Goettinger
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Ökonomie: Vortrag Prof Dr. Niko Paech über "Postwachstumsökonomie
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Kritische Ökonomie: Vortrag Prof Dr. Niko Paech über "Postwachstumsökonomie" 13.1.11
/ Unikorrespondent goest / Am 12.1.11 gab es in Göttingen wieder einen Vortrag
in der Reihe "Kritische Ökonomie".Diesmal mit Dr. Niko Paech (derzeit Prof apl.
Lehrstuhl Produktion und Umwelt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)
einem der profiliertesten Wachstumskritiker in Deutschland. Und um es gleich zu
sagen: sein Vortrag war wirklich super (nur aus Zeitdruck viel zu stark zusammengekürzt).
Das Thema, zu dem er eingeladen worden war, lautete: "Postwachstumsökonomie" -
und er hat aufgezeigt, daß wir alle (also die globale / globalisierte Wirtschaft)
uns kurz vor der Wand befinden, auf die wir mit vollem Tempo zurasen. Menschliche
Gier werde immer ein starker Grund für den Drang an Wachstum sein. Auch machte
er mehr als einmal deutlich, daß er mittlerweile weder an Kategorien wie "Vernunft"
glaube noch an die Einsicht irgendwelcher Politiker*innen, gleich welcher Couleur.
Es ginge, nach seinen Worten, nur noch darum, die Wucht des Aufpralls oder die
Fallhöhe bei dem kommenden globalen Crash zu vermindern! Anmerkung der Redaktion: Paech war bereits 2009 zusammen mit einem Attac-Vertreter schon einmal bei der "Freien Altenarbeit", die ebenfalls einen Bericht über dessen Vortrag verfasst hat und auf ihrer Homepage >>Texte von Paech veröffentlichte. Paech ist auch auf Veranstaltungen zu Transition und Greenpeace vertreten. |
| Vortrag: "Göttinger Wirtschaft - Risiken und Chancen der Finanzkrise " Vortrag im Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Feuerwehr, am 18.8.09 , Referent: Freiherr v. Wendt, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Mitte e. V.
Struktur und Aufgaben des Verbandes v. Wendt schilderte zunächst die Struktur des AGVerbandes Mitte als eines "relativ großen" Verbandes, der regional die Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode erfasst, dem aber auch Betriebe aus Nordhessen und Gotha angehören.Es gibt keine streng geografische Zuordnung. In Bezug zur Tarifbindung heisst es auf der Webseite des Verbands : "Die Mitgliedschaft eines Unternehmens im AGV Mitte e.V. führt nicht zur Bindung an einen Tarifvertrag. Sie sind und bleiben frei, Tarifverträge anzuwenden oder es zu unterlassen." Der Verband ist im umfassenden Sinne beratend und interessenvertretend öffentlich aktiv. Wenn eine Firma z.B. Leute entlassen will, dann berät der Verband beim Abschluß von Sozialplänen. In speziellen arbeitsrechtlichen Fragen gibt der Verband Hilfestellung. Und gegenüber den Behörden und Sozialversicherungen vertritt der Arbeitgeberverband die politischen Interessen der Arbeitgeber. Die Mitgliedsfirmen kommen aus nahezu allen denkbaren Branchen und haben sehr unterschiedliche Größen. Jeder, der eine Arbeitskraft beschäftigt, so v. Wendt, sei ja praktisch Arbeitgeber und so könne auch derjenige, der nur eine Putzfrau beschäftigt Mitglied im Verband sein. Mitgliedsfirmen sind z.B. auch die Betreiber von Altenheimen und Kliniken, privatwirtschaftliche Kindertagesstätten. Schwerpunkte liegen im Raum Göttingen bei der Optischen Industrie, der Logistik und Verpackung; in Osterode bei der Holzverarbeitung und derm Holzhandel. Ein großer Teil der Mitgliedsfirmen, der nicht unterschätzt werden sollte, machten Ärzte, Rechtsanwälte und Steuerberater aus. Prognose Mit dem Erfahrungshintergrund eines solchen Querschnittes an Branchen wagte v. Wendt eine Beurteilung der Lage und eine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region. Zunächst einmal meinte er "Die Talsohle ist noch nicht ganz erreicht" . Im Herbst und im Winter werde die Zahl der Arbeitslosen noch zunehmen. Für den Verband bedeute das Beratung bei Kurzarbeit, bei der Gestaltung von Sozialplänen und Rechtsfragen bei Kündigungen. Bewertung der Maßnahme "Kurzarbeit" Das Hauptgestaltungsinstrument der vergangenen Monate, die Kurzarbeit, das wollte v. Wendt deutlich hervorheben, müsse von den Arbeitgebern teuer bezahlt werden. Normalerweise bestünde rechtlich eine Anspruch auf Entgelt nur bei Arbeit. Bei Kurzarbeit zahle einerseits die Bundesagentur für Arbeit einen Ausgleich auf 67 % bzw. 60 % bei Ledigen vom letzten Nettoeinkommen. Auch wenn nur noch die Hälfte der Zeit gearbeitet werden müsse der Arbeitgeber weiterhin 100 % Sozialleistungen bezahlen. Auch Feiertage und Urlaub müssen voll bezahlt werden. Für die Zeit ab 1.7.09 wurde allerdings geregelt, dass nach 6 Monaten Kurzarbeit keine Sozialabgaben mehr vom Arbeitgeber zu zahlen sind. Dann muß die Agentur für Arbeit dies zahlen. Wie ist die Entwicklung der einzelnen Branchen zu bewerten: Branchen
mit stärkeren Krisenauswirkungen Branchen mit günstigerem
Verlauf Kreditversicherungsklemme Ein Problem besteht durch die Notwendigkeit von Kreditversicherungen. Da kommt eine Reihe von Anfragen auf einen Fertigungsbetrieb zu. Auch jetzt in der Krise gibt es viele VOR-Anfragen um sich Lieferungen zu sichern. Damit diese Anfragen zu Aufträgen werden können ist die Fertigungsfirma auf eine Garantie angewiesen, dass der Kunde später auch zahlen kann bzw. bei Zahlungsunfähigkeit die Versicherung einspringt. Diese Garantie soll durch eine Kreditversicherung hergestellt werden. Nun gibt es einerseits immer häufiger Auftragsvoranfragen aber Probleme mit Kreditversicherungen. Und wenn eine Bank die notwendigen finanziellen Vorleistungen für eine Auftragsverwirklichung geben soll, dann soll sie einerseits vorsichtig mit Kreditvergabe sein, andererseits bekomme sie gesagt sie blockiere die Wirtschaft, wenn sie zögert.
V. Wendt beantwortete anschließend Fragen aus den Reihen der Ausschußmitglieder wobei deutlich wurde, dass der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes und der Landtagsabgeordnete der Partei DieLinke nur schwer allein sprachlich eine Verständigung erzielen konnten. |
Wirtschaftsjunioren: Podiumsdiskussion zur Nachhaltigkeit 2001
/ Die Wirtschaftsjunioren führen am DO, 17.5.2001, zusammen
mit dem AIESEC Göttingen und Greenpeace Göttingen eine Podiumsveranstaltung zum
Thema nachhaltige Gesellschaft durch. DO, 17. Mai 2001, 18:00 Uhr, Universität Göttingen, Zentrales Hörsaalgebäude, Saal 105 |