristet die Arbeit niedergelegt. Sie protestierten damit gegen das provokative Angebot der Arbeitgeber und für 5,5 Prozent mehr Entgelt. Betriebsratsvorsitzende Annette Kruse sagte vor dem Tor: “Unsere Geduld ist vorbei. Die Textilunternehmer müssen endlich ein akzeptables Angebot vorlegen.” Der für die Textilindustrie zuständige Tarifsekretär Thorsten Ohst verwies auf den Grundgedanken des Konjunkturpaketes der Bundesregierung. Es geht darum den Konsum anzukurbeln. „Die Leute brauchen mehr Geld in der Tasche. Sie brauchen Anreize, um sich Güter und Dienstleistungen kaufen zu können,“ sagte er zu den Warnstreikenden. „Wenn dieser Grundgedanke im Konjunkturpaket der Bundesregierung richtig ist, dann ist das Angebot der Textilarbeitgeber das genaue Gegenteil. Es führt dazu, dass die Löhne eingefroren werden und die Reallöhne gesenkt werden. Die Textilarbeitgeber stellen sich gegen die Arbeitnehmer. Sie stellen sich aber auch gegen den Grundgedanken des Konjunkturpaketes."


Foto: igm, Streik vor Wilvorst

Pressemitteilung IGMetall 5.3.09 / "Die Arbeitgeber legten in der 3. Verhandlungsrunde für die westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie ein unakzeptables Angebot vor. „Eine Nullrunde für 6 Monate, Einmalzahlungen in Höhe von 20 Euro pro Monat für 6 Monate und magere 1,5 Prozent mehr Entgelt ab 1. März 2010 sind nicht hinnehmbar. Als Provokation bezeichne ich das Verhalten der Arbeitgeber, dieses sogenannte Angebot auch noch befristet bis zum 28. Februar zu unterbreiten,“ so Gerd-Uwe Boguslawski, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Süd-Niedersachsen- Harz. Die Sorge und Nöte der Beschäftigten werde damit mit Füßen getreten. „Die Menschen benötigen aufgrund der stetigen Steigerung der Lebenshaltungskosten mehr Geld. Die Binnennachfrage muss gestärkt werden,“ so Boguslawski weiter. „Mehr Geld für die Beschäftigten schafft wirtschaftliche Stabilität – gerade in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation.“ Die IG Metall fordert für die rund 100.000 Beschäftigten der Branche 5,5 Prozent mehr Entgelt ab 1. März 2009 sowie eine eine Vereinbarung zu den Themen Altersteilzeit und Übernahme der Ausgebildeten."

 

Nikoläuse und Engel protestieren auf dem Weihnachtsmarkt

Am 4. Dezember 2008 hat die IG Metall- Jugend auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt mit einer „Nikolausaktion“ auf die Situation von Jugendlichen aufmerksam gemacht. Als verkleidete Nikoläuse und Engel verteilte die Gewerkschaftsjugend Flugblätter an die Besucher des Marktes Jugendsekretärin Bianka Berlin: „Es fehlen immer noch 20000 betriebliche Ausbildungsplätze in Niedersachsen. Wir wollen auch mit einigen Weihnachtsliedern auf die Situation der Jugendlichen aufmerksam machen.“


Foto: IGM 5.12.08 / Die IGM Jugend macht sich auf dem Weihnachtsmarkt bemerkbar

Die IG Metall-Jugend fordert die Begrenzung von Mehrarbeit und Überstunden, die Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenzen in den Sozialversicherungen und die Einbeziehung von Selbständigen und Beamten sowie eine Steuer auf Spekulationsgewinne (Tobinsteuer, die den Devisenumsatz besteuert).

 

Aktueller Stand der Tarifrunde 2008

Forderungen und Argumente am Anfang

Die IGM fordert 8 Prozent mehr, der Arbeitgeberverband bietet lediglich 2,1 Prozent und eine Einmalzahlung von 0,8 Prozent.
Gerd-Uwe Boguslawski, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz. forderte die Arbeitgeber auf, entsprechenden Einfluss auf ihren Verband zu nehmen das Angebot zu verbessern. Auch unter den Bedingungen der Finanzkrise seien die 8 % sinnvoll: Die Nachfrage muss gestärkt werden, mehr Geld für die Beschäftigten schaffe mehr Binnenkaufkraft, und das ist gut für die Konjunktur." "Nicht wir sind die Blockierer (...) Die Arbeitgeber haben fünf Wochen gebraucht, um ihre als Angebot getarnte Mogelpackung zu präsentieren." 2,1 Prozent sind aus seiner Sicht unsozial, da sie nicht einmal die Preissteigerungsrate ausgleichen und die 2 mal 0,4 Prozent Einmalbetrag betrieblich bis auf Null verhandelt werden könnten." Er stellte klar, dass die IG Metall einen schnellen Abschluss will und dies deutlich vor Weihnachten und eine Lösung ohne Streik.
Martina Manthey Tarifsekretärin der IG Metall Bezirksleitung, "Wir können und sollten auf Ratschläge von denen verzichten, die sich erst in ungezügelter Geldgier auf den Finanzmärkten eine goldene Nase verdient und dann verspekuliert haben", "Ihr habt in diesem und den vergangenen Jahren geschuftet, Überstunden geschoben, hervorragende Produkte hergestellt – dafür wollen uns jetzt die Arbeitgeber mit einem Appel und einem Ei abspeisen – das lassen wir nicht mit uns machen!"
Manfred Zaffke, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz äußerte, dass zum Beispiel die Betriebe Harz-Guss Zorge und Pleissner Guss mit allen drei Schichten den gesamten Tag in den befristeten Ausstand getreten sind.

Bisher liefen Warnstreiks (nach Pressemitteilungen der IGM)

4.11.2008 - 1. Warnstreiktag betrieblich unterschiedlich zwischen 2 und 5 Stunden. Warnstreiks in Einbeck/Dassel bei den Firmen: Renold, Kongsberg, Dresser, Gattermann und Bosch/Willershausen. Demonstration und anschließende Kundgebung auf dem Einbecker Marktplatz mit über 520 Metallerinnen und Metaller.
In Uslar sind 210 Beschäftigte der Früh- und Normalschicht von Demag und AKG Thermotechnik in den befristeten 2stündigen Ausstand getreten. Hinzu kamen 40 Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben Schneider und Spänex.

5.11. Sternmarsch von 1700 Metallarbeiterinnen und Metallarbeitern in die Göttinger Innenstadt aus den Betrieben in Göttingen und der Region Hann. Münden
Bosch Göttingen, John Crane, Sartorius Stedim Biotech, Zeiss, Novelis, Sartorius AG und Sartorius Corp. Adm. und Sartorius Stedim Biotech Warnstreik. Hann. Haendler&Natermann, Metallumform, H&N sport, gft, Täfler, AVI. Auch Mahr war zum Warnstreik aufgerufen. Die ersten Tarifverhandlung für das durch Haustarifvertrag gebundene Unternehmen war am 27. Oktober 2008 war ergebnislos verlaufen.

6.11. 1100 Metallerinnen und Metaller aus 16 Betrieben der Harzregion kamen zur Demonstration nach Osterode: Letron, Zollern BHW, Piller Power Systems, Kamax, Kellermann, BHR und Thermo Fisher Per BusJL und Harz-Metall aus Goslar, PPM aus Langelsheim, HAW aus Bockenem-Bornum, Fuba aus Gittelde, Perforator aus Walkenried, Maximator und Harz Guss aus Zorge, Pleissner aus Herzberg und Exide aus Bad Lauterberg.


Ergebnis am Ende?

Am Dienstag, den 11. November wurde in Baden-Württemberg ein Abschluss ausgehandelt. Ohne Einigung hätte der Vorstand der IG Metall am 12. November darüber entscheiden müssen, ob die Einleitung der Urabstimmung und eines Arbeitskampfes unausweichlich ist.

"Der in Baden-Württemberg erzielte Kompromiss sieht vor, dass die Beschäftigten zum 1. Februar 2,1 Prozent mehr Geld und zum 1. Mai weitere 2,1 Prozent erhalten. Zudem erhalten die Beschäftigten für die Monate November 2008 bis Januar 2009 eine Einmalzahlung von 510 Euro. Die Laufzeit beträgt 18 Monate und endet im April 2010." Die IGM Niedersachsen möchte diese Vereinbarung übernehmen.

Warnstreiks 2007

3.5.07 / Nach Angaben der IGMetall waren 650 Beschäftigte aus den Firmen Novelis - Aluminiumhersteller in der Hannoverschen Straße (Ehemals Alcan) und Sartorius (Geräte für Biotechnologie und Waagen) ebenfalls Hannoversche Straße und im Industriegebiet im Warnstreik. Bei der Telekom waren es 150 und bei Mahr 300. Wobei wichtig ist zu wissen, dass Mahr einen Haustrarifvertrag hat:
"Nach dem die erste Tarifverhandlung des über einen Haustarifvertrag gebundenen Unternehmens Mahr über die Erhöhung der Entgelte am 25. April mit sparsamen Angebot von 2,5% und 0,5% ergebnisabhängige Zahlung vertagt wurde, legten die Kolleginnen und Kollegen heute für drei Stunden die Arbeit nieder. Nach einer Kundgebung vor dem Tor machten auch Sie eine "Frühschluss-Aktion" " (IGmetall) .

Infos zu Mahr im Göttinger Betriebsexpress 2004/2005, 2001

Tarifrunde 2006

Der Tarifvertrag über Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen in der Metall- und Elektroindustrie Niedersachsen ist zum 28. Februar 2006 gekündigt. Für die Beschäftigten der niedersächsischen Metallindustrie fordert die IG Metall 5 Prozent mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung.

Die IGMetallerInnen trafen sich am 19.4.06 um 11 Uhr auf dem Schützenplatz, die Verdi-Demo wartete vor der Verwaltungsstelle des Südniedersächsischen Arbeitgeberverbandes an der Ecke Schützenanger/ Hildebrandstraße. Zusammen bildeten sie eine Demo von schätzungsweise 2600 Personen und zogen über die Godehardstraße, Berliner Straße, Weender Tor, Weender Straße zum Marktplatz.


GEMEINSAME Streik-Demo von Verdi und IGM Hier in der Hildebrandstraße.

Kleiner Zwischenkommentar:
Bei der Demo erklang u.a. für Gewerkschaften ungewohnte Musik: Rio Reiser und Ton Steine Scherben ... "Nee Nee Neee - eher brennt die BVG" und das vor dem Gebäude der Göttinger Stadtwerke, die auch die GöVB (Göttinger Verkehrsbetriebe) betreiben. Ansonsten las man so "radikale" Forderungen wie nach "Innovation und Qualifizierung"" die auch von Bundeskanzlerin Merkel kommen könnten. Bei solchen Sprüchen steht die vermeintliche Interessensidentität zwischen Arbeiter und Unternehmen Pate. Dann wird an Fairness appelliert "5 % mehr das ist fair". Also fair wären wahrscheinlich 30 Stundenwoche und 20% mehr ... - die Ärzte verlangen 30 %! Ein Plakat von Satoriusbeschäftigten tritt ein "für mehr Umsatz in Deutschland". Wann hören die Leute auf, die Welt durch die Brille der Unternehmensleitungen zu sehen?



Die Gesamtzahl der Demonstration ergibt sich wenn man ca. 4 mal die Zahl von Leuten nimmt wie sie auf einem der Bilder oben zu sehen ist. Hier marschieren die Leute die Godehardstraße runter
.

 

links: Horst Roth (Verdi-Göttingen),
Uwe Boguslawski (IGM-Göttingen)

Hartmut Meine, Bezirksleiter des IG Metall-Bezirks Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mit ca 70.000 Beschäftigten und auf Seiten der IG Metall Verhandlungsführer in der Tarifrunde 2006 - am 19.4.06 in Göttingen auf dem Schützenplatz

"Die IG Metall schließt einen Streik in der niedersächsischen Metallindustrie nicht aus. Der IG Metall Verhandlungsführer Hartmut Meine sieht wenig Chancen, in der Woche nach Ostern noch am Verhandlungstisch zu einer Lösung des Tarifkonflikts zu kommen. (...) Nach Ansicht von Hartmut Meine besteht auf Arbeitgeberseite zu wenig Bereitschaft, einen Streik abzuwenden. "Die Metallarbeitgeber steuern geradewegs auf einen Streik zu. Offensichtlich unterschätzt der Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall dabei die Stimmung in seinen eigenen Mitgliedsfirmen. (...) Die Vorbereitungen für einen möglichen Streik laufen bereits auf Hochtouren. Die Auswahl möglicher Streikbetriebe sei bereits weitgehend abgeschlossen. (...) Am 20. April kommt die Tarifkommission der IG Metall in Hannover zusammen und berät darüber, ob die Weichen endgültig auf Streik gestellt werden. (Presseinformation 48/2006)

rechts im Bild die IGMetall-Kundgebung am Schützenplatz und im Hintergrund ein TNT-Lastwagen ...TNT, das ist die Abkürzung für den militärischen Sprengstoff Trinitrotoluol sowie eine Maßeinheit für die bei einer Explosion freiwerdende Energie. Nach anfänglichem Erschrecken über eine mögliche Radikalisierung der Streikenden konnte jedoch beruhigend festgestellt werden, dass es sich in diesem Falle nicht um einen Lastwagen mit TNT , sondern um den LKW einer Logistikfirma mit dem Namen TNT handelte.

IGMetall-Streiks 2006

19. April 2006, 11 Uhr Schützenplatz Kundgebung und Demo. Wenn am 19. April kein akzeptables Ergebnis Angebot vorgelegt wird, dan kommt am 20. April die Entscheidung über Urabstimmung und Streik.

10. April 2006 Die vierte Verhandlung am wurde von 3000 Metallerinnen und Metaller lautstark begleitet.

6. April 2006: 250 Beschäftigte von Sartorius machten mit einem Rundgang ums Werk eine Stunde Warnstreik-Pause

5. April 2006 600 Beschäftigte von Novelis und Sartorius demonstrierten während eine einstündigen Warnstreiks zusammem über die Weender Landstr. Beschäftigte der Fa. Piller in Moringen machten eine halbe Stunde Warnstreik und auch bei Demag und Schneider rührte sich was.

4. April 2006 Warnstreiks bei Zeiss 200 und Isco 70 vor den Zeisstoren., Die ISO-Leute waren mit zwei Bussen von ihrer Firma zum Zeisstor gekommen.

30. März Bosch 1 Stunde Produktionsunterbrechung, die Frühschicht bei Bosch hatte mittags die Produktion lahmgelegt. Insgesamt ca. 300 Arbeiter beteiligt.

29. März 2006 Insgesamt ca. 200 Arbeiter von Haendler & Natermann, H&N Sport und Gft repro in Hann. Münden legen für eine Stunde die Arbeit nieder.

 

IGM Tarifrunde 2004

"Pilot-Abschluß" in Baden Württemberg 2,2 % bedeutet verteilungspolitisch ein Minus von 1,1 %
12.2.04 / Am Morgen des 12. Februar 2004 haben sich IG Metall und Arbeitgeber auf ein Ergebnis geeinigt: Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen steigen im Volumen zum 1. März 2004 um 2,2 Prozent und zum 1. März 2005 um weitere 2,7 Prozent. Laufzeit: bis 28. Februar 2006 (also insgesamt 26 Monate)"

Schon die offizielle Forderung der IGM nach 4 % mehr Lohn bedeutete verteilungspolitisch nur ein Zugewinn von 0,7 %
Der IGMetall Bundesvorstand empfahl im November 2003 eine Lohnerhöhung "bis zu 4 %" . Er ging dabei von einem Produktivitätszuwachs von 2 % und einer Preissteigerung von 1,3% aus, so dass eine Lohnerhöhung von 3,3 % verteilungsppolitisch neutral bliebe. Nun strebte die IGM aber 4% an, das würde verteilungspolitisch nur 0,7 % zusätzlichen Lohn bringen.

Tarifvertragsabschluß in Göttingen mit 3%
Am 26. Januar wurde ein Tarifvertrag mit der >MAHR GmbH in Göttingen mit nur 3 % abgeschlossen. "Nach Auffassung von Hartmut Meine, IG Metall Bezirksleiter, ist der Abschluss auf die übrige niedersächsische Metallindustrie übertragbar."  D.h. man findet sich bereits vor dem Eintritt in Warnstreiks mit einem verteilungspolitisch negativen Ergebnis für die ArbeiterInnen und Angestellten ab? >Quelle

Warnstreik Bosch
Mehrere hundert Beschäftigte von Bosch haben sich am 10 Februar an einem Warnstreik beteiligt. Sie haben für ca. eine Stunde die Arbeit niedergelegt. IG Metall VOrsitzender in Göttingen, Gerd-Uwe Boguslawski kündigte für diese Woche weitere Warnstreiks an. AUf Transparenten konnte man z.B. lesen: 760 Beschäftigte - Bei 40 stundenwoche bleiben 665 über , 95 fallen weg

Warnstreik-Demo von Sartorius zu ALCAN
Am 11.2. marschierten warnstreiekende Metaller vom Sartorius-Werk in der Weender Landstraße morgens 400 Meter weiter zu ALCAN.

Sartorius Erster Warnstreik der Tarifrunde im Februar 2004
Die Friedenspflicht endete am 28. Januar 2004. Am 4.2. morgens um 9 Uhr gab es einen ersten Warnstreik bei Sartorius im Industriegebiet. Vor dem Glaskasten, dem Sitz der Geschäftsleitung mit vorgelagertem Wasserspiel haben 250 (Zahlenangabe von der IGM) Sartoriusbeschäftigte für eine Stunde ge(warn)streikt.
Sartorius strebt 11 % Gewinn vom Umsatz an. (Die sogenannte EBIT-Marge - Earnings before interests and taxes - vor Steuern und Zinsen - im Verhältnis zum Umsatz - gleich Umsatzrendite) Mit der geplanten jährlichen Wachstumsrate von 7,5% läge der Umsatz dann bei 591,93 Mio Euro und die Umsatzrendite bei jährlich 59 Millionen Euro. Ist "Verarschung" kein zu deftiges Wort wenn im Vergleich dazu die Beschäftigten verteilungspolitisch 0,3 % oder gar 1,1 % weniger bekommen

> weitere Artikel zu Sartorius

Lichtenberg ein echter Metaller: die Statue ist ganz aus Bronze. Aber das Metall der Lichtenbergestatue stammt von eingeschmolzenen albanischen Statuen u.a. Lenins und Enver Hodscha. (Kein Witz) so etwas wäre früher ein Grund für den Ausschluß aus der IGM gewesen.


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Solidaritätserklärung des Arbeitskreises"Soziale Gerechtigkeit"
11.2.04 / "Liebe Kollegen von der IG Metall, (...) Wie immer versuchen Unternehmer und Regierungen, die Arbeiter verschiedener Länder gegeneinander auszuspielen, indem sie mit Werksschließungen und Standortverlagerungen drohen. Überall wird den Menschen erzählt, ihr jeweiliges Sozialsystem, ihre Rente, ihr Arbeitszeit sei am großzügigsten und müsse in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gekürzt werden. Die Folge ist eine Spirale nach unten, ein Wettbewerb zwischen allen Ländern um die schlechtesten Arbeitsbedingungen und Sozialleistungen. Dieser Wettbewerb wird von den Konzernen in aller Welt ausgetragen – auf dem Rücken der Beschäftigten.
(...) Gegen den Sozialabbau dieser Bundesregierung werden am 3. April große Proteste stattfinden. Wir hoffen, dann gemeinsam mit euch gegen Sozialkahlschlag demonstrieren zu können.
"

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