Goettinger
Stadtinfo Studierendenhäuser Gentryfication / Gentrification / Gentrifizierung / Gentrifikation goest Definition / 25.7.11 / Der englische Begriff "Gentry" bezeichnet "niederen Adel" und "höheres Bürgertum". Gentryfication wird zur Beschreibung von Veränderungen in Stadtvierteln benutzt, bei denen aus einfachen Quartieren Schicki-Micki-Blocks entstehen mit entsprechend hohen Mieten, was verbunden ist mit entsprechend hochpreisigen Lokalen. Insgesamt ist damit die Verdrängung der bisherigen EinwohnerInnen verbunden, die Zerschlagung gewachsener urbaner sozialer Zusammenhänge und basisnahen kulturellen Lebens. Stattdessen entstehen sozial kalte, unwirtliche Strukturen, die von Geld und Herrschaft geprägt sind. >>Empire St. Pauli / Film zu Gentrification der Film kann online angeschaut werden. |
Wohngemeinschaften erhalten Abmahnungen wegen politischer Transparente 26.1.11
/ Vertreter/innen von "Here to Stay" c/o Verein für kommunikative Wohnformen -
Gotmarstr. 9 - protestieren in einem Offenen Brief gegen die Ankündigung des Studentenwerks,
das Aushängen von Transparenten an den Häusern des Studentenwerks nicht länger
zu dulden. In dem Schreiben der BewohnerInnen von Studierendenwohnheimen heißt
es u.a. "So erhielten in den letzten Wochen und Monaten zwei Wohngemeinschaften
im Kreuzbergring Abmahnungen von Ihrer (des Studentenwerks) rechtlichen Vertretung,
die bis dato lediglich damit betraut war, die Vertragsverhandlungen zwischen "Here
To Stay"-Häusern und dem Studentenwerk zu führen. (...) Zuletzt weiteten Sie ihre
Abmahnungspolitik auch auf Wohngemeinschaften in Häusern aus, die nicht in der
"Here to stay"-Kampagne organisiert sind. Diese hatten Transparente aufgehängt,
die sich gegen den Castortransport Anfang November ins Wendland aussprachen."
Diese Maßnahmen des Studentenwerks werten die Verfasser/innen des Offenen Briefes als "Verbote freier politischer Meinungsäußerung" Die Transparente hätten Forderungen nach besserer Bildung, sowie selbstbestimmtem Leben und Lernen, Protest gegen Abschiebungen, und Aufrufe gegen Naziaufmärsche zum Inhalt gehabt. Sie fordern die Rücknahme der Abmahnungen.
Kundgebung der "Here -to-stay Kampagne" am Weihnachtsmarkt Kundgebung
am Samstag, den 18.12.2010 Studierenden-Wohnhäuser-Kampagene Here-to-stay hatte eine Kundgebung angekündigt mit den Worten: "Da das Göttinger Studentenwerk momentan sehr bemüht zu sein scheint, die Verhandlungsarbeit der letzten Jahre zu annullieren und mit ihrem Mietvertragsentwurf weit hinter den bereits vereinbarten Absprachen mit der Kampagne "Here to Stay" der alternativen Wohnräume in der Burgstraße, Gosslerstrasse, Gotmarstraße, dem Kreuzbergring & der Roten Straße zurückbleibt, ist für uns wiederum die Zeit gekommen, die Öffentlichkeit zu suchen und dem Studentenwerk zu zeigen: Wir sind hier um zu bleiben!" Sie forderten in ihrem Flugblatt "erschwinglichen Wohnraum für alle", sind gegen den "Umbau der Innenstadt in einen Freizeit und Konsumpark" und wollen eine Auseinandersetzung "mit der rein leistungsbezogenen Effizienzstruktur in Stadt und Universitätsbetrieb" In
einer Erklärung der Kampagnen-Organisation nach der Kundgebung heißt
es zu dem Schritt in die Öffentlichkeit u.a.: ". Dieser Schritt war
notwendig geworden, nachdem das Studentenwerk einen Mietvertragsentwurf vorgelegt
hatte, der weder auf die Forderungen von „Here To Stay“ einging, noch zuvor getätigte
mündliche Zusagen berücksichtigte. Enttäuscht von einer solchen Verhandlungsführung
möchten wir nun wieder vermehrt die Göttinger Bürgerinnen und Bürger an unserem
Kampf für den Erhalt selbstverwalteter Strukturen teilhaben lassen." (Die Angaben über die Zahl der TeilnehmerInnen schwankt zwischen 70 und 90) Kampfeinheit der Polizei gegen aufklärende Kundgebung Gegen legitime demokratische Äusserungsformen wird eine Polizeieinheit aufgefahren, die angeblich für die Bekämpfung der Schwerkriminalität gegründet wurde. Angesichts der Thematik und Form dieser Kundgebung greift man sich ungläubig an den Kopf, wenn hierfür die Polizeitruppe "Beweissicherungs und Feststellung Einheit" (BFE) aus Hannover anrückt. Diese BFE-Einheiten sind für ihre Gewalttätigkeit in der Kritik. Z.B. ist bei den Antifa-Demos die bayrische BFE (die heisst dort USK) entsprechend unangenehm aufgefallen. Die Gewalttäter in den Reihen der Polizei konnten bei einer Anzeige nie ermittelt werden, weil sie nicht identifizierbar waren! Bei der Gründung von BFE-Einheiten hiess es, sie seien für ganz gefährliche Einsätze gebildet worden, die aber noch nicht den Einsatz von GSG 9 erforderlich machten. Die Einheiten, die mit den Transportern in der Kurzen Geismar Str. parkten haben als Kennzeichnung einen schwarzen Kreis, Dreiecke oder andere Symbole auf blauem Viereck auf dem Rücken getragen so wie auf dem >>Foto und anderen Fotos in der >>kreiszeitung.de - In diesem Bericht der Kreiszeitung.de wird die BFE als Spezialkräfte zum "Einsatz gegen Neonazis" vorgestellt. "Die Ausrüstung der Beamten bei den BFEs ist für ein hohes Gewaltpotential und Störeraufkommen ausgelegt, und unterscheidet sich daher von der Ausrüstung der Beamten im Streifendienst oder der Einsatzhundertschaft teilweise erheblich" Wikipedia
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Es geht nicht nur um Wohnheime, sondern im weiteren Sinn um Freiräume (Zwar stammt der Kommentar von 2007 (bezogen damals auf die Demo am 11.8.07 - wird aber wegen der grundsätzlichen Betrachtungsweise hier weiterhin zur Einleitung vorangestellt) Linke
kulturelle Infrastruktur gegen "ödes konformistisches Klima" Repressiver
Angriff auf die Freiräume |
Mitteilung der - Studierenden-Wohnheime im Here-to-stay - Verbund 10.11.09 / "Am Mittwoch den 11.11.09 findet um 10 Uhr das nächste Treffen zwischen dem Studentenwerk und den Häusern der Here to Stay Kamapagne statt. Inhaltlich soll es um die Ausgestaltung des zukünftigen Status der Häuser gehen, welcher zu Jahresbeginn durch das Studentenwerk geändert werden soll. Inwiefern dieser neue Status sich mit den Vorstellungen eines selbstverwalteten und sozialen Miteinanders, sowie den Bedürfnissen der Bewohner_innen deckt, muss dann geprüft und erarbeitet werden. Hintergrund ist der Versuch des Studentenwerks, die letzten noch existierenden Kollektivmietverträge Göttinger Studierendenwohnheime in Einzelmietverträge zu überführen. Die Geschichte, der sich daraufhin gegründeten Here to Stay Kampagne und ihrem bislang erfolgreichen Kampf könnt ihr auf der Kampagnen-Seite unter http://www.heretostay.de/Pressespiegel.htm nachlesen. Nach zahlreichen Protesten und Verhandlungen nahm das Studentenwerk Abstand von seinen Plänen. Nun geht es darum, die erkämpften Erfolge zu sichern und auszuweiten! Über den Ausgang des Gespräches halten wir euch natürlich auf dem laufenden. Für mehr selbstbestimmtes Wohnen! Here to Stay. " |
Konflikt um die Häuser Rote Straße, Kreuzbergring, Goßler Str., Gotmarstr.
Pressemitteilung
Studentenwerk 5.11.07 "Mitarbeiter
des Studentenwerks und Vertreter der Vereine und GbRs der Wohnobjekte sowie BewohnerInnen
der Häuser waren am 31.10.07 zu einer weiteren Unterredung zusammen gekommen,
um die Gestaltung der mietvertraglichen Regelungen und die für alle Wohnheime
des Studentenwerks geltenden Belegungskriterien sowie deren Anwendung bei der
Vergabe der Wohnplätze zu erörtern. Das Gespräch verlief in einer
angenehmen und konstruktiven Atmosphäre erklärte Prof. Dr. Jörg
Magull, der Vorstandsvorsitzende des Studentenwerks. |
Antwort
auf den Offenen Brief des Studentenwerks
Offener
Brief des Studentenwerks 26.10.07
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Freiräume-Demo
/ Juzi "Linke Freiräume schaffen
und verteidigen" Die Kampage „Here to stay - Linke Freiräume schaffen und verteidigen“ , die Leute vom Wagenplatz demonstrierten zusammen mit den Leuten, die "25 Jahre Juzi" feierten am 11.8.07 durch die Innenstadt. Der Demo-Aufruf war von der "Here-to-stay Kampagne", dem Juzi, dem Wagenplatz, dem Cafe Kabale und dem Theaterkeller erfolgt. Erstaunlich waren die übereinstimmende Schätzung der TeilnehmerInnenzahl der VeranstalterInnen mit 600 und der Polizei mit 500. Bei der Zwischenkundgebung vor dem Carré in der Weender waren es ca. 300 gewesen. Aber vielleicht kamen später noch welche dazu.
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Studierendenwerk
will Selbstverwaltung abschaffen 24.5.07 / Das Studierendenwerk vermietet u.a. Zimmer in Häusern die in den siebziger Jahren besetzt worden waren und wo durch Verhandlungen eine Selbstverwaltung der Häuser durchgesetzt wurde. Dazu gehören die Häuser im Kreuzbergring, in der Roten Straße, der Burgstraße, Goßler Straße und in der Gotmarstraße. Nach der "Flurbereinigung" des Universitätsbetriebes, der stromlinienförmigen Ausrichtung des Sutdienbetriebes und der Erhöhung des ökonomischen Drucks durch Studiengebühren erscheinen solche kollektiven Wohnstrukturen im universitären Umfeld offensichtlich als "nicht der gewünschten Ordnung entsprechend". Gerade in den oben genannten Häusern wird oft durch Transparente an den Fenstern zu aktuellen politischen Ereignissen Meinung kundgetan.
Nun
will das Studiwerk die Selbstverwaltung dieser Häuser abschaffen. Dies hatte
man bereits 1977 schon einmal probiert, war aber an einer Gegenkampagne gescheitert.
Nun folgt also der erneute Versuch, kollektive selbstverwaltete Wohnstrukturen
aufzulösen - so wie jeglicher Freiraum in der Universität Schritt für
Schritt eingeschränkt oder abgeschafft wurde (Freiraum im AStA, Kollabs,
Flugblatt verteilen und Plakate aufhängen). In Zukunft will das Studierendenwerk
nur noch Einzelmietverträge mit den BewohnerInnen der Zimmer abschließen
und ihnen so die Gestaltungsmöglichkeit von Kollektivität aus der Hand
nehmen. Durch eine Wohnzeitbegrenzung komplemetär zur Studienzeitdrängelei
will sie darüber hinaus nicht nur die Wohn-Zusammensetzung an sich, sondern
auch deren Änderungsgeschwindigkeit bestimmen. Damit hat sie es in der Hand,
entstehende politische Unruheherde lahmzulegen. So sieht das auch die neu entstandene
Initiative "Here to stay. Selbstverwaltete Strukturen verteidigen" die
sich für ca. 100 BewohnerInnen der betroffenen Häuser einsetzt und meint: |
Einige Widersprüche in der Wohnheim-Kampagne
2006 / Das Studierenden-Wohnheim mit den berüchtigten Innenhof-Parties hat ein kurioses Dankesschreiben an seinen Vermieter, das Studentenwerk geschickt, das durch und durch Wohlverhalten ausstrahlt: Offener
Brief an das Studentenwerk in Vorfreude auf 30 Jahre Rote Straße
"RevolutionärInnen"
gegen "ReformerInnen" : Wer Verbesserungen innerhalb des Systems durchsetzen
will akzeptiert das System? 2007
/ Nun geraten die TeilnehmerInnen der "HeretoStay"-Kampagne aber in
eine Widersprüchlichkeit, die etwas mit der Aufteilung in verschiedene ideologische
Fraktionen zu tun hat. Die einen meinen mit Adorno "Es kann kein richtiges
Leben im Falschen geben" und kritisieren jede Kampagne für kleine Verbesserungen
innerhalb des bestehenden System weil die schließlich doch das System akzeptiere.
Es komme schließlich darauf an, das Ganze zu verändern - daher auch
Titel wie "Ums Ganze...". Wie das erreicht werden soll, ohne im Kleinen
anzufangen, darauf wissen sie keine Antwort. Das laute Rufen der Parole "Kapitalismus
abschaffen" wird wohl kaum allein die nötige Kraft zur Veränderung
hervorrufen.
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