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Universität Göttingen (Leitseite)

Uni-Kernbereich / Campus

"Platz der Göttinger Sieben"

ZHG

Theologicum und Oeconomicum.

 

Uni , Geld und Arbeitsplätze
Schließungspläne Basisgruppenraum
Studiengebühren
Medienkontrolle an der Uni
Gegen Partykeller im Verfügungsgebäude

> "Bildungsstreik" (2008, 2009)
> Wahlergebnisse AStA-Wahlen
> Fachschaften u. polit Gruppen an der Uni
> Konflikt um Kürzung im FB SoWi 2005
> Neuer Studi-Ausweis mit Chip 2004
> HiWis Lohnkürzungen und VVs 2004
> AStA-Besetzung / Basisgruppenraum 2003

> Geschichte des Café Kollabs 2003-2008 >"Volksuni"(1999) bis "48Stundenuni" (2005)

2003:
> Besetzungen nach dem Streik 2003
> Großer Streik an der Uni 2003
> Bilder von Aktionen, Polizeräumung, 2003
> Menschenkette Uni bis Arbeitsamt 2003
> Zeltstadt
> Lichterkette, Strassenblockade, Flashmobs
> Streikaktionen November 2003
> Großdemo Oktober 2003
> Großdemo November 2003
> Aktionstag 11/03


> Bolognaprozess

 

Geld und Arbeitsplätze in der Region durch die Universität

29.9.08 / (PM Stadt) Erstmalig wurde für das Jahr 2000 in Göttingen eine systematisch angelegte Bestandserhebung der grundlegenden ökonomischen Daten vorgelegt. Der „Wissenschaftssektor“ ist in der Region Göttingen weiterhin die größte „Jobmaschine“.
Nachdem im Jahr 2000 hier 16.345 Personen eine bezahlte Beschäftigung fanden, waren es 2006 16.939 Beschäftigte (+3,6%). Größter Arbeitgeber ist dabei die Georg-August-Universität mit 13.331 Beschäftigten, davon waren im Bereich Humanmedizin allein 7.429 tätig. 2000 waren es 13.165 bzw. 7.146 Beschäftigte, so dass sich eine Steigerung von 1,3 bzw. 4,0% ergibt.
Alle Wissenschaftseinrichtungen erzielten in 2006 Einnahmen in Höhe von nahezu 1,1 Mrd. Euro und konnten damit die Einnahmehöhe von sechs Jahren zuvor (0.9 Mrd. Euro) kräftig um 21 % steigern. Weniger als die Hälfte der Einnahmen entfällt 2006 noch auf die staatliche Grundfinanzierung (480 Mio. Euro), dicht gefolgt von den sonstigen - also entgeltlichen - Einnahmen (414 Mio. Euro). Aber auch die Drittmittel tragen mit 147 Mio. Euro erheblich zu den Einnahmen bei. Den Göttinger Wissenschaftseinrichtungen ist es gelungen, die wegfallende staatliche Finanzierung durch den Ausbau eigener Einnahmequellen z. B. durch Auftragsforschung oder Leistungsentgelt mehr als auszugleichen. Von großer Bedeutung für Wirtschaft und Beschäftigung in Stadt und Region Göttingen ist zweifellos das große Ausgabevolumen der Wissenschaftseinrichtungen von 1,1 Mrd. Euro sein. Es hat sich gegenüber dem Jahr 2000 um 25,6% gesteigert.

Lit./Quelle: Publikationsreihe des Fachdienstes Statistik und Wahlen der Stadt Göttingen, Heft 25 September 2008 sowie, Göttinger Statistik - Aktuell Heft 09, 2002

 

Schließungspläne gestoppt

Am 7.8.08 haben wir die Mitteilung erhalten, Rainer Boll vom Gebäudemanagement der Uni habe folgendermaßen auf ein Kritikschreiben geantwortet: "Das Gebäudemanagement hatte nicht vor den Raum ersatzlos zu streichen. Nach unseren Informationen wurde durch die Fakultät die Raumfrage geprüft mit dem Hintergrund einer Verbesserung der Lehre im Sprachbereich. Nach unseren Erkenntnissen wurde in diesem Zusammenhang auch ein Zusammenfassen mit dem Fachschaftsraum angesprochen. Leider hat die Kommunikation wohl nicht funktioniert, da in meiner Abteilung eine Zustimmung der Fachschaft und der Basis-Gruppe gemeldet wurde. Aus diesem Grund habe ich gestern den Auszug und die Umbauten des Raumes gestoppt sowie mit dem Dekanat einen Gesprächstermin mit Fachschaft und Basis-Gruppe vereinbart. Ziel wird sein den Raum zu erhalten oder einen anderen Raum der Basis-Gruppe anzubieten. Ich hoffe, damit dem Wunsch eines freien Raumes für die Basis-Gruppe zu ermöglichen."

In einer Reaktion seitens der Basisgruppe darauf heisst es "Der zunächst angesetzte Räumungstermin wird nicht wahrgenommen werden. Vorraussichtlich werden demnächst Gespräche zwischen Gebäudemanagement, PhilFak und Vertreter_innen der BG stattfinden, bis dahin bleibt die Situation unklar." Nach Einschätzung der Basisgruppe Geschichte sind die Umstrukturierungspläne allerdings umfassender als zunächst vermutet und betreffen u.a. auch die Arbeitsbedingungen des technischen Personals. Man möchte vorerst jedenfalls keine Entwarnung geben.

Univerwaltung will Infrastruktur politisch aktiver Gruppe lahmlegen
Mitten in den Semesterferien will sie einen selbstverwalteten Fachgruppenraum schliessen

(korrigierter Textteil farbig gekennzeichnet: ) 4.8.08 / In einer Pressemitteilung am 21.6.06 kündigten die Basisgruppen der Historisch Philosophischen Fakultät "erbitterten Widerstand gegen jede Art von Kürzungsplänen an. "Kürzungen werden nicht diskutiert sondern bekämpft". Um Proteste gegen die Kürzungspläne zu organisieren, luden die Basisgruppen zu offenen Treffen in der Humboldtallee 19 ein. Im Keller des Gebäudes Humboldtallee 19 befinden zwei Räume, die von Fachgruppen und den sie tragenden Basisgruppen genutzt werden. Mitten in den Semesterferien, am 15 August 2008 soll nun einer der beiden Räume, der Raum der Fachgruppe Geschichte geräumt werden.

Die Verwaltung zielt auf Die Basisgruppe Geschichte

Man plane, dort ein Sprachlabor einzurichten teilt die Univerwaltung mit. Ehrlicher wäre, wenn sie offen zugäbe, dass sie die Arbeit der Fachgruppe Geschichte erschweren will. Allzu deutlich ist die entsprechende Repressionsspur der jüngsten Vergangenheit: Zuerst befand sich der Fachgruppenraum Geschichte im AStA-Gebäude und wurde mit Polizeigewalt geräumt (siehe Artikel zur Geschichte) . Nun befindet er sich in der Humboldtallee und wiederum soll der Raum geschlossen werden. Immer wurde damit auch auf die Basisgruppe Geschichte gezielt. Zwischendurch war eine andere hochschulpolitische Gruppe die dem ADF nahesteht in die Fachgruppe gewählt worden. Während dieser Zeit hatte die Univerwaltung die Fachgruppe und deren Raum in Ruhe gelassen.

"Die Uni-Leitung hat uns aufgefordert unseren Raum bis spätestens zum 15. August auszuräumen. Wir antworten: Einräumen statt Ausräumen! Umgebaut wird nicht! Kommt zahlreich und bringt Freund_innen mit! Sperrmüll ist ausdrücklich erwünscht. Ab 12 Uhr in der Humboldtallee 19."
Die Basisgruppe sieht die Gründe klar in der politischen Absicht:
"Offensichtlich wird hier, dass studentischer Selbstverwaltung an der Uni keine Relevanz mehr eingeräumt wird. Institutionen wie das Gebäudemanagement und in diesem Fall auch die philosophische Fakultät glauben völlig selbstherrlich über studentisch genutzte Räume entscheiden zu können. Die mit der Etablierung der Präsidialuniversität und der Einführung von BA/MA-Studiengängen eingeleiteten Entwicklungen treten hier offen zu Tage. Die Uni soll endgültig in eine autokratisch regierte Institution umgewandelt werden, in der die Interessenartikulation jener keine Rolle mehr spielt, die diesem Werdegang im Wege stehen. Was in diesem Fall Studierende betrifft, stellt auch für andere Statusgruppen ein Problem dar, Andere werden gleich ganz vom Campus verdrängt." (Quelle)

Das Foto zeigt den Flur im Keller der ehemaligen Frauenklinik Humboldtallee 19. Die offene Tür des Raumes Nr. -1.125 führt zum sogenannten "Bunten Raum". Neben dessen Tür hängt das Schild "Fachschaft". Dieser Raum wird von den drei Fachgruppen Romanistik, Slavistik und Philosophie genutzt.

Zwei Türen weiter ist der Raum Nr. 1.123 der FG Geschichte. Dort will die Uni angeblich auf ca. 3 x 4 Meter ein Sprachlabor einrichten.

...... und trifft auch die studentische Selbstverwaltung

Der Raum in der Humboldtallee 19 dient nicht der Basisgruppe als politischer Hochschulgruppe, sondern der Fachgruppe Geschichte als Arbeitsraum. Die Fachgruppe Geschichte gehört zusammen mit etlichen anderen Fachgruppen zur Fachschaft der Philosophischen Fakultät, die deren Fachschaftsrat bilden und in der Fachschaftsräteversammlung vertreten ist.
Bei dem Versuch eine politische Gruppe, nämlich die Basisgruppe Geschichte ihrer Infrastruktur zu berauben nimmt die Univerwaltung also auch in Kauf, die Organe der Selbstverwaltung zu behindern.

In diesem Kellerraum arbeiten bereits 3 verschieden Fachgruppen der Fakultät.

Die Univerwaltung schlägt vor, die FG Geschichte solle sich auch noch dazwischenquetschen.

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Studierende gegen kommerziellen Partykeller

16.6.08 / In einem Offenen Brief kritisieren eine ganze Reihe von Fachschaften den von AStA und Universität geplanten Bau eines Partyraums im Keller des Verfügungsgebäudes (VG). Sie wollen nicht, dass 350.000 Euro für einen Raum verschleudert werden, den die Mehrzahl der Studierenden so nicht nutzen will.

"Wir als Studierende der Universität wollen keine Partys feiern, auf deren Schulden wir hinterher sitzenbleiben. Wir lassen uns nicht vorschreiben, welches Bier wir auf unseren Partys trinken, oder welche Lichttechnik wir benutzen. Wir werden den Partyraum im VG nicht nutzen. Stattdessen werden sich dort zwölfmal im Jahr kommerzielle AnbieterInnen tummeln, die die Universität mit ihren Energydrinks überschwemmen."

Das Verfügungsgebäude oben - ehemals Ort legendärer Parties wird im Zuge der stromlinienförmigen Umgestaltung der Uni für wirtschaftliche Interessen einer Party-Institution beraubt.

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Studiengebühren

Studiengebühren sofort wieder abschaffen

Am 6.3.09 hieß es in einer Pressemitteilung von Andretta SPD/MdL (...) "Zum Stichtag 31.12.2008 betrugen die Rücklagen der Hochschulen aus nicht ausgegebenen Studiengebühren mehr als 75 Millionen Euro. Allein das Konto der Universität Göttingen (ohne Medizin) weist eine Rücklage aus 7.556.000 Euro auf, davon verplant für studienverbessernde Maßnahmen seien lediglich 3,4 Millionen Euro. (...) Andretta: "Studiengebühren sind eine große Hürde für Kinder aus einkommensschwächeren Familien und Gift für die Chancengleichheit." Und sie kommt zu dem Schluß "Studiengebühren gehören sofort wieder abgeschafft!"

2009 Spd in der Opposition "Studiengebühren abschaffen"
2001 Spd in der Regierung "Hochschulgesetz ändern, um Gebühren einzuführen"

Anmerkung der Redaktion: Ja schön und gut , aber es sollte zugleich auch an folgende Meldung vom 3.9.2001 erinnert werden: "Wissenschaftsminister Thomas Oppermann (SPD) gilt seit langem als Verfechter von Studiengebühren. "Wir werden noch 2001 das Hochschulgesetz ändern, um Gebühren einzuführen", bestätigte er jetzt gegenüber dem Magazin "Focus". Oppermann hat in der SPD weiter Karriere gemacht und ist heute Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion.

Um welche Beträge geht es ?

Nehmen wir zur Illustration das Sommersemester 2008. Wer bis 31.1.08 keine 593,52 überwiesen hatte, darf nicht weiterstudieren. Wer nebenher arbeiten muß, schafft das Studium nicht in der Regelstudienzeit. Dann wirds aber noch teurer: bis zu 993,52 Euro pro halbes Jahr - 1987,04 Euro pro Jahr. Da wird eiskalt in Kauf genommen: Kinder aus armen Familien können nicht studieren.

> Geschichte der Proteste gegen Studiengebühren in Göttingen

Studienbeitrag (+ Verwaltungsgeb. Studentenschaft, Stud.werk) 500,00 Euro (+ 193,52 Euro) also insgesamt


693,52 Euro

(Regelstudienzeit + 4 Semester um 1 Semester überschritten >> + 100
(Regelstudienzeit + 4 Semester um 3 Semester überschritten >> + 200
(Regelstudienzeit + 4 Semester um 5 Semester überschritten >> + 300 ..............993,52 Euro

Psychosoziale Beratungsstelle des Studentenwerks

Bei studienbedingten Schwierigkeiten sowie in persönlichen Konfliktsituationen können sich alle Göttinger Studierenden an diese Stelle wenden. Neben kostenlosen Beratungsgesprächen für Einzelpersonen, Paare und Familien beinhaltet das Angebot regelmäßige Kurse zu unterschiedlichen Aspekten. Im Sommersemester 2008 sind dies: "Effektiver Lernen", "Prüfungsangst", "Zeitmanagement und Motivierung", "Stark im Studium" sowie "Autogenes Training". Anmeldung in der Psychosozialen Beratungsstelle, Goßlerstraße 12b (neben der Mensa am Turm) während der offenen Sprechstunden dienstags von 12 - 13 Uhr, mittwochs von 13 - 14 Uhr und donnerstags von 12 - 13 Uhr. Kursanmeldung für "Psycho aktiv"-Kurse : Frau Göhmann-Ebel, Tel. 0551 / 395108

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Uni Medienkontrolle
Flugblätter verteilen und Plakatieren genehmigungs- und entgeltpflichtig

7.10.05 / Die Stiftungsuni versteht sich nicht mehr als gesellschaftlichen Hort der Bildung, sondern als Kosten/Nutzenmaschine im Wissenschaftsbetrieb.

Daher koppelt sie sich ohne Bedenken von liberalen Traditionen ab. Graffiti-Beseitigungen sind seit Jahren die Vorboten des Versuches gewesen, jegliche Zeichen der Auflehnung zu beseitigen, um die richtige Stimmung für unterwürfiges Studieren zu erzeugen.Nun geht man in der deregulierten Uni an die Regulierung der inoffziellen Medien: Plakatieren, Flugblätter und Flyer verteilen soll reglementiert werden.

Plakate nur mit Stempe und nur registrierte hochschulpolitische Gruppen dürfen verteilen
Im Oeconomicum und im Theologicum wurden nichtgenehmigte Plakate abgerissen. Plakate dürfen nur noch in dafür vorgesehenen Kästen aufgehängt werden und zwar nur, wenn diese vorher mit einem entsprechenden Stempel versehen wurden. Pro Gebäude bekommt nur je ein Plakat von jeder Sorte einen solchen Stempel.
In der Mensa dürfen keine Infos mehr verteilt werden, wenn dies nicht vorher angemeldet wurde und eine Gebühr entrichtet wird. Nur registrierte hochschulpolitische Gruppen mit namentlich bekannten Verantwortlichen dürfen Informationen verteilen. Hochschulpolitischen Gruppen die nicht an den Uniwahlen teilnehmen, wie die Studierenden für eine aktive Uni (SaU) sind damit offensichtlich ausgeschlossen. Das Verteilen der Göttinger Drucksache z.B. ist in der Mensa also nun verboten und wurde schon praktisch gegen Verteiler durchgesetzt.

Wenns um Müll geht, würde der Ausschluß der Kommerz-Werbung reichen
Die vorgeschobene Begründung für diese Beschränkungen die rigiden Zustände chinesischer Unis erinnern ist die "betriebswirtschaftliche Sparsamkeit bei der Müllbeseitigung". Um den Müll zu reduzieren, würde es jedenfalls ausreichen, alle kommerziellen Papierverteilungen genehmigungs- und entgeltpflichtig zu machen. Zunächst waren auch nur die kommerziellen Flyer betroffen aber das war nur der erste Schritt, jetzt wird nicht mehr zwischen kommerziellen und nicht-kommerziellen Flugblättern unterschieden, mit dem Effekt, dass die kommerziellen evtl. noch das Geld aufbringen, um Papiermüll zu hinterlassen - die politisch unliebsamen Flugblätter aber aus Kostengründen nicht mehr verteilt werden können.

Ziel ist die Unterdrückung unregulierter politischer Äußerungen an der Uni
Dies behindert Proteste die spontan aus der Studierendenschaft entstehen, man muss sich erst irgendwie "anmelden", zumindest, wenn sie Flyer verteilen will. Die aufmüpfigen Studierenden könnten dann auch namentlich erfasst werden, das erleichtert das Vorgehen gegen einzelne Personen.
Bis jetzt erreichen Infos per Internet papierlos und unkontrolliert die Uni, aber auch das kann prinzipiell geändert werden: wird demnächst vielleicht auch der Aufruf bestimmter Internetseiten genehmigungspflichtig, entgeltpflichtig oder einfach gesperrt?

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