Hinweis
1: Überschriften in Rot werden von der der
GOEST-Redaktion formuliert und liegen nicht in der Verantwortung der Autorinnen/Autoren
der Pressemitteilungen. / (...) = Kürzungen Hinweis
2: Sätze wie "[xy] sagte" streichen wir - soweit es geht -
, vor allem wenn die Mitteilung von [xy] stammt und [xy] von sich in der dritten
Person schreibt. Pressemitteilung
GIEFF 10.5.12 11. Göttingen International Ethnographic
Film Festival Mittwochmittag startete der Studentenfilm-Wettbewerb.
Auch viele FilmmacherInnen des Hauptfestivals sind schon angereist. Noch bis Sonntag
kann man sich in der Göttinger Paulinerkirche die neuesten Produktionen an Kultur-
und Sozialdokumentationen ansehen. Ab den Morgenstunden versammelten sich Filmschaffende,
Studierende und Filminteressierte aus aller Welt am Göttinger Papendiek 14, um
sich für die Teilnahme am 11. Göttingen International Film Festival zu registrieren.
Heute und morgen laufen 23 Filme von Studierenden im Wettbewerb um den Student
Award. Dieser wird am Samstagabend in der Paulinerkirche verliehen. Welcher Film
gewinnt, entscheidet eine dreiköpfige Jury aus Deutschland, den Niederlanden und
Japan. „Für mich zählt vor allem die Auswahl des Themas, die Nähe und Zusammenarbeit
mit den Protagonisten, eine selbstreflexive Herangehensweise sowie die soziale
Komponente“, sagt das deutsche Jury-Mitglied Michaela Schäuble. Die Ethnologin
wünscht sich, dass der Film Fragen aufwirft und zur Diskussion anregt. Raum für
Diskussion gibt es viel beim Festival. Die Filmschaffenden stehen nach den Vorführungen
in moderierten Fragerunden Rede und Antwort. Auch in der Cafeteria wird gespeist,
Kaffee getrunken und über Filme geplaudert. Auf Englisch, versteht sich. Denn
hier trifft sich die Welt. „Das ist das besondere am GIEFF“, sagt eine Teilnehmerin.
„Es geht um viel mehr als eine eigene Produktion zu vermarkten. Es gibt viel Austausch
und Anregungen fernab von Fernsehproduktionen." Pressemitteilung
Veterinäramt 7.5.12 Warnung vor der Viruserkrankung
Staupe bei Füchsen : Gefahr für Hunde Hunde sollten an die
Leine genommen werden Das Veterinäramt für die Stadt und den Landkreises Göttingen
warnt Hundebesitzer vor toten Füchsen. Eine Untersuchung von sechs toten Füchsen
habe ergeben, dass sie mit der Krankheit Staupe infiziert worden seien, teilte
der Pressesprecher der Kreisverwaltung mit. Die Viruserkrankung kann bei Hunden,
Mardern oder Füchsen auftreten. Die bisher untersuchten Tiere wurden bei Geismar
und Diemarden gefunden und befanden sich alle in einen sehr guten körperlichen
Zustand. Auffällig war, dass sie sich nur schleppend bewegen konnten und das typische
Fluchtverhalten nicht vorhanden war. Einigen der Füchse lief fadenziehender Speichel
aus dem Maul. Hundebesitzer sollten ihre Hunde an die Leine nehmen, damit sie
sich nicht den infizierten Tieren nähern können. Für Menschen stellt das Virus
keine Gefahr dar. Für nicht ausreichend geimpfte Hunde, besonders Junghunde, stellt
Staupe eine tödliche Gefahr dar. Die Übertragung des Virus findet hauptsächlich
über die Maul- oder Nasenschleimhaut statt. Die Inkubationszeit beträgt in der
Regel zwischen drei und sieben Tagen. Weitere Fälle im Landkreis Göttingen sind
dem Veterinäramt nicht bekannt. Pressemitteilung
der Partei DieLinke im Kreistag und Ratsfraktion der GöLinke 28.4.12 Fusion
von Landkreisen "gewaltiger Einschnitt" Die
Gespräche um eine mögliche Fusion der drei südniedersächsischen Kreise haben vor
allem gezeigt, dass es erhebliche Unstimmigkeiten zwischen den Landkreisen Göttingen
und Northeim sowie der Stadt Göttingen einerseits und dem Kreis Osterode anderseits
gibt. Der Vorsitzende von DIE LINKE im Kreistag Dr. Eckhard Fascher: " Es herrscht
Konfusion um die Fusion. Das Reutersche Projekt eines schuldenfreien Großkreises
Göttingen scheint sich langsam zu einem Wunschtraum zu verflüchtigen. Osterode
tendiert immer mehr nach Goslar und damit entschwindet auch eine Entschuldungshilfe,
in welcher Höhe auch immer sie ausfallen würde." Der Fraktionsvorsitzende der
Göttinger Linken Gerd Nier: "Wir bleiben dabei: Sollte es tatsächlich noch zu
einer Kreisfusion mit wem auch immer kommen, müssen die Bürgerinnen und Bürger
gefragt werden. Die Folgen werden gravierend sein. Eine Entschuldung durch das
Land würde - wie in der Stadt auch für den Großkreis - einen massiven Personalabbau
und gewaltige Einschnitte bei den freiwilligen Leistungen bedeuten. Wer das nicht
will, muss sich gegen eine Fusion stellen." Pressemitteilung
ver.di 25.4.12 Bankbeschäftigte zu Warnstreiks aufgerufen Die
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, ver.di, ruft die Beschäftigten verschiedener
Banken in Hannover und Bremen am kommenden Montag, den 30. April, zu einem zweistündigen
Warnstreik auf. . Mit den Warnstreiks will ver.di Druck auf die Arbeitgeber ausüben,
in der dritten Runde ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Bislang gab es
keinerlei Bewegungen. Die Bankarbeitgeber lehnten alle Forderungen der Gewerkschaft
ab und forderten in der zweiten Tarifrunde am 29. März ihrerseits, im Gegenzug
zur Verlängerung des Vorruhestands über Samstagsarbeit verhandeln zu wollen. In
Hannover ist am 30. April für 12.30 Uhr eine gemeinsame Kundgebung der Streikenden
auf dem Georgsplatz vor der NORD/LB geplant. Betroffen vom Warnstreik sind im
Wesentlichen die NORD/LB, die Commerzbank und die LBS. In Bremen findet am 30.
April ab 12.00 Uhr eine Demonstration durch die Innenstadt statt (Sparkasse am
Brill – Domshof – Am Markt). Auf dem Marktplatz ist gegen 12.45 Uhr eine Kundgebung
geplant. (...) . ver.di fordert für die rund 220.000 Beschäftigten im privaten
und öffentlichen Bankgewerbe sechs Prozent. Weitere Forderungen sind eine Ausbildungsquote
von sieben Prozent, die unbefristete Übernahme von Auszubildenden, die Verlängerung
der Vorruhestandsregelung und tarifliche Verbindlichkeit für besseren Gesundheitsschutz.
Pressemitteilung
AStA Göttingen 24.4.12 Studiengebühren abschaffen!
- Gespräch mit Ministerin abgelehnt ASten der Universitäten Göttingen
und Hannover lehnen Einladung ab. Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU)
hatte alle niedersächsischen ASten sowie die LandesAStenkonferenz (LAK) zu einem
Gespräch eingeladen. Unter anderem wurde über Studiengebühren gesprochen. Die
ASten der Universitäten Göttingen und Hannover lehnten ein solches Gespräch wie
bereits vor einem Jahr ab, da die Motivation klar ersichtlich war: Die niedersächsische
Landesregierung möchte auf diesem Weg ihrer im Kern unsozialen Bildungspolitik
mit Blick auf die Landtagswahl 2013 Legitimation verschaffen. Für die ASten der
Universitäten Göttingen und Hannover gibt es hier keinen Diskussionsbedarf. „Bildungsgebühren
gehören abgeschafft, in Niedersachsen ebenso wie in allen anderen Bundesländern.
Ein freier Zugang zu Bildung jeglicher Art ist die Mindestforderung, die wir aufstellen“,
verdeutlichte die Außenreferentin des AStA Göttingen Silke Hansmann. Weiterhin
kritisieren die ASten Göttingen und Hannover, dass es sich bei dem Treffen mitnichten
um einen offenen Gedanken- und Meinungsaustausch handelt. Das niedersächsische
Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat erst kürzlich in einer Pressemitteilung
deutlich gemacht, keine Kursänderungen in der Hochschulfinanzierung anzustreben.
„Wir sehen hier keinen Diskussions-, sondern ausschließlich akuten Handlungsbedarf“,
so Hansmann abschließend. Julia Amthor, Referentin für Presse und Öffentlichkeit
der Universität Hannover, ergänzt: „Wir vermissen jegliches Verständnis für die
Interessen der Studierenden. Würde die Wissenschaftsministerin die Forderungen
der niedersächsischen ASten ernst nehmen, wären die Studiengebühren längst abgeschafft.
Wir lehnen Bildungsgebühren ab und kämpfen für deren Abschaffung. Dieses Gespräch
hilft uns nicht dabei, diesem Ziel näher zu kommen. Wir sind gegen die mediale
Inszenierung eines solchen Gesprächs, das nicht auf Augenhöhe stattfindet.“ Die
ASten der Universitäten Göttingen und Hannover möchten das öffentliche Bewusstsein
für die sozialen Ungleichheiten, die Studiengebühren schaffen, erweitern und nicht
bei der Inszenierung eines vorgeblich offenen Austauschs mit Studierendenvertretungen
mitspielen. Bildungsgebühren jeglicher Art sind in keiner Weise sozialverträglich
und fördern ganz im Gegenteil soziale Ungleichheiten. Die Forderungen der ASten
der Universitäten Göttingen und Hannover bleiben weiterhin klar: Die Abschaffung
aller Bildungsgebühren sowie die Ausfinanzierung der Hochschulen durch Landesmittel.
Dass solche Forderungen nicht unrealistisch sind, zeigen die Entwicklungen in
anderen Bundesländern, die wir zur Solidarität mit allen Studierendenschaften,
die weiterhin durch Studiengebühren belastet werden, aufrufen. Der Kampf muss
und wird weitergehen
bis eine flächendeckende Abschaffung aller Bildungsgebühren erreicht ist. Pressemitteilung
Ratsfraktion DieGrünen 19.4.12 Grüne Ratsfraktion
kündigt Zustimmung zum Sparprogramm an
Die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat wird den Beschluss über das Entschuldungshilfeprogramm
der Stadt Göttingen politisch mit tragen, gemeinsam mit der SPD und der Gruppe
CDU/FDP. (....) Die Vorlage über die im Rat am 26.4.2012
entschieden werden soll beinhaltet gegenüber dem ursprünglichen Verwaltungsentwurf
Änderungen an insgesamt zehn Einzelpunkten. Beispielsweise wurde hinsichtlich
des Weender Freibads eine Lösung gefunden, die den Fortbestand des Bades in privater
Trägerschaft ermöglicht. Die ursprünglich vorgesehenen Kürzungen beim KAZ, bei
ProFamilia und den Verwaltungsstellen in den Ortsteilen wurden teilweise zurück
genommen, beim Stadtradio und der Verbraucherberatung sogar vollständig. Auch
für die geplanten Änderungen beim Schulessen und den KiTa-Gebühren wurden sozialverträglichere
Lösungen gefunden. (....) Auch wenn der vorliegende
Entwurf keine der zahlreichen BürgerInnenanregungen unmittelbar berücksichtigt,
waren diese für den Entscheidungsprozess eine große Hilfe, beispielsweise bei
der Suche nach einer Perspektive für das Weender Freibad. Darüber hinaus werden
einige sinnvolle Anregungen ihre Wirkung unabhängig vom EHP entfalten, z.B. der
Vorschlag, die Stadthalle mittelfristig zu schließen und dem Göttinger Symphonie-Orchester
eine neue Spielstätte an der Lokhalle einzurichten. Auch eine höhere Gewinnausschüttung
der Sparkasse an die Stadt wird rechtlich geprüft. Unterm Strich bewerten die
GRÜNEN den Beteiligungsprozess zum EHP als erfolgreich, aber auch lehrreich. Höfer
weist darauf hin, dass der vorliegende Vertragsentwurf und die Höhe der Entschuldungshilfe
noch mit dem Innenministerium auszuhandeln ist und für die abschließende Beschlussfassung
eine zweite Abstimmung im Rat erforderlich sein wird (voraussichtlich am 6.Juni).
„Ich rechne mit harten Nachverhandlungen sowohl im Hinblick auf Einzelmaßnahmen
des Gesamtpakets als auch hinsichtlich des Anteils der Kassenkredite, den das
Land zu übernehmen bereit ist.“ Bislang war von einem Höchstbetrag von 142,5 Mio.€
die Rede (75% der Kassenkredite). „Wenn das Land anfängt, die Höhe der Entschuldung
herunterzuhandeln, könnte die Schmerzgrenze für uns sehr schnell erreicht sein.“
Pressemitteilung Piratenpartei
und WählerInnenInitiative GöLinke 17.4.12 Gemeinsame
Veranstaltung zum "Zukunftsvertrag" Am
Dienstag, den 24. April, laden Piraten und GöLINKE. zu einer zweistündigen Bürgerfragestunde
zwischen 18:00 und 20:00 Uhr in den Ratssaal der Stadt Göttingen ins Neue Rathaus
ein. Der Abschluss des sog. Zukunftsvertrages ist nur noch eine Formsache. Die
Parteien SPD/Grüne/CDU/FDP haben bekanntgegeben, dass sie am Donnerstag, den 26.
April, in einer außerordentlichen Ratssitzung dem Abschluss endgültig zustimmen
werden. Viele Fragen, Fakten, politische Ziele und Hintergründe sind vielen Menschen
weiterhin unklar. Werden nun 140 Millionen Euro unserer Kassenkredite getilgt
oder werden es nur 100 Millionen sein oder gar weniger? Gibt es eine untere Grenze?
Wie viel Geld wird nun genau in den sogenannten "freiwilligen Leistungen" eingespart
werden müssen? Wer fängt eigentlich durch steigende Zinsbelastungen wachsende
Defizite im Haushalt auf? Bürger fragen, welche Häuser sollen verkauft, welche
Spielplätze geschlossen werden? Brauchen wir den sog. Zukunftsvertrag überhaupt?
Wie geht es weiter? Welche Interessen und Ziele haben welche Parteien? Weender
Freibad, profamilia, KAZ oder Stadthalle, wie werden die kommenden zehn Jahre
Göttingen verändern? "Der öffentliche Bürgerdialog wurde bisher nur mit der Verwaltung
geführt. Wir wollen mit dieser zweistündigen Bürgerfragestunde vor der kommenden
Ratssitzung den Bürger/Innen erstmalig die Gelegenheit zum Austausch mit ihren
Fraktionen geben." so Martin Rieth, Fraktionsvorsitzender der Piraten im Rat.
„Nutzen wir die Zeit, um über das weitere Vorgehen zu beraten - auch über den
Termin der Sonderratssitzung hinaus, denn mit den Folgen werden wir uns alle auseinandersetzen
müssen“, so Patrick Humke, finanzpolitischer Sprecher und Landtagsabgeordneter
der LINKEN. Im hektischen, viel zu kurzem Prozess und unter großem Druck der Befürworter
des Vertrages sollen viele Entscheidungen zum Zukunftsvertrag endgültig getroffen
werden. Die Kurzfristigkeit der Einladung zu dieser Veranstaltung ist eine Folge
davon. "Machen wir das Beste aus dem was wir haben und nutzen die Zeit möglichst
konstruktiv", erklären Rieth und Humke übereinstimmend. Pressemitteilung
Ver.di Landesbezirk Niedersachsen Bremen Telekom: Ab
Montag bundesweite Warnstreiks bei der Telekom In
der laufenden Tarifrunde bei der Deutschen Telekom ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
(ver.di) die Beschäftigten in den betroffenen Unternehmensteilen von Montag an
zu Warnstreiks auf. "Jetzt hilft nur noch Druck auf den Arbeitgeber, um zu einer
Lösung zu kommen", betonte ver.di-Streikleiter Ado Wilhelm am Sonntag. Die bevorstehende
vierte Verhandlungsrunde sei "die letzte Chance" für eine gütliche Einigung. Zum
Wochenauftakt sind bundesweit zunächst rund 6.000 Beschäftigte an verschiedenen
Standorten zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. In den kommenden Tagen sei mit
weiteren Warnstreiks zu rechnen. Einzelheiten würden jedoch aus taktischen Gründen
nicht veröffentlicht. "Die Warnstreiks sind als nachdrückliche Botschaft an den
Arbeitgeber zu verstehen: Wir sind für einen Arbeitskampf aufgestellt", sagte
Wilhelm. In Niedersachsen-Bremen wird an den Standorten Celle, Hannover, Lingen,
Osnabrück und Uelzen gestreikt und es werden ca. 600 Beschäftigte in den Ausstand
gerufen. "3 Verhandlungsrunden ohne Angebot ist eine Provokation für die Telekom-Beschäftigten!"
erklärt der Landesarbeitskampfleiter in Niedersachsen Bremen. "Die Arbeitgeber
provozieren geradezu einen Arbeitskampf." Am 18. und 19. April 2012 werden die
Verhandlungen über die Deutsche Telekom AG sowie die Auszubildenden fortgesetzt.
In der Folgewoche wird dann am 23. und 24. April über die Telekom Deutschland
GmbH sowie am 25. und 26. April über T-Systems verhandelt. Verhandlungsort ist
an allen Tagen Düsseldorf. ver.di fordert für die mehr als 85.000 Beschäftigten
6,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie eine tabellenwirksame
Mindestanhebung zur Stärkung der unteren Einkommensgruppen. Auszubildende sollen
70 Euro monatlich mehr erhalten, zudem sollen schlechter bezahlte Ausbildungsberufe
auf ein höheres Bezahlungsniveau angehoben werden. Darüber hinaus soll der Ausschluss
betriebsbedingter Beendigungskündigungen bei den T-Systems-Gesellschaften verlängert
werden. Pressemitteilung
Ratsfraktion GöLinke 14.4.12 Es soll Licht ins
Dunkel der Sparkassengewinne gebracht werden Es hat sich was getan,
aber nichts bewegt. Göttinger Linke kritisiert das Versteckspiel der Sparkasse
Seit Mitte Februar schmort eine Anfrage der Göttinger Linken zur Möglichkeit höherer
Gewinnabführungen der Sparkasse an den städtischen Haushalt vor sich hin. Auf
Nachfrage vor gut vier Wochen wurde uns mitgeteilt, dass eine Auskunft ohne Stellungnahme
des Kreditinstitutes nicht möglich sei. Auch ein daraufhin direkt an den Vorstandsvorsitzenden
Hald gerichtetes Schreiben vor gut drei Wochen blieb bisher unbeantwortet. Aber
immerhin, nun hat die Sparkasse zumindest öffentlich im Rahmen einer Presseerklärung
reagiert. Und was erfahren wir da: Noch nicht einmal die anvisierten 300.000 Euro
wurden abgeführt. " Es bleibt weiterhin nebulös, ob bisher überhaupt Abführungen
stattgefunden haben", so Gerd Nier Fraktionsvorsitzender der Göttinger Linken.
Lapidar wir dann erklärt, dass die Sparkasse trotz deutlich verbesserter Ertragslage
alle Gewinne zur eigenen Kapitalaufstockung benötigen würde. Belege, Zahlen dafür
gleich Null. Dafür aber der Hinweis, dass eine Gewinnausschüttung die Spenden-
und Sponsorenpraxis der Sparkasse quasi unmöglich machen würde. Auf unsere Frage
nach Kriterien und Transparenz dieser Spendenpraxis wird mit keinem Wort eingegangen.
Wie insgesamt unseren an Verwaltung und Sparkasse gestellten konkreten Fragen
ausgewichen wird. Vielleicht kommt ja irgendwann doch etwas Bewegung in unser
Anliegen. Zumindest die Ratsfraktion der Grünen stellt nun auch in einer Stellungnahme
fest: "Die Gewinnausschüttung der Sparkasse ist der am besten bewertete Bürgervorschlag.(im
Rahmen des sog. Bürgerforums). Wir drängen darauf zu prüfen, wie und in welcher
Höhe der Beitrag der Sparkasse zum städtischen Haushalt erhöht werden kann." "Vielleicht
muss ja nicht wieder fast ein viertel Jahr vergehen, um etwas Licht ins Dunkel
zu bringen, so Gerd Nier. Eigentlich erwarten wir, dass noch im Rahmen der Diskussion
um das sog. Entschuldungshilfeprogramm Klarheit geschaffen wird. Sonst bestätigt
sich die vom Oberbürgermeister propagierte Alternativlosigkeit zu seinem "Zukunftsvertrag"
tatsächlich im Sinne einer sich selbst erfüllende Prophezeiung, weil jegliche
Alternativvorschläge boykottiert werden."
Gesammelte
Pressemitteilungen zum Abschiebeskandal des Landkreises GöttingenPressemitteilung
Niedersächsischer Flüchtlingsrat 11.4.12 Fragwürdige
Abschiebung durch Landkreis Göttingen Wieder einmal hat eine niedersächsische
Ausländerbehörde einen langjährig in Deutschland lebenden Flüchtling ohne eine
vorherige Terminankündigung festgenommen und abgeschoben. Der 27 Jahre alte Sohrab
A. , der vor über 13 Jahren als Vierzehnjähriger mit seiner Familie aus Armenien
nach Deutschland geflohen war, wurde am 28. März 2012 bei seiner Arbeit festgenommen
und über den Frankfurter Flughafen abgeschoben. Sohrab A. war, wie seine Anwältin
Silke Schäfer aus Göttingen deutlich macht, in Deutschland sehr gut integriert.
Er studierte Immobilienwirtschaft, arbeitete nebenbei zur Sicherung des Lebensunterhalts
bei einer Telekommunikationsfirma und hatte seine deutsche Verlobte bereits kirchlich
geheiratet. Seine ganze Familie und alle seine Freunde leben in Deutschland. Weniger
als eine Stunde vor dem Abflug stellte Anwältin Schäfer noch einen Eilantrag gegen
die Abschiebung, der ca. eine Viertelstunde vor dem Abflug vom Verwaltungsgericht
Göttingen positiv beschieden wurde. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen wurde
Sohrab A. trotz dieser einstweiligen Anordnung des Verwaltungsgerichts Göttingen
abgeschoben: Der Bundesgrenzschutz erklärte zunächst, er benötige für einen Stopp
der Abschiebung die schriftliche Bestätigung des Verwaltungsgerichts. Nach Übermittlung
der Entscheidung hieß es dann, die Türen seien bereits geschlossen und ließen
sich “nur noch aus Sicherheitsgründen” öffnen. Ein Sprecher des Landkreises erklärte
lapidar, die Anordnung sei zu spät beim Landkreis eingegangen, daher habe die
Abschiebung nicht mehr gestoppt werden können. Der Fall belegt erneut, dass der
Landkreis Göttingen offenbar bis heute nicht bereit ist, einen menschenwürdigen
Umgang mit Flüchtlingen zu pflegen. Warum wurde dem jungen Mann nicht die Heirat
in Deutschland ermöglicht oder wenigstens der Abschiebungstermin vorher angekündigt?
Wollte der Landkreis dem Betroffenen so die Chance auf einen effektiven Rechtsschutz
verbauen? Warum hat der Landkreis, der über die Stellung des Eilantrags beim Gericht
informiert war, nicht dafür gesorgt, dass die Gerichtsentscheidung sofort dem
BGS vorgelegt wurde? Warum wurde Sohrab A. nicht wenigstens bei der Zwischenlandung
in Moskau aus dem Flugzeug geholt und zu seiner Familie zurückgebracht? Der Fall
des Sohrab A. dokumentiert freilich auch und auf’s Neue das Versagen der Fachaufsicht
durch das niedersächsische Innenministerium, das keinerlei Wert darauf legt, die
Ausländerbehörden zu einem menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen anzuhalten,
sondern die Ausländerbehörden im Gegenteil zu einer rücksischtslosen Abschiebung
geduldeter Flüchtlinge anhält. Der Erlass des Innenministeriums aus dem Jahr 1995,
der den Ausländerbehörden die Ankündigung des Abschiebungstermins im Regelfall
vorschrieb, wurde auf Anordnung von Innenminister Uwe Schünemann im Jahr 2003
ersatzlos gestrichen. Wahrscheinlich kann sich der Landkreis Göttingen der Rückendeckung
durch die Landesregierung auch in diesem Fall sicher sein. Sohrab A. hat aufgrund
der erfolgten rechtswidrigen Abschiebung zunächst ein lebenslängliches Betretensverbot
für die Bundesrepublik Deutschland. Dieses kann durch den Landkreis Göttingen
jedoch befristet werden. Wir fordern den Landrat Bernhard Reuter auf, im Rahmen
einer Rechtsfolgenbeseitigung eine sofortige Aufhebung der Einreisesperre anzuordnen
und alles dafür zu tun, um Sohrab A. eine baldige Einreise und standesamtliche
Heirat seiner deutschen Verlobten zu ermöglichen. Pressemitteilung
Fraktion der Partei DieLinke 12.4.12 Abschiebung eines
27jährigen Studenten rechtswidrig DieLinke
in Göttingen ist entsetzt über die rechtswidrige Abschiebung eines 27jährigen
Studenten nach Armenien, die ohne vorherige Terminankündigung erfolgt ist. Der
Fraktionsvorsitzende von DieLinke im Kreistag Dr. Eckhard Fascher: „Nicht nur
das Land Niedersachsen, auch der Landkreis Göttingen ist hier in der Verantwortung.
Auch unter dem neuen Landrat werden eigene Spielräume zu Gunsten der Betroffenen
nicht genutzt und regelmäßig hier lange lebende und gut integrierte Menschen abgeschoben,
die kaum noch Bezug zu ihrer alten Heimat haben. Im vorliegenden Fall wurde zudem
zur Durchsetzung dieser unmenschlichen Praxis rechtswidrig gehandelt. Dies ist
ein Skandal. Die Argumente von Herrn Riethig sind absolut nicht nachvollziehbar.
Der Landkreis hätte die Abschiebung umgehend stoppen sollen und den Mann notfalls
nach der Zwischenladung in Moskau aus dem Flugzeug holen lassen können. Wir fordern
den Landkreis auf, sofort den abgeschobenen jungen Mann nach Göttingen zurückkehren
zu lassen.“ Pressemitteilung
Grüne Jugen 11.4.12 Verschleppung verunmöglichen
Zu der Abschiebung von Sohrab A. erklärt die Grüne Jugend
Göttingen: Aufgrund dieses sogar offiziell als 'unglücklich' bezeichneten Verfahrens
wurde ein weiteres Leben durch die Abschiebemaschinerie zerstört. "Diese offensichtliche
behördlich-institutionalisierte Menschenverachtung empört mich zutiefst!", erregt
sich ein Mitglied der Grünen Jugend Göttingen. Es kann nicht sein, dass aufgrund
'unglücklicher' Verfahrensabläufe ein hier lebendender Mensch ohne Vorwarnung
seiner Lebensgrundlage und Würde beraubt wird. Wir fordern die sofortige Rückreise
für Sohrab A. und dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland. Pressemitteilung
Landkreis 11.4.12 Abschiebung konnte angeblich nicht
mehr verhindert werden "Der Landkreis Göttingen weist die Vorwürfe
der Rechtsanwältin Schäfer scharf zurück, wonach er den armenischen Staatsbürger
Sohrab A. rechtswidrig abgeschoben habe. Das Verwaltungsgericht Göttingen hatte
mit einem so genannten Hängebeschluss am 28.03.2012 zunächst entschieden, dass
von der Abschiebung vorläufig abzusehen sei. Grund war ein eine Stunde vor Abflug
gestellter Antrag der Rechtsanwältin auf einstweiligen Rechtsschutz. Diesen Beschluss
hat das Gericht zwischenzeitlich aufgehoben. Der Landkreis habe durch zweimalige
Anrufe bei der Bundespolizei versucht, das Flugzeug zu stoppen, um Sohrab A. noch
aus dem Flugzeug herausholen zu lassen. Das Flugzeug habe sich allerdings schon
in Startposition befunden, sodass dies nicht mehr möglich gewesen sei, erklärte
Pressesprecher Marcel Riethig. Wäre der Antrag beim Verwaltungsgericht früher
gestellt und dem Landkreis durch die Rechtsanwältin im Vorfeld zur Kenntnis gebracht
worden, hätte das Flugzeug eventuell noch rechtzeitig gestoppt werden können,
vermutete Riethig. Die Rechtsanwältin habe den Antrag beim Verwaltungsgericht
erst gegen 14:00 Uhr gestellt, nachdem bereits am frühen Morgen des 28.03. Sohrab
A. von der Polizei zum Vollzug der Abschiebung festgenommen worden sei. Der Landkreis
sei von der Rechtsanwältin vorab über den Antrag auf einstweiligen Rechtschutz
nicht informiert worden und habe unverzüglich nach telefonischer Information durch
das Verwaltungsgericht über dessen Hängebeschluss gegen 14:50 Uhr gehandelt. Der
Flug war auf 15:00 Uhr terminiert. Das Verwaltungsgericht Göttingen wird sich
nun in dem anhängigen Verfahren zum einstweiligen Rechtsschutz dazu äußern, ob
der Antrag auf Gewährung einstweiligen Rechtsschutzes Aussicht auf Erfolg gehabt
hätte. Der Antragsteller war bereits vollziehbar ausreisepflichtig, entsprechende
Entscheidungen der Gerichte erlangten Rechtskraft. Zuletzt hatte das Verwaltungsgericht
Göttingen im September 2010 eine Klage von Sohrab A. auf Erteilung eines Aufenthaltstitels
abgelehnt. Ein Antrag auf Zulassung der Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht
Lüneburg wurde im Februar 2012 von dort abgelehnt. Die Rechtsanwältin trug nun
im anhängigen Eilverfahren vor, dass der vollziehbar ausreisepflichtige Sohrab
A. einen Pass besitze, zurzeit ein Studium absolviere und eine Eheschließung unmittelbar
bevorstünde. Aus diesen Gründen dürfe er nicht abgeschoben werden. Zur unmittelbar
bevorstehenden Eheschließung wurde eine eidesstattliche Versicherung beigebracht,
die sich als nicht wahr herausstellte. Auf Nachfrage der Ausländerbehörde des
Landkreises teilte das Standesamt schriftlich mit, dass eine unmittelbare Eheschließung
nicht bevorstünde, kein Termin dazu anberaumt sei und weder Sohrab A. noch die
von ihm benannte Verlobte dort bekannt seien. In einem Telefonat mit der Ausländerbehörde
bestätigte zudem Sohrab A., der fließend deutsch spricht, am Tag seiner Abschiebung
ausdrücklich nicht, dass er einen Pass besitze. Der Besitz eines Passes kann ein
Verfahren zur Erteilung eines Aufenthaltstitels nach dem Aufenthaltsgesetz begründen.
Auch ein laufendes Studium sei bei der Ausländerbehörde nicht bekannt und bis
heute nicht belegt worden, erklärte Riethig. Der Ausländerbehörde sei vielmehr
bekannt, dass Sohrab A. zwar ein Studium aufgenommen habe, das er aber 2010 ohne
Abschluss abgebrochen habe. "Vor diesem Hintergrund muss der Landkreis davon ausgehen,
dass die bereits die Rechtskraft erlangten Entscheidungen der Verwaltungsgerichte
weiterhin Bestand haben und handlungsleitend für die Behörde sein müssen", sagte
Riethig. Das Verwaltungsgericht hat nun seinen Hängebeschluss vom 28.03.2012 am
30.03.2012 aufgehoben, da der mit ihm verfolgte Zweck nicht mehr erreicht werden
könne. Der Antragsteller habe keinen Anspruch gegen den Landkreis auf Rückübernahme,
der Beschluss habe lediglich eine Unterlassungspflicht hinsichtlich der beabsichtigten
Abschiebung begründet. Dieser Anspruch habe sich jedoch erledigt, da die Ausreise
nicht mehr hätte aufgehalten werden können und bereits vollzogen sei. Die Wiedereinreisesperre
könne bei Vorliegen eines Anspruches auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis
nachträglich befristet werden, erklärte Riethig. Ein Antrag liege der Ausländerbehörde
entgegen der Aussagen der Rechtsanwältin jedoch nicht vor. Zu Auskünften über
die Kritik am Verwaltungsgericht verweist der Landkreis an die dortige Pressestelle."
Pressemitteilung
Fraktion der Partei DieLinke im Landtag 11.4.12 Widerrechtliche
Abschiebung Mit scharfer Kritik hat die DIE LINKE im Landtag auf
die rechtswidrige Abschiebung eines jungen Armeniers aus dem Landkreis Göttingen
reagiert. Wie erst jetzt bekannt wurde, ist der 27-jährige Student bereits am
28. März an seiner Arbeitsstelle verhaftet und trotz positiven Entscheids gegen
die Abschiebung durch das Verwaltungsgericht Göttingen nach Armenien abgeschoben
worden. „Es ist ein Skandal, dass wieder einmal ein bestens integrierter Mensch
auf widerrechtliche Art und Weise aus Niedersachsen abgeschoben wurde. Die Praxis
der Göttinger Ausländerbehörde ist empörend; sie ist auch eine Folge der unmenschlichen
Flüchtlingspolitik des Innenministers. Er drängt die Behörden förmlich dazu, möglichst
viele Menschen in möglichst kurzer Zeit abzuschieben“, sagte die innenpolitische
Sprecherin der Linksfraktion, Pia Zimmermann. Der Armenier ist Student der Immobilienwirtschaft
und hatte erst kürzlich seine deutsche Frau geheiratet. Da ihm der Abschiebetermin
vorher nicht mitgeteilt wurde, hatte der Mann auch kaum mehr Möglichkeiten gegen
das Verfahren rechtlich vorzugehen. „Mit dieser Abschiebung sind endgültig alle
Bekundungen des Innenministers, eine humanere Flüchtlingspolitik vorzubereiten,
als leere Phrasen entlarvt. Flüchtlingspolitik folgt in Niedersachsen weiterhin
der Gesinnung Schünemanns und keinen rechtlichen und ethischen Ansprüchen“, so
Zimmermann. Pressemitteilung
MdL Stefan Wenzel , Die Grünen 12.4.12 Wenigstens
vor der Abschiebung informieren Der
Göttinger Abgeordnete Stefan Wenzel (Grüne) fordert, dass von Abschiebung bedrohte
Menschen grundsätzlich vorab informiert werden. "Es ist in jedem Fall notwendig,
dass sich von Abschiebung bedrohte Personen auf eine solch einschneidende Maßnahme
vorbereiten können", sagte Wenzel. Dazu gehöre in jedem Fall auch die Prüfung
möglicher Rechtsschutzmaßnahmen. "Schünemann muss sicherstellen, dass Entscheidungen
der Gerichte in jeder Phase einer Abschiebung beachtet werden", so Wenzel, nach
Berichten über eine Abschiebung in der Göttinger Presse. Der Fall sei tragisch,
auch wenn jetzt unterschiedliche Informationen über den Hergang noch geprüft werden
müssten. "In jedem Fall muss sich eine von Abschiebung bedrohte Person von Freunden,
Bekannten oder gar Verwandten verabschieden können", sagte Wenzel. Das gelte auch
dann, wenn keine juristische Möglichkeit zur Verhinderung bestehe (Anmerkung/Kommentar
goest: das ist eine enttäuschend schwache Stellungnahme zur Abschiebung.)
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Ratsfraktionen
SPD, GRÜNE und CDU/FDP 12.4.12 Entschuldungshilfeprrogramm
und Zukunftsvertrag wird durchgezogen "SPD,
Grüne und CDU/FDP-Gruppe sind übereingekommen, das Entschuldungshilfeprogramm
im Rahmen des Zukunftsvertrages mit dem Land Niedersachsen gemeinsam im Rat am
Donnerstag, 26. April 2012 zu verabschieden. "Wir haben uns intensiv mit den Verwaltungsvorschlägen
auseinandergesetzt und "kleine Stellschrauben" gefunden um sozial ungerechte Auswirkungen
zu vermeiden bzw. abzumildern, damit das Gemeinwesen keinen Schaden nimmt," so
die Fraktionsvorsitzenden Arndt, Becker und Güntzler. Die Vorlage zum Finanzausschuss
am 19. April 2012 tragen wir mit. Die Verwaltung hat von sich aus folgende Punkte
verändert: Der Punkt (V042) "Schulessen" wird ab 2013 um 25 Cent und den darauf
folgenden Jahren jeweils um 3 Prozent erhöht. Es wird eine Sozialkomponente ab
dem dritten Kind eingeführt. Als weiteren Punkt wird die Verwaltung eine veränderte
Staffelung der Kitabeiträge vorschlagen. Nummer (V054) wird zur Neukonzeption
der Theaterlandschaft in Göttingen. Das Weender Freibad wird nicht geschlossen.
Die Stadt gibt die öffentliche Trägerschaft auf und begleitet den weiteren Prozess.
Die Fraktionen haben sich auf mehrere Änderungen aus der Verwaltungsvorlage verständigt.
Diese Änderungen werden von der Verwaltung bereits in der Finanzausschusssitzung
in das EHP eingearbeitet. Im folgenden sind das die Kürzung Sportfördermittel,
Verbraucherberatung, Stadtradio und Pro Familia. Die (V001) Einsparungen Sportfördermittel
werden um 10.000 Euro auf 50.000 Euro reduziert. Komplett aus dem EHP genommen
werden die (V020) Streichung des Zuschusses an die Verbraucherberatung (4.000
Euro) und (V 057) Kürzung des Zuschusses an das Stadtradio Göttingen (5.000 Euro).
Außerdem haben wir die Halbierung der Summe für Pro Familia beschlossen (13.300
Euro). Bei der Position (V055) Zusammenführung von musa und KAZ wird die Zusammenführung
nicht weiter verfolgt, das bisherige Einsparvolumen wird dem KAZ zugeordnet und
dieser Betrag wird um 10.000 Euro gekürzt." Pressemitteilung
Landkreis Göttingen 2.4.12 Gartenabfälle gehören
nicht in den Wald Vielfach aus dem Gedanken heraus „Gartenabfälle
sind doch Natur - die verrotten“ werden Gartenabfälle im Wald bzw. an den Wald-
und Wegrändern abgelegt. Abfallhaufen aus Rasen- und Heckenschnitt werden für
die Umwelt zu einem immer größeren Problem. Das Umweltamt des Landkreises Göttingen
bittet daher die Bürgerinnen und Bürger die Gartenabfälle ordnungsgemäß über Eigenkompostierung,
Komposttonne, Saison-Komposttonne und kostengünstige Anlieferung zu den Kompostanlagen
zu entsorgen. Gartenabfälle bringen das Gleichgewicht des Waldbodens durcheinander.
Die austretenden Sickersäfte hemmen die Bodenlebewesen in ihrer Zersetzungstätigkeit.
In der Umgebung des Abfallhaufens breiten sich Gartenpflanzen aus, so dass ursprünglich
wachsende Waldbodenpflanzen verdrängt werden. Häufig sind die am Waldrand abgelegten
Gartenabfälle auch die Initialzündung für eine „wilde Müllkippe“. Wo der erholungssuchende
Mensch die Waldatmosphäre genießen möchte, findet er hässliche Abfallhaufen. Bequemer
sind die Möglichkeiten zur ordnungsgemäßen Entsorgung der Gartenabfälle als mit
Auto oder Schubkarre zum Waldrand zu fahren. Die Ablagerung von Gartenabfällen
außerhalb des eigenen Grundstückes stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit
einer Geldbuße geahndet wird. Eine viel bessere Alternative zur Entsorgung der
Gartenabfälle ist die Eigenkompostierung dieser Abfälle. Wer nicht selbst kompostiert,
nutzt die vom Landkreis Göttingen gegen Gebühr zur Verfügung gestellte Komposttonne.
Bequemer können Gartenabfälle nicht entsorgt werden, da diese Komposttonne 14-tägig
vor der Haustür entleert wird. Um den verstärkten Anfall von Gartenabfällen während
der Saison zu begegnen, wird vom Landkreis Göttingen auch noch die Saison-Komposttonne
angeboten. Die Saison-Komposttonne wird nur im Zeitraum von April bis Ende Oktober/Anfang
November geleert. Damit eröffnet sich der Gartenbesitzerin/dem Gartenbesitzer
die ideale Entsorgungsmöglichkeit für die Gartenabfälle, ohne im übrigen Jahr
eine große Komposttonne nutzen zu müssen. Darüber hinaus können die Gartenabfälle
auch ganzjährig zu den Entsorgungsanlagen Breitenberg, Dransfeld und zum Recyclinghof
auf der Entsorgungsanlage Deiderode kostengünstig angeliefert werden. Weitere
Auskünfte und Informationen zur Abfallvermeidung, -verwertung und -entsorgung
erhalten Sie unter den Telefonnummern 0551/525 474 und 0551/525 473. Pressemitteilung
Stadt Göttingen 30.3.12 ICE Halt Göttingen Mit
Erleichterung hat Oberbürgermeister Wolfgang Meyer die Nachricht aufgenommen,
dass mit dem neuen Fahrplan der ICE Hamburg – Stuttgart wieder um 7.17 Uhr und
in der Gegenrichtung Stuttgart – Hamburg um 14.43 Uhr in Göttingen hält. Oberbürgermeister
Meyer hatte im August letzten Jahres zusammen mit Landrat Reinhard Schermann gegenüber
der Bahn AG in Hannover nochmals deutlich gemacht, dass man eine Reduzierung des
Zugangebotes am ICE Systemhalt Göttingen nicht akzeptiert. „Der Erhalt des ICE
Systemhalts Göttingen hat für Göttingen und die Region Südniedersachsen absolute
Priorität“, betonte Meyer. Deshalb danke man der Bahn AG, dass sie ihr Versprechen,
wenn auch verspätet, eingehalten habe. „Dabei gehe ich davon aus, dass der ICE
571 dauerhaft um 7.17 Uhr in Göttingen hält“, so Meyer. Pressemitteilung
Ratsfraktion GöLinke 26.3.12 Kritik am Verkauf
des Gebäudes der Erziehungsberatungsstelle... und
an der geplanten Vermarktung einiger Kinderspielplätze "Vermutlich kaum
registriert wurde der kurze Hinweis am Rande der Sitzung des Ausschusses für Bauen
und Planen am 22.03., dass der Verkauf des städtischen Hauses im Düsteren Eichenweg,
in dem sich z.Zt. noch die Erziehungsberatungsstelle befindet, eigentlich schon
Fakt ist.. Ebenso, dass ein Teil der Kinderspielplätze, die demnächst geschlossen
werden sollen in die Verkaufsmasse der Stadt einfließen sollen. Die Verkaufserlöse
locken und werden schon fest eingeplant. Eine öffentliche Diskussion soll weitgehend
vermieden werden und so werden konkrete Informationen möglichst lange zurückgehalten.
Einwände, dass eine Erziehungsberatungsstelle nicht gleich gesetzt werden kann
mit irgend einer beliebigen Verwaltungsstelle, dass auch das räumliche Ambiente,
die Atmosphäre, der "Wohlfühlcharakter" einen konstituierenden Bestandteil einer
solchen Einrichtung bilden, werden zur Seite geschoben. Neu angesiedelt in einem
Mischgebiet mit Gewerbeanteil wird sie schon ihre Aufgabe erfüllen, so die Verwaltung.
Kinderspielplätze werden schon als potentielle Baugrundstücke gehandelt, ohne
dass bisher überhaupt schon bekannt wurde, welche Plätze zur Schließung anstehen.
Ohne dass darüber nachgedacht und diskutiert wurde, ob nicht in wenigen Jahren
durch Veränderungen und Zuzug von jungen Familien jetzt verneinter Bedarf wieder
vorhanden sein könnte. Und ohne Vorstellungen zu entwickeln auch andere Nutzungsmöglichkeiten
für den öffentlichen Raum zu überdenken. Und was machen wir, wenn irgendwann das
gesamte "Tafelsilber" der Stadt verscherbelt ist. Kaufen, mieten, pachten wir
dann bei Bedarf aus Privatbeständen zu vermutlich deutlich höheren Preisen wieder
an? "Es war das Zerrbild des Verhaltens einer Gemeinde, als wir im Zusammenhang
des Abschlusses eines sog. Zukunftsvertrages von den Aktivitäten der Stadt Northeim
erfuhren. Sie schloss als eine ihrer ersten Maßnahmen Kinderspielplätze, um sie
teilweise als Bauland zum Verkauf anzubieten", so Gerd Nier, Fraktionsvorsitzender
der GöLinken-Ratsfraktion. "Für Göttingen hätten wir das nicht für möglich gehalten.
Solche Preise wollen wir auf keinen Fall zahlen!" Pressemitteilung
der Kreistagsfraktion Der Partei DieLinke 26.3.12 Freier
Zugang zu Informationen gefordert In einem gemeinsam mit dem Kreistagsabgeordneten
der Piratenpartei, Andreas Schelper, eingebrachten Antrag fordert die Kreistagsfraktion
der Partei DIE LINKE., allen Bürgerinnen und Bürgern den kostenlosen Zugang zu
Informationen, die bisher dem herkömmlichen Urheberrecht unterliegen, nicht nur
zu ermöglichen, sondern die Weiterverbreitung und kommerzielle Nutzung nichtamtlicher
Veröffentlichungen unter der Creative Commons Lizenz „CC BY 3.0“ ausdrücklich
zu gestatten. Die Lizenz „CC BY 3.0“ ermöglicht die weitere Verarbeitung und Verbreitung
eines Werkes oder von Auszügen daraus, wenn diese als Zitat gekennzeichnet sind.
„Die Verbreitung der in das Internet gestellten Dateien wird hierdurch erleichtert.
Damit erhöht sich neben der besseren Nutzbarkeit der Informationen auch die Bekanntheit
der Veröffentlichungen des Landkreises Göttingen“, so Dr. Eckhard Fascher, Fraktionsvorsitzender
der LINKEN. Da der Landkreis Göttingen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit selbst
bestimmt, welchem urheberrechtlichen Modell er seine Erzeugnisse unterstellt,
wird in dem Antrag zudem gefordert, dass auch alle Erzeugnisse von juristischen
Personen, an denen der Landkreis Göttingen beteiligt ist, unter der zuvor genannten
Lizenz veröffentlicht werden. Damit leiste der Landkreis einen nicht zu unterschätzenden
Beitrag zur Erweiterung des digitalen Allgemeingutes. Pressemitteilung
ver.di 24.3.12 Personalratswahl an der Uni
Bei der Personalratswahl an
der Universität Göttingen (ohne Medizin) vom 5. bis 7. März hat die ver.di-Liste
deutlich gewonnen und erstmals die absolute Mehrheit der Sitze (10 von 19) erhalten.
Die Anzahl der Sitze hatte sich um 2 vergrößert, weil die Zahl der wahlberechtigten
Beschäftigten in den letzten Jahren um fast eintausend auf knapp 5.000 gewachsen
ist. Der wissenschaftliche Mitarbeiter Dr. Johannes Hippe wurde in der konsti-tuierenden
Sitzung am 21.03.2012 erneut zum Vorsitzenden gewählt, eben-so wie seine Stellvertreterin,
die Technische Assistentin Elke Zufall-Roth (ebenfalls ver.di). Laut Dr. Hippe
"zeigt der starke Zuwachs an Stimmen, dass die Personal-ratsarbeit der ver.di-Liste
von der Mehrheit der Beschäftigten anerkannt wird". Die ver.di-Liste habe sich
vorgenommen, weiterhin transparent und beteiligungsorientiert die Interessen der
Beschäftigten zu vertreten, die Be-ratungsleistungen weiter auszubauen und sich
aktiv in Veränderungsprozesse einzubringen. "Besonders der Erfolg des Betrieblichen
Gesundheitsmanagements und der laufenden Mitarbeiterbefragungen liege ihm am Herzen"
so Dr. Hippe. Pressemitteilung
SPD Stadtverband 23.3.12 Zukunftsvertrag - Das letzte
Wort spricht die Delegiertenversammlung Die Delegiertenversammlung
entscheidet Nach Auswertung der Bürgerbefragung wird sich die Göttinger SPD in
einer zweiten Diskussionsrunde mit den von der Verwaltung vorgeschlagenen Kürzungsvorschlägen
befassen. Dabei soll die Auswertung der Online-Befragung der Stadt mit in die
Entscheidung einfließen. „Wir haben in unserem Wahlprogramm mehr Bürgerbeteiligung
gefordert, und werden diese jetzt auch in der weiteren Diskussion berücksichtigen“,
so der Göttinger SPD-Vorsitzende Horst Reinert. Die zehn Ortsvereine werden sich
in den nächsten Wochen noch intensiv mit dem Zukunftsvertrag beschäftigen, damit
die Delegiertenversammlung des Stadtverbands am 17. April endgültig darüber beschließen
kann. Dass nicht alle Verwaltungsvorschläge auf SPD-Zustimmung stoßen, habe schon
die letzte Mitgliederversammlung gezeigt. Die Partei werde aber versuchen, für
alle abgelehnten Vorschläge Alternativen zu entwickeln, um den Zukunftsvertrag
nicht von vornherein scheitern zu lassen, so Reinert weiter. „Auch wenn viele
behaupten, wir hätten alles längst abgesegnet: Wir machen uns die Entscheidung
nicht leicht, und das letzte Wort spricht die Delegiertenversammlung.“
Pressemitteilung
Ratsfraktion GöLinke 22.3.12 Deutlich höhere Gewinnausschüttung
der Sparkasse an Stadt und Landkreis gefordert "Nach Recherchen
der Göttinger LINKEN.-Ratsfraktion liege die Sparkasse Göttingen in der Bilanzstatistik
des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes 2010 auf Platz 115 von insgesamt 429
Sparkassen in Deutschland. Im Vergleich von 20 ausgewerteten Sparkassen der Plätze
106 bis 126 zeige sich, dass immerhin neun davon ca. 30% des Bilanzgewinns (Streuungsbreite
17 bis 96 %) als Gewinnabführung an die sie tragenden Kommunen vornahmen. Die
durchschnittliche Ausschüttung lag damit immerhin bei fast 2 Mio. Euro. (Quelle:
http://www.dsgv.de/ download gallery/statistik/Sparkassenrangliste_2010.pdf) Ohne
auch nur ansatzweise die Sicherungsrücklagen zu gefährden, könne mindestens ein
Betrag in dieser Höhe auch von der Göttinger Sparkasse an Stadt und Kreis geleistet
werden, statt wie bisher 100.000 Euro. "Sparkassen sind öffentliches Eigentum",
so Gerd Nier Fraktionsvorsitzender der Göttinger LINKEN.-Ratsfraktion, "sie sollen
und müssen damit zu allererst der Bevölkerung dienen. Ihre Erträge oder zumindest
ein großer Teil davon stehen der Kommune zu". Gerade im Rahmen der Diskussion
um vermeintliche Sparzwänge müsse aus Sicht der Göttinger LINKEN.-Ratsfraktion
die Stadt endlich den Weg einschlagen, den andere Kommunen längst gingen und über
den Verwaltungsrat der Sparkasse den Vorstand auffordern mindestens ein Drittel
des Gewinns an Stadt und Landkreis Göttingen auszuschütten. Sinnvoll wäre es auch,
ein Gutachten einzuholen in welcher Höhe darüber hinaus eine einmalige Ausschüttung
aus der Sparkasse vorgenommen werden könne. Auch die grundsätzlich zu begrüßende
Förder- und Spendentätigkeit der Sparkasse ist der Göttinger LINKEN.-Ratsfraktion
zu intransparent und wenig demokratisch legitimiert. Auch hier sollte eine Vergabe
über den demokratisch gewählten Rat im Sinne einer öffentlichen Diskussion und
Entscheidung erfolgen." Pressemitteilung
ver.die 21.3.12 Personalratswahl an der Uniklinik-Göttingen
ver.di baut absolute
Mehrheit aus Erdmuthe Bach-Reinert als Vorsitzende wiedergewählt. Bei der Personalratswahl
an der Universitätsklinik Göttingen (UMG) am 6. und 7. März hat die ver.di-Liste
deutlich gewonnen. Vierzehn von insgesamt 21 Sitzen wurden von ver.di-Kandidatinnen
und -Kandidaten besetzt. Damit wurde in Göttingens größtem Betrieb mit fast 7.000
Beschäftigten auch der Weg frei für die Wiederwahl der Vorsitzenden Erdmuthe Bach-Reinert.
Die Kinderkrankenschwester Bach-Reinert wurde in der konstituierenden Sitzung
am 20.03.2012 erneut zur Vorsitzenden gewählt, ebenso wie ihr Stellvertreter,
der Intensiv-Pfleger Hans-Martin Gurland (ebenfalls ver.di). Laut Frau Bach-Reinert
„zeigt das überwältigende Ergebnis, dass die Personalratsarbeit der vergangenen
14 Monate von der Mehrheit der Beschäftigten anerkannt wird“. Die ver.di-Liste
habe sich vorgenommen, weiterhin transparent und beteiligungsorientiert die Interessen
der Beschäftigten zu vertreten. Wir werden uns weiter gegen die fortschreitenden
Ausgründungen wenden und uns für faire und gesundheitserhaltende Arbeitsbedingungen
an der UMG einsetzen“ so Erdmuthe Bach-Reinert. Pressemitteilung
Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Göttinger Stadtrat 16.3.2012 GRÜNE
und SPD beschließen Haushalt für 2012 "Die Fraktionen Bündnis
90/DIE GRÜNEN und SPD haben heute im Rat der Stadt Göttingen gemeinsam den Haushalt
2012 beschlossen. „Mit diesem Beschluss halten wir konsequent an unseren Prioritäten
der vergangenen Jahre fest und investieren vor allem in die Energiewende und mehr
Klimaschutz, in Bildungsgerechtigkeit und Bildungsqualität sowie in Maßnahmen
zur Förderung der Zuwanderungsfreundlichkeit“, erklärt der Vorsitzende der Fraktion
der GRÜNEN, Rolf Becker. Darüber hinaus enthält der Haushalt 2012 zahlreiche Festlegungen
von grundlegender Bedeutung für die kommenden Jahre: „Wir stellen die Weichen
für die Einführung eines Bürgerhaushalts, die Durchführung einer systematischen
Organisationsentwicklung, für eine planvolle Regionsbildung sowie für die Annahme
der Entschuldungshilfe, die uns das Land angeboten hat.“ Becker machte in seiner
Haushaltsrede nachdrücklich deutlich, die Investitionsfähigkeit, Substanz und
kommunale Selbstverwaltung Göttingens ernsthaft in Gefahr gerät, wenn die CDU/FDP-geführten
Regierungen in Land und Bund nicht endlich für eine angemessene finanzielle Ausstattung
der Kommunen sorgen. .....“ Pressemitteilung
der Gruppe RedicalM 16.3.12 Rave-Demo "...
Ein bunter Zug feiernder Menschen bewegte sich lautstark und bestens gelaunt zu
Techno-Klängen durch die Göttinger Innenstadt. Aus einigen an der Route liegenden
Häusern wurde der Demo-Zug mit Luftballons, Konfetti und Feuerwerk begrüßt. Die
Rave-Demonstration vom Antikapitalistischen Krisenbündnis Göttingen war der vorläufige
regionale Höhepunkt der Mobilisierungskampagne zum "Europäischen Aktionstag gegen
Kapitalismus - M31", der in Deutschland am 31. März in Form einer bundesweiten
Demonstration zur Baustelle der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt/Main
stattfindet. Die Polizei war zwar mit einem großen Aufgebot anwesend, hielt sich
aber - wie im Vorfeld vom Göttinger Krisenbündnis gefordert - zurück. (...) Heute
haben wir gezeigt, dass Politik nicht immer bierernst sein muss. Wir lassen uns
unseren Spass - aller kapitalistischen Zumutungen zum Trotz - nicht nehmen. Dieses
System produziert soviel Leid und Elend, sei es durch die Sparauflagen gegen Griechenland
oder den Zukunftsvertrag gegen die Göttinger Bevölkerung, da ist es geboten, auch
einmal die Möglichkeit eines besseren, eines schönen Lebens zu propagieren. .....". Pressemitteilung
Polizei Göttingen 23.02.2012 "Polizeifeindliche
Parolen an Gebäude in der Innenstadt" "In der Göttinger
Innenstadt haben Unbekannte in der Nacht zu Dienstag (21.02.12) Gebäude und andere
Flächen großflächig mit polizeifeindlichen, politisch motivierten Parolen beschmiert.
Entdeckt wurden die mit Farbe gesprühten Schmierereien u. a. an den Wänden von
diversen Geschäftsgebäuden, an Hauswänden, einem Bauzaun, am Nabel und am Ehrenmal
auf dem Wilhelmsplatz. Die Polizei hat bislang elf Tatorte registriert. Unbekannt
ist derzeit noch die Höhe des entstandenen Gesamtschadens. Die Polizei Göttingen
geht nach derzeitigen Erkenntnissen davon aus, dass linksmotivierte Täter für
die Sachbeschädigungen verantwortlich sind. Das 4. Fachkommissariat hat die weiteren
Ermittlungen übernommen." Pressemitteilung
ver.di 24.2.12 Kundgebungen und Demos zur Mittagspause
Tarifrunde Öffentlicher Dienst 2012 Auftakt in Göttingen und Südniedersachsen
mit „aktiven Mittagspausen“ Am 1. März geht es für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten
im Öffentlichen Dienst in die erste Verhandlungsrunde. Die ver.di-Tarifkommission
hat eine Forderung nach 6,5 % bzw. 200 Euro mehr Gehalt gefordert. Für Auszubildende
fordert ver.di einen Mindestbetrag von 100 Euro, sowie die unbefristete Übernahme
nach der Ausbildung. ver.di erwartet von den Arbeitgebern der Kommunen und des
Bundes bereits in der ersten Verhandlungsrunde ein Angebot. Nach dem Motto „Wir
sind es wert“, nicht länger von der Einkommensentwicklung in Deutschland als Beschäftigte
des Öffentlichen Dienstes abgekoppelt zu werden, wollen die Beschäftigten am ersten
Verhandlungstag mehr hören, als „Wir haben kein Geld, das Angebot lautet Null“,
erklärte heute der stellvertretende Geschäftsführer des ver.di Bezirks Lothar
Richter aus Göttingen. Um diese Erwartung zu unterstützen wird es bereits im Vorfeld
der Verhandlungen zu Protestaktionen in Form von aktiven Mittagspausen kommen.
Diese werden teilweise in den Betrieben und Verwaltungen stattfinden. Im Göttinger
Raum wird es am Dienstag, den 28.02. mittags um 12:15 Uhr zu einer Demonstration
an und auf der Kreuzung an der Reinhäuser Landstraße/Hiroshimaplatz kommen. ver.di
Sprecher Lothar Richter erwartet mehrere hundert Beschäftigte aus den kommunalen
Einrichtungen, Sparkassen, Ver- und Entsorgern und anderen betroffenen Betrieben.
In Bovenden ist am gleichen Tag vor dem Rathaus eine Demonstration der Beschäftigten
der Gemeindeverwaltung und Gemeindedienste geplant. In Hann. Münden findet einen
Tag später eine gleichgelagerte Aktion statt. In der Region wird es darüber hinaus
vor der Kreismülldeponie in Moringen-Blankenhagen zu einer Versammlung der Beschäftigten,
sowie in einigen Kommunalverwaltungen zu Aktionen kommen Pressemitteilung
'Göttinger Bündnis Bleiberecht für Roma', , 22.02 2012 Göttinger
Ausländerbehörde widersetzt sich dem Willen des Stadtrats Seit
1993 lebte Familie Saciri in Deutschland, die Kinder wurden hier geboren. 1999,
kurz vor den NATO-Bombardements auf Ex-Jugoslawien, kehrten sie zurück. Ihr Vater
war im Exil in Deutschland gestorben, ihre Duldung damit hinfällig. Vier Jahre
später, 2003, hielt Frau Saciri es nicht mehr aus. Die rassistischen Übergriffe,
die Ausgrenzung, die ethnischen Säuberungen im Kosovo gegen Roma nahmen überhand.
Sie ging ein zweites Mal mit ihren Kindern nach Deutschland. Aber hier trat ihnen
nur eine Justiz entgegen, die für Roma-Flüchtlinge keinen Schutz bot. Sie hangelten
sich weitere neun Jahre von Duldung zu Duldung, um am 13.Februar 2012 wieder mit
der Abschiebung bedroht zu werden. Selbst die Herzattacke, die Frau Saciri am
vergangenen Montag nach Erhalt der Abschiebeandrohung erlitten hat, noch das in
letzter Minute vorgelegte ärztliche Attest, das ihre Reiseunfähigkeit bescheinigte,
konnten die hiesige Ausländerbehörde dazu bewegen, die Abschiebung auszusetzen.
Lieber nahm sie in Kauf, die Familie jeder Perspektive zu berauben, die Kinder
in die Illegalität zu drängen und somit dem unmenschlichen Willen ihres Dienstherren
in Hannover, Uwe Schünemann, Folge zu leisten. Damit entschied sich die hiesige
Ausländerbehörde bewusst, den erklärten Willen des Göttinger Stadtrats, keine
Roma in den Kosovo abzuschieben, zu ignorieren und stattdessen den willfährige
Vollstrecker einer zu tiefst verurteilenswerten Ausländerpolitik zu werden. Das
'Göttinger Bündnis Bleiberecht für Roma' aber sagt mit Hannah Arendt: "Niemand
hat das Recht zu gehorchen" und verurteilt diesen unmenschlichen Akt staatlichen
Rassismus' . Familie Saciri muss der Weg zurück in die Legalität geebnet werden.
Gleichzeitig fordert das Bündnis die Göttinger Zivilgesellschaft auf, den Umtrieben
in der Göttinger Ausländerbehörde Einhalt zu gebieten und einen wirkungsvollen
Abschiebeschutz für Roma zu organisieren. Pressemitteilung
WählerInnenbündnis GöLinke 20.2.12 Strukturelle Veränderungen
statt Flickschusterei Die GöLinke
"fordert wirkliche strukturelle Veränderungen im Finanzausgleich zwischen
Bund Ländern und Kommunen statt Flickschusterei durch das sog. Entschuldungshilfeprogramm.
Es stand unüberhörbar bei fast allen Beiträgen des Oberbürgermeisters und der
großen Ratsfraktionen im Ratssaal, das Unwort des Jahres 2010, "alternativlos".
Und es galt den gerade eingebrachten Vorschlägen des sogenannten Entschuldunghilfeprogramms,
dass der OB dem Rat vorgelegt hatte. Alternativlos die Schließung des Weender
Freibades, alternativlos die Erhöhungen der Kindergartenbeiträge, der Beiträge
für das Schulessen, der Grundsteuer B u.s.w. Alternativlos die mittelfristige
Streichung von 100 Personalstellen, der Zuschüsse für Pro Familia, für den Frauennotruf
und die Verbraucherberatung etc. etc. Doch aus Sicht der Göttinger Linken gibt
es politische Alternativen, wenn man nur ernsthaft will und sich auch traut, die
eigenen MandatsträgerInnen im Bundes- und Landtag in die Pflicht zu nehmen. Wer
eine auf Dauer gesicherte kommunale Selbstverwaltung erhalten will, wer eine gerechte
Verteilung des Steueraufkommens zwischen Bund, Land und Kommunen will, der kommt
nicht umhin, die Asymmetrie der Verteilung anzugehen. Mittelfristiges Ziel muss
es sein, den Kommunen wieder mindestens 20 % am Gesamtsteueraufkommen zukommen
zu lassen. Ziel muss es sein, dass Bund und Länder die Verantwortung dafür übernehmen,
die von ihnen vorgegebenen gesetzlichen Aufgaben auch selbst zu finanzieren und
nicht in weiten Teilen auf die Kommunen abzuwälzen. Und wenn da weiterhin blockiert
wird, dann muss im Notfall auch der Klageweg beschritten und z.B. der Staatsgerichtshof
angerufen werden. Hier aber mauern CDU, SPD und Grüne. In den Kommunen beklagen
sie - zu Recht - die schlechte Finanzierung und auf Landes- und Bundesebene produzieren
sie sie. "Mit dem vorgelegten sog. Entschuldungshilfeprogramm (EHP) wird nur Flickschusterei
betrieben, ohne die wirklichen strukturellen Probleme der Unterfinanzierung der
Kommunen ernsthaft in Angriff zu nehmen", so Gerd Nier, Fraktionsvorsitzender
der GöLINKE.-Ratsfraktion. "Wenn hier nicht Entscheidendes passiert, stehen wir
in 10 Jahren mit einer möglicherweise teilweise getilgten Schuldenlast in einer
deutlich weniger attraktiven Stadt vor den gleichen Problemen wie jetzt und "die
Katze beißt sich in den Schwanz". Pressemitteilung
DGB-Bezirk Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt 20.2.12 Kolpingwerk
und DGB gemeinsam für Mindestlohn Bei
den 23. Duderstädter Gespräche am 16./17. Februar 2012 in Duderstadt "Arbeit für
alle bei gerechtem Lohn - eine Illusion?" haben das Kolpingwerk Diözesanverband
Hildesheim und der Deutsche Gewerkschaftsbund Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt
gemeinsam folgende Positionen vertreten: (...) 6. In Deutschland werden derzeit
in einigen Sparten bei voller Erwerbstätigkeit der Beschäftigten Arbeitsentgelte
gezahlt, die das Existenzminimum der Betroffenen nicht sicherstellen und Altersarmut
vorprogrammieren. Kolping und DGB-Bezirk fordern Mindestlöhne, die das Existenzminimum
sicherstellen, eine angemessene Teilhabe an den erarbeiteten Werten ermöglichen
und Altersarmut nachhaltig vermeiden. Deshalb fordern Kolping und DGB einen gesetzlichen
Mindestlohn von 8,50 Euro/Stunde. Die Regelungen zur Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit
von Tarifverträgen sind zu erleichtern, um auch den Arbeitnehmern Tariflöhne zu
gewähren, für die keine tarifvertraglichen Bindungen bestehen. 7. Der Trend,
Arbeitsverträge zeitlich zu begrenzen, ist zu stoppen. Der Abschluss von unbefristeten
Arbeitsverträgen muss wieder die Regel werden. Zeitarbeitsverträge sollten nur
bei nachweisbarem Bedarf und im Einvernehmen mit dem zuständigen Betriebs- bzw.
Personalrat zugelassen werden. 8. Dieselben Kriterien wie bei Zeitarbeitsverträgen
sind auch bei der Beschäftigung von Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern
anzusetzen. Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer sind stets wie die Stammbelegschaft
zu entlohnen (equal pay). 9. In Tarifverträgen und Arbeitsverträgen ist die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf angemessen zu berücksichtigen. Sonntagsarbeit
ist nur dort zuzulassen, wo sie betriebsbedingt nötig ist. Überstunden dürfen
nur bei dringendem Bedarf angeordnet werden. Neueinstellungen sind der Anordnung
von Überstunden vorzuziehen. Pressemitteilung
Ratsfraktion WählerInnenbündnis GöLinke 16.2.12 Weender
Freibad droht Schließung In
der vergangenen Sitzung des Sportausschusses gab die Verwaltung das erste Mal
zu, dass sogenannte Entschuldungshilfeprogramm (‚Zukunftsknebelungsvertrag’) direkte,
negative Auswirkungen auf das Leben der Göttinger Bürgerinnen und Bürger haben
wird. Bislang hielt sich OB Meyer mit Kürzungsvorschlägen bedeckt. „Die Bürgerinnen
und Bürger wollen ihr Freibad in Weende behalten, dies wurde in der Sitzung des
Sportausschusses deutlich. Der Förderverein Weender Freibad geht davon aus, dass
es eine alternative, wesentlich günstigere Sanierungsmethode gibt. Für uns steht
fest – hier wird ein Sanierungskonzept vorgelegt, dass lediglich dazu dient die
Schließung des Freibades zu rechtfertigen. Die GöLinke.-Ratsfraktion wird
dem nicht tatenlos zuschauen“, sagt Civar Akad, sport- und kulturpolitischer Sprecher
der GöLinke-Ratsfraktion. Die GöLinke. sieht sich in ihren Befürchtungen
bestätigt, dass mit weiteren Einschränkungen zu rechnen ist. „Die Behauptung der
Stadtverwaltung, es gäbe keine weitreichenden Kürzungen, hat unsere Fraktion als
einzige der Ratfraktionen von Anfang an bezweifelt. Die Schließung des Weender
Freibades wird nur der Anfang einer ganzen Reihe von Schließungen sein. Bürgerinnen
und Bürger werden mit dem Versprechen gelockt, es ginge der Kommune mit dem Entschuldungshilfeprogramm
besser. Dabei wird jedoch verschwiegen, dass die geforderten Einsparungen einzig
zu Lasten der freiwilligen Leistungen und der Investitionen erfolgen können. Einer
solchen ‚Hilfe’ werden wir nicht zustimmen“, so Gerd Nier, Fraktionsvorsitzender
der GöLinke-Ratsfraktion. Pressemitteilung
des Grünen Kreis-und Stadtverbandes 8.2.12 Landvolktag
bietet Werbebühne für Genmanipulation "Auf
dem Landvolktag in Gieboldehausen wurde der KWS in Person des Vorstandsprechers
Philip von dem Bussches eine wunderbare Bühne geboten um ihre genmanipulativen
Schweinereien anzupreisen und zu relativieren", kommentiert die Sprecherin des
Göttinger Kreisverbandes (...)t, den einstündigen Vortrag von dem Bussches. "Die
Firmenpolitik der KWS mit der Expansion ihrer Gentechnik-Sparte und der zunehmenden
Spezialisierung auf Großkundschaft und intensive Monokulturbewirtschaftung ist
nicht die Lösung der Probleme des Landvolks, sondern gehört selbst zu den größten
strukturellen Problemen", (...) "Wir haben kein Interesse daran, dass sich das
Landvolk und die kleinbäuerliche Landwirtschaft selber abschafft und wünschen
uns daher endlich eine kontroverse Debatte über die Thesen von den Busches, die
nicht unwidersprochen bleiben dürfen. Führen wir doch mal einen ehrlichen Dialog
über die Auswirkungen auf den menschlichen Organismus, die der Verzehr von gen-manipulativ
verseuchten Nahrungsmitteln mit sich bringen kann und auch darüber, was Konzernpolitiken
von Firmen wie KWS nicht nur für den Wettbewerb bedeuten. Wir reden hier von Preisdumping,
Flurbereinigung, dem Rückgang der Artenvielfalt auf extensiv landwirtschaftlich
genutzten Flächen und dem Sterben von kleineren Agrarbetrieben". Die KWS steht
seit Jahren in starker öffentlicher Kritik, da sie schon 1993 begonnen hat die
ersten Freisetzungen gentechnisch veränderter Zuckerrüben durchzuführen. Diese
Freisetzungen gehörten zu den ersten Freisetzungen von Gentechnik-Pflanzen überhaupt.
Seit dem hat die KWS in den letzten Jahren trotz massivem Protest nicht zuletzt
der AnwohnerInnnen zahlreiche Freisetzungen durchgesetzt und gentechnische Arbeiten
in Gewächshäusern und Laboren durchgeführt. Das Postulat des "Wachsen oder Weichen",
das auch das Landvolk leider unverändert pflegt, führt zwangsläufig zu Betriebsaufgaben,
Arbeitsplatzabbau, Zerstörung ländlicher Sozialstrukturen und den Lebensmittelskandalen,
die wir in letzter Zeit erlebt haben. "Wir würden uns vom Landvolk wünschen, im
nächsten Jahr doch einmal einen erklärten Gentechnik-Kritiker auf die Bühne zu
bitten, um an dieser Stelle eine ausgewogene Meinungsbildung und Diskussion zu
fördern Pressemitteilung
Kreistagsfraktion der Partei DieLinke 6.2.12 IGS für
Hann.Münden Kreistagsfraktion
der Partei DieLinke .."begrüßt die Initiative für eine
IGS Hann. Münden und sieht sich in ihrer Forderung bestätigt, dass Integrierte
Gesamtschulen Regelschulen anstelle des gegliederten Schulsystems werden müssen.
Am kommenden Donnerstag soll im Schulausschuss des Göttinger Kreistages über die
Umwandlung der bisherigen Haupt- und Realschule Dransfeld in eine so genannte
Oberschule beraten werden. DieLinke im Kreistag und im Samtgemeinderat Dransfeld
lehnen dies strikt ab. Kreis-Fraktionsvorsitzender Dr. Eckhard Fascher: "Die niedersächsische
Oberschule ist ein Modell der Landesregierung zur Rettung des gegliederten Schulsystems
und der Gymnasien. Sie zementiert soziale Ungleichheiten und verhindert eine gute
Schulbildung für einen großen Teil unserer Kinder." Der Dransfelder Samtgemeinderatsherr
Ulrich Maschke: "Eine Oberschule Dransfeld ohne gymnasialen Zweig anstelle der
bisherigen Haupt- und Realschule ist die schlechteste aller Alternativen. Anstelle
der Mogelpackung Oberschule fordern wir, dass die Landesregierung endlich die
Einrichtung für Integrierten Gesamtschulen erleichtert, damit eine IGS Dransfeld
ebenso wie in Hann. Münden geschaffen werden kann. Es muss endlich Chancengleichheit
herrschen, kein Kind darf zurück bleiben." Pressemitteilung
Antifaschistische Linke International A.L.I 30.1.12 Erst
DNA-Probe erzwungen - Jetzt Freispruch Freispruch für den jungen
Antifaschisten "Martin R." vom 4.7.2011 ist rechtskräftig. Per Fax teilte Oberstaatsanwalt
Hans-Hugo Heimgärtner heute gegenüber dem Rechtsanwalt des Betroffenen mit, dass
er die Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts Göttingen zurückziehe. (...)
Landtagsabgeordnete aus SPD, Bündnis90/Die Grünen und Die Linke sowie lokale Parteigliederungen,
Gewerkschaftsjugendverbände, Unigruppen und linksradikale Initiativen hatten seit
Dezember 2010 die erzwungene DNA-Entnahme bei "Martin R." zurückgewiesen und durch
unterschiedlichste wichtige Beiträge ihre konkrete Solidarität ausgedrückt. (...)
Anlässlich der für den 31.1.2012 angesetzten Berufungsverhandlung vor dem Landgericht
Göttingen initiierte die A.L.I. die Kampagne "Schünemänner, Staatsschützer, Schnüffelhunde
- Schluss damit! Linke Politik verteidigen!". (...) Für Donnerstag, den 2. Februar
2012, ruft die A.L.I. zu einer Kundgebung gegen den Besuch von Verfassungsschutzpräsident
Hans Wargel in Göttingen auf. (...) Die Kundgebung unter dem Motto "Wargel, Wasserkocher,
Wehrsportgruppe - Weg damit!" beginnt um 18.30 Uhr am Markt/Gänseliesel in Göttingen.
Pressemitteilung: Kreisverband
Partei DieLinke 31.112 Den sogenannten "Verfassungsschutz"
abschaffen Die
Partei DieLinke "ruft unter dem Motto: "Die Willkür des Verfassungsschutzes
stoppen - keine Verfolgung und Kriminalisierung linker Strukturen - Verfassungsschutz
auflösen" zu einer Kundgebung am Gänseliesel am Donnerstag dem 2.2.12 um 18.30
Uhr auf. Zeitgleich hält Verfassungschef Wargel, auf Einladung des CDU-Kreisverbandes,
einen Vortrag zum Thema ‚Extremismus in Niedersachsen und Göttingen’ im fünf Sterne
Hotel ‚Freizeit In’. „Niedersachsens VS Chef Wargel räumte jüngst ein, dass sowohl
DIE LINKE., als auch Teile ihrer Landtagsabgeordneten und antifaschistische Gruppen
in Göttingen mit geheimdienstlichen Mitteln bespitzelt werden. Das ist ein Skandal!
Damit machen Wargel und Innenminister Schünemann ihren Hass gegenüber allem Linken
deutlich. Gleichzeitig werden rechte Täter immer wieder verharmlost“, so Patrick
Humke, MdL. Göttingen spiele bei dieser geheimdienstlichen Überwachung eine besondere
Rolle und auch Humke sei persönlich von dieser Bespitzelung betroffen. „Die Verfolgung
einer rechtmäßigen, demokratischen und oppositionellen Partei durch den sogenannten
‚Verfassungsschutz’ ist nicht nur skandalös, sondern straft den so genannten Verfassungs-‚schutz’
Lügen. Denn hier wird nicht die Verfassung, sondern das politische Interesse der
regierenden Parteien geschützt. DIE LINKE. ist vielmehr die Partei, die das Grundgesetz
immer wieder vor weiteren Aufweichungen verteidigt“, so Doreen Wohlrab Sprecherin
des Kreisverbands DIE LINKE. Göttingen. „Während Nazis jahrelang unbehelligt im
Untergrund agieren und Menschen töten konnten, verschwendet der sogenannte ‚Verfassungsschutz’
Zeit und Steuermittel um diejenigen auszuspionieren, die diesen Geheimdienst kontrollieren
sollen. Wie weit darf diese Behörde eigentlich noch gehen? Wir werden auf parlamentarischem
Wege alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, diesen Inlandsgeheimdienst
abzuschaffen“, so Humke weiter. Pressemitteilung
Ratsfraktion DieGrünen 27.1.12 Offenlegung von Akten
des sogenannten "Verfassungsschutzes" "Die
Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat unterstützt die Forderung des Göttinger
Landtagsabgeordneten Patrick Humke nach Offenlegung seiner Verfassungsschutzakte.
"Die willkürliche Dauerbespitzelung linker Strukturen aus nicht nachvollziehbaren
Gründen muss ein Ende haben", erklärt der Fraktionsvorsitzende Rolf Becker, erst
recht wenn die Betroffenen auf Grund ihrer gesellschaftlichen Funktion mit besonderen
Persönlichkeitsrechten ausgestattet sind. "Der Landtagsabgeordnete Patrick Humke
und der Göttinger Journalist Kai Budler sind nur die zwei prominentesten Göttinger
Beispiele für mindestens zwei grundlegender Fehlentwicklungen des Verfassungsschutzes
in Deutschland", erläutert Becker. "Damit meine ich erstens die systematische
Gleichsetzung des Gefährdungspotenzials "linker" und "rechter" Strukturen, die,
wie die Morde der "Zwickauer Terrorzelle" beweisen, fern jeder Realität ist, und
zweitens die zunehmende Außerkraftsetzung von Grundrechten zur Befriedigung staatlicher
Neugier mit immer umfassenderen technischen Mitteln." Ärgerlich sind in diesem
Zusammenhang auch die jüngsten Äußerungen des Göttinger CDU-Landtagsabgeordneten
Fritz Güntzler, der die Verfolgung Humkes und der Partei DIE LINKE kürzlich ausdrücklich
begrüßt hat. "Mit seiner populistischen Pflege alter Feindbilder trägt Güntzler
viel zur Polarisierung der Debatte bei, von der sich die CDU vielleicht ein paar
Wählerstimmen verspricht, aber leider nichts zur Lösung gesellschaftlicher Probleme."
" Pressemitteilung
Stadt Göttingen 26.1.12 Männerwohnheim für
Obdachlose soll erhalten bleiben Die Heilsarmee und die Stadt Göttingen
haben im Rahmen eines Gesprächs am Mittwoch, 25. Januar 2012, vereinbart, wie
im Hinblick auf die Zukunft des Männerwohnheims in Göttingen verfahren werden
soll. Gemeinsame Priorität hat nach Mitteilung der Stadtverwaltung die Weiterführung
des Wohnheims für alleinstehende Wohnungslose durch die Heilsarmee nach dem bisherigen
Konzept. Der Weiterbetrieb des Wohnheims hängt jedoch von seiner künftigen Auslastung
ab. Gemeinsam werden der Träger Heilsarmee und die Stadt den Bedarf und die künftige
Belegungssituation beobachten. Sollte die Belegung in Zukunft eine Weiterführung
des bisherigen Wohnheimkonzepts nicht mehr erlauben, wollen Heilsarmee und die
Stadt ein gemeinsames ambulantes Nachfolgekonzept erarbeiten. Die heutigen Bewohner
der Einrichtung sollen, sofern sie Sozialhilfeempfänger sind, auch bei einem Konzeptwechsel
am Standort weiterleben können. Heilsarmee und die Stadt werden in den nächsten
Tagen mit den Bewohnern sprechen, um entsprechende Befürchtungen auszuräumen.
Pressemitteilung
Partei DieLinke 11.1.12 Medizinische Versorgung von Flüchtlingen Patrick
Humke, Landtagsfraktion und Kreistagsfraktion Partei DieLinke fordern "eine
umfängliche und öffentliche Berichterstattung über die generelle von der Landkreisverwaltung
praktizierten und nach dem Asylbewerberleistungsgesetz vorgesehene medizinische
Versorgung von Flüchtlingen. „Es scheint unter dem neuen SPD-Landrat Reuter eine
Kontinuität in der Auslegung des Asylbewerberleistungsgesetzes bezüglich der medizinischen
Versorgung zu geben. Wir erwarten im kommenden Sozialausschuss und im Kreistag
eine umfassende Berichterstattung zur diesbezüglichen Verwaltungspraxis im Landkreis
Göttingen. Wir haben bereits in den letzten Wahlperioden immer wieder die mangelhafte
Ausnutzung von Spielräumen in der Flüchtlingspolitik der schwarz-grünen Mehrheit
kritisiert“, so Fraktionsvorsitzender Dr. Eckhard Fascher. DIE LINKE. sähe durchaus
Spielräume im Umgang mit den gültigen Flüchtlingsgesetzen, wie die aktuelle Praxis
in anderen Bundesländern immer wieder beweise und erwarte von der Kreistagsmehrheit
mehr Zivilcourage. „Die in seltener Eintracht geäußerte Kritik von Niedersächsischem
Flüchtlingsrat und Kassenärztlicher Vereinigung muss ernst genommen werden. Sie
ist nicht aus der Luft gegriffen. Landrat Reuter soll endlich ein Machtwort sprechen
und den CDU Dezernenten Wucherpfennig in seine Schranken verweisen. Pressemitteilung
ver.di 9.1.12 Betriebsrätin setzt sich für
KollegInnen ein - Firma will sie jetzt kündigen (...) Am 16.9.
hatte die örtliche Arbeitgebervertreterin mitsamt Rechtsanwalt mehrere Mitarbeiterinnen
der PDG [Paracelsus Dienstleistungs-GmbH Bad Gandersheim] zu Einzelgesprächen
aufgefordert, wobei sich die Frauen offenbar erheblichem Druck ausgesetzt sahen.
Als daraufhin die Betriebsratsvorsitzende ihren Kolleginnen zu Hilfe kam, wurde
Dagmar Z. direkt ein vorbereiterer Aufhebungsvertrag mit der Aufforderung zur
sofortigen Unterschrift vorgelegt. Das hatte sie standhaft verweigert. "Zum Glück",
so Julia Niekamp, Göttinger ver.di-Gewerkschaftssekretärin. "Hätte Frau Zimmermann
vor Schreck unterschrieben, wäre, anders als bei einer Kündigung, dagegen juristisch
nur noch schwer etwas zu machen gewesen. Genau darauf hatte der Arbeitgeber wohl
gesetzt." Gleichzeitig war Dagmar Z. ein Hausverbot erteilt worden. (...) bereits
in der Vergangenheit hatte der Betriebsrat gegen Praktiken der PDG protestiert:
Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit wurden nicht gezahlt, weswegen derzeit
durch ver.di eine Reihe von Gerichtsverfahren gegen den Arbeitgeber anhängig ist.
Selbst Arbeitsschutzbekleidung wird nicht gemäß vertraglicher Regelungen zur Verfügung
gestellt.(...) "Dagmar Z. hatte selbst fast 500 Überstunden angesammelt - ein
deutliches Zeichen, dass für sie immer die Aufrechterhaltung des Klinikbetriebs
an erster Stelle gestanden hat". Im nachfolgenden Kündigungsverfahren, das der
Arbeitgeber im Herbst 2011 betrieb, hatte das Betriebsratsgremium seine Zustimmung
zur Kündigung von Dagmar Z. verweigert. Daraufhin hatte der Arbeitgeber beim Arbeitsgericht
Göttingen die Ersetzung der Zustimmung beantragt, worüber am 12. Januar um 13.00
Uhr entschieden wird. "Wir sind zuversichtlich", so Julia Niekamp. (...) Pressemitteilung
Landrat Reuter 27.12.11 "Rosinenpickerei" der
Privatfirmen im ÖPNV verhindern „ÖPNV muss attraktiv und
bezahlbar bleiben“ Rolle der Kommunen sollte deutlich gestärkt werden Landrat
Bernhard Reuter fordert bei der Neufassung des Personenbeförderungsgesetzes eine
Stärkung der Kommunen als Auf-gabenträger im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).
Das Bundeskabinett hatte dazu am 3. August 2011 einen Gesetzent-wurf auf den Weg
gebracht. Das Gesetz wurde mittlerweile im Bundesrat beraten und wird voraussichtlich
2012 verabschiedet. „Ein qualitativ hochwertiges, flächendeckendes und für alle
be-zahlbares Angebot gibt es nur, wenn die Landkreise und kreis-freien Städte
wirksame Möglichkeiten zur Steuerung erhalten. Der bisherige Entwurf der Bundesregierung
wird dieser Anforderung nicht gerecht und muss in zentralen Punkten verbessert
werden“, sagt Landrat Reuter. Landrat Reuter betont, dass die rechtliche Verbindlichkeit
der Nahverkehrspläne eine unerlässliche Voraussetzung dafür sei, eine ausreichende
und hochwertige Versorgung zu garantieren und „Rosinenpickerei“ durch private
Verkehrsunternehmen zu verhindern. Diese Verbindlichkeit müsse gestärkt werden,
fordert er. Die Nahverkehrspläne werden von den Landkreisen und kreis-freien Städten
erstellt und bilden die Grundlage für die Ausgestal-tung des ÖPNV. „Es darf nicht
dazu kommen, dass sich private Anbieter im Landkreis Göttingen allein auf die
wirtschaftlichen Linien konzentrieren und der Landkreis als Ausfallbürge für den
defizitären Rest des ÖPNV-Angebots herhalten muss“, sagt Reuter. Pressemitteilung
ver.di 22.12.2011 Krankenhäuser sind seit November
mit Gehaltszahlung im Verzug Die
ca. 300 Beschäftigten der Kliniken Lippoldsberg und Uslar (GSO) warten kurz vor
Weihnachten noch auf ihr Novembergehalt. Langsam liegen bei ihnen und ihren Familien
die Nerven blank.. Die Lippoldsberger Klinik, 100%ige Eignerin des Uslarer Hauses,
ist Mitglied im Diakonischen Werk Kurhessen-Waldeck. "Bereits seit über einem
halben Jahr ist die Geschäftsführung gegenüber den Beschäftigten vertragsbrüchig",
so Julia Niekamp, für die Uslarer Klinik zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretärin.
Seit über einem halben Jahr wird deutlich verspätet gezahlt. (...) "Schon vor
Monaten hatte die Geschäftsführung mittgeteilt, eine Teilzahlung des ausstehenden
Gehalts gebe es nur, wenn ein Mitarbeiter in Lippoldsberg vorstellig werde und
begründe, wofür er das ihm ja zustehende Geld denn genau brauche. Jetzt wird selbst
das verweigert", so Niekamp. (...) "Am Montag haben wir die Geschäftsführung angeschrieben,
dass wir uns an die Öffentlichkeit wenden, falls das Novembergehalt nicht bis
zum 22.12. um 10.00 Uhr auf den Konten der Mitarbeiter eingegangen ist. Diese
Frist hat Herr Gründel kommentarlos verstreichen lassen." Jetzt sind auch die
rund 20 Gesellschafter und die Aufsichtsratsmitglieder der Klinik in ihrer Verantwortung
gefordert sowie die Vertreter der Politik. "Die Beschäftigten und ihre Familien
fordern Sie auf, der Geschäftsführung Druck zu machen, die Gehälter noch vor Weihnachten
zu überweisen und in Zukunft pünktlich zu zahlen", so Niekamp und Lange. Pressemitteilung
Paritätischer Wohlfahrtsverband 8.12.2011 Hilfe
für Menschen mit Behinderung Menschen
mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung sind oft zusätzlich durch
Barrieren im gesellschaftlichen Umfeld beeinträchtigt. Das Bewusstsein um neue
Wege in der Inklusion / Integration hat in der Öffentlichkeit zugenommen. Die
2009 in Deutschland in Kraft getretene UN-Behindertenrechtskonvention hat zudem
rechtliche Grundlagen fest-geschrieben, die für Betroffene, Eltern und Selbsthilfeorganisationen
von erheblicher Bedeutung sind: die Gesellschaft muss Bedingungen schaffen, damit
Menschen mit Behinderung nicht ausgegrenzt werden, sondern eine gleichberechtigte
Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht wird (Inklusion). Zum jetzigen
Zeitpunkt fehlen jedoch überwiegend die Rahmenbedingungen z. B. in Kinder-tages-stätten
und Schulen (behindertengerechte Ausstattung, mehr und entsprechend quali-fiziertes
Personal), so dass selbst eine Integration (Voraussetzung für die Inklusion) nicht
ohne Kampf und Ausdauer der Betroffenen möglich ist. Integration meint, dass getrennte
Wege in der Sozialisation von Menschen mit und ohne Behinderung wieder zusammengeführt
werden. Der Paritätische Wohlfahrtsverband in Stadt und Landkreis Göttingen gibt
Hilfestellung durch Assistenz in unterschiedlichen Lebensphasen und Einrichtungen
wie Kindergarten, Schule, Freizeit, Berufsausbildung / Beruf und Studium. Wir
arbeiten eng mit der Selbsthilfe Kör-perbehinderter zusammen, die sich vorrangig
um Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung kümmert. Besuchen Sie unsere Website:
www.pari-goe.de oder rufen Sie uns direkt an: 0551 / 90008-10 bis 16. Pressemitteilung
Kreistagsfraktion der Partei DieLinke 2.12.2011 Keine
Regionsbildung gegen den Willen der Bürger "Die
von SPD und Grünen geforderte schnelle Regionsbildung lehnt DIE LINKE. entschieden
ab. Fraktionsvorsitzender der LINKSFRAKTION im Kreistag Dr. Eckhard Fascher: „Ein
solcher Großkreis wäre ein bürgerfernes künstliches Konstrukt, das keines der
strukturellen Probleme der bisherigen drei Landkreise lösen würde. Land und Bund
müssen endlich ihrer Verantwortung gerecht werden, den Landkreisen, Städten und
Gemeinden ein höheren Anteil aus dem Steueraufkommen zu kommen zu lassen. Die
geplante Region ist zu groß, um für die Bürger und Kommunalpolitiker noch überschaubar
zu sein, Verwaltungshandeln ist so immer weniger kontrollierbar. Bei einer solchen
grundlegenden Entscheidung müssen die Bürgerinnen und Bürger das letzte Wort haben.“
DIE LINKE. begrüßt in diesem Zusammenhang die Initiative des Bürgerforums für
einen Bürgerentscheid zum Thema große Kreisfusion." Pressemitteilung
Ratsfraktion PiratenPartei 24.11.11 Mehr
Transparenz durch System zur Befragung von kommunalen Abgeordneten "In
Zusammenarbeit mit Parlamentwatch e.V. wollen die Piraten in Göttingen die etwas
mehr als 100 Abgeordneten aus Kreis und Stadt auf der bekannten Plattform www.abgeordnetenwatch.de
den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen öffentlich den Politikern Fragen zu stellen."
erläutert Martin Rieth. "Die Bedingungen zur Umsetzung dieses TransparenzProjektes
erster Güte sind minimal: Zum einen muss jede und jeder Abgeordnete per EMail
erreichbar sein, damit Bürgeranfragen auch zeitnah dem jeweils Angefragten zugestellt
werden können. Zum anderen werden ca. 100 Euro/Monat für Göttingen zu erbringen
sein. Damit kann für monatlich weniger als 1 Euro pro Abgeordneten die Göttinger
Kommune komplett auf Abgeordnetenwatch vertreten sein." ergänzt der Fraktionssprecher
Tobias Schleuß. Die Piraten suchen auf diesem Weg zum Beispiel 10 Bürgerinnen
und Bürger, die bereit sind, monatlich einen Betrag von 10 Euro an Parlamentwatch
e.V. (steuerlich absetzbar) zu spenden, damit über 250.000 Göttinger Bürgerinnen
und Bürger einfach und öffentlich in Kontakt mit ihren Abgeordneten treten können.
Abgeordnetenwatch ermöglicht öffentliche Bürgerfragen an Abgeordnete auf Bundesund
Europaebene, sowie aus aktuell sechs Landesparlamenten Deutschlands. Parlamentwatch
e.V betreibt die Internetplattform in Kooperation mit MehrDemokratie e.V. Über
die Basisdaten (Name, Titel, Partei) hinaus, können die Abgeordneten selbst bestimmen
was sie an nichtöffentlichen zusätzlichen Informationen über ihre Arbeit den Bürgern
mitteilen. Auf kommunaler Ebene wurden bisher über 70% aller gestellten Fragen
beantwortet. Allein letztes Jahr wurden 11.991 Fragen gestellt und 9.689 wurden
auch beantwortet. (...) Pressemitteilung
Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen 24.11.11 Innenminister
Schünemann kippt Integrationskurse „Nachdem Minister Schünemann
zugesagt hatte, die Arbeit mit Spätaussiedlern in Friedland zu erhalten, haben
wir dieses abrupte Aus nicht erwartet.“ Noch im August 2010 hatte der Minister
neben der Arbeit mit Asylsuchenden die Integration von Spätaussiedlern als bleibende
Aufgabe des Grenzdurchgangslagers Friedland genannt. „Wir fragen uns allerdings,
wie sich Herr Schünemann Integration ohne Sprachkurse und Bildungsangebote vorstellt“,
kommentierte der Vorstandssprecher Bernd Schütze. Dass die Beendigung des Programms
durch sinkende Neuzuwandererzahlen erzwungen worden sei, mochte Schütze so nicht
stehen lassen: „Es mangelte schlicht am politischen Willen, die überaus erfolgreichen
Integrationskurse weiterzuführen.“ Verhandlungen mit den anderen Bundesländern
über die Einbeziehung ihrer Aussiedlerkontingente in das Programm waren zuvor
gescheitert. Ansgar Jendraszek, Regionalkoordinator beim Bundesamt für Migration
und Flüchtlinge, sprach von einer „vertanen Chance“ und kritisierte den Umgang
des niedersächsischen Innenministeriums mit den Projektträgern. (...) Das Innenministerium,
so Schütze, müsse erkennen, dass das Geld in einem solchen Projekt gut angelegt
ist: „Wer in Deutschland ankommt, braucht möglichst schnell einen Sprachkurs und
eine Orientierungsberatung, damit er sich zurechtfindet. (...)
Pressemitteilung Ratsfraktion
DieGrünen 22.11.11 Hakenkreuzschmierereien nicht
mit Gaffitikritik in einen Topf werfen ! "Wer in diesen Tagen Hakenkreuze
zu Hunderten auf Grabsteine und Galgen mit hängenden "Kannacken" an Schulgebäude
schmiert, tut dies bewusst vor dem Hintergrund des größten von Rechtsradikalen
verübten Verbrechens seit dem Tod Adolf Hitlers." Mit diesen Worten kommentiert
der Vorsitzende der Ratsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Rolf Becker die jüngste
Gleichsetzung von "rechten und linken Ultras" durch Göttingens Oberbürgermeister
Wolfgang Meyer. "Wenn der OB meint, zwanghaft Seitenhiebe auf "linke Ultras" in
Göttingen austeilen zu müssen, während die rechte Szene Hymnen auf "Dönermorde"
singt" ist dies schlicht deplaziert", so Becker. "Die Gleichsetzung der Gewaltbereitschaft
von "rechten und linken Ultras", wer immer das auch sein soll, empfinde ich angesichts
der millionenfachen Morde im Nationalsozialismus und der jüngsten von Rechtsradikalen
verübten Mordserie als völlig unangemessen." Die gewohnte Gleichmacherei spiegelt
sich auch in der aktuellen Diskussion über die Schmierereien in Göttingen. "Mir
ist es angesichts dieser Mordserie deutlich lieber, jemand schmiert "Nie wieder
Faschismus" an eine Wand als "Scheiß Kannacken, wir kriegen euch!"." Beide Handlungen
sind als Sachbeschädigungen zu verfolgen, trotzdem darf man sie nicht gleichsetzen:
Denn die erste ist Ausdruck von Zivilcourage und einer antifaschistischen Gesinnung,
die von den GRÜNEN und der großen Mehrheit der Bevölkerung ausdrücklich geteilt
werden. Die zweite dagegen ist Ausdruck von Rassismus und Menschenfeindlichkeit,
steht in der Tradition des Nationalsozialismus und stellt obendrein - in Verbindung
mit der dargestellten Exekution am Galgen formaljuristisch einen Aufruf zur Straftat
und zum Mord dar. Was jetzt erforderlich ist, ist ein couragiertes Auftreten gegen
Nazis, Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus. Dies gilt um so mehr für Personen,
die im Fokus des öffentlichen Interesses stehen, betont Becker: "Ich wäre allen
Göttinger PolitikerInnen außerordentlich verbunden, wenn sie sich endlich auf
die Bedrohung durch Rechtsradikale konzentrieren und sich die unpassenden Gleichsetzungen
von "Rechts" und "Links" wenigstens in diesem einen Fall einfach mal sparen könnten."
Pressemitteilung
AStA Uni Göttingen 16.11.11 SchülerInnen und
Studierende gegen Kommerzialisierung der Bildung AStA
der Uni Göttingen ruft zu Bildungsprotesten auf Bündnisdemo im Rahmen der "global
weeks of action for education" am 17.11. in Göttingen um 14:00 auf dem Zentralcampus
der Uni Göttingen auf. Die in Göttingen stattfindenden Proteste reihen sich ein
in die Global Weeks of Action for Education, weltweite Aktionswochen gegen die
zunehmende Kommerzialisierung von Bildung, zu denen die International Student
Movement für die Zeit vom 7.-20. November aufgerufen hatte. In Göttingen werden
Studierende, Schüler*innen und Auszubildende gemeinsam für eine bessere Bildung
auf die Straße gehen. (...) Die von oben durchgesetzte Bologna-Reform war von
Anfang an ein Projekt, um ein Bildungsverständnis zu etablieren, das die Sich-Bildenden
auf verwertbares Humankapital reduziert. Sie scherte sich weder um die Bedürfnisse
der Menschen, die von den Reformen betroffen sind, noch um wissenschaftliche Erkenntnisse
- etwa aus der Pädagogik. Mit der Einführung der Studiengebühren wurde billigend
in Kauf genommen, dass die ohnehin schon starke soziale Selektion an den deutschen
Hochschulen weiter verschärft wird. Das Turbo-Abitur erhöht den Druck auf Schüler*innen
und sorgt bloß dafür, dass noch mehr auf der Strecke bleiben als zuvor. (...)
"Wir rufen die Studierenden dazu auf, sich an den gemeinsamen Protesten mit Schüler*innen,
Auszubildenden usw. zu beteiligen. Wir können nicht weiter hinnehmen, uns von
Rankings, straffen Prüfungsordnungen und der Androhung von Langzeitstudiengebühren
an den Unis in Konkurrenz zueinander versetzten und uns vereinzeln zu lassen.
Wir müssen eine Solidarität dagegen setzen, die über die Universität hinaus geht
- wir sind nicht die Einzigen, die mit den Zumutungen des bestehenden Bildungssystems
zu kämpfen haben. Der Leistungsterror, der Konkurrenzdruck, die Versagensängste,
all das beginnt bereits in der Schule. Wie wenig uns das schmeckt, das wollen
wir am Donnerstag mit einer gemeinsamen Bündnis-Demo auf die Straße tragen"
Pressemitteilung GöLinke
und Kreisverband der Partei DieLinke 16.11.11 Lückenlose
Aufklärung der Hintergründe nazistischen Terrors gefordert Betroffenheit,
Trauer und Wut über die vielen Mordopfer der neonazistischen Täter aus Thüringen,
Niedersachsen und vermutlich noch weiteren Bundesländern gebieten es, die sonst
üblichen und im Politikalltag unerlässlichen parteipolitischen Rangeleien zu überwinden.
Fragen an den Verfassungsschutz und die Forderung nach schonungsloser Offenlegung
der Verantwortlichkeiten müssen aber gestellt werden. Je mehr bekannt wird über
die seit mehr als einem Jahrzehnt verübten rassistisch und neonazistisch motivierten
Verbrechen in der gesamten Bundesrepublik, um so mehr muss dabei die Rolle der
einzelnen Landesverfassungsschützer und des Bundesverfassungsschutzes hinterfragt
und durchleuchtet werden. Welche Aufgaben erfüllen die sog. V-Männer, welchen
Weisungen und welcher Kontrolle unterliegen sie? Wie kann es sein, dass als gewaltbereite,
dem Verfassungsschutz bekannte Neonazis über einen solch langen Zeitraum „untertauchen“
und unbehelligt ihre mörderischen Taten begehen können? Personalmangel kann es
nun wirklich nicht sein, wo doch die akribische Beobachtung kritischer Journalisten
wie z.B. hier in Göttingen von Kai Budler und der Goest-Redaktion, linker Politiker
wie Patrick Humke und anderer über Jahre hinweg angeordnet und durchgeführt wurden.
Wäre es nicht längst an der Zeit gewesen, die Kräfte zu bündeln und energisch
und kompromisslos gegen rechte Gewalttäter und menschenverachtende Mörder vorzugehen?
Der Kreisverband Göttingen DieLinke und die Göttinger Linke fordern zum wiederholten
Male ein Ende der Observierung von Mitgliedern der Partei DieLinke und die Einstellung
der Beobachtung von Kai Budler. Dazu gehört dann auch Löschung sämtlicher Eintragungen
und eine Entschuldigung. „Die leider immer noch an Demagogie erinnernden Stellungnahmen
der Spitze des niedersächsischen Verfassungsschutzes tragen allerdings nicht dazu
bei, in dieser Richtung ernsthafte Veränderungen zu erhoffen“, so Gerd Nier Sprecher
der Göttinger Linken. „Es drängt sich der Verdacht auf, dass da etliche sogenannte
Verfassungsschützer auf dem rechten Auge blind sind. Ein solcher Verfassungsschutz
ist überflüssig. Wir
fordern lückenlose Aufklärung und - wo notwendig - personelle Konsequenzen.“
Pressemitteilung ver.di
15.11.11 Arbeitsbedingungen im Altenheim
der Diakonie Northeim "(...) Julia
Niekamp, zuständige Gewerkschaftssekretärin bei ver.di in Göttingen "wir hören
immer wieder von hohem Krankenstand, burnout-Fällen und vor allem von massiven
Verstößen gegen geltende Arbeitszeitregelungen: Beschäftigte arbeiteten drei Wochen
durch ohne einen freien Tag, würden regelmäßig aus dem Frei und sogar aus der
Krankheit zum Dienst gerufen und müssen faktisch nach Dienstende weiterarbeiten,
ohne dass dies als Überstunden gewertet wird. Pausen gebe es faktisch kaum." Eigentlich
gelten für die Einrichtung verbindliche Regelungen - die "Arbeitsvertragsrichtlinien"
(AVR) der Diakonie, die auch für die Innere Mission Northeim die 38,5-Stunden-Woche
zwingend vorschreiben. "Stattdessen hat man jedoch von Vorstandsseite offenbar
auf die Beschäftigten Druck ausgeübt, einer Ausweitung auf bis zu 40 Stunden ohne
Lohnausgleich zuzustimmen. Als die Gewerkschaftssekretärin daraufhin die Beschäftigten
in der Einrichtung aufsuchte, um sie zu einer Informationsveranstaltung über Mitarbeiterrechte
und Arbeitsschutzbestimmungen in der Altenpflege einzuladen, versuchte die Heimleitung,
das zu unterbinden. "Zuerst wollte man mich rauswerfen. Dann ließ man nicht zu,
dass ich allein mit Mitarbeitern sprach. Jedes Gespräch wurde sofort unterbrochen
und die Beschäftigten zur Arbeit angehalten. (...) "Kirche und Diakonie verweigert
ihren Beschäftigten aus Prinzip den Abschluss von Tarifverträgen - doch dadurch,
dass die Diakonie der größte Einzelakteur in der Altenpflege in Niedersachsen
ist, könnte das Gehaltsniveau eines Diakonie-Tarifvertrags per Gesetz für branchenverbindlich
erklärt werden. Daran wären dann sämtliche ande-ren Anbieter gebunden. Der Wettbewerb
würde so nur noch über die Pfle-gequalität ausgetragen werden, aber nicht mehr
auf dem Rücken von ca. 60.000 Beschäftigten - wenn die Kirchen endlich über ihren
Schatten springen würden." Pressemitteilung
Stadtverband SPD 4.11.11 Persönliche Schreiben
an die Konzernleitung von EDEKA In einem persönlichen Schreiben
an die Konzernleitung von Edeka kritisieren die Göttinger SPD-Politiker Gabriele
Andretta MdL, Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, Horst Reinert und Ronald Schminke
MdL das Verhalten der Netto- und Edeka-Marktleitungen bzw. der Konzernführung
gegenüber Mitgliedern der Gewerkschaft ver.di bei mehreren Protestaktionen in
Göttingen und Südniedersachsen am 8. Oktober 2011. Die dort geplanten Flashmobs
waren von den jeweiligen Marktleitungen unterbunden und jeglicher Protest der
Gewerkschafter teilweise schon im Vorfeld verhindert worden. Im Zuge dessen wurde
sogar ein bundesweites Hausverbot für Gewerkschaftsmitglieder erteilt. Die SPD-Politiker
kritisieren in ihrem Brief das harte Vorgehen der Marktleitungen als unverhältnismäßig
und verweisen auf das im Grundgesetz verankerte Betätigungsrecht der Gewerkschaften.
Flashmobs seien dabei ein legitimes Mittel des Protestes am Arbeitsplatz. Die
Forderungen der Arbeitnehmerseite nach besseren Arbeitsbedingungen und Einhaltung
der tariflichen Bestimmungen seien zudem nachvollziehbar und müssten auch von
der Konzernleitung ernsthaft verhandelt werden. Als „Paten“ der Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer in Göttinger Netto-Filialen bieten die SPD-Politiker an, zwischen
den Konfliktparteien zu vermitteln. Pressemitteilung
Ratsfraktion Bündnis 90/DieGrünen 3.11.11 Verwaltungsgerichtsurteil
gefährdet Jugendprojekt Mit Befremden reagiert die Stadtratsfraktion
von Bündnis 90/DIE GRÜNEN auf die Außerkraftsetzung des neuen Bebauungsplanes
für das Gebiet "Südlich des Senders" durch das Oberverwaltungsgericht Lüneburg.
"Die Entscheidung legt einer sozialen Entwicklung unserer Stadt unnötig Steine
in den Weg", erklärt Horst Roth, Mitglied im Bauausschuss. "Den einzigen Weg,
den hohen Anforderungen des Gerichts zu entsprechen, sehe ich in einer stadtweiten
Standortplanung für soziale Einrichtungen", ergänzt er. "Soziale Projekte wie
das der Jugendhilfe müssen auch in Wohngebieten außerhalb der Brennpunkte einen
Platz haben." Ursprüngliches Ziel der Änderung des Bebauungsplans war es, soziale
Einrichtungen auch in dem Wohngebiet "Südlich des Senders" zu ermöglichen. Die
Jugendhilfe Am Rohns bietet dort seit 2008 eine Nachmittagsbetreuung für Jugendliche
von 7 bis 14 Jahren an, die durch das Urteil gefährdet ist. Das Gericht beanstandete,
dass eine Änderung des Plans nur für dieses Gebiet unzureichend begründet sei.
Die Fraktion fordert die Verwaltung darum auf, eine Lösung zu suchen, die der
geltenden Rechtsauslegung genügt. "Wenn wir in Göttingen den sozialen Ausgleich
fördern wollen, müssen wir zu einer gleichmäßigeren Verteilung sozialer Einrichtungen
kommen." Pressemitteilung
Universität Göttingen 5.500 Studienanfänger/innen erwartet
An der Universität Göttingen werden sich zum Wintersemester 2011/2012 voraussichtlich
rund 5.500 Studierende neu einschreiben. Das entspricht einem Zuwachs von fast
20 Prozent im Vergleich zum Wintersemester 2010/2011. Rund 4.300 der Neuimmatrikulierten
beginnen erstmals ein Studium im ersten Hochschulsemester. Diese Zahl ist über
22 Prozent höher als vor einem Jahr. Die Gesamtzahl aller Studierenden wird im
Wintersemester 2011/2012 an der Universität Göttingen voraussichtlich etwa 25.500
betragen. Das entspricht einem Zuwachs von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
" Zum Wintersemester 2011/2012 haben sich r und 5.500 Studierende neu an der Universität
Göttingen eingeschrieben, so viele wie nie zuvor in einem einzigen Semester ",
so Prof. Dr. Wolfgang Lücke, Vizepräsident für Studium und Lehre. "Die Gesamtzahl
der Studierenden war in Göttingen zuletzt 1998 so hoch . Wir haben uns gut auf
den doppelten Abiturjahrgang vorbereitet und hoffen, dass das Bewerbungsverfahren
für alle Studierenden reibungslos verlaufen ist ." Prof. Dr. Wolfgang Lücke Georg-August-Universität
Göttingen Vizepräsident für Studium und Lehre Pressemitteilung
AStA 22.10.11 AStA fordert Wiederaufnahme der Ermittlungen
Vergangenes
Jahr musste der der damals amtierende AStA den größten Finanzskandal, den die
verfasste Studierendenschaft Göttingens je gesehen hatte, bekanntgeben: Über 25.000€
waren verschwunden. Die damalige AStA-Vorsitzende Susanne Peter erstattete Anzeige
wegen Diebstahls bzw. Hinterziehung. Das Verfahren wurde nun von der Staatsanwaltschaft
Göttingen eingestellt. Der AStA legt jetzt dagegen Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft
Braunschweig ein und strebt eine Fortführung der Ermittlungen an. Hintergrund:
Anfang Dezember 2011 wurde bekannt, dass bei einer "public viewing"-Veranstaltung
zur Fußball WM rund 18.000€ in den Büchern des AStA fehlten. Während diese Summe
die Überschriften in der Presse prägte, musste sie kurz darauf mehrfach nach oben
korrigiert werden: Im Vertigo, dem Party-Keller des AStA, ging ebenfalls einiges
nicht mit rechten Dingen zu. Mindestens 7.000€ fehlten auch hier in den Bilanzen.
Als sich die Fehlbeträge nicht mehr verheimlichen ließen, entschloss sich die
damalige AStA-Vorsitzende Susanne Peter (ADF), gegen den Widerstand aus den eigenen
Reihen, an die Öffentlichkeit zu gehen und Anzeige gegen vier verdächtige Personen
zu erstatten, die teilweise aus dem AStA-Umfeld stammten(...) Das laufende Verfahren
wurde nun von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Als Begründung wurde angegeben,
" dass eine Vielzahl von Personen im Verlauf der Veranstaltung die Möglichkeit
hatte, auf Waren- und Kassenbestände Zugriff zu nehmen, ohne dass dies in Einzelnen
dokumentiert oder auch nur bemerkt worden ist. Mithin aber war der Nachweis einer
Täterschaft nicht möglich. " Der AStA ist verwundert darüber, dass die Staatsanwaltschaft
so eindeutig zu diesem Schluss kommen konnte. " Es wurden unseres Wissens nach
im Verlauf der Ermittlungen weder die damalige AStA-Vorsitzende Susanne Peter,
noch die AStA-Geschäftsführerin, noch die damaligen Finanzreferenten oder die
jeweiligen Projektleiter auch nur einmal befragt ".(...) Pressemitteilung
MdL Stefan Wenzel (Grüne) Neuer Bahn-Haltepunkt
Rosdorf "Es geht nicht um die Wiedereröffnung des alten eher abseits
gelegenen Rosdorfer Bahnhofs, sondern um die Einrichtung eines neuen modernen
Haltepunktes". Dieser solle möglichst nah an Siedlungs- und Gewerbeflächen liegen,
und auch zu Fuss oder mit dem Fahrrad gut erreichbar sein. In Frage kämen daher
Flächen im Bereich der Kreuzung der Bahnlinie mit der Göttinger Straße bzw. im
Bereich Raiffeisenstraße, Götzenbreite und Spickenweg. Alle Optionen müssten geprüft
werden. Wenzel: "Mit der Bahn wäre man in 3 Minuten am Hauptbahnhof in Göttingen
- unschlagbar schnell". Auch in Richtung Süden entstünde eine schnelle Anbindung
Richtung Friedland, Hann Münden und Kassel. Mit der Schaffung von Haltepunkten
in Rosdorf und Obernjesa, Weende und Bovenden könne die Leineschiene eine starke
Entlastung der Straßen im Leinetal bewirken. Pressemitteilung
Kreisverband DieGrünen / Kreisverband SPD Statt
Grüne/CDU zukünftig Grüne/SPD im Kreistag Gruppenvertrag
zwischen SPD und GRÜNEN trifft auf große Zustimmung in den Mitgliederversammlungen
"Die Verhandlungen haben gezeigt, dass die Schnittmengen zwischen SPD und GRÜNEN
am größten sind, wenn es um die praktische Politik für die Menschen in dem Landkreis
Göttingen geht. Deshalb sind die Verhandlungen sehr zügig und unkompliziert verlaufen",
verdeutlichte Hans Georg Schwedhelm, Sprecher des GRÜNEN Kreisverbandes Göttingen.
Es habe ein Sondierungsgespräch und einen Verhandlungstermin zwischen SPD und
den GRÜNEN gegeben. Wir wollen die Politik im Landkreis Göttingen in den kommenden
fünf Jahren zusammen mit den GRÜNEN gestalten. Trotz knapper Kassen wollen wir
in der Verkehrspolitik, der Sozialpolitik, bei der Umsetzung der Energiewende
und in der Schulpolitik neue Akzente setzten", erklärte Marcel Riethig, stellvertretender
Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Göttingen. Für die SPD hat der Unterbezirksvorstand
in seiner Sitzung am 7. Oktober 2011 der Vereinbarung zugestimmt.Die Grüne Mitgliederversammlung
hat am 11. Oktober den Gruppenvertrag ihrerseits mit wenigen kritischen Nachfragen
aber dann fast einmütig ebenfalls auf den Weg gebracht. Die Vereinbarung gilt
für fünf Jahre. "Wir wollen einen Landkreis in Südniedersachsen schaffen unter
Beteiligung der Landkreise Osterode, Northeim und Göttingen. Hierfür haben wir
uns das Ziel März 2013 gesetzt. Dann gibt es auch die vom Land versprochene Entschuldungshilfe",
erklärte Riethig. "Der Prozess der Vereinigung soll unter aktiver Beteiligung
der Bevölkerung, der Gemeinden und Städte und der Beschäftigten bei den Landkreisen
durchgeführt werden. Wir wollen vielfältige Informations- und Beteiligungsformen
nutzen, zum Beispiel das Internet. In Bürgerforen sollen die Bürgerinnen und Bürger
mit Politik und Verwaltung den Prozess begleiten und ihn bereichern", sagte Riethig.
Gemeinsames Ziel sei es, die CDU in den Diskussionsprozess intensiv einzubeziehen.
"Die im Kreistag beschlossene Energiewende wird jetzt kraftvoll umgesetzt. Dabei
geht es um die Verzahnung der Aktivitäten in den Gemeinden und Städten sowie um
eine Unterstützung von lokalen Initiativen, die zum Beispiel Windräder oder Solaranlagen
betreiben wollen", erklärte Martin Worbes, Vorsitzender der Grünen Kreistagsfraktion.
"Die Gruppenpartner habe weiter verabredet, dass der Landkreis Göttingen keine
neuen Straßen bauen wird. Die Südumgehung in Göttingen und die Umgehungsstraße
um Dransfeld werden aus dem Raumordnungsprogramm gestrichen. Durch ein Verkehrskonzept,
weg vom Auto hin zu Schiene, Bus und Rad, wollen wir den CO2-Ausstoß bis zum Jahr
2040 um 40% reduzieren. Dies wird nur bei einem Verkehrskonzept in Abstimmung
mit der Stadt Göttingen gelingen", sagte Worbes. Dabei solle ein besonderes Augenmerk
auf die Verkehrsteilnehmer gerichtet werden, die täglich nach Göttingen einpendeln.
"> "Schulpolitische Akzente werden gesetzt, indem die Eltern zur Einrichtung einer
IGS in Hann. Münden befragt werden. Die aktuellen Schuleinzugsgebiete werden überprüft
werden und dabei denken wir besonders an Dransfeld. Die Stärkung der Berufsschulstandorte
in Hann. Münden und Duderstadt ist ebenfalls Teil der Vereinbarung. Für Duderstadt
ist als erster Schritt die Schaffung einer Altenpflegeschule an der BBS vereinbart
worden", teilte Jörg Wieland, wieder gewählter Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion,
mit. "Zu den Vereinbarungen gehört der Ausschluss von betriebsbedingten Kündigung
beim Landkreis Göttingen und die Zusicherung, dass es keine Privatisierungen geben
wird", erklärte Hans Georg Schwedhelm. "Diese Zusicherung der Politik soll in
einer Dienstvereinbarung für die Beschäftigen abgesichert werden." "Sozialpolitisch
wird zukünftig wieder der hilfebedürftige Mensch im Mittelpunkt stehen, so dass
die freien Wohlfahrtsverbände und Beratungsstellen für ihre wichtige Arbeit mehr
Kontinuität und Sicherheit haben werden. Mit der Stadt Göttingen werden wir eine
partnerschaftliche Zusammenarbeit anstreben, daran hat es in der Vergangenheit
oft gemangelt. Außerdem werden der Beitritt zur Gesundheitsregion sowie der Erhalt
der Handweberei Rosenwinkel, als sozialer Betrieb, umgesetzt," erläutert Wieland.
Pressemitteilung
Kreisverband der Partei DieLinke Hebammen unterstützen! "Hohe
Kosten für die Haftpflichtversicherung und zu niedrige Sätze von den Krankenkassen
zwingen viele freiberufliche Hebammen einem Zweitjob nachzugehen. Gegen diese
Missstände gehen die Hebammen derzeit auf die Straße. Göttinger Kreisverband und
Ortsverband der LINKEN, sowie die Göttinger Kreistagsfraktion der LINKEN und die
Ratsfraktion der Göttinger Linken erklären sich solidarisch mit den Hebammen.
Schnelle Hilfe, wie sie bei Banken in Not üblich sei, gäbe es im Falle der Hebammen
nicht, so Patrick Humke (MdL, sozial- und gesundheitspolitischer Sprecher der
Landtagsfraktion). Bereits im Mai 2011 habe die Links-Fraktion im niedersächsischen
Landtag eine Anfrage gestellt. Die Antwort der Landesregierung sei ausweichend
und weise eine Zuständigkeit von sich. Die niedersächsische Landesregierung sähe
keinen Handlungsbedarf. Patrick Humke: „Die aktuellen gesellschaftlichen Umstände
erfordern einen noch größeren Einsatz von kompetenten Hebammen, die besonders
jungen Müttern bereits vor der Geburt informierend zur Seite stehen und diese
auch einige Zeit nach der Geburt noch begleiten. Zwar gibt es die so genannten
Familienhebammen in Niedersachsen bereits, allerdings müssen die Hebammen die
notwendige Fortbildung selbst finanzieren. Politik und Krankenkassen sind nun
in der Pflicht die berechtigten Forderungen der Hebammen umzusetzen, anstatt die
Verantwortung zu verschieben.“ Dr. Eckhard Fascher (Vorsitzender der Links-Fraktion
im Landkreis Göttingen): „Die Geburt ist der erste Schritt des Menschen. Die Qualität
dieses ersten Schrittes hängt maßgeblich von der Hebamme ab und diese leisten
wichtige und hochwertige Arbeit. Es ist daher umso bedauerlicher und nicht länger
hinnehmbar, dass viele der freiberuflichen Hebammen nicht von ihrer Hebammentätigkeit
leben können.“ Dazu Gerd Nier Sprecher im Sprecher/innenkreis der Göttinger Linken:
„Der demographische Wandel zwingt uns zu handeln und eine Stagnation bei den Geburtenzahlen
können wir uns nicht leisten. Wenn Frauen sich für ein Kind entscheiden, sollten
sie in jedem Falle auch die Wahl haben zwischen einer Haus- und einer Krankenhausgeburt.
Der Krankenkassensatz für eine Hausgeburt liegt derzeit bei 548 Euro, dies beinhaltet
auch Vor- und Nachsorge. Zu wenig für diese hochqualifizierte Arbeit. Eine Folge
könnte sein, dass demnächst keine Hausgeburten mehr angeboten werden. Es ist paradox,
wenn hier die Krankenkassen Geldmangel beklagen, aber gleichzeitig schwarze Zahlen
schreiben.“ Pressemitteilung
ver.di Göttingen 10.10.11 Pressefreiheit als Bedrohung
der Verfassung ? Ein
Göttinger Journalist wird durch die Ausübung seines Berufs zur Zielscheibe des
Verfassungsschutzes (VS). Ein eingeschränkter Einblick in die Verfassungsschutzakte
zeigt, dass die Göttinger Polizei das Beschäftigungsverhältnis des Journalisten
beim Göttinger Lokalradio selbst als „Erkenntnis“ dem Verfassungsschutz meldet
und der Verfassungsschutz Buch führt über die Demonstrationen an denen er als
Journalist teilnimmt. Dieses skandalöse Vorgehen der Göttinger Polizei und des
Verfassungsschutzes kam ans Tageslicht, nachdem der Redakteur ein Auskunftsersuchen
bei verschiedenen Behörden gestellt hatte. (...) In Reaktion auf das Auskunftsersuchen
teilte der niedersächsische Verfassungsschutz nun mit, dass der VS die „Erkenntnis“
hätte, dass der 43-jährige seit dem Jahr 2000 bei dem Lokalradio arbeite und an
drei Demonstrationen in Göttingen teilgenommen habe. Für die Gewerkschaft ver.di
ein alarmierendes Signal: „Die Beschäftigung unseres Kollegen beim Lokalradio
als „polizeiliche Erkenntnis“ zu präsentieren ist ein ungeheuerlicher Vorgang.
(...) Dass nun die Ausübung seines Berufs für den Kollegen zu ständig erweiterten
Einträgen in einer Verfassungsschutzakte führt, weckt ungute Erinnerungen an längst
vergangene Zeiten. Solch eine Überwachung eines Journalisten bei der Arbeit bedroht
die Pressefreiheit und ist absolut inakzeptabel“ so Patrick von Brandt, Gewerkschaftssekretär
bei ver.di in Göttingen.
Pressemitteilung Rechtsanwalt Sven Adam 10.10.2011 Göttinger
Journalist seit 14 Jahren überwacht Im
Auftrag des Journalisten hat Rechtsanwalt Sven Adam jetzt Klage beim Verwaltungsgericht
Göttingen eingereicht. Dem voraus gegangen war ein Auskunftsersuchen des Redakteurs
nach dem skandalösen Vorgehen der Polizei in Dresden während einer Neonazi-Demonstration
im Februar 2011, die der Redakteur begleitet hatte. Die Dresdner Polizei hatte
bei mehreren Funkzellen-Abfragen die Daten von rund einer Million Mobiltelefonaten
erfasst. Angesichts dieses „Handygate“ sprach der sächsische Datenschutzbeauftragte
von einem unverhältnismäßigen Eingriff in die Grundrechte – gerade von Journalisten
und Anwälten. Nach dem Auskunftsersuchen bei verschiedenen Behörden teilte der
niedersächsische Verfassungsschutz nun unter anderem mit, der 43-jährige arbeite
seit dem Jahr 2000 bei dem Lokalradio und habe an drei Demonstrationen in Göttingen
teilgenommen. Für Rechtsanwalt Adam ein alarmierendes Signal: „Die Behörde macht
aus der journalistischen Begleitung eine offenbar staatsgefährdende Teilnahme
an legalen und angemeldeten Demonstrationen. Dies führt dazu, dass die angeblichen
'Erkenntnisse' über meinen Mandanten jedes Mal erweitert werden, wenn er seiner
beruflichen Pflicht nachgeht und über Demonstrationen berichtet“. (.....Adam...)
kritisiert außerdem die unvollständige Antwort des Verfassungsschutzes, in der
die Behörde eine weitere Einsicht in die personenbezogenen Daten seines Mandanten
verweigert. Aus diesem Grund ist jetzt der Niedersächsische Landesbeauftragte
für den Datenschutz eingeschaltet worden. „Mit einer Verpflichtungsklage habe
ich zusätzlich rechtliche Schritte eingeleitet, damit mein Mandant endlich erfährt,
welche angeblichen 'Erkenntnisse' der VS noch für ihn bereithält Außerdem muss
sich die Behörde vor Gericht nun für die mehr als 14-jährige Überwachung meines
Mandanten verantworten“. Pressemitteilung
Ratsfraktion GöLinke Die Ratsfraktion der WählerInnengemeinschaft
GöLINKE fordert das Ende des GVZ III Noch
in der Ratssitzung im März 2011 behauptete OB Meyer in der Diskussion um das GVZ
III / Siekanger, dass das benachbarte Gewerbegebiet in Rosdorf noch völlig unzureichend
erschlossen sei. Es wäre aktuell überhaupt nicht daran zu denken, dass dieses
Gebiet zum Verkauf anstehen könnte oder gar als konkurrierend zu den Göttinger
Vorhaben anzusehen sei. "Diese Behauptungen waren offensichtlich falsch, wenn
man den Pressemeldungen zu den Rosdorfer Plänen glauben kann. Pikant ist, dass
offensichtlich die Informationskanäle der Parteifreunde Meyer und Grahovac geschlossen
sind, so dass es jetzt zu einem Konkurrenzverhältnis zwischen den Kommunen gekommen
ist, das von den Unternehmen zu Lasten des Steuerzahlers ausgenutzt werden wird",
so Patrick Humke, LINKER Fraktionsvorsitzender und Bauausschussmitglied. (...)
Es ist zu darüber hinaus zu befürchten, dass der Leineberg von allen Seiten mit
verkehrsintensiven, Lärm- und Staubemissionen produzierenden Großprojekten vollends
eingekreist werden könnte. (...) "Es ist nicht einzusehen, dass sich die Stadt
Göttingen ein Millionengrab auf Kosten von Teilhabemöglichkeiten aller Menschen
leistet", so der künftige Fraktionsvorsitzende Gerd Nier. Pressemitteilung
Landkreis Göttingen 19.9.11 Verkehrssperrungen wegen
Papst Bedingt durch den umfangreichen Pilgerstrom anlässlich des
Papstbesuches am 23.09.2011 ist mit einem hohen Verkehrsaufkommen zu rechnen,
von dem auch der Landkreis Göttingen betroffen sein wird. Das abgestimmte Verkehrskonzept
sieht vor, Verbindungsstraßen in Richtung Landkreis Eichsfeld für den Durchgangsverkehr
zu sperren. Allen untergeordneten Straßensperrungen für den allgemeinen Straßenverkehr
voraus geht die Vollsperrung beider Richtungsfahrbahnen der Autobahn A 38 zwischen
den Anschlussstellen Friedland und Werther (Ausnahme Pilgerverkehr, die A 38 dient
in einem Teilstück nahe Pilgerfeld insbesondere auch als Busparkplatz). Innerhalb
des Landkreises Göttingen sind gesperrt: • L 568 zwischen Bremke und Bischhagen
• Gemeindeverbindungsweg zwischen Bischhausen und Bischhagen • K 18 zwischen
Weißenborn und Siemerode • K 17 bzw. K 18 zwischen Charlottenburg und Glasehausen
• K 16 zwischen Etzenborn und Neuendorf • Duderstadt/OT Nesselröden: •
K 113 Nähe „Obere Mühle“ Richtung Bösekendor Pressemitteilung
Stadt Göttingen 16.9.11 Amtliches Endergebnis der
Kommunalwahl (...)
Im Rahmen der Prüfung der Wahlniederschriften und deren Anlagen durch die Gemeindewahlleitung
und durch den Beschluss des Gemeindewahlausschusses haben sich Veränderungen bei
Stimmenzahlen ergeben haben. Dies hat zwar keine Verschiebung in der Sitzverteilung
gebracht, aber dazu geführt, dass bei Bündnis 90 / Die Grünen aus dem Wahlbereich
3 statt Dr. Harald Wiedemann nun Maria Gerl-Plein in den Rat der Stadt Göttingen
einziehen wird. Eine weitere Veränderung gibt es außerdem im Ortsrat Groß Ellershausen
/ Hetjershausen / Knutbühren. Da in Folge der Nachprüfung die SPD 188 Stimmen
und die CDU 60 hinzubekommen haben, hat sich die Sitzverteilung zugunsten der
SPD verschoben. Die SPD hat jetzt fünf Sitze und die CDU nur noch vier. Statt
Karsten Wahmke (CDU) erhält jetzt Ralf Krummacker (SPD) einen Sitz im Ortsrat.
Pressemitteilung
Studentenwerks Göttingen und GDA Wohnstift 15.9.11 Hilfe
für die Alten wird auf Miete angerechnet Göttinger Projekt
„Wohnen für Hilfe“ startet zum Wintersemester 2011/2012 Studierende leben im Wohnstift!
Die einen suchen ein Zimmer und sind bereit, sich zu engagieren, die anderen haben
den Wohnraum und können hin und wieder eine helfende Hand gebrauchen. In einem
gemeinsamen Projekt „Wohnen für Hilfe“ des Studentenwerks Göttingen und GDA Wohnstift
Göttingen vermittelt das Studentenwerk zimmersuchende Studierende, die bereit
sind im Wohnstift zu leben und dabei gerne helfen. Dadurch haben Studierende die
Möglichkeit, eine günstige und schöne Unterkunft zu nutzen. „Dieses ist dem Studentenwerk
gerade vor dem Hintergrund des doppelten Abiturjahrgangs wichtig“ betont Prof.
Dr. Jörg Magull, Geschäftsführer des Studentenwerks Göttingen. Das Projekt startet
in Göttingen zum Wintersemester 2011/2012 und bringt unterschiedliche Generationen
und Kulturen zusammen. Die Besonderheit: Die Höhe der Miete ist abhängig von den
geleisteten Arbeitsstunden. Die Studierenden unterstützen bei unterschiedlichen
Tätigkeiten wie Rezeptionsdienst, Fahrdienst, Seniorenbegleitung usw. Pflegeleistungen
jeglicher Art sind ausgeschlossen! Beide Seiten profitieren innerhalb der Wohnpartnerschaft
durch ein Geben und Nehmen gleichermaßen. Pressemitteilung
AStA Uni Göttingen, 12.9.11 Ideologisches Ziel der Deutschlandstipendien:
Elitenförderung "Der
AStA der Uni Göttingen kritisiert insbesondere den ideologischen Charakter des
Stipendienprogramms. Anstatt auf eine breite Massenförderung, setzt die Bundesregierung
mit dem Deutschlandstipendium auf eine fragwürdige Elitenförderung. Ganz offen
wird als Ziel des Programms genannt, Fach- und Spitzenkräfte an die beteiligten
Wirtschaftsunternehmen zu vermitteln. "Hier besteht die Gefahr einer zunehmenden
Günstlingswirtschaft. Angesichts einer zunehmenden Chancenungleichheit brauchen
wir aber Maßnahmen, die den Studierenden wirklich nutzen und einen Ausgleich zum
sozial selektiven Hochschulzugang schaffen", (...) Das von der Bundesregierung
investierte Geld wäre besser in einem Ausbau des bereits bestehenden BAföG-Systems
untergebracht." Pressemitteilung
AStA Uni Göttingen, 12.9.11 Zwangsexmatrikulationen
Magister/Diplom: Situation in Göttingen An
der sozialwissenschaftlichen und philosophischen Fakultät werden für die Diplom-
und Magisterstudiengänge nach dem Wintersemester 2012/13 keine Prüfungen mehr
abgenommen. In den betroffenen Studiengängen sind insgesamt noch mehrere hundert
Studierende immatrikuliert. Die Schließung ist ebenfalls für die Lehramtsstudiengänge
akut. Bereits zum Ende des Jahres soll die staatliche Prüfungsstelle für Lehramt
an Gymnasien in Göttingen geschlossen werden. Die betroffenen Studierenden müssen
dann ihre Prüfung außerhalb Göttingens, voraussichtlich in Hildesheim ablegen.
Ursprünglich war die Schließung vieler Studiengänge bereits für das Sommersemester
2011 angesetzt. So etwa an der philosophischen Fakultät, an der nur durch den
entschlossenen Protest von Studierenden die Verlängerung gegen den Willen des
Fakultätsrates durchgesetzt werden konnte. Auch die Verlängerung der Frist für
die Staatsexamensstudiengänge erfolgte erst im April 2011 in letzter Minute. "Viele
der betroffenen Studierenden arbeiten Teilzeit, um ihr Studium zu finanzieren.
Nicht zuletzt die Studiengebühren, die in Niedersachsen seit 2007 erhoben werden,
verschärfen diese Situation. Es gibt viele Gründe, die ein Studium verzögern können",
(...) "Es freut uns zu hören, dass das Präsidium offenbar keine Exmatrikulationen
anstrebt. Das darf aber keine bloße Behauptung bleiben. Wir hoffen dass die entsprechenden
Klauseln aus den Prüfungsordnungen schnellstmöglich wieder gestrichen werden.
Sollte es in Zukunft aber doch zu Zwangsmaßnahmen kommen, wird der AStA selbstverständlich
sowohl Proteste als auch juristische Maßnahmen dagegen unterstützen" Pressemitteilung
des Schüler*innenbündnis Göttingen 8.9.11 Keine Demo
nur für bessere Gymnasien sondern für bessere Schulen! Für
Samstag, den 10.09.2011, haben Elternvertretungen von Gymnasien aus Göttingen
und Umgebung eine Demonstration "für ein besseres Gymnasium" angekündigt, die
um 11 Uhr auf dem Schützenplatz in Göttingen beginnen soll. Dazu gibt es einen
Katalog mit Verbesserungsforderungen, der u.a. umfaßt: kleinere Klassen, weniger
Leistungsdruck, mehr Lehrkräfte und eine Stärkung der sozialen Kompetenzen. Diese
Forderungen entsprechen jenen, die schon seit über zwei Jahren von Schüler*innen,
Studierenden und Auszubildenden in der ganzen Republik erhoben werden. Wohlgemerkt
von Vertretungen jeglicher Schulform! Hier jedoch nehmen sich die Elternvertretungen
einiger ausgesuchter Gymnasien in Stadt und Umland die Selbstgefälligkeit heraus,
all' dieses nur für "bessere Gymnasien" zu fordern. Alle übrigen Schulformen können
ja ruhig hinten runter fallen. Ob diese nun zur neuen "Oberschule" zusammengefaßt
werden sollen oder wie die "Restschule" sonst auch immer euphemistisch genannt
werden soll - Hauptsache, die Gymnasien bleiben "was besseres". Gegen diese Absetzbewegung
mit Elitedünkel wehren wir uns entschieden! Erfahrungen anderer Länder (man blicke
nur auf die Erfolge nordischer Länder in den PISA-Vergleichen) zeigen ganz deutlich,
dass gerade eine weitgehend gemeinsame Bildung aller in einer "inklusiven Schule"
zu einem weit höheren Bildungsniveau führt! Im Aufruf der gymnasialen Elternvertreter
heißt es u.a.: "Kompetenzen vermitteln statt Auswendiglernen, Kreativität statt
Pauken, Entrümpeln der Lehrpläne, Grundlagenverständnis statt Detailwissen, altersgerechte
Stoffpläne". Alle diese Punkte treffen auf jegliche Schulform zu! Welche wäre
zur Verwirklichung der Forderung nach "Stärkung des sozialen Umgangs" besser geeignet,
als eine "inklusive Schule" für alle? Die Abschaffung des G8, das "zu einer unbewältigbaren
Stoffdichte geführt" hat (so die Gymnasialvertreter) und damit die Abkehr vom
Turbolernen, ist eine Forderung, die bisher solidarisch von allen Schüler*innen
bundesweit erhoben wurde. Für alle Bildungseinrichtungen gilt auch die Forderung
nach einer hinreichenden Ausfinanzierung unseres Bildungssystems! Unter dem Lehrkräftemangel
leiden alle Schulformen, ebenso unter der Unterfinanzierung. Obwohl es einen Ansturm
bei den Neuanmeldungen für Integrierte Gesamtschulen gibt, wird ihre Neugründung
massivst behindert. Dabei wurde eine davon (die IGS in Göttingen) gerade als "beste
Schule der Republik" ausgezeichnet! Die Probleme der Schulpolitik betreffen uns
alle, nicht nur die Gymnasien. Dass sich jetzt ausschließlich Elternvertretungen
von Gymnasien zusammenschließen, um für eine Verbesserung der Bildungssituation
einer Schulform auf die Straße zu gehen, ist umso erstaunlicher. Das Motto müßte
doch eher heißen: "Demo für eine bessere Schule", denn schließlich sind wir alle
davon betroffen. Genau dies ist auch der Ansatz des aktuell laufenden "Volksbegehrens
für gute Schulen" in Niedersachsen. Das Schüler*innenbündnis ruft daher alle
zu dessen tatkräftiger Unterstützung auf. Bildung darf kein Privileg nur für Kinder
aus "besserem" Elternhaus sein, sondern ist ein Recht für alle! Daher übernehmen
wir gern den Aufruf, sich "kreativ" an der Demo zu beteiligen - und stellen sie
unter das offene Motto "Demo für eine bessere Schule"! Die Überwindung des mehrgliedrigen
Schulsystems würde endlich die massive soziale Selektion beenden (die im weltweiten
Vergleich hier am höchsten ist!), den sozialen Umgang stärken und entschieden
dazu beitragen, dass sich unsere Schüler*innen "zu starken Persönlichkeiten entwickeln"
können (wie es im Demo-Aufruf heißt). Deshalb für eine gute Schule für alle -
für eine umfassende Demokratisierung des Bildungssystems! Gemeinsame
Pressemitteilung der Ratsfraktionen der SPD und GöLinke 8.9.11
Landesregierung
zerstört Erfolgskonzept des Göttinger Schulpreisträgers! "Die
Stadtratsfraktionen der SPD und GöLinken zeigen sich entsetzt: Wie aus gut informierten
Kreisen der Landespolitik zu erfahren sei, gebe es nun doch kein Angebot der Landesregierung,
um das Erfolgskonzept der IGS Göttingen-Geismar am Leben zu erhalten. Der Erfolg
des Deutschen Schulpreisträgers beruhe darauf, ein möglichst langes gemeinsames
Lernen anzubieten. Durch die Zwangsverpflichtung zum Abitur nach 12 Jahren sei
dieses nicht mehr aufrecht zu erhalten. Viele Schüler bräuchten eine längere Entwicklungszeit,
um dann im Abitur genauso erfolgreich zu sein. Noch kurz vor der Sommerpause habe
der Rat einstimmig die Landesregierung aufgefordert, der Göttinger IGS einen Sonderweg
zu ermöglichen. "Es gibt bis heute nur eine zweifelhafte Lösung: alle Schüler
sollen bis zur 10. Klasse die gleiche Stundenzahl erhalten - das aber setzt die
schwächeren unter Leistungsdruck. Ein Abitur nach 13 Jahren ist so weiterhin nicht
möglich!" so kommentieren es die beiden Ratsfraktionen gleichlautend. Noch vor
der Sommerpause habe Kultusminister Althusmann eine sorgfältige Prüfung für die
IGS angeregt. "Was jetzt vorliegt, ist eine olle Kamelle, die die Schulleitung
der IGS schon vor mehr als einem Jahr als unzureichend abgelehnt hat!" so die
Ratsfraktionen. Damit bleibe es beim Abitur nach 12 Jahren und der Zerstörung
der erfolgreichen Struktur der IGS. "Hier wird ideologisch gegen Gesamtschulen
verschleppt und verzögert, erst nach den Kommunalwahlen will man wohl die Katze
aus dem Sack lassen und der IGS den Stecker ziehen!" sind sich die beiden Ratsfraktionen
sicher. Kultusminister Althusmann werde damit der erste KMK-Präsident sein, der
einer Schulpreisträger-Schule des eigenen Bundeslandes Steine in den Weg lege.
"Wir fordern die Landesregierung auf, klar zu sagen, ob sie die IGS unterstützt
und ihr eine Zusage für das Abitur nach 13 Jahren zu geben - und zwar vor den
Kommunalwahlen!" erklären die beiden Ratsfraktionen abschließend."
Für die SPD Tom Wedrins , Für die GÖLinke Rolf Ralle)
Pressemitteilung der Initiative
"ArbeiterKind.de" SchülerInnen aus nicht-akademischem
Elternhaus zur Aufnahme eines Studiums ermutigen Ab
dem 1. September bietet die bundesweite Initiative ArbeiterKind.de auch
in Göttingen eine wöchentliche Sprechstunde an. Immer donnerstags von 17 bis 18
Uhr stehen in den Räumen der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) in der Kurzen
Straße 13 die Mentorinnen und Mentoren für Fragen rund ums Studium zur Verfügung.
Ziel der Initiative ist es, Schülerinnen und Schülern aus nicht-akademischem Elternhaus
zur Aufnahme eines Studiums zu ermutigen und sie als Studierende weiter zu unterstützen.
Durch die Sprechstunde können alle Ratsuchenden nun persönlich und nicht nur per
E-Mail oder Telefon mit uns in Kontakt treten. (...) Seit der Gründung von Arbeiterkind.de
im Jahr 2008 wurde das Projekt mehrfach ausgezeichnet und es entstanden bundesweit
ca. 80 lokale Gruppen, in denen sich derzeit über 3.000 Ehrenamtliche engagieren.
Wir würden uns in Göttingen über weitere Helfer freuen, damit wir unser Angebot
auch zukünftig ausbauen können. ( goettingen@arbeiterkind.de und www.arbeiterkind.de)
Pressemitteilung
AStA Uni Göttingen 22.8.11 Gegen die letzten Bastionen
der Studiengebühr-Länder: Bayern und Niedersachsen Vom 19. bis
21.8.2011 fand die halbjährliche Vollversammlung des bundesweiten Aktionsbündnis
gegen Studiengebühren (ABS) in Göttingen statt. Der AStA der Uni Göttingen stellte
dem Bündnis hierfür seine Räumlichkeiten zur Verfügung und begrüßte die zahlreichen
Bündnispartner*innen. Das ABS führt seit 1998 den Kampf gegen Studiengebühren
und fordert ein bundesweites Verbot. Dem breiten Bündnis gehören u. a. Studierendenschaften,
Hochschulgruppen, Gewerkschaften, Fachschaften, Initiativen, Parteien, Verbände,
Dozent*innen und Einzelpersonen an. Unter anderem wurde in der Vergangenheit die
Abschaffung der Studiengebühren in Hessen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg
durch erfolgreiche Kampagnen begleitet. Auf der Vollversammlung am Wochenende
wurde beschlossen, nun den Kampf gegen Studiengebühren in Niedersachsen und Bayern
zu forcieren. Nach der Zurücknahme der Gebühren in vielen Bundesländern, werden
ab 2012 lediglich in diesen beiden Bundesländern allgemeine Studiengebühren erhoben.
Zentral für diese Arbeit wird die Vernetzung zwischen bayrischen und niedersächsischen
Studierenden sein, die durch das Treffen intensiviert werden konnte. (...) Derweil
wächst die Unzufriedenheit der Studierenden mit den gesetzlich erhobenen Studiengebühren.
Laut dem Gebührenkompass, einer Studie zur Akzeptanz von Studiengebühren, lehnen
sie 82% der niedersächsischen Studierenden ab. Pressemitteilung
der ver.di Region Göttingen 22.8.11 Trotz Zusagen zu
Verbesserungen - Probleme bestehen weiter bei Netto Nach bundesweiten
Berichten und einer Kundgebung vor der Göttinger Netto-Filiale in der Prinzenstraße
erklärte Netto sich diesen Sommer zu drei Verhandlungstreffen mit ver.di Kolleg/innen
von Netto bereit. Im Fokus der Forderungen standen die korrekte tarifliche Eingruppierung
der geringfügig Beschäftigten, Einhaltung der Arbeitsschutzgesetze, des Arbeitszeitgesetztes
und die Bezahlung von Überstunden. Beim bisher und vorläufig auch letzten Gespräch
mit dem Netto Management am Montag, den 15. August 2011 in Göttingen teilte dieses
mit, sie hätten die ver.di Forderungen umgesetzt. Diese „Umsetzung“ wird nun von
den ver.di Kolleg/innen der rund 20 Filialen in der Region Göttingen- Südniedersachsen
scharf kritisiert. „Bis auf einige wenige Einzelfälle wird weiterhin keine ununterbrochene
Pause gewährt, der Arbeitsdruck ist enorm, Vor-und Nacharbeitszeiten bleiben meist
unbezahlt“ (...) „Mit nur 2 Beschäftigten pro Schicht und einer ungeheuren Warenmenge
ist die Arbeit ohne unbezahlte Mehrarbeit nicht zu schaffen“. „Auch Pausen können
so schwerlich gewährt werden“,(...) Von eingestellten Mobbing- Attacken und
einigen, wenigen Verbesserungen abgesehen fühlen sie sich hingehalten und abgespeist.
„Gemeinsam mit unseren Pat/innen (lokale und regionale Persönlichkeiten) planen
wir für den Herbst weitere öffentlichkeitswirksame Aktionen, um die Kund/innen
über diese Missstände zu informieren“ Pressemitteilung
Frauen-Zimmer e.V. 15.8.11 Verein beschließt Ende
des Zweite Hand Kleider - Beschäftigungsprojektes In
der Zweite Hand Kleider - Beschäftigungsmaßnahme bietet der Verein Frauen-Zimmer
seit 2009 für erwerbslose Frauen ein Arbeitstraining an. Frauen, die wenig Chancen
auf dem 1. Arbeitsmarkt haben, werden dort im Rahmen eines 1-€-Jobs intensiv angeleitet
und sozialpädagogisch begleitet. Der Kooperationspartner, die Beschäftigungsförderung
von Stadt und Landkreis Göttingen stellt die Finanzierung sicher und weist die
Teilnehmerinnen vom Jobcenter aus auf die Qualifizierungsplätze zu. Auf diese
Weise können Fachkenntnisse und Schlüsselqualifikationen, die der Arbeitsmarkt
erfordert, erworben werden. Viele Frauen haben bereits mit gestärktem Selbstbewusstsein
die Maßnahme abgeschlossen. Einigen Teilnehmerinnen ist es sogar gelungen, den
Schritt in eine Ausbildung zu machen. Das Projekt mit dem schönen Ambiente in
der Langen Geismarstr. 77 wird auch von den Kundinnen sehr geschätzt. Erst die
reichliche Kleiderspende vieler einzelner Kundinnen ermöglicht den Teilnehmerinnen
die Beschäftigung - eine Konzeptidee, die aufgeht. Dennoch muss der Laden zum
31.08.11 schließen. Frauen-Zimmer e.V. hatte mit diesem Projekt vor allem die
Frauen erreichen wollen, die einen hohen Bedarf an Förderung und Unterstützung
brauchen, um Arbeitsfähigkeit (wieder) zu erlangen oder zu steigern. Die Veränderungen
in der Beschäftigungspolitik der Bundesregierung seit Anfang des Jahres haben
leider bewirkt, dass die Anleitung und pädagogische Begleitung der Teilnehmerinnen
von einer kleinen Einrichtung wie Frauen-Zimmer nicht mehr in der bewährten Qualität
zu leisten sind. Die Teamfrauen des Vereins Frauen-Zimmer bedanken sich recht
herzlich bei allen Spenderinnen, Kundinnen und allen anderen, die das Projekt
unterstützt haben. Trotz der bedauerlichen Schließung will sich der Verein weiterhin
für Frauen mit geringen Voraussetzungen für die Teilhabe an Beschäftigung
und Arbeit engagieren.
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